3898
26.802.086  €


Schön, dass du hier bist!

Hier kannst du dich in die Unterschriftenliste eintragen.

Ebenfalls hast du die Möglichkeit, dich auf unserer Seite zu registrieren.

Eine Registrierung ist unabhängig von einem Eintrag in die Unterschriftenliste.
Bitte lese dazu unsere Hinweise, bevor du dich anmeldest.

Hast Du deinen Link zum Bearbeiten der Unterschriftenliste verloren? Dann kannst du einfach hier einen Neuen anfordern!

Schau dir die Auswertungen der Datenbank an, nimm an unseren Umfragen teil und werfe einen Blick in unseren Tätigkeitsbericht.

Wichtig: Mit dem Kennwort des Forums kannst du dich hier nicht einloggen.

Auf der Seite "Über uns" kannst du mehr über die Seite sowie über uns erfahren.
Für Fragen und Feedback stehen wir dir gerne zur Verfügung ke@helft-uns.de.


"Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel."
- Friedrich Nietzsche -

"Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden."
- John F. Kennedy -

Zinsen – so “einfach” kann es auch gehen

Nathalie 11. März 2010

“Zinsen sind da”

Liebe Nathalie, lieber Dirk und natürlich auch lieber Jan,

es wird ruhig auf Eurer Seite, auch ich kommen nicht mehr jeden Tag dazu, zu gucken, ob was interessantes gemeldet wird. Im Handelsblatt ist gerade wieder ein toller Artikel über Island und die Abstimmung am Samstag.

Eigentlich wollte ich auch ganz zufrieden melden, dass unsere Rechtsschutzversicherung 500,- € (1000,- € Zinsanspruch gegenüber Kaupthing) gezahlt hat. Ohne Eigenbeteiligung und ziemlich unkompliziert und unbürokratisch. Wir haben uns sehr gefreut und können sogleich einen Teil sowohl nach Haiti und nach Chile weiterleiten.

Im Anhang eine “Baustelle” des letzten Jahres….

Mit ganz vielen Grüßen und den besten Wünschen für viel Freizeit

gudrun m.


Anmerkung Nathalie:
Erst einmal vielen Dank, dass wir die Mail veröffentlichen dürfen. Wie schon per E-Mail geschrieben, freuen wir uns natürlich mit euch.
@all: So schnell und “unbürokratisch” kann es gehen. Siehe auch schon unsere Artikel hier und hier
.

ARD Bericht: Personen gesucht

Dirk 10. März 2010

Folgende Anfrage der ARD erreichte mich gestern:

Ich suche DRINGEND Personen, die über die wirtschaftliche Situation in Island, über die Finanztricksereien etc. sauer sind. Diese können sich unter den folgenden Daten bei mir melden:

Redakteur
Mitteldeutscher Rundfunk
Redaktion Zeitgeschehen
Kantstraße 71-73
D-04275 Leipzig
Tel.:    +49 (0)341 300 4092
Mobil: +49 (0)179 45 179 43
Fax:     +49 (0)341 300 8445

Ein leises Auf Wiedersehen

Jan 17. Februar 2010

Wie bereits am 29.12.09 von Dirk bekannt gegeben, geht unser Einsatz in Sachen Kaupthing endgültig zu Ende. Eine lange Zeit mit Kaupthing (siehe Chronik) ist heute zu Ende. Mit den Handlungsmöglichkeiten und der Icesave-Stellungnahme haben wir aus unserer Sicht den passenden Abschluss gefunden.

Unser Ziel, die Rückzahlung aller Kontoguthaben, haben wir bereits im Sommer 2009 erreicht.

Das “Sahnehäubchen”, die Zinsgeschichte, erscheint leider wenig erfolgversprechend… Aber Sahne macht eh dick. :-) Den (Zins-)Stand der Dinge nach der Gläubigerversammlung Ende Januar kann man hier und dort erfahren.

Klar, die Seite bleibt im Netz und wir drei werden uns vielleicht das eine oder andere Mal zu Wort melden. Aber die ,,große Show” ist vorbei – nun endgültig nach vielen Ankündigungen. :-) Deshalb wünschen wir unseren treuen Lesern und Mitstreitern alles Gute und verabschieden uns ,,bis auf weiteres” mit den Worten ,,Wir stehen da und sehn betroffen – den Vorhang zu – und alle Fragen – offen.”

