Rückzahlungsprozess für Kaupthing Edge Kontoinhaber

30. April 2009

Rückzahlungsprozess für Kaupthing Edge Kunden

Wie am 17. April 2009 angekündigt, werden die Kaupthing Edge Anleger demnächst eine briefliche Darstellung des Rückzahlungsverfahrens von der Bank erhalten. Die Briefe werden in Island spätestens am 15. Mai 2009 aufgegeben. Die Einleger werden gebeten , hierauf gemäss Formular zu antworten, um so das Verfahren zur Rückzahlung in Gang zu setzen. Sie können in dem Formular persönliche Daten und Daten ihres Referenzkontos bestätigen oder wenn nötig korrigieren. Nach Erhalt der Antwort werden die Einlagen (in Höhe des Standes bei Verhängung des isländischen Moratoriums) zurückgezahlt.

Nach isländischem Recht sind die Einlagenforderungen bevorrechtigt und dürfen jetzt zurückgezahlt werden. Rechnerisch entstandene, aber noch nicht gezahlte Zinsen, sind als nicht bevorrechtigte Forderungen zu qualifizieren und dürfen derzeit nicht ausgezahlt werden. Soweit auf Termingelder vor dem 9. Oktober 2008 Zinsen gutgeschrieben wurden, sind sie Bestandteil der Einlagen geworden und dürfen ausbezahlt werden.

Unsere erste „schnelle“ Übersetzung wurde nach dem Versand der E-Mail nochmals überarbeitet und auf die offizielle Version der Kaupthing Edge Webseite (hier) angepasst!!!

Eventuell auftretenden Fragen bzw. Unklarheiten werden in den FAQs auf der Kaupthing Edge Seite behandelt. Lest diese bitte durch.

Englische Version

Repayment procedure for Kaupthing Edge depositors

As announced on 17 April, Kaupthing Edge depositors will receive letters from the Bank outlining the payment procedure. These letters will be sent from Iceland before 15 May 2009. In order to initiate the repayment process, depositors will be required to respond to the letters, whereby customers will have the opportunity to confirm or change their contact and account details. In due course, after the receipt of customer replies, the balance of deposits as it was when the branch was placed into moratorium will be repaid.

According to Icelandic law, the deposits are priority-claims and may be repaid now; accrued but unpaid interest may be considered to be a non-priority “senior” claim and will therefore not be repaid at this stage. However, interest on term deposits which was credited to the accounts before 9 October 2008 will be paid as such interest was added to the principal at the expiry of the term and then became a part of the principal.

Quelle: Kaupthing.com

22 Reaktionen zu “Rückzahlungsprozess für Kaupthing Edge Kontoinhaber”

  1. magentaam 30. April 2009 um 19:51 Uhr

    Ich freu mich natürlich.
    Was bei mir allerdings immernoch Bauchschmerzen verursacht, ist die Betonung und Formulierung „…werden die Einlagen zum Zeitpunkt des Erlasses des Moratoriums zurück gezahlt.“
    Ich gehöre zu denen, die noch versucht haben Ihr Geld am 08.10. auf das Referenzkonto zu überweisen. Mein Konto ist also fast leer zu dem o.g. Zeitpunkt. Das macht mich und einige andere wohl auch noch ein wenig nervös.

    Nichts desto trotz vielen Dank für Eurer großartiges Engagement!

    Viele Grüße
    M.

  2. nomoneyam 30. April 2009 um 21:45 Uhr

    Ist und bleibt, was es ist!

    Ohne Euer Engagement hätten wir heute nicht mal brauchbare Informationen.
    Danke!

  3. r-burghart@versanet.deam 1. Mai 2009 um 08:39 Uhr

    So sehr wir erleichtert sind unser Geld zurück zu bekommen , so ärgerlich ist , das wir Zinsen für fast ein Jahr nicht
    ausbezahlt bekommen. Mit welcher Begründung? Werden z.B. die Isländer die Kredite bei den Banken haben auch von
    den Zinsen befreit? Wo ist hier die gesetzliche Grundlage ? Wo kann man mehr darüber in Erfahrung bringen?

