Beweismittel Tagesgeld

20. August 2009

Hier sind Dokumente, um die jeweiligen Tagesgeld-Zinssätze nachzuweisen. Die Dokumente können z.B. als Nachweise dem Antrag beigefügt werden.

Natürlich muss man nicht alles hier ausdrucken und beilegen, die Auswahl des jeweils einschlägigen Beweismittels bleibt jedem selbst überlassen. Diese Kategorie soll aber beim Auffinden helfen. Es empfiehlt sich aber sicherlich, insbesondere die für einen persönlich wichtigen Internetseiten auszudrucken bzw. als pdf abzuspeichern – wer weiß, wie lange sie noch im Netz stehen?

Herzlichen Dank nochmals an alle Mitstreiter(innen), die durch ihre Zusendungen und Hinweise diese Aufstellung zum Nutzen aller möglich gemacht haben!

Zinssatz vor dem 10.04.2008

4,8%

Kaupthing-Pressemitteilung v. 14.03.08 bei presseportal.de

Zinssatz ab 10.04.2008

5,65% für die ersten sechs Monate und danach 5,1%:

KED-Mail v. 09.04.08 – siehe auch die Fotoversionen Nr.1, Nr.2 und Nr.3

Kaupthing-Pressemitteilung v. 09.04.08 bei presseportal.de

KED-Schreiben v. 10.04.08

Kaupthing-Pressemitteilung v. 02.07.08 bei pressebox.com

Kaupthing-Pressemitteilung v. 03.07.08 bei presseecho.de (auch Nachweis für Kundenwerbeprogramm)

Kaupthing-Pressemitteilung v. 13.08.09 bei firmenpresse.de

Kaupthing-Pressemitteilung v. 14.08.08 bei presseecho.de und bei firmenpresse.de

Kaupthing-Pressemitteilung v. 21.08.08 bei presseecho.de

Zinssatz ab 20.09.2008

Am 19.09.08 wurde der Zinssatz einheitlich auf 5,65% festgelegt. Update 30.09.09: Dies bestätigt Kaupthing inzwischen noch einmal ausdrücklich auf seiner Website (siehe hier).

SMS von Kaupthing v. 19.09.08

KED-Mail v. 19.09.08

Kaupthing-Pressemitteilung v. 24.09.08 bei presseecho.de und v. 26.09.08 bei firmenpresse.de

Laut Kaupthing-AGB Nr. V. 4. (siehe AGB sowohl v. 01.03.08 als auch AGB v. 14.08.08) werden die Zinsen am 31.12. eines jeden Jahres gutgeschrieben, sodass die Zinsen seit dem 31.12.2008 Teil der Einlage sind und seit dem 01.01.2009 mitverzinst werden müssten.

Zinssatz ab 01.01.2009

Zwar war der Zinssatz von 5,65% nur bis zum 01.01.2009 garantiert. Laut Kaupthing-AGB Nr. V. 4. (siehe AGB sowohl v. 01.03.08, AGB v. 27.05.08 als auch AGB v. 14.08.08) muss aber eine Änderung des Zinssatzes dem Kunden bekannt gegeben werden. Dies geschah aber seitdem nicht mehr. Im Gegenteil: Auf Kaupthing-Webseiten (siehe hier – ganz wichtig –, hier und hier) ist immer noch der einheitliche Zinssatz von 5,65% zu finden (Update 30.09.09: siehe auch die nachträgliche Bestätigung durch Kaupthing hierUpdate 27.11.2009 inzwischen hier erweitert). Daher gilt dieser Zinssatz seit September 2008 weiter und bis heute.

7 Reaktionen zu “Beweismittel Tagesgeld”

  1. StefanMam 22. August 2009 um 09:11 Uhr

    Wäre ich Vertreter der Gegenseite, so würde ich die Auffassung, dass die Gläubiger auch ab dem 01.01.09 Anspruch auf 5,65 % p.a. Guthabenzinsen haben, wie folgt widerlegen:
    .

    Dem Gläubiger, der als Neukunde z.B. ab 15.04.08 ein Tagesgeldkonto bei der Bank unterhielt, wurde zusätzlich zum zugesicherten Basiszinsatz von 5,1 % p.a. ein Bonus von weiteren 0,55 % p.a. für einen Zeitraum von 6 Monaten ab Kontoeröffnung – mithin bis zum 14.10.08 (in diesem Beispiel) – von der Bank zugesichert.

