Einspruch ab sofort und auch per Mail möglich

22. Januar 2010

Hallo, sehe gerade, dass es nun über den Link der Kaupthing Seite zur Gläubiger Liste geht und dort nicht nur ein Einspruchsformular vorhanden ist, sondern auch auf die Möglichkeit hingewiesen wird, dass der Einspruch per E-mail erhoben werden kann.

6 Reaktionen zu “Einspruch ab sofort und auch per Mail möglich”

  1. Ätscham 22. Januar 2010 um 23:32 Uhr

    Hallo gierhals,

    wie sieht es denn hier mit dem Kostenrisiko aus?

    Wer sich mit der Becheidung und der Einstufung in §113 zufrieden gibt, darf ja auf eine gewisse Quote hoffen….
    Diese kann ab 0% betragen….

    (Persönlich glaube ich aber auch nicht, dass ein Einspruch zur vollkommenen „Enteignung“ führt.
    Entweder es wird dem Einspruch stattgegeben (dann ist schön 😉 – oder eben nicht: dann bleibt der Status bestehen)
    Wer nicht handelt und sich diese Quasi-null%-Einstufung widerspruchslos unterwirft….
    …der hat wohl FERTIG!

    Die gi€rigen ‚Institutionellen‘ werden sich freuen… aber steht denen der Mehrgewinn denn tatsächlich zu?

    Wer handeln möchte hat keine 7 Tage mehr Zeit…. dann ist Schicht!

  2. Janam 23. Januar 2010 um 13:11 Uhr

    @Koeppi/Ätsch:

    – Legt man Einspruch ein und kann man sich nicht mit Insolvenzverwalter (= Winding-up Committee) und (Groß-)Gläubigern einigen, landet der Streit beim Bezirksgericht in Reykjavik. Das sollte man wissen und vorher einkalkulieren.

    – Von einer „Quasi-Null-Einstufung“ ist nirgendwo die Rede, aber den großen Reibach wird man mit seinen Zinsen voraussichtlich auch nicht mehr machen, richtig. Von einer Bevorzugung der ‚Institutionellen‘ kann auch keine Rede sein, denn denen sind erstens schon EUR 330 Mio. Sparguthaben durch die Lappen gegangen, zweitens bekommen die allermeisten ebenfalls den § 113-Status zugewiesen und drittens jucken die ‚Institutionellen‘ die paar Kleinsparer-Euro wenig (selbst wenn ALLE Sparer MASSIG Zinsforderungen gestellt hätten, wären ca. EUR 0,02 Mrd. zusammen gekommen, was ein Fliegendreck ist im Verhältnis zu den insgesamt EUR 39,6 Mrd. Forderungen).

    – Ob ein Einspruch was bringt, ist mehr als unsicher. Da sollte jeder in sich gehen, ob man mit der Haltung „Wir hoffen auf ein großes Wunder“ zwanghaft auch alle anderen mit ins Boot rufen muss.

  3. Nathalieam 23. Januar 2010 um 19:24 Uhr

    @Ätsch

    Verstehe ich nicht ganz, dass immer wieder die „Institutionellen“ herangezogen werden. Spielen wir David gegen Goliath? Ich dachte immer, wenn man Zinsen beantragt, dann für sich und weil man denkt, dass diese einem zustehen. „Gönnt“ man denen keine Entschädigung? Wir haben unsere doch auch schließlich zu 100% bekommen…

  4. Ätscham 23. Januar 2010 um 22:19 Uhr

    ja natürlich stehen uns die Zinsen als Einlage per 30.12.08 auch zu!
    (auch wenn es bei mir weniger als 80€ sind) ich/wir hatten gewöhnliche Spareinlagen deutlich unter der 20.887€ gesicherten Einlagengrenze.
    DZ Bank & Co. (hier sind wir persönlich nicht betroffen) haben anderen Betroffenen gezeigt, wer der Stärkere ist…
    davon kenne ich einige persönlich und finde den ganzen Ablauf nicht gerecht.

    Doch, ich gönne denen eine „Entschädigung“ – aber nicht auf unsere Kosten!
    Viele haben der DZ-Bank bereits ein zinsloses Darlehen zwangsweise gewährt, dazu kommt noch der ein oder andere Steuergroschen der in den Bankensektor geflossen ist.

    …naja, das DHL-Schreiben soll ja schon rd. 44€ / Paket gekostet haben….

    wenn dafür:
    (44€/Brief * 50.000Kunden * ca. 50% Antragsteller * 10%Doubletten * 95% Mengenrabatt) ~1,15 Mio€ verplempert werden können…

    why not?!
    meine 80€ möchte ich also nicht gerne der DZ-Bank spenden….

  5. Lehaneam 24. Januar 2010 um 03:00 Uhr

    Also ich sehe die Chancen auf Besserstufung als sehr SEHR GERING.

    Einspruch erhebe dennoch, aber in erster Linie für mich und in zweiter aus Solidarität. Ich muß darauf achten, rechtzeitig den Absprung zu machen, vor irgendwelchen kostenverursachenden…..

    Es ist gut, das Jan immer wieder darauf aufmerksam macht, welche Konsequenzen entstehen können.

    Auch wenn Koeppi das anders sieht: Im Forum sind sehr viele, die absolut nicht wissen, was sie da eigentlich tun. Ihr habt vielen geholfen überhaupt einen Anspruch zustande zu bringen. Das ehrt Euch enorm. Dennoch gibt es machmal Situationen wo man ganz offen sein sollte. Nämlich, das die Geschichte scheitern kann, das ihr festentschlossen seid, sehr weit zu gehen:
    Ihr habt Euch ganz schön was aufgeladen. Man kann nicht allen helfen. Spätestens wenn es vor Gericht geht müß Ihr die Lämmleins aus dem Boot werfen.

    Ich sehe das wie Nathalie: Was haben die Institute mit meiner Forderung zu. Wie gierig sind wir denn, wenn wir den Instituten Ihre Einlagen nicht gönnen. Wir haben alle das gleiche getan, wir wollten Geld vermehren. Wo liegt da der Unterschied? Nur darin: Das wir unser Geld wiederhaben.

    Koeppi, du bist hoffentlich nicht sauer, das ich noch nicht geantwortet habe auf die letzte PN. Ich gehe mal davon aus das Dir auch im Moment nicht der Sinn steht aus Zeitgründen.

    Habe heute wohl Schreibwut – muß um 4:00 hellwach sein.
    Sehe gerade, habe bis zur Umfrage runtergeschrieben. Vielleicht sitzt sie zu tief auf der Seite.
    Die Leute sollen endlich mal abstimmen.

  6. Janam 24. Januar 2010 um 13:43 Uhr

    Hallo Lehane,

    deine Schreibwut zwischen 03:00 und 04:00 Uhr hat sich meines Erachtens gelohnt: Sind dir sehr schöne Kommentare gelungen. 🙂

    Gruß.
    Jan

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