Handlungsmöglichkeiten nach der Entscheidung des Abwicklungskomitees

19. Januar 2010

Allgemeines

  • Dieser Artikel folgt dem Beschluss der Team-Besprechung und bezieht sich auf die Entscheidung des Abwicklungskomitees.
  • Wir geben für die folgenden Handlungsmöglichkeiten weder eine bestimmte Empfehlung ab, noch raten wir von einer bestimmten Handlungsmöglichkeit ab: Jeder muss selbst entscheiden, was er tut. D.h. jeder muss selbst entscheiden, ob er eine Reise zur Gläubigerversammlung antritt oder nicht. Jeder muss selbst entscheiden, ob er Einspruch erhebt oder nicht. Jeder muss selbst entscheiden, ob er einen Bevollmächtigten bestellt oder nicht. Jeder muss seinen Vertreter selbst auswählen, d.h. einen Anwalt oder jemand anderes bevollmächtigen, falls er eine Vertretung wünscht.
  • Wir behalten uns vor, Kommentare nicht freizugeben, die dem genannten Gebot durch einseitige Beeinflussung widersprechen.
  • Die folgenden Informationen betreffen auf jeden Fall die Sparer, die Post vom Insolvenzverwalter (Winding-up Committee) der Kaupthing Bank bekommen haben. Es sieht so aus, als ob noch nicht alle Sparer bei den aktuellen Einstufungen der Forderungen berücksichtigt werden konnten. Diese werden nach Informationen des aktuellen Schreibens bis zur nächsten Gläubigerversammlung am 18.05.2010 abgearbeitet. Wir gehen davon aus, dass dann entsprechende Schreiben zu den aktuellen rausgehen. Für diese gelten dann die folgenden Informationen entsprechend.
  • Eine Berichterstattung zum Thema Kaupthing wird es von unserer Seite noch einmal abschließend nach der Gläubigerversammlung vom 29.01.2010 geben.
  • Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernehmen wir wie immer KEINE Haftung.

Weg 1: Man unternimmt nichts

  • In dieser Entscheidung hat das Winding-up Committee (= isländischer Insolvenzverwalter – im Folgenden Abwicklungskomitee genannt) die Tendenz des Resolution Committee vom April 2009 endgültig bestätigt. Wer nichts unternimmt, akzeptiert die Entscheidung des Abwicklungskomitee. Dann sind die Forderungen bis zum 22.04.2010 als gewöhnliche Insolvenzforderung, die nach Insolvenzquote bedient wird, eingestuft und Forderungen nach dem 22.04.2010 sowie Forderungen als vorrangige Hauptforderung („Principal“) abgelehnt.
  • Auf der Gläubigerversammlung können andere Gläubiger die Forderung anfechten. Dies ist nach der aktuellen Einstufung durch das Winding-up Committee sehr unwahrscheinlich (weil voraussichtlich aussichtslos) aber nicht ausgeschlossen. Sollte es zu dem unwahrscheinlichen Fall kommen, werden wir noch einmal gesondert informieren.
  • Wird die Forderung nicht angefochten, ist die Entscheidung des Abwicklungskomitees endgültig!