    Unter dem 19.09.08 wurde ihm mitgeteilt, dass (der daraus resultierende) Gesamtzinssatz von 5,65 % p.a. für ihn bis zum 01.01.09 verlängert wurde.

    Nach diesem Zeitpunkt gilt damit automatisch wieder der Basiszinssatz von 5,1 % p.a., sofern die Bank nicht einen anderslautenden Zinssatz mitteilt bzw. publiziert.
    .

    Ergänzende Anmerkungen:

    Die Mitteilung vom 19.09.08 erhielten AUSSCHLIESSLICH Kunden, deren 6-Monats-Bonuszeitraum sich kurz vor dem Ablauf befand – vermutlich um diese Kunden zu veranlassen, das Geld nicht nach 6 Monaten anderweitig zu besseren Konditionen als 5,1 % p.a. anzulegen. Ob diese Mitteilung somit als für alle Kunden geltend angesehen werden kann, wäre noch zu untersuchen.

    Des Weiteren wurden bei den obigen Betrachtungen die möglichen oder gar wahrscheinlichen Auswirkungen der verschiedenen Stichtage (z.B. 15.11.08 oder 22.04.09) auf Art und Höhe der uns zustehenden Zinsen ab diesen Stichtagen außer Acht gelassen.
    .

    Ich wäre dankbar für Zitate aus Publikationen der Bank, die meine Auffassungen als – natürlich rein hypothetischer – Vertreter der Gegenseite widerlegen würden. Denn auch ich hätte lieber 5,65 als 5,1 % p.a. Zinsen auch nach dem 01.01.09.
    .

    Abschlussbemerkung:

    Könnten wir sicher sein, dass das Abwicklungs-Komitee Forderungen nicht zu 100 % zurückweisen darf, falls diese zu hoch sein sollten, dann wären all diese Überlegungen unnötig. Wir könnten dann einfach für den gesamten Zeitraum 5,65 % p.a. geltend machen und in Ruhe abwarten, was davon tatsächlich anerkannt wird.

    Deshalb halte ich es für das Wichtigste, genau diese Frage zu klären: Können uns irgendwelche Nachteile daraus entstehen, wenn wir zu hohe Zinsen geltend machen?

    Gruß

    Stefan

  2. akbabaam 22. August 2009 um 13:12 Uhr

    zum Vorkommentar: Was man da auch finden mag, sicherlich ist es nach meinem Verständnis ungeschickt niedrigere Forderungen anzumelden, als die, die einem vielleicht (????) zugestanden werden. Bei Insolvenzverfahren ist ohnehin ein Quote zu erwarten (lt. Aussagen eines mir bekannten Anwalts, der auch bei K. investierte und zwar das Geld seiner Tochter, was dann natürlich zu entsprechenden Reaktionen geführt haben dürfte, rechnet dieser mit 50 % – dies jedoch wirklich völlig ohne Gewähr !!!!) so dass wir voraussichtlich (???) nur einen Teil unserer Zinsen bekommen werden. Über die Quotierung bekommen die uns ohnehin und da wird die Maus keinen Faden abbeißen.

    Nochmals vielen Dank für die Informationsseiten, natürlich auch beim Tagesgeld, wo es ja etwas komplizierter mit dem Rechnen wird (Finanzrechner hilft da dabei, oder auch Seite: http://www.zinsen-berechnen.de), ich schreibe das mal hier mit hin und nicht extra beim folgenden Beitrag Tagesgeld.

    Mir fiel vom 02.10.2008 eine „Kontoanlagebestätigung Festgeld“ soeben in die Hand, da ich dabei bin meine Anträge zu basteln:
    6,100 % p.a. wären gekommen, wenn alles geklappt hätte. Fälligkeit wäre gewesen: 02.10.2009. Jetzt bitte wegen der Anlage zu diesem Zeitpunkt kein schallendes Gelächter, das bis zu mir tönt, obwohl ich damit leben müsste, denn es wäre berechtigt. Ich habe eine recht aufregende „Nebenbeschäftigung“ (damit meine ich natürlich Hauptbeschäftigung). Damit bin ich mal ganz leicht auch rauszukegeln oder massiv zu destablisieren. Meiner Tochter riet ich seinerzeit von einer Anlage bei K. abzusehen (Monate bevor ich da dann was machte, denn es gab bad news). Die amüsierte sich dann. Im UK waren allerdings manche noch fix genug um kurz vor der Katastrophe ihr Geld abzuziehen. Mir wurde wegen eines berufsbedingt langen Abends diese Information von meiner Tochter, die mich nicht telefonisch erreichte und nur mit meiner Frau sprach nicht mehr so „intensiv“ übermittelt um die nötigen Konsequenzen anzukurbeln. Na, ja. What’s done is done.