    Schönen 1. Mai an alle. r.b.

  4. oberpastoram 1. Mai 2009 um 10:34 Uhr

    So schön diese Meldung klingt, bleiben doch einige Fragen offen: Gibt es das Geld erst dann, wenn alle Kunden das Schreiben von Kaupthing beantwortet haben? Könnte somit ein einziger Sparer den gesamten Rückzahlungsprozess verhindern? Wenn das Geld angeblich vorhanden ist, warum werden die Konten dann nicht einfach zu einem Stichtag freigeschalten, so dass jeder Sparer sich das Gelder selber holen kann?
    Ich persönlich habe kein Vertrauen mehr in Kaupthing und bewerte diese Meldung als ein weiteres Verzögerungsmanöver. Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit den Druck massiv zu erhöhen, gegen über deutschen Politikern im Hinblick auf die anstehenden Wahlen, gegenüber der DZ-Bank in Form von Boykottaufrufen. Meine Konten habe ich im dem zur DZ Bank gehörendem Finanzverbund gekündigt.
    Trotzdem meinen großen Dank an die engagierten Initiatoren dieses Projektes.

    Grüße
    D.

  5. Reineram 1. Mai 2009 um 22:50 Uhr

    Hallo, ich teile voll die Skepsis von „oberpastor“ bis hin zu der Einschätzung, dass nur Zeit und Zinsen gewonnen werden sollen. Dazu ein paar Indizien:

    1. Alle Konteninhaber haben nach dem Moratorium mindestens eine „application for compensation“ an den „Guarantee Fund“ geschickt. Darin hat jeder KE-Kunde seine Adresse, die Tel.Nr., die Kontonummer, den Kontotyp und den aktuellen Kontostand mit beigefügtem Kontoauszug verzeichnet.
    Wo sind die 60.000 Blätter Papier? Der Fund hätte diesen Papierberg schon längst an KE geben können! Wo sind die gefüllten ca.300 Leitz-Ordner mit unseren Papieren?

    2. Die KE Bank hat mit Datum 17.11.2008 jedem Kontoinhaber den aktullen Konto- Stand mitgeteilt. Der kann sich bis heute nicht geändert haben wegen des Moratoriums!

    3.Ähnlich wird es mit den zu erwartenden Briefen und zurückzusendenden „Formularen“
    gehen: wieder mind. 60.000 Blätter Papier. Bei angenommenen 5 Minuten Bearbeitungszeit und 4 Mitarbeitern wird man geschätzte 4 Monate zu erfassen haben. Dann kommen Fehlerbeseitigungen und -klärungen. Und dann, liebe Mit-
    streiter, ist September/Oktober 2009 (einjähriges Moratoriumsjubiläum) und in D
    eventuell eine neue Bundesregierung, die keinen „Parteisoldaten“ Peer vorne dran hat!?
    Ist das das Kalkül der Isländer??? Es gibt keinen vernünftigen Grund, uns nochmal
    mit Schreiben zuzudecken und wieder ein Einschreiben mit Rückschein zu verlangen.
    Wenn man zahlen will, braucht man bei Kaupthing nur sofort die Konten zu öffnen. Wir wissen alle noch, wie es geht!!!
    Obwohl nicht Anwalts Liebling, vielleicht brauchen wir alle noch einen guten Anwalt,
    oder auch mehrere.
    Die Isländer zeigen uns jedenfalls, dass sie “ nicht nur Fisch können“. Die verstehen auch was vom „money making“(Zinsen einbehalten). Und vom Rundführen von 30.000 Deutschen am Nasenring, seit jetzt 7 Monaten! Disgusting procedure!
    Wo bleibt eigentlich ein „mea culpa“-Verhalten der KE-Leute. Die haben uns doch schliesslich „das Geld geklaut“. „And we want our money back, immediately“!!!
    KE-peoples: Öffnet die Konten, sofort!
    Gruss, R

