Monatsarchiv für Januar 2010

Duckhome: Wenn man keine Ahnung hat…

16. Januar 2010

…einfach mal still sein. Ein schlecht recherchierter Artikel. Kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Link und weiteres Vorgehen

16. Januar 2010

Der Link, zu dem es gestern einen Artikel gab, ist wieder aufgetaucht. Da hat man sehr schnell reagiert. Dann braucht es auch keinen langen Artikel mehr…

Zum Thema Zinsen wird es dann einen Artikel geben, wenn die Bekanntmachung des Winding-Up Committee veröffentlicht ist, weil dann die Rechtslage klarer ist. Eine vorzeitige Werbung für einen bestimmten Weg wird es hier daher nicht mehr geben, weil dies die eigene, unabhängige Entscheidungsfindung zu sehr beeinflusst. Wer einen anderen Weg mit anderen gehen möchte, mag den gehen – damit haben wir dann aber nichts zu tun.

Abschließend zur foren-city-Werbung für Anwälte

15. Januar 2010

Die Vorstellung einiger Anwälte bei kaupthingedge.foren-city ist verschwunden (“Der gewählte Beitrag existiert nicht”) und (Update 16.01.2010) wenig später wieder aufgetaucht (nun aber nicht mehr öffentlich einsehbar). Depubliziert und republiziert sozusagen.

Zur Vorgeschichte: Am 25.06.09 wurde bei foren-city Folgendes verkündet (Hervorhebungen vom Original-Autor):

Die Rückzahlung der Einlagen ist ein Etappensieg, aber noch nicht das Ziel. Ziel ist die vollständige Auszahlung aller Zinsen bis zum Auszahlungstag.
In Island wurde über zwischenzeitlich sehr gute Kontakte eine Kanzlei gefunden, der ich mein vollstes Vertrauen entgegenbringe. Ich habe diese Kanzlei mit der Durchsetzung meiner Zinsansprüche auf isländischer Seite beauftragt.

Parallel werden wir mit einer überregional tätigen Anwaltskanzlei und der SdK unser Recht auf deutscher Seite einfordern. Erste Gespräche hierzu fanden bereits statt. Details können wir vermutlich schon nächste Woche nennen, noch werden die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen abgesteckt.

Wir werden die weiteren Schritte umgehend kommunizieren!
Wer uns unterstützen möchte möchte der Gruppe ‘Ich unterstütze das Selbsthilfeforum’ beitreten.
Link: http://kaupthingedge.foren-city.de/groupcp.php?g=6873

Unter dem angegebenen Link fand man einen entsprechenden foren-city-Spendenaufruf genauso wie auch hier am 25.06.2009:

Wir möchten nach dieser dritten – und hoffentlich letzten – Spenden-Runde einen möglichst hohen Betrag zur Deckung der Kosten die rechtlichen Klärungen der Zinsfrage(n) in Deutschland und in Island zusammenbekommen.

Daher: Bitte spendet zahlreich und berücksichtigt, dass es um EURE Zinsen geht, die wir durchsetzen wollen!!!

Am 15.07.09 hieß es dann Folgendermaßen weiter bei foren-city:

  • Anwälte in Deutschland:
    Die Anwälte prüfen wie eine Musterklage darstellbar ist, so daß Ansprüche mit dem Urteil nicht bereits verjährt sind.
    Die Anwälte prüfen wie ein erstrittenes Urteil auf ALLE Geschädigte anwendbar sein kann.
    Der Sachverhalt ist komplex. Eine rasche und einfache Durchsetzung unserer Ansprüche scheint nicht wahrscheinlich.
    Gerne hätten wir bereits heute nähere Details zu der rechtlichen Situation und auch zu Details der anwaltlichen Aktivitäten genannt, wir haben jedoch NOCH keine markanten Eckpunkte zu kommunizieren.
  • Anwälte in Island:
    Bei der letzen Island-Reise haben wir einen Anwalt unseres Vertrauens gefunden und intensiv mit ihm gesprochen Dieser Anwalt ist Spezialist für Insolvenzrecht. Er bietet zu einem Pauschalpreis an den gesamten Prozess in die Hand zu nehmen. Das kann u.U. mehrere Jahre dauern. Dieser Pauschalsatz ist unabhängig von der Einlagenhöhe und damit unabhängig von der Höhe der zu erwartenden Zinsen. Der macht nichts weiter als das was jeder auch selber kann: Er meldet die Forderungen ganz normal beim Insolvenzverwalter an. Er wird die Zinsen berechnen, wozu er Unterlagen braucht. Er begleitet das Verfahren bis zu dessen Ende.