    Noch eine Frage: Bei den zusätzlichen Kosten: Was sind da so die (guten) Ideen der übrigen Forumsmitglieder ? Anregungen sind immer gut.

  3. Janam 23. August 2009 um 13:41 Uhr

    @StefanM:

    – zum Zinssatz:
    Es ist mir eine Freude, dich als hypothetischen Vertreter der Gegenseite zu widerlegen, 🙂 denn ich schreibe das oben nicht einfach so hin.

    zur SMS und zur Mail: Gut, da magst deine Argumentation noch greifen. Auch wenn ich die SMS auch bekommen habe und mein Neukundenangebot noch fast zweieinhalb Monate lief – habe ich deshalb damals gleich gelöscht, weil nicht groß relevant für mich 🙂 .

    Aber „garniert“ ist die Meldung mit Presseerklärungen, die an die Öffentlichkeit gingen. Und die lassen an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig – keine verlängerte Neukundenaktion, sondern ein neuer, einheitlicher Zinssatz für alle. Motivation (da liegst du sicher richtig) ist dabei irrelevant:
    Frankfurt, 23. September 2008 – Mit einer einfacheren Struktur bietet die Kaupthing Bank ab sofort ihr Online-Tagesgeldkonto Kaupthing Edge an. Die bisherige Aufteilung in einen Basiszins und einen Zinsbonus fällt zugunsten eines noch transparenteren Angebotes weg. Der Zinssatz bleibt mit 5,65 Prozent unverändert hoch. Zusätzlich verzichtet die Bank auf den sechsmonatigen Begrüßungszeitraum. Im Gegensatz zu vielen Angeboten der Wettbewerber sind die hohen Zinsen bei der Kaupthing Bank nicht an Bedingungen wie zum Beispiel einen Neukundenstatus, Begrenzungen der Anlagesummen oder die gleichzeitige Eröffnung eines Wertpapierdepots geknüpft.[…]
    http://www.presseecho.de/finanzen/PE12222709624190.htm
    http://www.firmenpresse.de/pressinfo59895.html

    Und noch besser: Auf den Kaupthing-Seiten befindet sich immer noch das Angebot zur Kontoeröffnung (auch wenn es eine Weiterleitung über die Biallo-Seite ist). Klar und deutlich heißt es auch dort, einheitlicher Zinssatz und keine Neukundenaktion:
    Das Kaupthing Edge Tagesgeldkonto – 5,65% p.a. Zinsen auf Ihr Tagesgeld. Kaupthing Edge bietet in Deutschland das derzeit führende Online-Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 5,65 Prozent an.

    Unsere Garantie:
    Wir bieten 5,65% p.a. Tagesgeldzinsen. Und dies nicht nur für neue Einlagen sondern auch für bestehende Guthaben.
    […]
    http://www.kaupthingedge.com/konto_eroffnen_b?utm_source=Biallo.de&utm_medium=Partner+site&utm_campaign=Biallo+partner+site

    – zu den Stichtagen:
    Ich kann nicht erkennen, wieso sich die Höhe der Ansprüche durch die Stichtage ändern sollte.
    Für die Eingruppierung (und damit für die Begleichung der Ansprüche) spielt für mich nur der 22.04.09 eine Rolle.

    – zur Sicherheit der Anmeldungen:
    Was ist in dieser Geschichte schon zu 100% sicher? 🙂
    In deutschen Insolvenzverfahren und Gerichtsverfahren erfolgt bei zu „hoher“ Anmeldung (bzw. falscher Eingruppierung) jedenfalls eine Teilanerkennung und keine vollständige Aberkennung. Davon gehe ich auch mal in Island aus (siehe Vorkommentar von akbaba). Antworten bekomme ich jedenfalls nicht vom Winding-Up Comittee.
    Mir ist es ehrlich gesagt auch nicht so wichtig, weil ich das Verfahren für wenig ergiebig halte, es sei denn die Zinsen werden noch als Priority Claims anerkannt. Ansonsten wird da meiner Meinung nach – für die meisten von uns – wenig mehr als ein Taschengeld rausspringen. Fiktives Rechenbeispiel: Zinsforderung X MINUS Zinsforderung ab 23.04.09 MINUS 70% (30%-Quote) MINUS 40% (Bezahlung nach 10 Jahren: Kaufkraftverlust durch jährlicher – realer – Inflationsrate von 3 bis 7 %).

