Berichtet über euer Schicksal

19. Oktober 2008

Gebt dieser Misere ein Gesicht. Lasst die Mitstreiter, die Betroffenen und die Politik teil haben an dem was passiert. Vielleicht wird die Presse sich dann noch mehr für uns und unsere Situation interessieren!

Uns erreichen viele Mails mit Schicksalen, die die Sperrung der Kaupthing Konten mit sich bringt.

Wir möchten diese Leute nicht denunzieren.

Musstet ihr vielleicht einen Kredit aufnehmen, weil ihr keinen Zugriff mehr auf euer Geld habt, könnt ihr bestimmte Raten nicht mehr zahlen, ist eure gesamtes Erspartes weg …?

Wir bitte Euch, schreibt uns! Ihr könnt das als registriertes Mitglied direkt einstellen, es wird allerdings von uns freigegeben, oder schreibt uns per E-Mail ke@helft-uns.de wir stellen es dann online.

Bitte keine Falschangaben machen, das ist der Sache nicht dienlich ! Alle Beiträge werden von uns gelesen und freigegeben. Sobald Zweifel an der Richtigkeit der Angaben bestehen, werden wir diese nicht freigeben!

  • 66 Kommentare

66 Reaktionen zu “Berichtet über euer Schicksal”

  1. Eugenalam 16. Oktober 2008 um 18:36 Uhr

    Bevor meine Ehefrau u.ich getrennte Tagesgeldkonten im August d.J.bei dieser Bank eröffneten,stellte ich einige Fragen an die BaFin;z.B.ob es eine Niederlassung o.eine Tochtergesellschaft wäre,da mir der Unterschied nicht klar war.
    Eine -für mich jedenfalls-klare Antwort erhielt ich nicht.Es war so eine standardisierte Antwort, aus der aber hervorging,daß die Bank der Aufsicht der BaFin unterlag.Leider habe ich diese E-Mail-Antwort nicht aufbewahrt.Ein winzigkleiner Wink seites BaFin hätte sicher genügt um die Finger davon zu lassen.Und das war im August 2008 bei dem zu diesem Zeitpunkt die BaFin sicher bereits mehr entsprechende Infos hatte als der Normal-Rentenbürger als ich/wir.
    Von der Spaka i.J.2000 DEKA-Fonds als Superanlage angedreht bekommen, die heute gerade mal die Hälfte wert sind,wollte ich jetzt auf Nummer sicher gehen,kontaktierte die BaFin,die nichts Negatives verlauten ließ. Zudem war das Institut ja in BRD u.nicht in einem anderen Land. Also legte ich meine Ersparnisse etwas über die Höhe des Sicherungsfonds an. Und nun das! Schon lange sparten wir für ein schönes neues Schlafzimmer mit Komforthöhe massiv,damit ich als 65-jähriger Bandscheibengeschädigter beim aufstehen früh weniger Probleme habe.
    Und nun das; jetzt muß wohl das 42 Jahre alte Schlafzimmer noch eine Weile herhalten-bis zum ableben? Ich bin sehr traurig über alles!!!
    A+A.Lind

  2. screaperam 19. Oktober 2008 um 18:42 Uhr

    Komplette Ersparnisse dahin! Alles!

    Muss in 2 Wochen umziehen und nun einen Kredit aufnehmen, da ich dringend Möbel und noch Einrichtung. Außerdem Renovierungskosten, Kaution, und und und….

  3. oertheedgeam 19. Oktober 2008 um 19:00 Uhr

    Hatte den größten Teil meines Ersparten bei KE, der Rest ist längerfristig angelegt. Falls das nicht zurückkommt, kann ich mir den Traum von einer Eigentumswohnung erst einmal abschminken. Nur gut, dass ich noch nichts Konkretes geplant hatte, da bin ich noch besser dran als so mancher der Mitbetroffenen. Bis zum nächsten Gehalt bin ich völlig blank; musste mir schon Geld von meinen Eltern leihen. Das Fehlen meines Finanzpolsters lässt ein ganz mieses Gefühl zurück und nagt ständig an mir. Vor dem Einschlafen rasen jeden Abend die ewig gleichen, zu nichts führenden Fragen: Warum nichts gemerkt, warum so viel dort angelegt?