    Wir sind überzeugt in dem Anwalt vor Ort einen hilfreichen und wertvollen Fachanwalt gefunden zu haben, der seine Dienste auch über die reine Abwicklung der Zinsforderungen hinaus anbietet. Das Angebot wird demnächst im Forum detailliert eingestellt, es ist für alle die von Interesse, die diesen Anwalt Ihrer Rechtsschutzversicherung als Korrespondenzanwalt nennen wollen, die z.B. einen Zinsanspruch in mindestens 4-stelliger Höhe besitzen, und die sich die nächsten Jahre? nicht selbst um alles kümmern möchten.
    Ich finde einen Anwalt unseres Vertrauens in Island zu haben ist immer von Vorteil. Meinen Auftrag hat er bereits.

    Wir betreiben hier explizit keine Werbung für einen Anwalt, wollen jedoch nicht versäumen, auf diese Möglichkeit hinzuweisen.

Am 28.08.09 verkündete foren-city schließlich:

2)
Vorstellung Anwälte:
Wir haben ein Team von Anwälten unseres Vertrauens. In Deutschland ist dies Alexander Elsmann, in Island Thordur Sveinsson.

DEUTSCHLAND: RA Elsmann ist unser erster (und wichtigster) Ansprechpartner um von hier aus unsere Ansprüche durchzusetzen. Er wird uns auch bei der Durchsetzung weiterer Ansprüche zukünftig begleiten.

ISLAND: Thordur bietet an, für 120 Euro Fixpreis die Zinsansprüche in Island korrekt anzumelden. Wer einen hinreichend hohen Zinsanspruch hat möchte diese Möglichkeit überdenken. Im weiteren steht uns Thordur künftig ebenfalls bei der Durchsetzung weiterer Ansprüche zur Verfügung.

Weitere Informationen:
http://kaupthingedge.foren-city.de/topic,6048,-anwalt-in-island-und-deutschland.html

Wir übernahmen letzteren foren-city-Link in unsere Info-Sammlung, ohne allerdings eine Empfehlung auszusprechen oder eine Haftung dafür zu übernehmen:

- (Update 27.08.09) externes Angebot des isländischen Vertrauensanwalts von foren-city (Update 30.09.09: siehe zu diesem Angebot auch die Recherchen und persönliche Einschätzung von StefanM)

Inzwischen ist der foren-city-Link erst verschwunden (“Der gewählte Beitrag existiert nicht”) und (Update 16.01.10) wenig später wieder aufgetaucht  (nun aber nicht mehr öffentlich einsehbar). Die Info- Sammlung ist entsprechend angepasst. Was mit dem Link passiert ist, aus welchen Gründen er verschwunden ist und (Update 16.01.10) wieder aufgetaucht ist, ob die entsprechend Verantwortlichen bei foren-city weiterhin mit den betreffenden Anwälten kooperieren, etc. … all das wissen wir nicht. Diese Aktion lag und liegt allein im Verantwortungsbereich der “Macher” von kaupthingedge.foren-city! Eine weitere Berichterstattung über kaupthingedge.foren-city und die Maßnahmen des dortigen “Aktionskomitees” wird es – wenn überhaupt – bei uns nur noch mit äußerster Zurückhaltung geben.

Creditors Meeting am 29.01.2010

14. Januar 2010

Wer dort teilnehmen möchte, kann sich jetzt anmelden:
http://www.kaupthing.com/?pageid=4155

Danke Koeppi für den Hinweis.

Noch was für die Geschichtsbücher: Wie die isländischen Banken zusammenbrachen

10. Januar 2010

Fakt 1: In Island wurden Fehler gemacht bei Aufsicht, Geschäftspolitik und Einlagensicherung der Banken. Allerdings war das in den USA und in Deutschland erst Recht der Fall, die im Gegensatz zu den isländischen Banken im großen Stil in Ramschanleihen investierten. Gerade die deutschen Banken haben die isländische Geschäftspolitik unterstützt. Und wir ja letztlich auch, indem wir der Bonität dieser Einlagensicherung vertrauten. Gut möglich, dass Island verpflichtet ist, die Zahlungsfähigkeit der Einlagensicherung mit Krediten sicherzustellen, wenn die Richtlinie 94/19/EG so auszulegen ist, dass Einlagen bis 20.000 € zu 90% zur Not vom Staat im Wert bezahlt werden müssen. Gut möglich aber auch, dass die isländische Ansicht voll mit EU-Recht vereinbar ist. Siehe dazu den Ausschnitt der britischen (!) Times Online (sinngemäß übersetzt): “Nach EU-Recht ist es sehr strittig, ob Island verpflichtet ist, britische und niederländische Sparer auszuzahlen. Das Land trat ‘Pass-Regeln’ bei, die Banken das Operieren über die Landesgrenzen hinaus ermöglicht, falls sie an einem Einlagensicherungssystem in ihrem Heimatstaat teilnehmen. Aber entscheidend ist, dass  diese Sicherungen unter den Staaten unterschiedlich sind, in ihrer Höhe und darin, wer sie betreibt. In Großbritannien kommt die Sicherung von der Regierung und wurde auf 50.000 Pfund angehoben, kurz bevor Landsbanki zusammenbrach. Island bot die Sicherung durch den ‘Depositors’ and Investors’ Guarantee Fund’ an, der durch private Banken errichtet wurde und nur über Vermögen in Höhe von 1% der Spareinlagen verfügt. Das entsprach EU-Recht [so meint jedenfalls Times Online], das einen gleichzeitigen Zusammenbruch des gesamten Bankensystem des Landes.” Die Frage müssen eigentlich die europäischen Gerichte klären.