UPDATE Dirk 22.02.2010: Da die Sache nun gegessen ist, ist es auch nicht mehr möglich sich auf der Seite zu registrieren. Alle bestehenden Accounts bleiben natürlich vorerst bestehen. Jede Registrierung erzeugt eine E-Mail und in den letzten Wochen haben sich nur noch Spam-Bots angemeldet… Wer einen Account möchte, kann sich gerne per E-Mail an uns wenden.

Nachtrag zu den Zinsen: Isländischer Wirtschaftsminister äußert sich

Jan 7. März 2010

Immer wieder liest und hört man, dass eine Gruppe von Sparern die Insolvenzverwalter und Gläubiger der Kaupthing Bank durch eine ,,geniale Verzögerungstaktik” zur vorrangigen Auszahlung der Zinsen ,,zwingen” möchte. Dabei wird die tatsächliche isländische Rechtslage entweder verkannt oder verschwiegen. Zu den Zinsen äußerte sich nun von höchster Stelle der isländische Wirtschaftsminister Gylfi Magnusson – und bestätigte das, was wir bereits in den Handlungsmöglichkeiten als Verfahrensgang skizziert hatten:

Zu [den ungeklägten Fragen gehört] unter anderem die [...], wann die etwa 30000 deutschen Sparer Ihr Geld vollständig wiederhaben…

Schon jetzt hat jeder Sparer seine Einlagen zurückbekommen. Aber es ist richtig, nach wie vor steht die Frage im Raum, was mit den kumulierten Zinsen passiert. Aber soweit wie wir das bisher beurteilen können, ist das keine Frage an den isländischen Staat mehr.

Sondern?

Das ist eine Rechtsfrage. Es muss geklärt werden, ob die Zinsen der Anleger zu den vorrangigen Ansprüchen zählen. Die Frage ist, welche Gläubiger zuerst ausgezahlt werden. Das wird aber die Justiz entscheiden.

Das gesamte Interview ,,Kaupthing ist jetzt eine Frage für die Justiz” kann man bei Handelsblatt nachlesen.

Warum die Isländer die Zeche nicht zahlen wollen

Press 4. März 2010

Im HANDELSBLATT erschien am 3. März ein interessanter und sehr lesenswerter Artikel zum Thema “Warum die Isländer die Zeche nicht zahlen wollen”.

Siehe hier.

The better solution for Icesave

Jan 17. Februar 2010

…hopefully coming soon… :-)

Die bessere Icesave-Lösung

Jan 17. Februar 2010

Vorwort

Dieser Text ist den Isländern gewidmet, die trotz ihres eigenen finanzwirtschaftlichen Flächenbrandes durch kluge Gesetze und entsprechendes Handeln dafür gesorgt haben, dass wir deutschen Kaupthing-Kunden 100% unserer Einlagen zurückbekommen haben. Eine englische Übersetzung gibt es hier.

Worüber man sich einig ist

Dazu zitiere ich Bjarni Kristjansson aus dem Kommentar 8 zum FT-Artikel “How the Icelandic saga should end” (Danke an Eks für den Hinweis!) – sinngemäß übersetzt aus dem Englischen: “[...]Nach den isländischen Gesetzen haben Sparer Vorrang in Bezug auf alle Vermögenswerte der Landsbanki während des Abwicklungsverfahrens. Wenn wir die gesamten verfügbaren Vermögenswerte mit den gesamten Spareinlagen vergleichen, ist es offensichtlich, dass genügend Vermögenswerte vorhanden sind, um nahezu alle Spareinlagen abzudecken (Gesamte verfügbare Landsbanki-Insolvenzmasse 6,4 Mrd. Euro / Gesamte Icesave-Spareinlagen 7,3 Mrd. Euro = 88%).

