Vergleichsvorschlag mit 100%-Auszahlung für alle nachrangig beschiedenen Kleingläubiger rechtskräftig

23. Dezember 2015

[An dieser Stelle stand jede Menge Selbstbeweihräucherung ohne wirklichen Informationsgehalt. Wer den vollständigen Text lesen möchte, wende sich bitte an k.o.thing im Forum. Wir gratulieren unseren Nachbarn zu ihrer Hartnäckigkeit in Sachen Zinsen, die zum Erfolg aller Zinsgläubiger beigetragen hat. Jetzt fehlt nur noch die Spende ans Mütterhilfswerk. ;-)]

selbstbeweihräucherung

Wir freuen uns, dass es gelungen ist, unser Ziel zu erreichen und danken allen (auch denjenigen, die unsere Schritte stets kritisch begleitet haben) für ihre Anregungen, Aktivität und ihr Durchhaltevermögen.

k.o.pthing

16.12.2015

Dieser Dank gilt wohl auch uns. Bitte. Frohes Fest.

3 Reaktionen zu “Vergleichsvorschlag mit 100%-Auszahlung für alle nachrangig beschiedenen Kleingläubiger rechtskräftig”

  1. k.o.pthingam 24. Dezember 2015 um 14:34 Uhr

    Sorry. Das ist Zensur, und zwar der perfiden Art.

  2. Janam 27. Dezember 2015 um 21:25 Uhr

    Ergänzend zu Dirk finde ich folgende Passagen aus k.o.pthings Ursprungstext noch lesenswert für die Besucher unserer Seite:

    [ZITAT]

    Mit Datum vom 15.12.2015 ist der von der Gläubigerversammlung der Kaupthing am 24.11.2015 verabschiedete Vergleichsvorschlag (Composition) vom District-Court in Reykjavik betätigt worden und nunmehr rechtskräftig.

    Somit geht ein langer Weg erfolgreich zu Ende, mit einem Resultat welches uns Betroffenen in den ersten Wochen nach der Zahlungsunfähigkeit der Kaupthing Edge noch undenkbar schien.

    […]

    Schon Anfang September 2011 wurde von uns im Zuge eines informellen Gespräches mit dem WuC über die Behandlung derjenigen Forderungen (Claims), bei denen durch z.T. kleinste Fehler im Verfahren die Einstufung als nachrangige Forderung rechtskräftig geworden war, gefordert, dass auch diese ihre Zinsen zu 100% zurückerhalten sollen.

    Nachdem die anwesenden WuC-Vertreter zunächst ungläubig reagierten, fing nicht zuletzt auch durch […] die Demonstration der Massenmobilisierungsmöglichkeit auf unserer Seite wohl ein Denkprozess auch beim WuC an.

    Hierbei spielten uns mehrere Besonderheiten des isländischen Insolvenzrechtes in die Karten:

    Jeder Vergleichsvorschlag muss eine Doppelabstimmung bestehen, zunächst die nach der Quote der Ansprüche (hier hätten alle Kaupthing-Kleingläubiger etwa 0.02 Promille Stimmrecht gehabt) ABER eben auch eine Abstimmung, wo die Mehrheit nach Köpfen dem Vergleichsvorschlag zustimmen muss (und hiermit hätten wir nach Lage der Dinge sämtliche Entscheidungen blockieren können, und haben das auch entsprechend in Aussicht gestellt)

    Der andere Punkt war, dass es mit der sogenannten De-Minimiszahlung im isländischen Gesetz die Möglichkeit gibt, auch für die nachrangigen Forderungen einen Sockelbetrag festzulegen, den jeder Gläubiger vorab erhalten darf, bevor der Rest dann nach Quote aufgeteilt wurde.

    Letztlich charmant für das WuC, diesen Betrag nun wirklich so hoch anzusetzen, dass bis auf einen Gläubiger der Zinsforderungen hatte nun alle die vollständigen Ansprüche bekommen, ist es sicher gewesen, sich daraufhin nicht mehr mit uns auseinandersetzen zu müssen, da solche Gläubiger, die ihre Ansprüche vollständig ausgezahlt bekommen, nicht mehr stimmberechtigt sind.