  4. EGoream 19. Oktober 2008 um 19:21 Uhr

    Ich bin eigentlich gerade dabei mit meiner Freundin ein Haus zu kaufen. In die Finanzierung waren die Einlagen bei der KE als Eigenkapital von mir eingerechnet.
    Wollte das Geld hierfür spätestens im Dezember abziehen.
    Tja… jetzt steht die Finanzierung, aber ich habe das restliche Geld für den Kauf eigentlich nicht mehr?!

    Ich bin ja nur froh, dass meine skeptische Freundin ihren, weitaus größeren Teil an Eigenkapital, gegen meinen “Rat” nicht dort angelegt hat.

    Haben den Kredit jetzt nochmal ein wenig zu gleichen Konditionen (also gleicher Nominal-Zins) aufstocken können, liegen damit jetzt allerdings am Limit der Beleihungsgrenze. Das heißt weiteres Geld würde uns die Bank nur zu viel schlechteren Konditionen geben. Und das kann und will ich ehrlich gesagt noch nicht.

  5. websorcereram 19. Oktober 2008 um 21:11 Uhr

    Ich habe meine gesamten Ersparnisse auf ein Tagesgeldkonto der KE überwiesen – der Betrag liegt unter den ~20.000€. Zum diesjährigen Wintersemester habe ich ein Studium begonnen. Dies war/ist mir nur möglich, weil ich entsprechende Rücklagen gebildet habe. Ich bekomme kein BAFöG und habe auch sonst keine finanzielle Unterstützung.
    Mein Plan sieht vor, dass ich zum Ende jeden Monats das Geld für einen Monat auf mein Girokonto überweise und davon dann lebe.
    Ich stehe nun vor der Ungewissheit wie ich in den November starte. Miete, Versicherungen, Lebensmittel und der Studienalltag müssen bezahlt werden. Noch sind es zwei Wochen bis zum November, ich bin optimistisch! Mit jedem Tag der verstreicht und es keine offizielle Aussage gibt, dass das Geld wieder fließt, nimmt die Belastung auf mich aber zu!

  6. ioretham 19. Oktober 2008 um 21:35 Uhr

    Guten Abend zusammen,

    tja auch ich bin leide in die Falle Kaupthing geraten. Seit einem gutem Jahr habe ich mich nun einer Dreifachbelastung ausgesetzt (Zwei Tätigkeiten; plus Fernstudium!) um mir als “Normalsterblicher” irgendwann einmal eine Immobilie leisten zu können. All mein Erspartes ist nun im Schwebezustand. Auch ich erhoffte mir, nach ausgedehnten Recherche in seriösen Zeitschriften, meinem Traum ein wenig näher zu kommen. Ich nutzte hierfür, meines erachtens, eine konservative Anlageform (Tagesgeldkonto/ Festgeldkonto).
    Ich war bis vor kurzem, ernsthaft und tatsächlich, der vollen Überzeugung, dass unser Geld bis zu dem viel diskutierten Betrag von 20.887 Euro über den isl.Sicherungsf. abgesichert ist. In diesem Punkt bin ich mir jedoch nicht mehr so sicher!
    Tja, und so schwindet nicht nur mein Traum vom Eigenheim…, sondern auch jedweges Vertrauen.
    Meine Steuergelder werden u.a. investiert um den Banken und somit unserer Wirtschaft wieder “auf die Beine” zu helfen. Die gierige Meute muss eben schauen wo sie bleibt. So geht man eben mit den Mittelständlern um, die irgendwann einmal auch ein kleines bescheidenes Eigenheim beziehen möchten und dafür sogar hart arbeiten. Schließlich habe ist der Auslöser der ganzen Finanzkriese nicht auf mein Verhalten zurückzuführen. Soll heißen, ich habe mich nicht spekulativ verzockt! Und was bedutet da: “für derart Rsiko bereite Anleger muss die Regierung nicht einspringen”. Was bedeutet hier RISIKOREICH? Risikoreich ist doch wohl eher…, ein Kreditinstitut ohne Lizenzen in Deutschland tätig werden zu lassen. Aber solange es um einen (zumindest zeitweise bestehenden) Profit der Bundesrgierung geht und die Gelder fließen…!