Weg 2: Man erhebt Einspruch gegen die Entscheidung des Abwicklungskomitees

  • Wer mit der Entscheidung des Abwicklungskomitees nicht einverstanden ist, kann gegen diese Einspruch erheben. Laut des Schreibens des Abwicklungskomitees vom 19.01.2010 wird auf www.kaupthing.com (Einloggen mit den Daten aus dem Schreiben) ein „Pro-Forma-Einspruch“ zur Verfügung gestellt, der an das Abwicklungskomitee gegen dessen Quittung bis zum Annahmeschluss am 29.01.2010 10:00 Uhr geschickt oder bei der Gläubigerversammlung abgegeben werden soll. Dieser muss schriftlich erfolgen, laut den FAQs Nr. 13 S. 6 kann er auch per Mail eingelegt werden. Das isländische Gesetz spricht jedenfalls von „in writing“ was ich mit „schriftlich“ übersetzen würde – dies bedeutet nach deutschem Recht jedenfalls, dass der Einspruch nicht per Mail eingelegt werden könnte (ob es nach isländischem Recht – auf das es hier ankommt! – genauso ist, kann ich natürlich nicht beurteilen!!!).
  • Ganz wichtig: Der Einspruch muss bis 29.01.2010 11:15 Uhr Isländischer Zeit beim Kaupthing-Abwicklungskomitee eingegangen sein.  Siehe dazu die neuesten Infos vom 28.01.10.
  • Auf der Gläubigerversammlung wird bei einem Einspruch eine Schlichtung mit dem Gläubiger bzw. dessen Vertreter versucht. Sollte diese scheitern oder ist der Gläubiger nicht anwesend und nicht vertreten, soll das Abwicklungskomitee eine (weitere) Schlichtung versuchen. Scheitert auch diese Schlichtung, landet der Streit vor isländischem Gericht! Update 07.03.10: Der isländische Wirtschaftsminister höchtspersönlich hat angedeutet, dass es genau auf letzteres hinauslaufen wird.

Weg 3: Man fliegt selbst zur Gläubigerversammlung oder lässt sich vertreten

  • Wie bereits bekannt (siehe hier), findet die Gläubigerversammlung am 29.01.2010 10:00 Uhr im Hilton Hotel Nordica, Sudurlandsbraut 2, Reykjavik statt.
  • Neben dem Einspruchsrecht steht dem Gläubiger bzw. seinem Bevollmächtigten die Teilnahme an einem Schlichtungsversuch zu.
  • Außerdem kann der Gläubiger bzw. sein Vertreter gegen Forderungen Dritter Einspruch erheben.
  • Macht der Gläubiger bzw. sein Bevollmächtigter vom Einspruchsrecht Gebrauch ist der Weg wiederum: Schlichtungsversuch und bei Scheitern isländisches Gericht.

Anhang: Der Vollständigkeit halber – Vertretung durch foren-city-Sparer oder ihnen nahe stehende Anwälte

  • Die Verantwortlichen unseres Nachbarn foren-city hatten einst besondere Vertrauensanwälte beworben/vorgestellt/empfohlen/etc. Es stellt sich die Frage, wie es an dieser Seite weitergeht. Dazu haben wir keinerlei Informationen, da die Aktion wie stets mitgeteilt in Alleinverantwortung von kaupthingedge.foren-city gelaufen ist. Noch fehlende Informationen, die uns vorlagen, haben wir anlässlich des Link-Hin-und-Hergeschiebes ergänzt: siehe hier (siehe auch den persönlichen Erfahrungsbericht von StefanM). Für weitere Informationen bitte die Verantwortlichen von kaupthingedge.foren-city kontaktieren.
  • Außerdem hat das „Aktionskomitee“ unseres Nachbarn foren-city kürzlich eine sog. „Vollmachtsaktion“ gestartet: Das bedeutet, dass zwei (je nach Sichtweise) mehr oder weniger gewöhnliche Sparer als Bevollmächtigte nach Island reisen werden, um dort mit isländischem Insolvenzverwalter und Anwälten der Großbanken über unsere Forderungen zu verhandeln. Dabei sollte jedem klar sein: Bei dem aktuell anstehenden Termin handelt es sich NICHT um eine reine Info-Veranstaltung, sondern um eine Veranstaltung, die die unter Weg 2 und 3 beschriebenen Konsequenzen mit sich bringt. Mit einer Bevollmächtigung werden die beiden Sparer ermächtigt, einen der oben beschriebenen Wege nach ihrem Gutdünken einzuschlagen. Wer sich für diese Aktion interessiert, möge diesem Link hier folgen, der zu weiteren Informationen führt. Wir übernehmen für diese Aktion keinerlei Haftung oder Konsequenzen, auch hier liegt die Alleinverantwortung bei kaupthingedge.foren-city. Mit deren Verantwortlichen muss man alles Weitere klären.

