Gute Nachrichten aus Island: Island einigt sich mit GB und NL auf Icesave-Entschädigung

7. Juni 2009

Dies hatte sich bereits durch einen Bericht bei Iceland Review (in Englisch) vom Freitag, 05.06.09, weiter abgezeichnet (siehe auch unseren Artikel vom 30.05.09).

Bei den Icesave-Kosten ging es darum, inwieweit Island dafür aufkommt, dass Großbritannien und die Niederlande zugunsten der Sparer für den isländischen Einlagensicherungsfonds eingesprungen sind.

Sinngemäße Übersetzung des englischsprachigen Artikels aus dem Telegraph:

Island stimmt einer Rückzahlung der Icesave-Entschädigung zu

Das Schatzamt [britisches Finanzministerium] wird die UK-Vermögenswerte der zusammengebrochenen isländischen Bank Landsbanki freigeben.

Diese Situation hat sich ergeben, nachdem sich die britische Regierung eine Garantie der isländischen Regierung gesichert hat, die umgerechnet ca. 2,5 Mrd. €  zurückzuzahlen, die für die Entschädigung an UK-Sparer bei der Niederlassung der Bank [Landsbanki] Icesave gezahlt wurden.

Die Vereinbarung, die am späten Freitagabend zwischen isländischen, britischen und niederländischen Behörden unterzeichnet wurde, gestattet eine siebenjährige „Schonfrist“. Diese Frist gibt dem isländischen Einlagensicherungsfonds Zeit, Vermögenswerte der Landsbanki zu verkaufen, bevor irgendeine Zahlung fällig wird. Der „Kredit“ wird verzinst und die volle Summe wird innerhalb von 15 Jahren zurück gezahlt. Ein Sprecher des Schatzamtes erklärte, dass die UK-Vermögenswerte der Landsbanki am 15. Juni freigegeben werden.

„Die Regierung bergrüßt Islands Festlegung, seine Verpflichtungen innerhalb des EG Einlagensicherungssystems zur Rückzahlung an Icesave-Sparer anzuerkennen“, sagte der Sprecher.

Er merkte an, dass die Vereinbarung „ein positiver Schritt vorwärts für die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern ist.“

„Sie wird sicherstellen, dass die Interessen der Steuerzahler geschützt sind und sich die isländische Wirtschaft  weiter erholen kann.“

Island hatte gedroht, die britische Regierung zu verklagen, weil diese Anti-Terror-Gesetze benutzt hatte, um die Vermögenswerte von Landsbanki letzten Oktober einzufrieren, aber offenbar hat man von diese Möglichkeit verworfen.

Jedenfalls haben aber die Zwangsverwalter von Kaupthing – Islands größter Bank – vor, diese Entscheidung gerichtlich nachzuprüfen.

Die Klage von Kaupthing gegen die britische Regierung kann in unseren Artikeln vom 13.03.09 und 05.01.09 nachgelesen werden.

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