Einlagensicherung in der EU

15. Juli 2010

Einen recht interessanten Artikel zum Thema Einlagensicherung findet sich auf der Seite der Südwest-Presse.

Nachtrag Jan: Die medial vielfach vorgetragene Klage des Kaupthing-Monarchen, es passiere ohne sein Wirken nichts in der Politik, stimmt also nicht. Die EU-Politik hat reagiert, obwohl er schon längst wieder aus der medialen Öffentlichkeit verschwunden ist. Zu fragen ist, ob das, was jetzt beschlossen wurde (siehe WELT), insgesamt gut oder schlecht ist. Auf den ersten Blick erscheint es gut, wenn Kunden der Niederlassungen von Auslandsbanken ihre Ansprüche beim heimischen Einlagensicherungsfonds anmelden können. Das Risiko bleibt aber, dass dann am Ende auch der heimische Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleibt. Denn GB und NL haben ihre Auslagen noch heute nicht zurück, während in Deutschland das Ganze über die isländische Insolvenzmasse lief. Besser wäre es also, insgesamt von in Deutschland (bessser noch in der EU) tätigen Banken mehr (und bessere) Sicherheiten für ihre Kreditgeschäfte (nichts anderes sind auch Tages- und Festgeld) zu verlangen. Man könnte auch wie in Island Spareinlagen zu vorrangigen Insolvenzforderungen erklären. Schlecht ist auch, dass das Sicherungssystem, das am besten funktioniert (das der Volksbanken und Sparkassen), nicht übernommen wird, sondern zusätzlich belastet wird. Zu allem siehe auch den guten Beitrag im heute journal vom 12.07.10 (ab min. 17:43).

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