  6. xyzam 2. Mai 2009 um 10:31 Uhr

    @r-burghart@versanet.de
    So denke ich auch und bin nicht einverstanden. Ich werde meine Zinsen weiter vollständig einfordern, auch Anbetracht der Tatsache, dass sie aus einem anderen Land zu holen sind, dass seine Gesetze selber baut und sich in dieser Welt auf einer Insel wähnt. Untergeordnet dem, wo stehen denn diese dubiosen „Claims“, auf die sich Island beruft, geschrieben? Wenigstens das hätte man zu belegen. Man beruft sich einfach auf etwas, das niemand kennt und zu dem keiner Zugang hat. Sie sind nicht mit mir vereinbart und ich erkenne sie nicht an. Nicht Island bestimmt die übrige Welt, sondern Island wird lernen müssen, sich einzufügen und an die Regeln zu halten. Hier an Land gibt es keine Fischereizonen, die man beliebig ausdehnt.
    Mit mir vereinbart ist aber eine verzinsliche Geldanlage, wenn auch auf falscher, ich nenne es betrügerischer Basis. Aber man hat sich an die Vereinbarungen zu halten. Doch, noch müssen wir selbst noch um die Einlagen bangen, und schon sagt man ätsch, wenigstens wollen wir, dass wir uns eures Geldes zinslos bedienen konnten. So lasse ich nicht mit mir pokern. Schon heute, ich werde keine evtl. Verzichtserklärung unterschreiben sondern weiter vorgehen.

  7. Heindieteram 2. Mai 2009 um 11:42 Uhr

    auch ich kann noch nicht so recht an diese Aussagen glauben. Ist dies
    wieder ein fieser Trick um die Rückzahlungen hinauszuzögern?

    Der Hinweis dass der Zeitpunkt der Rückzahlungen vom Eingang der Kundendaten abhängig
    gemacht wird, läßt darauf schließen.

    Es wurde auch nicht bekannt gegeben, wie die Rücksendung unserer Kundendaten
    (Repayment-Formular) zu erfolgen hat. ( per Einschreiben mit Rückantwort oder
    per normaler Post)

    Ich selbst werde es auf jeden Fall per Einschreiben mit Rückantwot tun. Sonst
    liefern wir ein neuer Grund die Rückzahlung wegen nicht eingegangener Post
    zu verzögern.

    Grüße Heindieter

  8. JoWaLoam 2. Mai 2009 um 15:59 Uhr

    Es bleibt spannend!

  9. icegefrorenam 2. Mai 2009 um 17:15 Uhr

    @oberpastor:

    Wenn ich mich recht an den „Bericht eines Mitarbeiters“ erinnere, dann wartet Kaupthing mindestens 1 Monat auf alle Antworten, eventuelle „Ausbleiber“ bekommen eine zweite Frist, alle Rückmeldungen werden ausgewertet usw. und dann wird mit der Auszahlung begonnen. Könnte September / Oktober 2009 werden, habe ich damals überschlagen.

    Das mit der erneuten Freischaltung der Konten wäre sehr clever, würde bei Kaupthing jede Menge Arbeit einsparen. Vielleicht gibt es da rechtliche Gründe? Leute sind verstorben, haben Ihr Passwort vergessen oder haben inzwischen kein Internet mehr! Naja, außerdem ist es natürlich schön, wenn man den Kredit erst in einigen Monaten benötigt.

  10. Birnenbaueram 3. Mai 2009 um 17:00 Uhr

    Vielen Dank für die prompte Benachrichtigung und für die direkten Verweise zur Kaupthing-Seite.
    Mich irritiert, dass nun alles direkt von Island aus abgewickelt werden soll. Ist sicher, dass wir tatsächlich in Euro und nicht in isländ. Währung ausbezahlt werden? Und wieso werden unsere Konten bei KD einfach geschlossen, ohne dass die fälligen Zinsen ausgezahlt sind?
    Nach Erhalt der ersten Briefe aus Island benötigen wir dringend unabhängigen Rat, z.B. vom Verbraucherschutz, wie wir uns verhalten sollten.
    Grüsse und nochmal Danke!
    B.

