Monatsarchiv für Januar 2010

Deutsche Banken versenken wohl 20 Milliarden bei der Kaupthing

30. Januar 2010

Wie Finanznachrichten.de berichtet gehören wohl ca. 20 Milliarden € also rund 50% der Einlagen bei der Kaupthing Deutschen Banken…. Wäre interessant zu wissen, wieviele deutsche Politiker wohl in den Aufsichtsräten solcher Banken zu Hause sind 😉 Die Deutsche Bank hat davon laut Bericht den größten Anteil.

Hier auch der Artikel der Financial Times Deutschland, auf den sich der Artikel bezieht. Auch der Spiegel schreibt zu dem Thema.

Für alle…

29. Januar 2010

… die meinen, dass 100% Rückzahlung der Kapitalanlagen bei einer Bankeninsolvenz ein schlechtes Ergebnis wären:

Manx Radio berichtet, dass der Anspruch der Kaupthing-Tochter Kaupthing Singer & Friedlander Isle of Man (KSFIOM), die wiederum beim Staat Isle of Man und bei Sparern tief in der Kreide steht, vom Abwicklungskomitee vollständig abgelehnt wurde. Begründung: Eine Garantie der Muttergesellschaft, die alle Schulden der Isle-of-Man-Tochter abdecken sollte, sei nicht bindend gewesen und werde daher auch nicht erfüllt. Der Insolvenzverwalter von KSFIOM will nun klagen…

Der Blick des Schriftstellers auf die Krise

29. Januar 2010

Anhand eines ZEIT-Interviews mit dem Schriftsteller Kristof Magnusson, der über seine Recherche zu seinem neuesten Buch berichtet, erhält man interessante Bemerkungen zur Finanzkrise und speziell zu Island.

Einspruchsfrist läuft morgen aus

28. Januar 2010

Darauf hat Kaupthing heute in einer Mitteilung hingewiesen: Ein Einspruch muss bis spätestens morgen, 29.01.2010 11:15 Uhr Isländischer Zeit (12:15 Uhr unserer Zeit) auf der Gläubigerversammlung oder per Mail bei der Adresse objection@kaupthing.com eingegangen sein.

Wer als Handlungsmöglichkeit einen Einspruch für geboten hält, dem bietet unser Nachbar foren-city jetzt auch ein Formular zu diesem Zweck an – siehe hier. Handlungsmöglichkeiten auf einen Blick gibt es hier.

Das Husten des Kanarienvogels

27. Januar 2010

Unter diesem Titel  hat DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 11.01.2010 sehr tiefgreifend über Island, die Krise und wichtige Akteure berichtet. Dabei darf natürlich auch die Geschichte der deutschen Sparer nicht fehlen – geschildet aus der Sicht des Leiters der ehemaligen deutschen Niederlassung, Herrn Kramer.

Traurige Nachricht aus Island – unser herzliches Beileid

26. Januar 2010

Wie der Spiegel meldet ist der Deutsche Botschafter in Island, Dr. Karl-Ulrich Müller vermutlich bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Herr Müller hat uns sieben Island-Reisende letztes Jahr in seiner Botschaft empfangen und dabei eine halbe Stunde mit Karlheinz gesprochen (hier ganz unten in den Kommentaren noch einmal dessen Bericht aus der Ich-Perspektive). Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und den Mitarbeitern der Botschaft. Eine Beileidsbekundung habe ich bereits an die Botschaft gesendet.

Sind deutsche Wohltätigkeits-Organisationen auch gierige Zocker?

26. Januar 2010

Wie die Leipziger Volkszeitung in einem Artikel berichtet, haben auch die Welthungerhilfe und andere Organisationen bei Kaupthing verloren. Sind das auch gierige Zocker wie wir oder einfach nur „Sparer“. Natürlich war der Zinsatz von heute unvorstellbaren 5,65% sehr gut, allerdings war das ja auch nur ein Angebot für Neukunden und wäre später auf einen marktüblichen Zinssatz gefallen…

Noch ein bisschen Statistik zum Forderungsanmeldungsprozess

24. Januar 2010

Bei Kaupthing sind 28.167 Forderungen aus 119 Ländern eingegangen. Die meisten kommen aus Deutschland und beziehen sich auf Spareinlagen. Die Höhe der angemeldeten Forderungen beträgt 7316 Mrd. ISK (umgerechnet ca. 43, 2 Mrd. €). Der Überschuss der Forderungen gegenüber der Bilanz der Bank erkläre sich aus Fehlern bei der Anmeldung und daraus, dass Gläubiger gewöhnlicherweise ein Maximum an Forderungen anmeldeten. Das Winding-up Committee (=Insolvenzverwalter) hat Entscheidungen über 16.000 oder 57% der Forderungen getroffen. Dabei handelt es sich zum allergrößten Teil um Zinsforderungen aus Deutschland. Die noch nicht beschiedenen Forderungen werden auf Gläubigerversammlungen am 18. Mai 2010 und wenn nötig im Herbst 2010 behandelt. Soweit kaupthing.com.

Tja, und wer unserer großen deutschen Bankfreunde ist der Top-Forderungssteller? Bayerische Landesbank, Commerzbank , Dresdner BankDZ-Bank, HSH Nordbank, LBBW oder KfW? Fehlanzeige. Bloomberg meldet, es sei die Deutsche Bank mit sage und schreibe 900 Mrd. ISK (umgerechnet ca. 5,3 Mrd. €)! Außerdem seien nach diesem Bericht Gläubiger: Burlington Loan Management, der größte Gläubiger von Glitnir, mit 80 Mrd. ISK (umgerechnet ca. 470 Mio. €). Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Sigurdur Einarsson mit Gehaltsforderungen von 244 Mio. ISK (umgerechnet ca. 1,44 Mio. €). Ingolfur Helgason, der ehemalige Island-Chef der Bank, mit 82 Mio. ISK (umgerechnet ca. 485.000 €). Der isländische Einlagensicherungsfonds TIF mit 840 Mrd. ISK (umgerechnet ca. 5 Mrd. €). Die isländische Zentralbank mit 363 Mrd. ISK (umgerechnet ca. 2,1 Mrd. €).

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