  4. StefanMam 23. August 2009 um 16:39 Uhr

    @ Jan: Danke, dass Du meine Darlegungen widerlegt hast 😉

    Die Pressemitteilungen würde ich zwar nicht gelten lassen, denn sie wurden ja nicht von Kaupthing bzw. KED sondern von Journalisten geschrieben, aber der Begleittext zur Kontoneueröffnung ist doch ein recht überzeugendes Gegenargument, wenn wir einmal davon ausgehen – und ich denke, das dürfen wir -, dass es keine dem entgegenstehende spätere Veröffentlichungen von Kaupthing gibt, die wieder von einem Bonus sprechen.

    Was die E-Mail bzw. SMS vom 19.09.08 betrifft, so kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass zumindest an drei Inhaber von TG-Konten weder eine solche SMS noch eine solche Mail gesendet wurde. Einer der drei TG-Konto-Inhaber bin/war ich.
    .
    .
    Bzgl. der Stichtage – speziell den 22.04.09 betreffend – gibt es allerdings schon offizielle Aussagen:

    ZITAT aus „INVITATION TO LODGE A CLAIM“ vom 13.07.09:

    Pursuant to the aforementioned provisions, creditors are instructed to include the itemized amount of their claims as of 22 April 2009.

    ZITAT ENDE:

    Demnach müssten wir unsere Ansprüche mit Stand 22.04.09 geltend machen.
    .
    .
    Ein isländischer Anwalt schreibt als Vertreter deutscher Mandanten, die als KED-Kunden Zinsansprüche geltend machen wollen:

    ZITAT aus „Deutche announcement final.pdf“ vom 18.07.09, veröffentlicht am 22.08.09
    (kein Tippfehlerim Dokumentnamen, das „s“ fehlt auch im Original):

    Die Zinsansprüche der deutschen Anleger werden gemäß der Entscheidung der Kaupthing Bank in Island wie allgemeine Forderungen behandelt. Gemäß dem isländischen Insolvenzrecht Nr. 21/1991 und dem Gesetz Nr. 44/2009 sind alle Zinsansprüche gegenüber der Kaupthing Bank in Island an den Insolvenzverwalter in Island zu richten. Kunden haben Ansprüche auf Zinsen bis zum 22.04.2009, dem Tag der Einführung des Gesetzes Nr. 44/2009.

    ZITAT ENDE
    .
    .
    Beides sind Zitate, ohne dass ich bewerten kann, ob die Aussagen so korrekt sind. Aber zumindest das erste Dokument wurde im Auftrag bzw. von Mitgliedern des Abwicklungs-Komitees erstellt.

    Es bleibt schwierig . . .

    . . . aber auch ich werde mich nicht davon abbringen lassen, meine Ansprüche geltend zu machen, auch wenn das Ganze am Ende nicht wirklich ergiebig sein sollte.
    .
    .
    „No retreat, believe me, no surrender“
    – Bruce Springsteen –
    .
    .
    Gruß

    Stefan

  5. Janam 23. August 2009 um 19:08 Uhr

    @ StefanM:

    Die Pressemitteilung sind nicht von unabhängigen Journalisten geschrieben, sondern von einer Presseagentur im Auftrag der Bank (siehe Impressum) und damit der Bank zuzurechnen.

    Bei den Stichtagen reden wir wohl aneinander vorbei. 😉 Natürlich hat – jedenfalls der 22.04. – Einfluss in dem Verfahren. Die Stichtage haben aber keinen Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes und damit die Berechnung der Forderung – wohl aber darauf, welcher Teil der Forderung am Ende bezahlt wird.

  6. JohannesPam 13. November 2009 um 10:51 Uhr

    Hallo zusammen, das ist doch klar, dass die Bank hier versucht über eigens georderte Pressemitteilungen alles harmloser zu machen. Sucht Euch doch einfach ein anderes und ich denke vor Allem deutsche Tagesgeldkonto. Ich selber betreibe seit Längerem erfolreich das Tagesgeld-Hopping. Ich suche mir immer Tagesgeld Anbieter auf http://www.konten-check24.de/tagesgeld/tagesgeldvergleich.php heraus.

  7. Janam 13. November 2009 um 14:33 Uhr

    @JohannesP:
    Klar ist das klar. Es geht auch nicht um die blumigen Worte der Bank, sondern um den Nachweis der Zinssätze.

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