Der besondere Weg: Einigungsangebot der Rechtschutzversicherung

  • Das Geschäft funktioniert kurz gesagt folgendermaßen: Die Rechtschutzversicherung bietet Begleichung eines Großteils der Zinsforderung an und der Versicherte verzichtet im Gegenzug auf weitere rechtliche Schritte in Sachen Kaupthing.
  • Siehe dazu die Erfahrungsberichte von Herbert und Gudrun sowie den ausführlichen Bericht von StefanM

24 Reaktionen zu “Handlungsmöglichkeiten nach der Entscheidung des Abwicklungskomitees”

  1. Nathalieam 20. Januar 2010 um 10:26 Uhr

    Danke Jan für deine Ausführungen.

    Ich fasse mal das für mich Wichtige zusammen:
    Jeder, der bei der Gläubigerversammlung ist oder sich dort vertreten lässt muss nach Einspruch gegen die Einstufung und einem gescheiterten Schlichtungsversuch mit Anwalts- und Gerichtskosten in Island rechnen !!! Zusätzlich fallen auch noch Kosten an für einen Dolmetscher, denn -wer hätte es gedacht- verhandelt man in Island auf isländisch. Das werden unabschätzbare Kosten. Denn warum sonst sollten die Rechtsschutzversicherungen den Weg gehen und ihren Kunden vorab einen Großteil der Zinsen überweisen?

    Wenn man selber in Island ist, dann entscheidet man für sich, wenn man sich vertreten lässt hat der Vertreter das Recht dieses für einen zu entscheiden. Dessen sollte sich der Gläubiger, wie auch der Vertreter bewusst sein. Beide Parteien sollten sich im Vorfeld mit den Rechten und Pflichten auseinandersetzen bzw. auseinander gesetzt haben (findet man schön in den Gesetzen oder lernt man im Jura-Studium), die mit Erteilung dieser Vollmacht einhergehen bevor sie eine solche erteilen (versteht sich von selbst, denn wer erteilt jemand blind eine rechtsverbindliche Vollmacht bzw. nimmt eine an ??).

    Wie das vor dem isländischen Gericht ausgehen wird, können wir uns am Beispiel der Icesave Kunden denken.

    Leider wird die jetzige „Vollmachtenaktion“ des Forums gleichgestellt mit der Aktion, die wir damals gestartet haben als Dirk medienwirksam mit einer Sporttasche voll Aktenordnern nach Island gereist ist

    Update 17:07 Uhr Ich frage mich, wann diese Ausführungen von Jan an anderer Stelle wieder auftauchen.
    Update 19:04 Uhr 2 Stunden später frage ich mich das immer noch

  2. Jankoam 20. Januar 2010 um 14:53 Uhr

    Ob mir bitte jemand sagen kann, wo genau ich dieses Pro Forma schreiben finden kann?

    Liebe Grüße,

    Janko

  3. Dirkam 21. Januar 2010 um 09:51 Uhr

    @Nathalie: Vorsicht, sonst wird die „Hilft-Sich Seite“ (so werden wir vom KE foren-city genannt) wieder als kontraproduktiv bezeichnet. Aber da wir sowieso alles nur gemacht haben um uns in den Vordergrund zu drängen kann uns das eigentlich auch egal sein oder? Ich persönlich wünsche dem Vollmacht- und Aktions-Komitee viel Glück! Vielleicht gibt es ja bald Zinsen. Wo ist eigentlich der Chef-Basisdemokrat? Fliegt er nicht mit nach Island?

  4. Dr.Henryam 21. Januar 2010 um 10:15 Uhr

    Hallo,

    @Janko: Das Pro forma Schreiben für den Einspruch (proforma objection) ist nach aussage
    des Winding-up Committees ab 22.01.2010 auf http://www.kaupthing.com verfügbar.
    Zu beachten ist, dass der Einspruch spätestens am 29.01.2010 (Gläubigerversammlung)
    dem Winding-up Committee vorliegen muss!

    siehe auch: Beitrag vom 19.01.2010 unter dem Artikel
    „Kaupthing verschickt Briefe per DHL“

    Grüsse,
    Dr.Henry

  5. Lehaneam 21. Januar 2010 um 14:54 Uhr

    @ Janko

    Janko, ab 22.01.10, auf der Kauphing.com Web-Seite

  6. Nathalieam 21. Januar 2010 um 15:44 Uhr

    @Dirk

    Nettes Wortspiel, bei so viel Kreativität kann man fast neidisch werden (Vorsicht Sarkasmus I). Tja, sollte ich mich mal an Domian wenden „Hilfe, ich werde als kontraproduktiv bezeichnet“ (Vorsicht Sarkasmus II).