  7. ML-NRWam 19. Oktober 2008 um 23:01 Uhr

    Nach der Geburt unserer Kinder (2001 und 2004) blieb meine Frau, im Rahmen des Erziehungsurlaubes, für die Betreuung der Kinder zu Hause. Mit dieser Entscheidung war uns klar, dass wir unsere Ersparnisse angreifen und zur Bewältigung des “täglichen” Finanzbedarfes auflösen würden. Aufgrund der steigenden Preise und Lebenshaltungskosten waren wir dann jedoch gezwungen unsere Lebensversicherungen aufzulösen, um nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten aus der wir sonst nicht mehr heraus gekommen wären.
    Sollten wir unsere Einlage (ca. 7.000 €) bei der Kaupthing Edge verlieren, dann werden wir alle anfallenden Reparaturen am Auto, Gesundheitskosten etc. über einen Kredit finanzieren müssen. Ich möchte mir wirklich nicht ausmalen, wie mein bzw. unser Leben danach aussieht.

    Allein die Tatsache, dass die Bundesregierung für vertrauensbildende Maßnahmen knapp 500 Mrd. Euro zur Verfügung stellt und nur weil sich die Banken zu illegalen Wettbüros gewandelt haben, lassen meinen Blutdruck ganz mächtig ansteigen.

    Hoffentlich kommt diese Woche für uns Anleger eine erfreuliche Nachricht aus Island!

  8. admin_1904am 20. Oktober 2008 um 00:05 Uhr

    Hallo,

    wir möchten nicht jammern oder klagen aber uns ärgert die derzeitige Sitiation im Zusammenhang mit unseren Tagesgeld – Konten bei Kauptinedge,doch so sehr,das wir uns doch dazu gezwungen sehen diese Email zu verfassen.

    Ich habe über 10 Jahre meinem Land bzw. der EU gedient und mein Leben im Ausland für Hilfsprojekte etc. in Krisenregionen riskiert während meine Familie um mich bangte arbeitete und wartete.

    Dabei haben wir etwas Geld angelegt,welches wir seit Jahren bei diversen Tagesgeldkonten deponiert haben.

    Für die Schadenfreudigen nur zur Info dafür haben wir natürlich auch Steuern bezahlt.
    Und auch für die Zinsen die wirals treuer deutscher Bürger immer angeben haben.

    Wir sind weder gierig nach Zinsen noch Geldg…, jedoch möchten wir unser Geld nicht unter den Kopfkissen verstecken oder für 0,5 % Zinsen bei einer Bank anlegen, deren Vorstände sich von unserem hart verdienten Geld saftige Gehälter genehmigen.
    Wir wollten einfach einen angemessenen Anteil,des von uns bereitgestellten Geldes bekommen.

    Nach Medienberichten, Tests etc. und der langjärigen positiven Erfahrung mit europäischen Banken ( Niederlassung und Zulassung einer Geschäftsstelle in Deutschland ) haben wir dieser europäischen Bank vertraut.

    Wir sind weder risokobereite Zocker noch wohlhabende Finanzjongleure, sondern der Ottonormal-Kleinanleger,der versucht irgendwie als deutsche Familie seinen Alltag zu meistern.

    Wir haben zum 01.11.08 ein kleines Haus erworben und lange und hart dafür angespart.

    Also haben wir das privat angesparte Geld bis zum Kauf auf ein Tagesgeldkonto geparkt.

    Zu unserem Glück konnten wir am letzen Tag einen Teil retten,sonst wären wir Obdachlos,weil wir die notarielle Vereinbarung des Kauftermins und die damit verbundene Summe zur Überweisung nicht erfüllen könnten.

    Ein Teil wurde finanziert und ein Teil aus den Privatvermögen bezahlt.

    Jedoch haben wir noch einen Teil auf unserem Tagesgeldkonto der für die Bezahlung von Heizöl,Steuren,Versicherungen,Umzugsfirma etc. vorgesehen war.

    Der 01.11.08 rückt immer näher,wie wir nun die Heizkosten etc. bezahlen sollen, wissen wir derzeit noch nicht,so werden junge Familien schwer ruiniert.

    Ich habe lange für mein Land gedient,wie auch andere Europäer für Ihr Land und die EU ,daher bin ich zutiefst enttäuscht das mein bzw. unser Land oder die EU mich derzeit so dermaßen enttäuscht.

    Wir sind keine wohlabenden Großverdiener die sorglos mit Ihrem Geld spielen können, wir sind diejeniegen die Deutschland oder die EU zu dem gemacht haben was wir sind.

    Ich würde mich schämen als Politiker so hinter meinen Bürgern zu stehen.

    Wir verdienen im Monat nur so viel um über die Runden zu kommen und könnne nicht mal eben so auf ein paar Tausend Euro verzichten.Viele Bürger haben gerade mal so viel angelegt wie ein Banker oder Politiker im Monat bekommt.Das sind für diese Verdienstgruppen Peanuts aber für andere das Studium,die Hausrenovierung oder das neue Auto um die 150 Km an die Arbeit zu fahren.