Da so gut wie alle Icesave-Sparer ausgezahlt wurden, sind es die Einlagensicherungsfonds der entsprechenden Länder, die die ursprünglichen Forderungen übernommen haben. Dies sind der TIF in Island, FSCS in UK und DNB in den Niederlanden. Außerdem werden alle Zahlungen an den TIF automatisch an FSCS und DNB weitergeleitet, um die Icesave-’Kredite’ dieser beiden Fonds abzudecken. D.h. bedeutet, dass letzten Endes faktisch ALLE Insolvenzzahlungen der LBI immer an FSCS und DNB gehen werden. Diese Verpflichtung wurde – unabhängig vom Icesave-Abkommen – bereits ohne jeden Streit vollständig von Island akzeptiert, da dies mit den bestehenden isländischen Insolvenzgesetzen und -vereinbarungen im Einklang ist.[...]”

Die schlechte und komplizierte Lösung

Dazu wurde eine komplizierte Regelung gewählt, die erneut Bjarni Kristjansson – sinngemäß aus dem Englischen – erklärt: “[...]Die isländische Verhandlungsdelegation stimmte der Forderung zu, dass jeder [Einlagen-]Anspruch in zwei getrennte Ansprüche (TIF bzw. FSCS/DNB) aufgeteilt werden sollte. Jeder sollte den gleichen Vorrang in Bezug auf Zahlungen der Landsbanki-Insolvenzmasse bekommen. [...] Siehe dazu Art. 4.2 (b) der Originalvereinbarung. Dies hat den unglücklichen Umstand zur Folge, dass der TIF nur eine teilweise Bezahlung seines 20.887-Anspruchs erhält.[...]” Dabei darf nicht vergessen werden, dass der TIF wie oben beschrieben den eigenen Anteil ebenfalls an FSCS und DNB wegen deren Vorauszahlungen überweist. Dazu kommen noch die Zinslasten, die erneut Bjarni Kristjansson beschreibt: “Der zweite wichtige Aspekt hinter der isländischen Ablehnung des gegenwärtigen Abkommens sind die Zinsen, die berechnet werden, während gewartet wird bis die Abwicklungskomitees die Vermögenswerte der Landsbanki eingetrieben haben. Nach dem gegenwärtigen Abkommen muss Island 5,55% Zinsen auf die gesamte 3,9 Mrd. €-Garantie bezahlen, bis die Rückerstattungszahlungen aus der Landsbanki-Insolvenzmasse kommen. Diese Zahlungen könnten sich sehr leicht wegen möglicher Rechtsstreitigkeiten verzögern, die andere Gläubiger der Landsbanki führen könnten, da sie gegenwärtig nichts zur Begleichung ihrer Ansprüche erwarten können.  Diese Vereinbarung wird vom isländischen Volk als grundlegend ungerecht empfunden, da in Insolvenzverfahren ergänzende Ansprüche auf Zinszahlungen typischerweise nicht gestellt werden können. Das bedeutet, dass jede Zinszahlung an FSCS und DNB immer direkt von Island bezahlt werden muss, da sie nicht im Insolvenzverfahren ersetzt werden kann. [Denn: Der Staat Island und damit jeder Isländer soll für das Abkommen und insbesondere die Zinsen bürgen. Kein Wunder, dass man sich da erpresst fühlt.] Die Zinszahlungen auf die Icesave-Garantie betragen im Durchschnitt 200 Mio. € pro Jahr. Das wird zusammengerechnet, den Schulden in den ersten 7 Jahren hinzugerechnet und dann in den darauf folgenden 8 Jahren (2016-2024) abbezahlt. Insgesamt werden die Zinszahlungen auf eine Summe zwischen 1,5 Mrd. und 2 Mrd. € geschätzt, was die erwarteten Zahlungen des isländischen Staates für die Icesave-Garantie (0,5 Mrd. – 1 Mrd. €) WEIT ÜBERSTEIGT. Wenn man diese Summen mit der Gesamtbevölkerung von Island (320.000) vergleicht, kann man sich leicht ausrechnen, dass dies fast 10.000 € pro Person in Island entspricht. Dieser Betrag wurde oft in der Presse zitiert, aber viele Leute merken nicht, dass die meisten Zahlungen für Zinsen und nicht für die ursprüngliche Icesave-Verpflichtung sind.”