    Schopenhauer: Der Neid der Menschen zeigt an, wie unglücklich sie sich fühlen, und ihre beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen, wie sehr sie sich langweilen.

  7. GabiSe.am 22. Januar 2010 um 10:05 Uhr

    Kaupthing Schreiben

    …dieses Schreiben erhielt ich gestern den 21.01.2010 . Dank Ihrer Hilfe (Übersetzung, Informationen usw.) konnte ich wenigstens die Liste von Kaupthing finden und fand auch meinen Namen wieder. Doch mir stellt sich noch die Frage ob weitere Handlungs-Schritte notwendig sind ???

  8. bilf66am 22. Januar 2010 um 12:24 Uhr

    Forum contra Forum

    Als Mitglied/Nutzer beider Foren frage ich mich seit geraumer Zeit, was die permanenten Nicklichkeiten zwischen den Foren soll? Ich finde es inzwischen unerträglich, wie beide Seiten miteinander umgehen!

    Kann mir irgend jemand gerne auch bcc erklären, was der Hintergrund ist und was das bringen soll?

    Wir haben alle miteinander und damit ein gemeinsames Ziel: Unsere Zinsen kurzfristig und in voller Höhe zu bekommen!!!

  9. Pressam 22. Januar 2010 um 13:24 Uhr

    Ach ist das herrlich!
    Habe gerade einen ersten Blick in die Claim-Liste geworfen.
    Schön, wer dort alles Ansprüche anmeldet – insbesondere so viele Banken, Fonds, Vermögensverwalter – also soooo viele Finanzexperten!
    Schön zu sehen, dass diese vermeintlichen Experten a) weder die Krise haben kommen sehen noch b) der isländischen, überhaupt jedweder Einlagensicherung missvertraut haben – und auch fleißig und GIERIG das Geld anderer Leute bei KE investiert haben.
    Eine der Lehren aus dieser ganzen Geschichte muss lauten: BLÖD, wer künftig sein Geld noch Fonds, Vermögensverwaltern oder Bankberatern hinterher wirft…

  10. Afrikakopfam 22. Januar 2010 um 16:45 Uhr

    Hallo an alle,

    fand ebenfalls in der seit heute veröffentlichten Liste meinen Namen.

    Wer kann beim Ausfüllen des –Pro forma objection—(Objection to decision) helfen, möchte auf den letzten Metern nichts falsch machen.

    Meinen herzlichen Dank im Voraus.

    Afrikakopf

  11. ISSELHORSTam 22. Januar 2010 um 22:10 Uhr

    Weil ich mit der Nichtanerkennung meiner Forderungen als PRIORITY und nur mit der teilweisen Berücksichtigung meiner Zinsansprüche bis zum 22.04.2009 nicht einverstanden bin, habe ich die beiden Foren-Bevollmächtigten beauftragt, meine Interessen bei der Gläubigerversammlung am 29.01.2010 in Reykjavik zu vertreten.

    Gleichzeitig habe ich schon vor Wochen Kontakt mit meiner RV aufgenommen, und nachgefragt, ob diese bereit ist, ggf. entstehende Anwaltskosten in Deutschland und / oder in Island zu übernehmen.

    Unter uns gesagt, ich bin überhaupt nicht an langwierigen Prozessen interessiert, ich spekuliere nur darauf, dass mir meine RV auch ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Allerdings besteht meine RV auf weitere Informationen (ob meine angemeldeten Zinsansprüche anerkannt wurden, oder ob diese bestritten werden). Erst dann will meine RV entscheiden.