  11. nomoneyam 3. Mai 2009 um 17:35 Uhr

    Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste – oder wie war das?
    Worte wie „Vertrauen“ und „Glauben“ gehören jedenfalls nicht in diesen Kontext.
    Aus Gründen der Fairness, können natürlich keine Auszahlungen stattfinden, bevor nicht alle ihre Identität nochmals bestätigt haben – LACH.
    Wieso sollten es hier keine quasi Schein-KE-Opfer geben, die es dann, Gott weiß warum, nicht schaffen, denn Wisch (von dem bis heute noch keiner je etwas gesehen hat) ausgefüllt und unterschrieben zurückzuschicken? Ja – wohin eigentlich? Nach Island? Na, da hätten wir dann ja auch die Postdienste als Sündenbock. Wie auch immer, es ist noch genug Potental vorhanden.
    Abwarten und Tee trinken, außer dem positiven Zahlungseingang, oder viel besser der Wiederbereitstellung der KE-Kontozugänge NIX mehr glauben!

  12. kralleam 3. Mai 2009 um 19:53 Uhr

    Liebe Mitstreiter,

    bitte machen Sie sich folgenden Sachverhalt bewußt: KED plant,
    nach Rückzahlung der Einlagen unsere Konten zu schließen,
    obwohl KED auch danach weiterhin Schulden bei uns hat.
    Kein Wort über die genaue Feststellung unserer Zinsansprüche in
    Euro und Cent. Wer sollte diese Ansprüche später jemals berech-
    nen und feststellen? – Meines Erachtens ist diese (geplante) Vor-
    gehensweise rechtlich nicht haltbar und sollte keinesfalls von uns
    akzeptiert werden. Man kann doch ein Vertragsverhältnis nicht
    einseitig beenden und rechtlich unstrittige, weiter bestehende
    Ansprüche der anderen Seite einfach ‚unbestimmt‘ lassen.
    Wer kann diesen obskuren Prozess stoppen? – Zunächst wir
    selbst, indem wir nicht darauf eingehen. Dies ist jedoch nicht
    ohne Risiken, mit Blick auf die Einlagenrückzahlung. Genau
    darauf wird KED spekulieren. M.E. ein Ball für die BAFIN.
    Nebenbei: Auch die Einstufung der rechnerisch angefallenen
    Zinsen als „non-piority claims“ nach isländischem Recht scheint
    mir kritisch. Wer kann die Verbindlichkeit für uns prüfen?

    Fazit: So schön die angekündigte Rückzahlung unserer Einlagen
    klingt, KED sollte uns nicht für dumm verkaufen.

    Grüße aus Leipzig, kralle.

  13. xyzam 4. Mai 2009 um 12:30 Uhr

    @kralle
    Island kann das. Und es schustert sich seine hierfür geeigneten Gesetze selber zurecht und niemand widerspricht. Die haben bisher mit uns gemacht, was sie wöllten und ohne dass uns unsere Regierung positioniert vertreten hat und man hat erkannt, so wird es weiter gehen. Letztlich kommt es auch hierzulande gut zupass. Man wollte uns schon von Anbeginn an abgestraft sehen dafür, dass wir unser Geld bei einer ausländischen Bank angelegt haben. Etwas das jede andere Institution macht, erwiesenermaßen auch unser Staat, sogar in ungleich größerem Ausmaß und Mißerfolg, dafür will man uns einen Denkzettel geben, damit wir unseren inländischen Banken ausgeliefert bleiben.
    Nach meiner Kenntnis wurde in anderen Ländern einschließlich aufgelaufener Zinsen ausbezahlt und man hat uns gleich zu behandeln. Ich fürchte, die werden die Konten schneller schließen, als zu vermuten. Anschließend wird dann keiner mehr etwas wissen und alle Akten sind verschwunden. Die haben doch angeblich schon jetzt keinen Durchblick mehr.