Fakt 2: Der Zusammenbruch der isländischen Banken wäre vermeidbar gewesen, die Island-Krise hätte weniger Kreise gezogen, wenn eine von zwei Voraussetzungen erfüllt worden wäre. Warum brachen in Island die Banken zusammen und sonst in keinem anderen Land in Europa? Kurz gesagt: Island hat das Gegenteil von internationaler Solidarität zu spüren bekommen. Und die “Lizenz zum Gelddrucken” war im Gegensatz zu den Dollar-Amerikanern und Euro-Europäern wirkungslos. Wer mehr wissen möchte, dem empfehle ich den sehr interessanten Artikel “Island und die Dämonie des Geldes” in zeit-fragen.ch

Fakt 3: Angesichts alldessen haben wir riesiges Glück gehabt, dass Kaupthing (im Gegensatz zu Landsbanki) trotz allem seriös gewirtschaftet hat und daher für alle Kapitalspareinlagen aufkommen konnte. Und dass die Isländer geschickterweise im Oktober 2008 die Spareinlagen als “Priority Claims” in ihr Insolvenzrecht schrieben.

Rechtschutzversicherung

8. Januar 2010

Hallo!
Ich weiß nicht in wieweit hier schon darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der, der eine Rechtschutzversicherung hat von dieser bis zu 80% des Zinsguthaben erstattet bekommt, wenn dieser auf auf weitere Rechtsmittel verzichtet. Ich für meinen Teil habe dies getan und meine Versicherung hat anstandslos den Anwalt zum Ausfüllen der Ansprüche bezahlt und anschließend zwei Drittel der Zinsansprüche überwiesen. So weit mir bekannt ist sind fast alle Versicherungen dazu bereit.

Bearbeitung erfolgt….

8. Januar 2010

Hier noch mal eine INFO über eine email-Meldung von KE-Bank (Eingang 04.01.10):

Staðfesting á móttöku kröfu nr. 20100104-17xx
Confirmation of receipt of claim nr. 20100104-17xx
Regards,
Winding-Up Committee of Kaupthing Bank
Borgartúni 19
105 Reykjavík

Ich bin ganz überrascht, das es schon ziemlich bald (5 Tage nach Auslieferung des Antrags) diese Bestätigung gibt. Es hat den Anschein, als sind die Leute doch dabei, unsere Anträge zu bearbeiten !  Vielleicht wird’s doch noch was mit den Zinsen ….?!?  Aber die Pflicht ist ja schon gelaufen; jetzt braucht die Kür nur noch ein wenig Beharrlichkeit …!
Schöne Grüße

Deutsche Sparer sind häufigste Antragsteller

7. Januar 2010

Hier habe ich bereits die Vermutung ausgesprochen, jetzt bestätigen es sogar die isländischen Medien:

Olafur Gardarsson, seines Zeichen altbekanntes Mitglied des Resolution Committees/Zwangsverwaltungskomitees (siehe die Reise zur Gläubigerversammlung), erklärte Folgendes gegenüber Frettabladid: “Wir erwarteten 30.000 Ansprüche gegen die Bank. Die meisten Ansprüche kommen aus Deutschland – Sparer, die Zinsforderungen wegen bereits ausgezahlter Spareinlagen geltend machen.”

Insgesamt haben die Bank zwischen 27.000 und 29.000 Ansprüche erreicht, bei den anderen beiden Banken Landsbanki und Glitnir waren es ca. 21.000 Ansprüche.

Siehe Iceland Review (in Englisch).

Damit haben wir es mit unseren massenhaften Einsenden sogar in die isländischen Medien geschafft! Wir haben ein neues Gesicht der Krise: Es ist aus Papier – ein Antragsformular mit zahlreichen Anlagen und der Forderung nach Priority. :-)

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