    Mir persönlich geht es eigentlich nur um die Kohle, wenn auch nur teilweise und über die RV, aber so bald wie möglich. Aber ich kann ja meiner RV wohl schlecht einen solchen Vorschlag machen. Das muss die RV mir anbieten.

  12. Janam 23. Januar 2010 um 13:31 Uhr

    @bilf66:

    Es hat ganz einfach „gemenschelt“. Einige leitende Akteure bei foren-city haben sich in ihrem „Alleinvertretungsanspruch“ gestört gefühlt und deshalb regelmäßig mit dem Finger auf uns gezeigt: Erst bemängelten diese, dass es uns überhaupt gibt (siehe z.B. hier ). Bezeichnenderweise wurde der „Friedensvertrag“, der in dem verwiesenen Thread vom November 2008 enthalten ist, von foren-city-Seite nur von diejenigen Moderatoren „unterzeichnet“, die mittlerweile nicht mehr aktiv sind, während die immer noch aktiven Dauer-Fingerzeiger ihn nicht „unterzeichnet“ haben. Dann gab es eine Kooperationsphase, in der Dirk und Nathalie eng mit einigen leitenden foren-city-Akteuren zusammen gearbeitet haben, woraus die gemeinsame Island-Reise heraussprang. Im Hintergrund gab es immer wieder Vorwürfe gegen die beiden. Dann wurde auch wieder öffentlich bemängelt, z.B. dass unsere Aktionen angeblich Mist sind (siehe z.B. hier) und so weiter und so fort oder sie haben sich auf unsere Unterstützungsgelder gestürzt (siehe z.B. hier und hier). Dies war nur der öffentliche Teil, im Hintergrund haben wir noch ganz andere Sachen abbekommen. Irgendwann war die Schmerzgrenze eben überschritten und nach einer Schweigephase, einer Verteidigungsphase (wenn es dich interessiert siehe z.B. hier und hier und hier) haben wir dann eben alle Verbindungen zu foren-city gelöst und können nun auch mal kritisch über Aktionen berichten, die wir nicht für sinnvoll halten.

    Eine Generalverdammung machen wir nicht. Denn wir wissen erstens, dass es sich zum Glück nur um eine kleine (aber einflussreiche) Clique handelt. Und wir wissen zweitens, dass die leitenden Akteure von foren-city mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für viele Sparer ebenfalls eine große seelische Stütze in schweren Zeiten waren. Immerhin verweisen wir zu Informationszwecken noch ab und zu auf den Laden, bei foren-city wird dagegen selbst jeder einfache Link auf unsere Seite automatisch zensiert…

    SO, jetzt REICHT’S mit foren-city. Ich möchte dazu nichts mehr schreiben, möchte auch nicht mehr über „unser großes gemeinsames Projekt“ belehrt werden – es gibt eben zwei Nachbarn, man kann den einen, den anderen oder eben beide besuchen. Ich bitte um Verständnis für diese Entwicklung.

  13. Dirkam 23. Januar 2010 um 17:00 Uhr

    Absolut ACK was Jan’s Beitrag angeht. Mir hängt das alles auch zum Hals heraus. Ich schreibe was ich mag und denke, und habe keine Lust auf permanente Rechtfertigung. Wem es nicht passt, braucht hier nicht lesen. Per BCC erkläre ich schon gar nichts. Ich stehe zu meiner Meinung und brauche NICHTS hintenrum erzählen. Das überlasse ich denen, die Übung darin haben.

  14. Dirkam 23. Januar 2010 um 17:01 Uhr

    P.S.: zu Hintergründen äußere ich mich nicht mehr. Das wurde ausreichend breit getreten.

  15. UrsulaHansam 23. Januar 2010 um 18:34 Uhr

    Was uns etwas irritiert: Es werden die Forderungen von über 2.800 Kaupthing-Kunden mit Namen und Beträgen ins Netz gestellt. Mit dem lapidaren Hinweis an die Zugangsberechtigten, die Liste sei vertraulich zu behandeln. Das ist doch unglaublicher Vorgang – aber hier wird das nicht mal diskutiert?

