Keine Zinszahlung

10. März 2010

Wenn die Justiz entscheidet ob die Isländischen Banken den vereinbarten Zins zu zahlen haben oder ob die Anleger vertragswidrig als zinslose Kreditgeber eingestuft werden; das dürfte ein globaler Dammbruch in Bezug auf Zinszahlungsverweigerung bedeuten.

2 Reaktionen zu “Keine Zinszahlung”

  1. Janam 15. März 2010 um 17:17 Uhr

    Glaub ich nicht.

    Wir haben einen Vertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen. Dieses Unternehmen hat uns Zinsen versprochen. Das wurde nicht eingehalten, weil das Unternehmen pleite ist. Das Unternehmen hat isländische Rechtsform. Also ist isländisches Insolvenzrecht zwingend einschlägig. Das kann ich auch vertraglich nicht ausschließen, denn das würde dem Sinn des Insolvenzrechts (gleiche Chance für alle Gläubiger im gleichen Verfahren) entgegen laufen. Nun wird darum gestritten, welchen Rang die Forderung hat. Wir waren/sind der Ansicht, es handelt sich um vorrangige Forderungen. Der isländische Insolenzverwalter, der alle Forderungen nach der Rechtslage bewerten soll, ist anderer Ansicht. Wenn ich meine, ich habe Recht, muss ich eine Einigung mit dem Insolvenzverwalter und/oder den anderen Gläubigern versuchen, ansonsten muss ich klagen. Dieser Weg steht jedem offen. Ob das Erfolg haben wird, ist ungewiss.

    Alles ganz normal. In Deutschland würde es entsprechend ablaufen. Letztes Jahr gab es hier über 110.000 Insolvenzen. Da läuft das genauso ab.

    Wo ist also der Dammbruch?

  2. Lehaneam 15. März 2010 um 23:06 Uhr

    Es ist genau wie so wie Jan sagt. Es wäre ein Dammbruch, wenn wir unsere Zinsen pririotär bekommen würden.

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