  14. clem65203am 4. Mai 2009 um 16:45 Uhr

    Wa hier seit Monaten abläuft, ist eine riesengroße Sauerei und Verarschung!!!!

    Alles, was Ke tut, hat nur einen Zweck:

    Die Herausgabe unseres Geldes so lange wie möglich zu verhindern!

    Ich könnte vor Wut beinahe platzen!

    Und kein Politiker ist in der Lage, uns zu helfen.

    Tut endlich was: hier werden mehr als 30800 Deutsche auf die übelste und unverschämteste Weise betrogen.

    Warum gibt es hier im Forum keinen großen Aufschrei? Es ist doch wirklich das allerletzte!!!!

    Von KE ist keiner mehr zu erreichen. Außer dem Brief gibt es keine andere Möglichkeit für uns.

    Helf uns, Deutschland !

  15. Janam 4. Mai 2009 um 17:07 Uhr

    Ich kann alle sehr gut verstehen, die vermuten, dass wir weiter hingehalten werden.

    Argumente, warum dieses merkwürdige Briefverfahren auch aus meiner Sicht überflüssig ist, wurden zur Genüge genannt. Ich teile die Befürchtungen, dass man hier mit uns ,,TIF 2″ spielt – Briefchen schicken und auf Bestätigungen warten, unsere 4 Mitarbeiter überlastet, bitte legen Sie nicht auf.

    Es bleibt uns derzeit leider nichts weiter übrig, als das Spielchen mitzuspielen, zu warten und zu hoffen, dass Kaupthing gewillt ist, die Einlagen in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen zurückzuzahlen.

  16. JoWaLoam 4. Mai 2009 um 19:00 Uhr

    Hallo,

    ich würde vorschlagen, wir warten das Schreiben ab und beraten dann was evtl. zu tun ist.

    Grüße
    JoWaLo.

  17. nomoneyam 4. Mai 2009 um 20:04 Uhr

    Tja, so ist es leider. Wenn wir zusammenhalten sind wir schonmal 30800. Und da finden sich bestimmt noch ein paar, die sich gerne überzeugen lassen! 😉

  18. D2Bam 4. Mai 2009 um 20:19 Uhr

    Es ist mir völlig unverständlich wozu denn jetzt schon wieder Briefe versendet werden sollen. Da auch keine richtige Begründung dafür angegeben wurde, ist es nicht weiter verwunderlich wenn viele weiterhin das Gefühl haben, systematisch hingehalten zu werden. Wenn man denn jetzt wenigstens wüsste wie genau es weiter geht – aber auch hier sind weiter Unklarheiten offen gelassen worden und es steht zu befürchten dass Kaupthing Millionen Euro an Zinsen nicht vor hat zurück zu zahlen. Da warten über 30.000 Menschen über ein halbes Jahr auf ihr Geld und müssen teilweise Kredite aufnehmen um über die Runden zu kommen – von der psychischen Belastung ganz abgesehen – und das einzige was zurück fließt ist der Anfangs-Bestand?

    Die ersten paar Wochen nach dem staatlichen Eingriff Islands bei Kaupthing war ich verglichen mit jetzt mit der Situation viel lockerer. Die letzten Wochen und Monate über aber ist meine Stimmung stark gesunken. Ich habe das Gefühl wir sollen durch die mangelhafte Informationsversorgung und andauernde Aufschieberei mürbe gemacht werden – und tatsächlich funktioniert es ja schon: viele wären angesichts der desolaten Situation schon zufrieden wenn sie ihr Geld ohne Zinsen bekommen würden.