Die bessere Lösung für alle

Noch einmal zwei Schritte zurück:

Kurz vor dem Zusammenbruch der Landsbanki sah die Rechtslage wie folgt aus: Da es sich bei Icesave in UK und NL ebenfalls nur um Niederlassungen wie Kaupthing Edge Deutschland handelte, sicherte auch hier der isländische Einlagensicherungsfonds Forderungen bis zu 20.887 €. Forderungen darüber sicherten bis zu einer gewissen Höhe die Einlagensicherungen in UK und NL – diese Garantie der einheimischen Einlagensicherungen stockten britische und niederländische Regierung im Angesicht des Zusammenbruchs der Landsbanki deutlich auf. Kurz gesagt: Ursprünglich war für Forderungen bis 20.887 € der TIF zuständig, für alles darüber FSCS und DNB. Oder in Zahlen ausgedrückt: Von insgesamt 7,3 Mrd. € hätte der TIF für 3,9 Mrd. € Einlagen zahlen müssen, FSCS und DNB für die restlichen 3,4 Mrd. €.

Bekanntermaßen hat Island im Bewusstsein größerer Bankenzusammenbrüche und einer dann zahlungsunfähigen Einlagensicherung (TIF) Anfang Oktober 2008 Spareinlagen im Notstandsgesetz zu vorrangigen Insolvenzforderungen erklärt. Damit wollte man die Verpflichtung der Einlagensicherung vollständig über die Insolvenzmasse der Banken erfüllen. Dies betraf zumindest alle Einlagensummen, die zum Stichtag (Beginn der Zwangsverwaltung) geschuldet waren – sogar ohne Unterschied, ob die Summe über oder unter 20.887 Euro lag.

Was unser Glück war, ist der Kern des Icesave-Problems. Durch dieses Notstandsgesetz wurden alle Einlagen der Landsbanki (samt ihrer britischen und niederländischen Niederlassungen) in voller Höhe zum Stichtag 07.10.2008 vorrangige Forderungen. Nun gab es aber keine Auszahlung direkt aus der Insolvenzmasse wie in unserem Fall, sondern die britische (FSCS) und die niederländische Einlagensicherung (DNB) kamen für die Einlagen auf. Nun wollen diese ihre Gelder natürlich zurück erstattet haben. Und die schlichte und logischste rechtliche Lösung lautet: Die bezahlten Einlagenforderungen gehen wie gesetzlich vorgesehen auf FSCS und DNB über. Diese hätten dann über den gesicherten Vorrang dieser Forderungen faktisch Anspruch auf die gesamte Landsbanki-Insolvenzmasse. So beschreibt es auch Bjarni Kristjansson in seinem Lösungsvorschlag A: “[...]Die erste Lösung wäre, die gesamte Insolvenzmasse der Landsbanki an FSCS und DNB zu übergeben und ihre Ansprüche direkt daraus zu befriedigen, wie es Martin Wolf in seinem Artikel vorschlug.[...]” Im Endeffekt würden FSCS und DNB damit ca. 88% ihrer gesamten Vorauserstattungen zurückerhalten. Zinsen gäbe es dann keine.

Dieses Ergebnis ist auch gerecht: Denn eigentlich hätte der TIF beim Landsbanki-Zusammenbruch nur für Forderungen bis 20.887 € bezahlen müssen, den Rest hätten FSCS und DNB aus eigenen Mitteln bezahlen müssen. Dank des weisen isländischen Notgesetzes bekämen FSCS und DNB aus der Landsbanki-Insolvenzmasse über die Jahre ca. 74% (2,5 Mrd. € / 3,4 Mrd. €) des Betrags erstattet, den sie ohne isländische Weisheit vollständig selbst hätten aufbringen müssen. Kein Grund also, noch mehr oder auch noch Zinsen aus den isländischen Bürgern rauszupressen.

Über die Macht des Internets…

Jan 16. Februar 2010

Dies betrifft die Seite wikileaks, die auch im Fall Kaupthing zu diesem Medienrummel führte.

Der Chefredakteur des Guardian spricht sogar von

„einem enorm mächtigen Instrument“. Das werde weltweit „den Journalismus verändern“, erwartet Rusbridge.

Den ganzen Artikel gibt es beim Tagesspiegel und bei ZEIT Online. Siehe auch NZZ Online und taz vom 22.02.10.

Nächste Einträge »

currish-inconclusive
currish-inconclusive
currish-inconclusive
currish-inconclusive