  16. Dirkam 23. Januar 2010 um 19:05 Uhr

    Von uns dreien könnte sich höchtens Jan aufregen…. 🙂 Nathalie und ich haben keine Zinsen beantragt… Steht aber bereits als Hinweis auf der Seite.

  17. Nathalieam 23. Januar 2010 um 19:21 Uhr

    @UrsulaHans

    Wir sind auch keine Diskussions- sondern eine Informationsplattform. Da wir darauf schon vor langer Zeit darauf hingewiesen haben, gibt es auf diesbzgl. auch nichts zu diskutieren.

  18. Lehaneam 24. Januar 2010 um 01:42 Uhr

    @ Ursula Hans
    Das ist nicht unglaublich sondern üblich.
    Ich hatte früher viel mit Privatinsolvenzen zu tun. Es gibt immer eine Gläubigerliste, die grundsätzlich den Mitgläubigern zugänglich gemacht werden muß. Früher geschah das in Papierform per Post und Einschreiben. Heutzutage gibt die moderne elektronische Möglichkeit. Dafür gibt ein Passwort. Dieses weiterzugeben an Unbefugte hätte datenschutzrechliche Folgen.

    Das Passwort kann ohne weiteres für alle das gleiche sein. Der der Zugang zur Mitgliederliste dient in erster Linie dazu, allen Gläubigern Transparenz über die Schuldensituation zu verschaffen. So ist das vom Gesetzgeber gedacht. Außerdem kann jeder sehen wo er steht.

  19. Janam 24. Januar 2010 um 13:04 Uhr

    @UrsulaHans:

    Es sind nicht 2.800, sondern 16.000 Kunden. 😉

    Lehane hat die Hintergründe schön beschrieben.

    Vielleicht gibt es deshalb keine Diskussion, weil auf diese Problematik jedenfalls hier bereits im Juli 2009 verwiesen wurde? Siehe hier:
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/07/21/vorsicht-moegliche-datenfalle/

    Mit diesem Hinweis haben wir es sogar in die isländischen Medien geschafft:
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/08/09/helft-uns-in-den-islaendischen-news/

    Und in der Informationssammlung war und ist der Hinweis auch drin:
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/was-kann-ich-tun/abwicklungsverfahren-anmeldung-von-zinsforderungen/

    Das sollte für jeden helft-uns-Leser ausreichen und deshalb gibt es wohl auch keinen Aufschrei.

  20. Janam 24. Januar 2010 um 13:43 Uhr

    Hier noch einmal ein paar kurze, nachträgliche Stellungnahmen:

    Zum Verlauf eines Einspruchsverfahrens und der dabei entstehenden Kosten: Siehe meinen Kommentar zu
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/21/kostenrisiko-bei-einspruch/

    Zum Thema Rechtschutzversicherung: Siehe meinen Kommentar zu
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/22/meine-versicherung-arag-weigert-zinsansrueche-zu-unterstuetzen/

    Zum Thema „notwendige Schritte“: Siehe meinen Kommentar vom 23.01.10 um 13:45 Uhr zu
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/22/schreiben-v-kaupthing

    Zum Thema ‚Hurra-Stimmung‘: Siehe meinen Kommentar
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/22/einspruch-ab-sofort-und-auch-per-mail-moeglich/#comment-4974

    Zum Thema ‚Priority Claims‘: Siehe meinen Kommentar vom 24.01.10 um 13:38 Uhr zu
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/22/schreiben-v-kaupthing

    Rechts am Bildrand ist übrigens eine neue, spannende Umfrage freigeschaltet, an der alle angemeldeten Nutzer teilnehmen können.

  21. Afrikakopfam 24. Januar 2010 um 19:58 Uhr

    Hallo, nochmal an alle,

    ich greife nochmal meine Frage zum –Pro forma objection—(Objection to decision)
    vom 22.01.2010 / 16:45 auf.

    Wer kann helfen ?

    Außer zu den Fragen nach den persönlichen Daten kann ich mit den restlichen Fragen nichts anfangen.

