Monatsarchiv für November 2008

Auch in Luxemburg gibt es unter den Uninformierten das Märchen von 5,65% als erkennbarem Risikoaufschlag

30. November 2008

Auch in Luxemburg gibt es (ehemalige) Wirtschaftsminister, die es besser wissen. Siehe das Interview der luxemburger Zeitung Wort hier. Dazu muss man sagen, dass eine derart verallgemeinernde Frage, die auch noch Aktionäre mit Tages- und Festgeldsparern in einen Topf wirft, keine andere Antwort erwarten lässt.

Das scheinen manche Kleinaktionäre und Kaupthing-Sparer anders zu sehen. Soll der Staat aus Sorge um das Image des Finanzplatzes die lädierten Anleger in vollem Umfang entschädigen?

Wenn eine Bank Kunden mit Zinssätzen von fünf Prozent und mehr anlockt, dann muss ein aufgeklärter Bürger doch aufhorchen und sich fragen, wieso die eine Bank sich so etwas leisten kann, die Konkurrenz hingegen nicht. Dass manche Kunden sich keine kritischen Fragen gestellt haben, deutet auf eine Rundum-Sorglos-Mentalität hin, die der Staat nur fördern würde, sollte er die geprellten Kunden vorschnell entschädigen. Zumal nicht alle Opfer der Finanzkrise gleich behandelt werden. Die einen Anleger werden entschädigt, die anderen, die Kunden von Lehman Brothers zum Beispiel, gehen leer aus. Wieso das so ist, kann mir niemand erklären.

Vorweihnachtlicher Postverkehr

30. November 2008

Hallo Mitstreiter/innen,

möchte keine unnötige Panik verbreiten, aber die Laufzeiten der Auslandspost können sich durch das höhere Postaufkommen in der Vorweihnachtszeit über die üblichen Laufzeiten hinaus verlängern.

Wer also seinen Entschädigungsantrag bislang noch nicht an den isländischen Einlagensicherungsfonds verschickt hat, sollte dieses vielleicht auch bedenken, damit sein Entschädigungsantrag auch noch fristgerecht zugestellt wird.

Freundliche Grüße

Harald

Handelt DZ-Bank hinsichtlich Überweisungen vom 08. & 09.10. rechtswidrig?

29. November 2008

Ich stehe bekanntermaßen in Kontakt mit Kaupthing Deutschland. KE kann anhand von Buchungslisten nachweisen, daß die DZ Bank von KE beauftragt wurde, die am 08.10. und 09.10. vor Inkrafttreten des Moratoriums in Auftrag gegebenen Überweisungen auszuführen. Der User Hugo790 hat bereits juristische Schritte gegen die Bank eingeleitet, nachdem sein Anwalt die erforderlichen Nachweise von KE bekommen hatte. So ist zumindest mein Kenntnisstand. Die Aussage der BaFin ist deshalb zumindest fragwürdig (Was heißt es genau, wenn behauptet wird, das Geld habe die KE nie verlassen. Natürlich ist die DZ Bank nur Dienstleister der KE, dessen Verhalten sich KE zurechnen lassen muß. So gesehen hat das Geld KE tatsächlich nicht verlassen. Dennoch trifft KE keine Verantwortung, daß die Überweisungen nicht mehr ausgeführt wurden, sondern die DZ Bank).[…]

Titan

Siehe http://kaupthingedge.foren-city.de/topic,2216,255,-kontakt-dz-bank.html

Deutsche Banken wollen Island-Schulden gemeinsam eintreiben

29. November 2008

Siehe die Meldung von Reuters hier:

Frankfurt, 29. Nov (Reuters) – Deutsche Großbanken wollen einem Magazinbericht zufolge ihre Interessen gegenüber den drei zahlungsunfähigen isländischen Banken gemeinsam verfolgen. Unter Führung des stellvertretenden BayernLB-Chefs Rudolf Hanisch wollten die meisten großen deutschen Institute sich zu einem Konsortium zusammenschließen, das Kaupthing, Glitnir und Landsbanki die Rückzahlung ihrer Schulden bei ihnen ermöglichen soll, berichtete der „Spiegel“ am Samstag vorab ohne Angabe von Quellen.

Deutsche Banken hatten für insgesamt 21 Milliarden Dollar Schuldverschreibungen bei den isländischen Instituten gekauft, mehr als Geldinstitute aus jedem anderen Land. Die BayernLB ist mit 1,5 Milliarden Euro davon besonders stark betroffen. Dem Plan des Konsortiums zufolge sollten die Verbindlichkeiten mit Hilfe von handelbaren Papieren umgeschuldet werden, heißt es in dem Bericht. Die Banken von der Nordatlantik-Insel bekämen damit frisches Geld und müssten dann ihre auf ein realistisches Niveau gesenkten Schulden über viele Jahre hinweg abzahlen.

Zu den Großgläubigern der isländischen Banken gehören dem Bericht zufolge auch WestLB, HSH Nordbank, Commerzbank [Anmerkung: alle Inanspruchnehmer des Rettungspakets] und der Sparkassen-Fondsdienstleister Deka. Die BayernLB wollte zur Rolle ihres Vorstands nicht Stellung nehmen.

Entscheidung über Kaupthing Luxemburg am 05.12.

29. November 2008

Der belgische Premier Yves Leterme erklärte am Freitag, dass es einen ernsthaften Interessenten für Kaupthing Luxemburg gebe. Über das Kaufangebot werde am 05.12. (kommender Freitag) endgültig entschieden.

Drei oder vier Kandidaten hätten außerdem Interesse, nur die belgischen Kunden der luxemburger Niederlassung zu übernehmen, u.a. eine Tochtergesellschaft der französischen Großbank Crédit Agricole.

Außerdem kündigte Leterme an, dass 5000 belgische Kaupthing-Sparer ab kommendem Montag Erstzahlungen bis zu einem Betrag von je 20.000 € erhielten.

Siehe die Meldung von Reuters auf Englisch hier.

FTD: Isländische Bank an Bord

28. November 2008

Eine Bank in Island, hat (bisher) den Zusammenbruch des isländischen Bankensystems überlebt, siehe den Hintergrundbericht der FTD (hier) zu einem Flugzeugabsturz in Südfrankreich.

Wendestimmung in Island

28. November 2008

System so kauptt wie die DDR vor dem Fall der Mauer

Über die Situation in Island berichten die österreichischen Zeitungen OÖ Nachrichten und Die Presse.

Schlechter Scherz: Was soll denn so ein Bericht?

28. November 2008

Das ist mal wieder oberflächlich recherchiert, diesmal von die-topnews.de.

[…] Wie das Beispiel der Kaupthing Edge Bank gezeigt hat, sich hohe Renditen zwar sehr verlockend, aber auch mit großen Risiken verbunden, die der einfach Sparer häufig im Vorwege gar nicht überblicken kann. […]

Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der hat die Möglichkeit, dies in einem Tagesgeldkonto zu tun. Tagesgeldkonten sind sicher, da die meisten Banken der Einlagensicherung unterliegen und das Guthaben damit über die von der Bundesregierung ausgesprochene Staatsgarantie abgesichert sind. […]

Da kann man ja nur noch drüber lachen.

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