Was ist das für eine Bank? Commerzbank-Chef Martin Blessing im FAZ-Interview

2. März 2009

Jenes Institut, das sich mal heftigst DIREKT in Island verspekuliert hat (wahrscheinlich wegen mehr als einem Prozent Zinsen – siehe unseren Artikel vom 20.02. ), mit ihrem Tchibo-Konto zur gleichen Zeit fast identische Zinsen wie Kaupthing geboten hat, Staatshilfe einstreicht und dann auch noch auf deutsche Kleinsparer losgeht (siehe den Bericht der FAZ vom 24.11.2008 ), greift wieder an! Diesmal durch den Vorstandsvorsitzenden Martin Blessing im FAZ-Interview :

Hätte man dann die Dresdner Bank nicht einfach in die Pleite schicken können?

Undenkbar! Erinnern Sie sich daran, welche Aufregung es in Deutschland gab, als 30.000 Kunden der isländischen Kaupthing-Bank ihr Geld nicht zurück bekamen. Kunden, die zu einer Bank gingen, deren Namen viele von uns kaum aussprechen können und die in einer Stadt beheimatet ist, von der viele nicht wissen, wie man sie schreibt. Die gingen nach Island wegen einem Prozent mehr Zinsen – und gelten jetzt als arme Opfer. Was meinen Sie, was los gewesen wäre, wenn man der traditionsreichen Dresdner Bank mit fünf Millionen Kunden nicht geholfen hätte.

Anmerkung Jan: Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Blessing, habe ich mein Geld nicht ins Ausland überwiesen, sondern auf ein Kaupthing-Konto bei der DZ-Bank in Deutschland. Die ,,traditionsreiche Dresdner Bank“ war beim letzten Commerzbank-Ergebnis noch gar nicht eingerechnet, weil sie die da noch zur Allianz gehörte – schade, deren Island-Engagement stellt sicher alles in den Schatten, was sonst so bekannt war. Ihre Bank ist jedenfalls für mich langsam untragbar. Wie lange dürfen Sie eigentlich noch unsere Steuergelder versenken?

Eine Reaktion zu “Was ist das für eine Bank? Commerzbank-Chef Martin Blessing im FAZ-Interview”

  1. h.hettam 2. März 2009 um 15:32 Uhr

    Schade, leider habe ich bereits schon nach dem unsäglichen Interview des jetzigen Aufsichtratsmitgliedes (?) Herrn Müller in der FAZ “ Ich hätte die Kaupthing-Anleger nicht entschädigt “ mein dortiges Sparguthaben abgehoben, meine Fremdwährungskonten dort aufgelöst und gekündigt. Unter schriftlichem Hinweis auf die nicht hinnehmbaren Äußerungen des Herrn Müller.
    (Hier hatte ein Mitstreiter bereits auf die Möglichkeit der Kontolöschung hingewiesen und diese ebenfalls vorgenommen).

    Vorige Woche (!) erhielt ich endlich eine schriftliche Bestätigung der Kontenlöschung durch die com-direct. Dazu bedurfte es der mehrmaligen (!) telefonischen und schriftlichen Aufforderung durch mich.

    Sehr geehrter Herr Blessing. Gerne hätte ich dies nochmals nach Ihren jetzigen Einlassungen getan. Aber nun, es war schon geschehen dank ihres Migliedes im Aufsichtsrates, Herrn Müller.

    Horst

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