Monatsarchiv für September 2009

Im Treibhaus der Krise

16. September 2009

Sehr ausgewogene Rezension des Buches von Ásgeir Jónsson (seit 2004 Chefvolkswirt bei Kaupthing) in der FAZ.

Siehe zu dem Buch auch den Artikel vom 19.08.09.

Wenig dazugelernt – ein Jahr nach der Lehman-Pleite

15. September 2009

Lesenswerter Kommentar des ZDF-Börsenexperten Reinhard Schlieker bei heute.de.

In Bezug auf unsere Erfahrungen enthält der Kommentar ebenfalls ein sachliches, aber sicherlich zutreffendes Fazit:

[…] Bei der privaten Geldanlage kann der Einzelne natürlich etwas machen: Unter den zahlreichen Geschädigten der Lehman-Pleite waren auch Privatleute, die mit Zertifikaten dieser Bank eine gute Rendite einfahren wollten, und für einen Prozentpunkt mehr im Jahr vertrauten nicht wenige der isländischen Kaupthing-Bank. Niemand konnte wissen, dass beide ausfallen würden – aber ausfallsicher sind eben nur ganz wenige Geldanlagen. Wenn man das weiß, weiß man wenigstens, was man tut.[…]

Finanztest zu den Zinsen

15. September 2009

Für die Kürze guter Artikel der Stiftung Warentest, der insbesondere auf die bürokratischen Fallstricke des Verfahrens hinweist

Auch die Lehman Opfer wollen wir nicht vergessen

15. September 2009

Hier ein Video mit dem Titel: Lehman-Opfer warten auf Entschädigung

Nichts gelernt aus Lehman Brothers, Hypo Real Estate, Kaupthing & Co.

15. September 2009

Ein Jahr nach dem Bankenkollaps scheint es als haben viele Banker nichts aus der Sache gelernt. Es wird wieder fleißig gezockt und spekuliert. Dringen nötige Reformen werden blockiert oder versucht im Keim zu ersticken. Das groteske dabei: das Geld dafür kommt aus den Staatshilfen die man den Banken gegeben hat:

Außerdem ist der Widerstand der US-Finanzindustrie bestens organisiert. Gut 2300 Lobbyisten werben in Washington für ihre Anliegen. Mehr als 200 Millionen Dollar haben sie in diesem Jahr schon investiert, um die Gesetzgebung zu beeinflussen.

[…]

Goldman Sachs zum Beispiel hat im ersten Halbjahr elf Milliarden Dollar für Bonuszahlungen an seine Mitarbeiter bereitgelegt. Bankchef Lloyd Blankfein hat seine Mitarbeiter bloß angehalten, beim Geldausgeben „diskret“ vorzugehen. Oder Citibank: Dort bekommt der Top-Energiehändler mehr als hundert Millionen Dollar überwiesen.

Auch die Lust auf riskante Geschäfte ist zurück in der Finanzindustrie. Als letzter Schrei gelten derzeit Wetten auf Lebensversicherungen. Das Geschäft mit dem Risiko, wann wer woran stirbt oder nicht, soll noch lukrativer werden als das Bündeln fauler Hypotheken. Und natürlich sicherer, behaupten die Anbieter.

Den kompletten Artikel findet man auf Spiegel Online.

Ein weiterer lesenswerter Artikel über die Lehman Pleite ist auch auf Spiegel Online zu finden.

Wer wartet immer noch auf sein Geld?

15. September 2009

Hatte eben wieder Kontakt mit Kaupthing Island/Deutschland. Es sind wohl so gut wie alle Fälle geklärt. Die meisten offenen Posten sind Beträge zwischen 1€ und 5€, wo den Leuten wohl einfach die Mühe zu groß war.

Wer trotzdem noch sein Geld vermisst, kann weiterhin die Daten an uns schicken. Wir konnten so schon viele Fälle klären. Oft liegt es an Zahlendrehern, nicht korrekt angegebenen Namen etc. Die Daten wurden manuell erfasst, es muss also nicht zwangsläufig am ausgefüllten Formular gelegen haben. Nicht vergessen – dort arbeiten auch nur Menschen, die wirklich ihr möglichstes getan haben und immer noch tun. Die Antwortzeit dort ist vorbildlich – meist im Minutenbereich.

Ich bin gerne bereit jedem zu helfen, der noch kein Geld hat. Einfach das Formular auf der Seite herunterladen und ausfüllen und an mich zurück. Alle Felder (bis auf Name und Kontonummer) sind freiwillig. Je mehr Daten angegeben werden, desto einfacher ist es für die Leute dort den Fall zu klären.

Trotzdem sieht es langsam danach aus, als klingt die Sache nun aus. Seit meiner Rückkehr habe ich lediglich 6 Fälle weitergeleitet.

FAQ-Update: Kaupthing-Abwicklungskomitee fordert weitere Übersetzungen

14. September 2009

Kaupthing hat seine FAQ auf den neuesten Stand gebracht – siehe www.kaupthing.com. Darin werden zusätzlich auch englischsprachige Übersetzungen von beigefügten Beweismittel gefordert. Zweifel an dieser allumfassenden Übersetzungspflicht sind angebracht, denn die deutschsprachigen Dokumente sind die Originaldokumente und in dieser Fassung gültig.

Mir fehlt einfach die Zeit, von den gesammelten, möglichen Nachweisen (siehe hier unter „Nachweise für Zinssätze“) auch noch Übersetzungen zu liefern. StefanM hat sich aber bereit erklärt, Übersetzungen von den aus unserer Sicht wichtigsten Teilen der o.g. gesammelten möglichen Nachweisen anzufertigen. Da auch er noch anderes zu tun hat, kann dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zum Gedenken…

12. September 2009

Jenseits des „Luxusproblems“ entgangener Zinsen:

Gestern vor einem halben Jahr ist ein entsetzliches Verbrechen geschehen. Deshalb möchte ich nicht viele Worte verlieren, sondern diesen Artikel von Focus Online sprechen lassen. Für mich einer der sehr wenigen positiven Artikel jenseits der Effekthascherei, in dem diejenigen zu Wort kommen, die es wert sind gehört zu werden (so sie es denn möchten!): Die Angehörigen der Ermordeten.

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