    [ZITAT ENDE]

    Ansonsten teile ich Dirks Ansicht. Die übrigen Textpassagen aus k.o.pthings Ursprungstext halte auch ich für die persönliche Geschichtsschreibung unserer Nachbarn, die wir nicht teilen, da wir sie in vielen Teilen für geschönt halten. Dies war dir, lieber k.o.pthing, auch bekannt. Daher hättest du auch selbst drauf kommen können, dass dafür nicht unsere Seite, sondern euer Forum der richtige Ort ist.

    Dirk hat sogar darauf verwiesen, dass jeder, der euch eure glatt gebügelte ,,Erfolgsstory“ glauben möchte, euer Forum besuchen möge. Gratuliert hat er euch in unserem Namen auch – zu Recht dafür, dass ihr bei den Widersprüchen geholfen habt und danach die Vertretung vieler deutscher Zinsgläubiger organisiert und für sie Präsenz gezeigt habt.

    Alles andere waren aus unserer Sicht (aufwändige und zum Teil teure) Irrwege.

    Für das Rumgemoser k.o.pthings haben wir daher kein Verständnis – zumal über uns (bis auf das oben im Artikel genannte Zitat) bei unseren Nachbarn im Forum sowieso nie ein gutes Wort verloren wurde. Also erstmal selbst in den Spiegel schauen, k.o.pthing…

  3. Dirkam 21. Januar 2016 um 01:22 Uhr

    Zensur? Perfide? Der geneigte Leser kann doch, wenn gewünscht, gerne nachlesen was dort stand. Man darf es vielleicht als ein wenig gemein bezeichnen, aber damit kann ich leben. Das schöne ist ja: es ist vorbei. Und damit werden sich vermutlich auch die Wege trennen. Solltest Du mal im Großraum Stuttgart sein, dann komm doch auf ein Glas Wein vorbei, dann können wir das gerne persönlich ausräumen. Ich bin kein nachgtragender Mensch, und man darf Satire auch nicht immer auf die Goldwage legen.

    Auch wir haben in der Vergangeheit viel über uns ergehen lassen müssen, was oft mehr als perfide war. Gerne kann ich Deinem drang nach Informatiosfreiheit nachgeben und ein Potpurri der schönsten E-Mails etc. auf der Seite veröffentlichen – vielleicht auch die, von denen keiner Ahnt, dass mir diese vorliegen. Aber im Ernst – das interessiert doch kein Schwein mehr. Mein Kaupthing-Archiv umfasst mehr als 70.000 E-Mails – einige sehr brisant. Vieles davon hätte genügt um rechtlich dagegen vorzugehen, was mir auch von engen Freunden und einem Anwalt geraten wurde. Um die Sache als ganzes nicht zu torpedieren habe ich mich dagegen entschieden, selbst als gewisse Verleumdungen an die Presse gegeben wurden und ich mich in einem Interview in einem großen überregionalen Blatt dazu kritisch befragen lassen musste, habe ich es sehr zum Missfallen mir wichtiger Menschen wehement abgelehnt diesen Weg zu beschreiten. Ich kenne sowohl Urpsrung als auch Details dieser – nennen wir es gezielten – Hetze. Du k.o.pthing hast dich dabei zugegebenermaßen bis auf Sticheleien einigermaßen korrekt verhalten. Andere „Mitstreiter“ nicht. Thema ist für mich durch, aber die ein oder andere Spitze in Richtung Forum, konnte ich mir nicht verkneifen. Mit dem nötigen Abstand kann ich sagen, es war die richtige Entscheidung.

    Trotzdem allem kann ich ohne Neid und Ironie sagen, dass Ihr in Summe einen guten Beitrag geleistet habt – allen voran auch Du und Karlheinz, aber eben nicht alleine und viele Themen welche im Hintergrund abgelaufen sind, wurden von uns nicht an die große Glocke gehängt.

    In Summe hat mich diese Erfahrung menschlich bereichert, aber auch gelehrt.

    Es ist gut, dass es nun zu Ende ist, daher sollte man auch einen Strich unter die Sache ziehen.

    Ich muss Jan noch korrigieren – mittlerweile wurden wir in der Abschlußkundgebung von Karlheinz (zum ersten Mal ohne Seitenhieb) mit einem Dank versehen. Damit ist denke ich alles gesagt. Bitte.

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