    Wir verleihen und erstatten Milliarden an andere wir gewähren zinsfreie Kredite,spenden an XY, unterstützen und gehen immer den Weg der gemäßigten Diplomatie etc. aber benötigen so viel Zeit um geschädigten Bürgern Hilfe zu gewährleisten.

    Wir der Bürger zahlen mit unseren Steuren die Gehäter der Politiker,ob in Deutschland oder in der EU,dann hoffe ich nur diese stehen in dieser Situation auch hinter uns,so wie andere Länder das mit Ihren Bürgern auch gemacht haben.

    Hochachtungsvoll,

    eine der betroffen deutschen Familien als Kleinanleger in Tagesgeldkonten,die einen Spargroschen brauchen,da Sie nie wissen was Morgen passiert und ob wir dann einen Teil des Geldes benötigen um eine neue Waschmaschine zu kaufen oder das Auto reparien zu lassen.

    Die nächste Wahl wir kommen !

  9. joday1am 20. Oktober 2008 um 03:16 Uhr

    hallo, aus den Philippinen bin ich, bin hier gerade Freunde besuchen und habe hier sämtliche Leute mobilisiert die sich einlinken sollen um die Seite zu unterstützen. Auch hier gibt es leider betroffene die wie gesagt nichts mitbekommen haben, Freunde die weltweit verstreut sind haben Einlagen auf der ke. Diese Leute stehen genauso schlimm da, es sind Schicksale von Menschen die gerade ausgewandert sind und jetzt nichts mehr haben, weder einen Flug retour zahlen können, ihre gesamte Einlage ist weg mit der sie die Zeit überbrücken wollten, zwischen Heim, Haus einrichten und bauen und sich mit dem Geld eine andere Existenz schaffen wollten. Diese Menschen sind jetzt auf Hilfe der Menschen angewiesen die noch in Deutschland sind und diese unterstützen können. Ich möchte mich hier an dieser Stelle recht herzlich bei diesen Menschen bedanken und hoffe aus tiefsten Herzen das die Sachlage sich zum Guten wendet uns unsere Regregierung endlich aufwachen möge aus ihren Schlaf oder endlich mal auf den Boden der Realität in Deutschland zurück finden möge, ich stelle es mir zwar recht unrealistisch vor, dass jemand der rund 10 000€ oder sogar mehr , netto monatlich auf die Hand hat, sich vorstellen kann das 5 000 € für manchen Menschen alles ist. Es heißt oder hieß ja man kann von 4 € am Tag leben, liebe Frau Merkel ich würde mir von tiefsten Herzen wünschen das sie auch nur einen einzigen Tag so leben und es uns allen zeigen wie es geht,waum dürfen solche aussagen ungestraft geäußert werden oder wenn euch kalt ist zieht euch warm an??!! Sagt man so etwas seinen Bürgern und man selbst hat die Taschen voll und voller? Warum ist dieser Hohn dem kleinen gegenüber, der es doch eigentlich ist der ihren Lohn bezahlt? Ich würde sehr gern eine Antwort hier rauf bekommen aber da kann ich lange drauf warten, denn was soll man eigentlich auf diese Frage als Mensch antworten, der gebildet ist. An höchster Stelle werden Steuergelder regelrecht verzockt, Milliarden täglich , ohne auch nur einer einzigen Konsequenz, dies wird mit einem Schulterzucken belächelt, obwohl da Juristen mit den richtigen Kenntnissen sitzen und dem kleinen Bürger lacht man mitten ins Gesicht aus obwohl er sich nach besten Wissen und Gewissen informiert hat und auf den Schutz der Bundesregierung und derer Prüfstellen vertraut hat?! Die Regierung zwingt einen mit ihrer Politik nach der kleinsten Möglichkeit zu suchen um sein Geld in irgend einer legalen Art zu verehren, was glauben sie wie viele Menschen verzweifelt sind um aus diesem Geld ,in Deutschland angelegt!!!auch nur 0,0001% mehr zu bekommen, Risiko? Schauen sie sich doch bitte mit offenen Augen um, überall wird Werbung von deutschen Banken gemacht, Minimum 5%, Tagesgeld ist so sicher wie Bundesanleihen ist überall in den Verbraucher Magazinen zu lesen! Haha!! Wir alle waren zu 100 % überzeugt unser Geld bei einer deutschen Niederlassung abgegeben zu haben .Wieso müssen sich sich manche Leute nicht rechtfertigen und für ihre Taten gerade stehen? Wenn jemand solche Äußerungen öffentlich präsentiert, möchte ich nicht wissen wie er im inneren wirklich denkt wenn er so etwas sagt. Es sind so viele Menschen weltweit von ke betroffen, werfen sie diesen Menschen Einfältigkeit vor, sich nicht genügend informiert zu haben?
    Ich bin der Überzeugung sie haben hier den großen Fehler gemacht und nicht genügend Informationen an den Bürger gegeben, es hieß doch die BaFin prüft den Antrag der Kaupthing Edge auf Aufnahme in den deutschen Sicherungsfond, leider ging es sich sicher zeitlich nicht mehr aus mit der Prüfung und der weiteren Information an den Bürger? Sollen wir jetzt alle Jura studieren um uns in diesem Chaos auch nur eine Frage beantworten u können ob wir das jetzt richtig machen oder nicht?
    Ich selbst bin selbständig und das Tagesgeldkonto wurde von mir genutzt um einen Teil als Puffer aufzubauen und um es dafür kurzfristig zu parken, bevor ich Auszahlungen tätigen muss. Manchmal waren es ein paar Tage, manchmal ein paar Wochen wo dieses Geld auf dem Konto deponiert war, je nach Bedarf. Ich habe derweilen die größten Schwierigkeiten meine Rechnungen zu bezahlen und geschweige die Löhne. Es hängt nicht nur meine Existenz an diesem Geld, sondern auch die der Firma sowie der Mitarbeiter. Ich habe mich wohl, nach bestem Wissen und Gewissen so wie jeder andere auch über eine Einlagensicherung informiert. Dank Verbraucherschutz, dessen Aussage es war, diese Einlagensicherung ist besser wie unsere, ebenso gilt ein EU sowie EWR Recht, deutsche Gerichtsbarkeit sowie Firmensitz…. Mir war ,dank der guten Unübersichtlichkeit und den Aussagen der Verbraucherschützer , nicht klar das mein Geld nach Island überwiesen wird, obwohl ich sicherlich nicht einfältig bin, für mich war es eine deutsche Niederlassung, BaFin abgesegnet, ich zahle hier Steuern auf dieses Ersparte . Jetzt weiß ich zu 100 % ich kann mich weder auf die Prüforgane der deutschen Bundesregierung, noch auf irgendwelche Mediendienste verlassen, Verbraucherdienste und wie sie sich alle schimpfen.
    WEIL DIESE HABEN; WENN DAS KIND IN DEN BRUNNEN GEFALLEN IST;IMMER EINE WIEßE UND UNSCHULDIGE WESTE!
    WARUM: WEIL SIE ES GENAUSO NICHT WUßTEN WIE WIR! SIE DACHTEN GENAUSO WIE WIR!
    ABER WAS SOLLEN SIE JETZT DEM BÜRGER SAGEN; WIR HABEN UNSERE ARBEIT NICHT GENÜGEND GUT GEMACHT? WIR HABEN SCHULD!?

