… warum erfolgt keine Auszahlung von 80% ?

15. Februar 2009

Hier nun einmal meine FRAGEN zu der durchgeführten Hinhaltetaktik div. Gremien.

Laut den bis dato erfolgten Aussagen hat die KE-Bank selbst ca. 80% der
Spareinlage zur Auzahlung bereitstehend. Dafür muß sie nicht einmal auf die
isländische Einlagensicherung und auch nicht auf die BRD-Regierungs-Zusage
zurückgreifen.

Und nur weil sich eine Deutsche Bank, die DZ, warum auch immer querstellt,
wird das Ganze endlos herausgezögert und immer wieder verschoben.
Was soll dieses Ganze, wenn doch 80% vorhanden sind und wir es nicht mit
einer Total-Pleite zu tun haben ?

Ich verstehe nicht, wieso nicht entweder die isländische Einlagensicherung
den offenen 20%-Rückzahlungsanteil vorstreckt (mit späterer Verrechnung
mit der DZ-Bank) bzw., wenn die Einlagensicherung nicht genügend
Rücklagen bereithält, die staatliche Zusicherung unserer Regierung für
die offenen 20% herangezogen wird ?!

Und was macht jetzt unsere staatliche Bankenaufsichtsbehörde BAFIN? Den
berüchtigten Beamtenschlaf? Ist diese Aufsichtsbehörde dazu gestellt
worden, um in solchen Sitauationen einfach nur Schulterzuckend zuzuschauen ?
Warum wird denn nicht unter Aufsicht genau dieser Behörde eine 80%-ige
Auszahlung schon mal in Angriff genommen oder sogar die 100%-ige unter
Verknüpfung der BRD-staatlichen Einlagen-Sicherungs-Zusage ?

Man sollte wirklich überlegen, ob nicht wir, die hingehaltenen Sparer, eine
Dauer-Protestdemo bei der DZ-Bank bzw. der BAFin einrichten sollten !
Wenn wir dazu alte Ölfässer zur Holz-Heizungsmöglichkeit mit aufstellen können,
sollte man dieses Rund um die Uhr betreiben. Und ich würde dabei sein,
da sich durch diese Hinhaltetaktik leider schon seit längerem eine kältere
Wohnung bei mir bemerkbar macht (heruntergefahrene Heizleistung wg. leerem
Heizöltank). Dürfte vielleicht eine gewisse Spannung über die Medien in diesem anstehenden
Wahljahr sinnvoll verbreiten.

Als Kinder bekommen wir ein ‚Kasperle-Theater‘ mit Vergnügen vorgeführt;
als Erwachsene muß uns leider bei diesem ‚Theater‘ das Lachen
im Halse steckenbleiben !!

2 Reaktionen zu “… warum erfolgt keine Auszahlung von 80% ?”

  1. ubitam 16. Februar 2009 um 02:51 Uhr

    Dazu braucht es nicht mal die Aufsicht der Bafin. Laut Bafin steht einer 80%-Auszahlung von Island aus NICHTS im Wege. Siehe Antwortschreiben von Frau Lautenschläger.

    Also:

    Liebe Kaupthing. Bitte unverzüglich 100% auszahlen. Wenn das auf Grund der finanziellen Situation der Kaupthing nicht möglich sein sollte, dann bitte unverzüglich 80% auszahlen und den Rest schnellstmöglich nachliefern. Von Island aus. Ohne überhaupt mit der Bafin sprechen zu müssen. Suchen Sie bitte einen geeigneten Abwicklungspartner in Deutschland und teilen Sie uns mit, wann mit der Auszahlung begonnen werden kann.

    Ciao, Udo

  2. holagam 4. März 2009 um 22:37 Uhr

    Nachfolgend zur Ansicht eine Pressemitteilung der VERBRAUCHERZENTRALE (Bundesverband Berlin) vom 04.03.2009

    PRESSEMITTEILUNGEN
    Entschädigung deutscher Kaupthing-Kunden nicht weiter verzögern

    Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Schwarze-Peter-Spiel der Verantwortlichen

    04.03.2009 – Eine Blockadehaltung zulasten der Verbraucher wirft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) den für die Entschädigung deutscher Kaupthing-Kunden zuständigen Stellen vor. Zugleich fordert der Verband, die Auszahlungen nicht weiter zu verzögern. „Während in anderen Ländern längst Gelder an die Betroffenen fließen, verhindert in Deutschland ein unwürdiges Schwarze-Peter-Spiel die Entschädigung“, kritisiert Manfred Westphal, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen.

    Am Montag hatte der Zwangsverwalter von Kaupthing für Island in den Medien erklärt, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stehe einer Entschädigung durch die Bank im Wege, da sie und andere Behörden die notwendige Hilfe und Genehmigung verweigerten. Dies hat die Aufsichtsbehörde gegenüber dem Verbraucherzentrale Bundesverband jedoch dementiert. „Die Betroffenen müssen jetzt entschädigt werden. Eine weitere Verzögerung ist niemandem zu vermitteln“, so Westphal. Der Verbraucherzentrale Bundesverband erhält zunehmend Hilferufe von Verbrauchern, denen der fehlende Zugriff auf das Geld in Island mittlerweile existentielle Sorgen bereitet.

    Die Kaupthing-Bank selbst hatte bereits vor einiger Zeit erklärt, dass die notwendigen Gelder inzwischen weitgehend (zu etwa 80 Prozent) verfügbar seien. Probleme bereitet jedoch offenbar ein Streit mit der DZ-Bank, die für Kaupthing Kontobewegungen nach Deutschland abgewickelt hatte. Aus- und Einzahlungsbeträge hängen derzeit bei der DZ-Bank fest, die auf einen Teil der Gelder Ansprüche erhebt. Zahlungsbeträge müssen nach geltender Rechtslage eigentlich vor dem Zugriff aufgrund von Ansprüchen Dritter sicher sein. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert den Gesetzgeber auf zu prüfen, ob hier rechtliche Lücken geschlossen werden müssen.

    „Das Hick-Hack um die Entschädigung läuft auch Gefahr, das Vertrauen in das europäische Einlagensicherungssystem insgesamt zu beschädigen“, befürchtet Westphal. Die Europäische Union muss nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes ein System schaffen, das grenzüberschreitend funktioniert (hier zwischen Island und Deutschland). Dies ist derzeit nicht der Fall. Es sei daher in Frage zu stellen, ob Banken weiterhin in Ländern aktiv sein sollten, wenn sie dort nicht unter die Einlagensicherung fallen. Die bislang von der EU vorgesehenen Neuregelungen geben auf diese Frage keine Antwort.

    ———————————————
    Nachzulesen unter: http://www.vzbv.de/go/presse/1130/index.html?ref_presseinfo=true

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