    Ich warte jetzt ein letztes Mal bis dieser in meinen Augen nur der Vergeudung von Umwelt-Ressourcen dienende Brief angekommen ist und dann wird man sehen was sich hinter ihm verbirgt. Mittel zum Zweck um weiter Zeit zu schinden („Bitte haben sie Verständnis, dass die Bearbeitung derart vieler Briefe von unseren wenigen Mitarbeitern einige Monate in Anspruch nehmen wird.“) oder mit eingebautem Gimmick wie („Mit meiner Unterschrift verzichte auf meine mir rechtmäßig zustehenden Zinsen.“).
    Bei manchen liegen die Zinsen im vierstelligen Bereich, aber auch wenn sie nur im zweistelligen Bereich liegen würden, würde ich nicht auf sie verzichten. Wäre die ganze Sache schon letztes Jahr irgendwann abgeschlossen geworden hätte ich gesagt „Geschenkt!“, aber jetzt reicht es mir einfach. Was auch immer im Forum zustande kommt um sich gegen ein solches Verfahren zu wehren – ich hoffe ihr macht alle mit.

  19. hermieam 5. Mai 2009 um 21:04 Uhr

    What’s wrong?

    Dieses Verfahren bringt erstmal Zeit!
    Passieren wird natürlich nichts!
    Außer dass wir im Glauben wenigstens unsere Einlagen zurück zu bekommen, unseren Rechtsstatus selbst einschränken!
    Die Juristen werden letztendlich doch gerufen werden!
    Wir werden hingehalten und verarscht, seit der ersten Minute!
    Alle Vorberichte sind absolut nachvollziehbar und korrekt!

    Wäre toll, wenn Dirk uns eine Island erfahrene Kanzlei vermitteln oder nennen könnte. Rd. 30000 Klienten warten!

    Ich bin es leid und würd lieber heut als morgen meinen Fall abgeben.

    Übrigens: auch bei uns oder in den USA haftet niemand persönlich dafür wenn er sogar garnze Volkswirtschaften in eine weltweite Finanzkrise reisst. Der Ursprung des Übels liegt dank der mutigen Frage von Berlusconi beim Weltwirtschaftsgipfel bestätigt durch Obama in den USA. Ist Island ein Opfer oder Täter? Mir ist das natürlich rel. egal. Ich will mein Geld zurück! Und ich mag die Isländer und Ihre Volksvertreter nicht mehr; nicht weil Sie Probleme haben, nein, weil Sie unehrlich agieren, seit der ersten Minute. Mit so jemandem werden keine Geschäfte mehr gemacht werden; auf sehr sehr lange Zeit.

  20. conny1614am 6. Mai 2009 um 13:31 Uhr

    Kaupthing Bank – Die Post bringt Neues – Ein Sauladen diese Bank!

    Diese Verfahren stinkt geragezu nach weiterer Hinhaltetaktik. Also nichts Neues. Dieses Verhalten wird von den staatlichen Stellen in Island ermöglicht. Das ist Wegelagerei. So ein Staat hat in der EU nichts zu suchen. Der EU-Sparer hat sich auf die angebliche gesetzliche Einlagensicherung bis 20000 EUR verlassen; er ist verlassen. Wie kann eine Bank sich erst als zahlungsunfähig erklären dürfen, um dann angeblich nach 7 Monaten doch wieder liquide zu sein, um in einem beispiellosen langwierigen Rückzahlungsprozess vielleicht den Sparen ihr Geld zurückzugeben. Ohne Zinsen.

  21. vonbriestam 29. Mai 2009 um 21:01 Uhr

    Anmerkung zum Kommentar von Magenta:

    Mir stellt sich die gleiche Frage.
    Ich habe auch versucht mein Geld noch am 8.Oktober auf mein Hausbankkonto zurückzuüberweisen. Danach weiste mein KE Konto nur noch 300 Euro auf, jedoch kam der zu überweisende Betrag nie bei mir an.
    Da das aktuelle Schreiben von KE zwar unsere Kontonummern und Namen nennt, jedoch nicht die Höhe des zurückzuzahlenden Betrags, bleibt dieser wichtige Aspekt auch leider weiterhin unklar.

    Bleibt wieder mal nur hoffen, bangen und warten.

    [edit E-Mail Adresse gelöscht]

  22. Nathalieam 29. Mai 2009 um 22:40 Uhr

    @vonbriest
    Schau mal hier
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/05/25/fragen-an-die-helpdesk-e-mail-adresse/
    da haben wir diese Frage schon beantwortet.

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