Bitte nicht so!

22. Februar 2009

Der unten stehende Kommentar wurde von uns nicht frei gegeben. Wir haben uns aber trotzdem entschlossen, diesen mit der entsprechenden Antwort von Dirk zu veröffentlichen, da wir hier nochmals ausdrücklich unseren Standpunkt klarstellen wollen.

Hallo,

von derartigen Aktionen, die weder zielführend noch erfolgversprechend sind, distanziere ich mich ausdrücklich, und ich denke da spreche ich für das ganze Helft-Uns.de Team. Die DZ-Bank ist ein Rädchen im ganze Konstrukt. Natürlich ist auch dort nicht alles Lupenrein, aber wo ist das schon der Fall? Die DZ-Bank besteht lediglich auf ihrer Rechtsposition, die ggf. strittig ist – mehr nicht. Das würde ich als Verantwortlicher der Bank auch tun. Immerhin haben Sie uns die Gelegenheit gegeben, in einem langen Termin unsere Position zu schildern. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Ob ich die Position der Bank moralisch in Ordnung finde sei mal dahin gestellt.

Zudem finde ich die Wahl der Mittel äußerst bedenklich und für mich untragbar! Ich werde niemanden in dieser Form diskreditieren und öffentlich an den Pranger stellen.

Eine derartige Seite kannst Du unter DEINEM Namen gerne betreiben – und dich auch dafür haftbar machen. Ich werde mich davon, schon jetzt, ausdrücklich distanzieren. Helft-Uns.de steht für Fairness und Ehrlichkeit, und die werden wir auch gegenüber den Parteien walten lassen, die nicht unsere Meinung teilen. Und das wird auch so bleiben.

Was die DZ-Bank mit Putzfrauen etc. macht, geht mich nichts an. Mir geht es darum, unsere Sache zu klären, und nicht Dreck unter anderer Leute Teppich zu finden, der mir nicht gehört.

Deinen Kommentar werde ich so nicht tragen und daher löschen.

Wir kämpfen für unser Recht – JA! Wir sind unbequem – JA! Wir sorgen für Presse – JA! Aber wir bleiben fair und sachlich!

Ich danke für Dein Verständnis.

Gruß
Dirk

Das war der Kommentar:

Schluß jetzt mit dem Narrenspiel! Folgendes, warum bedienen wir uns nicht der Macht der vielen – auch wenn wir nur 30.000 Leute sind. Überziehen wir die DZ Bank und Ihre Anteilseigner – die lokalen Genossen der VR Banken mit Anzeigen wg. Betrugs und Untreue – jeweils das Unternehmen als solches und den jeweilig verantwortlichen Vorstand persönlich. Nicht zu vergessen, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass alle bei der DZ Bank beschäftigten Putzfrauen auch ordentlich angemeldet sind. Wahrscheinlich laufen auch ein paar Scheinselbstständige, insbesondere im IT-Umfeld durch die Gegend. Informieren wir die Presse. Nerven wir die Landtags- und Bundestagsabgeordneten. Schalten wir Webseiten, voll mit SEO / SEM Begriffen zur DZ-BANK / VR Gruppe – mal sehen wer dann vorne liegt. Wie wäre es mit einer DZ-Bank bashing Seite? www.dz-banc.de? Schalten wir eine Anzeige im Handelsblatt!
Auf Deutsch: Nehmen wir die DZ-Bank unter Beschuß. kaufen wir uns die Brüder, graben wir in persönlichen Geschichten, waschen wir schmutzige Wäsche, drehen wir die Bilanz auf links, schütteln und rütteln an dem Verein herum, bis Skandälchen zu Skandalen werden. Erhöhen wir den Druck auf einzelne Personen bei der Bank bis Sie brechen. Das Internet gibt uns genug <b>LEGALE</b> Möglichkeiten die gierigen Banker in die Knie zu zwingen. Das schlimmste wären Gerüchte: Die Mechanik solcher kann man in der (noch) aktuellen Ausgabe der Brand Eins lesen – NEIN, auf keinen Fall werden wir welche in die Welt setzen, nein, aber vielleicht kleinere Gerüchte in den Kantinen finden und weitererzählen?
Frei nach dem Motto, wer suchet, der findet. Stellvertretend für die Bank: Herr Buthmann geben Sie die 55 Mio. frei, oder Sie haben ein paar gaaanz lange Nächte vor sich!

Und es kam auch noch eine sehr positive Reaktion

Hallo Dirk,

wie ich Deiner / Eurer Reaktion entnehmen kann, bin ich wohl deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Sorry, dafür – es lebe die Freigabefunktion. Schließlich soll diese ja vor solch emotionalen und ethisch verwerflichen Gedankenspielen schützen. Deshalb bin ich Dir mehr dankbar als böse – auch wenn mich wie alle anderen vermutlich unendlich ankotzt! Diese zermürbende Warterei…

Ihr macht eine tolle Arbeit, und dafür danke. Sorry für meinen Fauxpas, möge die öffentliche Wirkung die von Euch gewünschte sein.

Schönen Abend + guten Start in die Woche

4 Reaktionen zu “Bitte nicht so!”

  1. giselgerdam 23. Februar 2009 um 01:15 Uhr

    Ich kann nur sagen: EKELHAFT!!!

    Wenn wir so anfangen, sind wir auch nicht besser
    Grüße ans Team und besonders an Dirk

  2. lehner01am 23. Februar 2009 um 10:03 Uhr

    Danke für die Klarstellung von Dirk.

    Ich denke, solch ein Schreiben ist kein Fauxpas mehr,
    und ich möchte mich ebenfalls von diesem Artikel distanzieren.

    Nochmals vielen Dank an das Team und die Island Fahrer für all die Arbeit
    in den letzten Monaten.
    Ohne Euch wären wir schon lange vergessen.

  3. xyzam 23. Februar 2009 um 10:36 Uhr

    Nein! Sowas nie. Kein Schmierenscenario. Damit schaden wir uns selbst zuerst. Wer mit Schmutz wirft, bekommt schmutzige Finger. Aber dass die DZ Bank nur ein Rädchen im Konstrukt sei, da möchte ich widersprechen. Besonders für uns betrachte ich sie schon mit als eines der großen, treibenden Räder. Auch wenn man es durchaus so sehen kann, dass sie nur ein von der Kaupthing vorgeschobener Buhmann ist. In ihrem für mich sehr strittigen Verhalten sehe ich eines unserer größten Probleme. Und deshalb und wenn auch nur allein aufgrund der mir leider nur teilweise und sekundär verfügbaren Kenntnis der Sachlage habe ich auch schon die zuständigen Stellen informiert. Zuviel Gutgläubigkeit ist Schlamperei und hier geht es um Geld. Es ist keine Freude, solche Briefe zu schreiben. Aber es stand und steht der DZ Bank auch jederzeit frei, umfassend zu informieren und zu kooperieren. Warum tut sie es dann nicht?

  4. h.hettam 23. Februar 2009 um 14:42 Uhr

    Mein Respekt vor der Reaktion des Autors auf die Kritik an seinem Beitrag. Eine einwandfreie charakterliche Leistung in meinen Augen.
    Packen wir es weiter an.
    Gruß von Horst

    Anmerkung Dirk: Deshalb habe ich den Kommentar auch eingestellt.

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