Lehman Brothers: Entschädigung kommt – und zwar noch im Januar!

24. Januar 2009

Es handelt sich allerdings nur um Einlagen auf Giro- und Sparkonten sowie um Sparbriefe der deutschen Tochter Lehman Brothers Bankhaus AG. Diese hatte allerdings kaum Privatkunden, d.h. entschädigt werden v.a. institutionelle Anleger wie die gesetzliche Krankenversicherung Barmer oder Träger gesetzlicher Rentenversicherung. Nicht entschädigt werden hingegen die 40.000 Inhaber von Lehman-Zertifikaten, die vorwiegend Kleinanleger sind und denen Banken zu den Zertifikaten ,,geraten“ hatten.

Dabei scheint die gegenüber uns vielgepriesene Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, die die deutsche gesetzliche Einlagensicherung ergänzt (letztere beruht auf derselben EU-Richtlinie wie diejenige Islands), zum Eintreiben der Entschädigungssumme i.H.v. 6,7 Milliarden € nicht in der Lage zu sein. Um das Geld zu einer schnellen Entschädigung dennoch schnell am Markt zu bekekommen, gibt jene Entschädigungeinrichtung deutscher Banken Anleihen heraus, die vom deutschen Staat garantiert werden.

Die Kosten der Entschädigung sollen aus der Insolvenzmasse von Lehman Brothers zurückgeholt werden.

Siehe die Berichte von Süddeutsche Zeitung, Börse Online, Reuters. Die EU-hat die Staatshilfe bereits genehmigt, siehe FAZ und noch einmal Reuters.

Anmerkung: Wir sagen zu unserer Regierung: Jetzt sollte auch für uns Kaupthing-Kunden eine schnelle und unbürokratische Rückzahlung aller Einlagen möglich sein!

2 Reaktionen zu “Lehman Brothers: Entschädigung kommt – und zwar noch im Januar!”

  1. Lgeorgiyam 24. Januar 2009 um 13:27 Uhr

    „Der Fonds ersetzt Kunden der insolventen Lehmen Brothers Bank ihre Einlagen auf Giro- und Sparkonten und Geld, das in Sparbriefen angelegt war. Schuldverschreibungen und Zertifikate von Lehman Brothers werden hingegen nicht ersetzt. In Deutschland haben rund 40.000 Anleger Verluste mit Zertifikaten erlitten, die von Lehman Brothers aufgelegt worden waren, größtenteils über andere Banken und Sparkassen verkauft wurden und jetzt weitgehend wertlos sind.“ Schriebt Börse Online- doch nicht alle, große Teil von der Kunden bleibt aus

  2. Janam 24. Januar 2009 um 18:37 Uhr

    @Lgeorgiy: Danke für den Hinweis. Du hast natürlich Recht. Artikel soeben korrigiert. Ich sollte keine Artikel mehr nachts um 3 schreiben – da wirft man mal Einlagensicherungsentschädigungen, Anleihen und Zertifikate durcheinander (hatte nur den Artikel der SZ gelesen) 😉 . Gut, dass es auf unserer Seite viele aufmerksame Leser gibt!

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