    Mit Freundlichen Grüßen Piersiak

  10. scottyam 20. Oktober 2008 um 09:03 Uhr

    Hallo,
    ich bin frisch geschieden. Mein Ex und ich haben unser Haus verkauft und Spareinlagen aufgeteilt. So wollte ich kurzfristig 96.000,00 Euro parken.
    Die Anzahlung für neues Eigentum liegt jetzt irgendwo im Nirvana. Meine gesamten Ersparnisse der letzten 20 Jahre sind betroffen. Wie es mir seit 9.10. geht, vermag nur jemand nachzuvollziehen, der zurzeit ähnliches durchmacht. Jetzt wird im Dezember eine Steuernachzahlung aus meiner Selbstständigkeit fällig. Woher nehmen, wenn nicht stehlen.
    Ich habe wie viele andere darauf vertraut, als unsere Bundeskanzlerin sagte, dass die Einlagen der dt. Sparer gesichert seien. Jetzt wird der konservative Tagesgeldsparer als gierig bezeichnet. Ich hoffe nach wie vor auf ein gutes Ende für alle Betroffenen, ansonsten ist das Vertrauen in diesen Staat und der damit verbundenen Politik nachhaltig zerstört, da sie nicht den kleinen Sparer vor den betrügerischen Machenschaften skrupelloser Banker schützt.
    Gruß “Scotty”

  11. elvo81am 20. Oktober 2008 um 09:45 Uhr

    Ich kann mich den Worten der Vorredner nur anschließen. Im Vertrauen auf die Sicherheit einer in Deutschland zugelassenen Bank und der zugesagten 100%igen Einlagensicherung von 20.887 Euro habe ich auch für 3 Familienmitglieder dort Konten angelegt, da diese Bank in vielen Ratings sehr positiv bewertet war und bei Online-Zinsvergleichen immer vorn stand.