    Über eine Reaktion würde ich mich freuen.

    Gruß
    Afrikakopf

  22. Lehaneam 25. Januar 2010 um 09:46 Uhr

    Hallo Afrikakopf
    Claimant: Dein Name
    Claim No.: Die Nummer vom WUC-Bescheid = Listen-Nummer
    Agent: leerlassen oder Name des Bevollmächtigten/Anwalt z.B
    Adress: Straße
    City/Country : Wohnort, Germany
    Email: Deine EMail-Adresse
    Telefon-Nr. ++49 (0) xxxxxxx

    Objections… Da weiß ich nicht genau … Ein Claim andere Claim(s)
    Käschen Own claim ankreuzen

    „If objections are raised against other creditors claims , please complete Following:
    „Wenn Einwände gegen andere Gläubiger-Ansprüche erhoben werden, vollenden Sie bitte den Folgenden
    Habe ich freigelassen, weil ich gegen fremde Ansprüche natürlich keinen Einspruch erhebe.

    dann ankreuzen, wogegen Du EinSpruch erhebst:
    Amount: Betrag
    Assigned priority of Claim: Zugeteilter Vorang des Anspruchs
    Rejection: Verwerfung??
    Other: Anderes

    Reason for Objektions: Begründug Deines Einspruchs
    Ich habe geschrieben:
    I apply for recognition of my interest claim as a remaining balance – Resulting from Unpaid Capitalized Interest, Priority (art 112) to 22.04.2009.
    My entire claim is a priority claim which I provide evidence for in attachment 1 und 2.
    Attachment 1: Reason for Full Recognition of Interest Claims as Priority Claims – Including Calculative Interest
    Attachment 2: Reason showing that Interest to Be Booked to the Accounts as well as Calculative Accrued Interest – at Least Until 22 April 2009 – Are Priority Claims

    A written Statment to further explain the above objections will be filied
    Den letzten Satz verstehe ich so:
    Eine weitere Begründung, um den Einwand zu erklären, wird abgelgt.
    Yes or No
    ————————————————————————————-

    Lieber Afrikakopf, wie Du siehst, habe ich nur Einwände gegen die Einstufung – und habe deshalb ganz unten YES angekreuzt und 2 Begründungen von Jan angehängt.

    Für die Richtigkeit kann ich keine Gewähr übernehmen.
    Nicht mal für mich selber. Da ich ja auch unsicher bin, wollte ich mein Formular hier nicht einstellen. Sonst hätte ich es getan.

    Vielleicht ist ja wieder mal jemand anderes so lieb.
    Vor allen Dingen wenn er was Besseres hat.

  23. Janam 25. Januar 2010 um 19:57 Uhr

    Hallo Lehane,

    ich denke, man wird dein Begehren in Island verstehen.

    zu deinen Fragen:

    Objections… Da weiß ich nicht genau … Ein Claim andere Claim(s)

    Ja, das heißt ‚Eigener Anspruch‘, ‚Anderer Anspruch‘.

    Rejection: Verwerfung??

    Ja – oder ganz einfach ‚Ablehnung‘.

    A written Statment to further explain the above objections will be filied
    Den letzten Satz verstehe ich so:
    Eine weitere Begründung, um den Einwand zu erklären, wird abgelgt.

    Ja. Statt ‚abgelegt‘ würde ich geliefert/eingereicht übersetzen.

    Viel Erfolg!

  24. Lehaneam 26. Januar 2010 um 00:19 Uhr

    @ Jan
    Danke Jan. Logisch jetzt, die Kästchen „ein Claim“ und „andere Claims“
    beziehen sich auf den Satz und die Felder darunter.

    Ich kanns halt nicht besser. Nur mit Hilfe von Übersetzungsmaschinen.
    Meinen Begründungsatz hatte ich ja schon direkt die Claimformulare geschrieben, mit Hilfe von Stefans lieber Unterstütung. Den konnte ich also wiederverwenden.

    Wird lustig werden, wenn Post vom WUC kommt.

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