    Die Einlagen sollten nur kurzfristig geparkt werden, um in unserem Fall eine Immobilie zu kaufen. Aus diesem Grund haben wir uns daher für eine vermeintlich sichere Tagesgeldanlage entschieden, statt in irgendwelche riskanten Anlageformen mit höherer Rendite zu investieren. Die Immobilie sollte gekauft werden als Form der Zusatzrente, um dem Staat später nicht auf der Tasche liegen zu müssen, da in unserem Fall die Rente kaum ausreichend sein wird. (Unsere Eltern erhalten zusammen knapp 900 Euro monatliche Rente. Auch diesen haben wir leider ein KE-Konto empfohlen.)

    Jetzt haben wir sogar Schwierigkeiten, unseren ganz normalen Verbindlichkeiten nachzukommen. Dieses Thema bestimmt nun unser Leben; jeden Tag geht der erste Weg an den PC, um Neuigkeiten über KE zu erfahren und genauso wird der Tag auch beendet. Die Lebensqualität hat erheblich gelitten und wir wünschen und hoffen, endlich eine positive Nachricht der Bundesregierung zu erhalten, damit diese Zitterpartie endlich ein Ende hat.

  12. herbalthoughtsam 20. Oktober 2008 um 10:51 Uhr

    Hallo Zusammen,
    mich hat es nicht so schlimm getroffen wie manch anderen hier, auch wenn ich die Auswirkungen schon spüre. Habe 7000.– auf Eis gelegt. Allerdings waren die dafür gedacht mir einen ausgedehnten Urlaub zwischen zwei Jobs zu finanzieren. So steh ich nun da, neuer Job fängt an im März und mit einem kleinen Kredit werde ich wohl die Zeit überbrücken können – aber aus meinem Urlaub wird wohl eine 3 monatige Odyssee in der Netzwelt…Wenn das man alles gut geht

  13. admin_1904am 20. Oktober 2008 um 12:20 Uhr

    Ich bin seit letzer Woche geschieden und habe einen kleinen Sohn. Als Alleinerziehende ist am Ende des Geld leider noch genug Monat übrig (trotz Halbtagsjob). Ich bekomme keinerlei finanzielle Unterstützung seitens meiner Eltern. Vom Amt bekomme ich auch nichts, weil ich “zu viel” verdiene. Ich habe mein bißchen wirklich HART Erspartes zinsbringend anlegen wollen -zum Glück nicht alles. Denn nächsten Monat schreit meine Kreditkarte “Geld her für die Winterreifen”.

    So schnell habe ich eine täglich verfügbaren Tagesgeldanlage zur Festgeldanlage gemacht!

  14. paloma19am 20. Oktober 2008 um 14:30 Uhr

    Hallo
    Auch ich möchte meine Situation kurz schildern. Ich bin sei 4 Monaten in Rente und wollte meine Abfindung risikolos zu besten Konditionen anlegen (Gier, oder Risiko lagen mir fern). Nach Beratungen in verschiedenen Banken und Sparkassen, welche mir zur Anlegung eines Tagesgeldkontos rieten, fand ich im Internet die Kaupthing Edge-Bank, welche einen guten Eindruck machte und wochenlang von verschiedenen Experten empfohlen wurde. Experten, von denen man heute nichts mehr hört. Das angelegte Geld sollte als monatlicher Zuschuss zu meiner geringen Rente verwendet werden, ein weiterer Teil sollte meine Metallrente noch 1 Jahr finanzieren. Ab Anfang November werde ich wohl ein Problem haben. Sicher haben andere größere Sorgen, aber auch ich weiss momentan noch nicht, wie es weiter geht. Zu Politikern habe ich das Vertrauen völlig verloren. Zum einen scheint sich ein Teil nur negativ zu äussern (Risiko, selbst Schuld usw.) und sich aus der Verantwortung Bürger zu vertreten zu stehlen (Thema aussitzen) , zum Anderen sind sie verschiedene offensichtlich unkompetent und überhaupt nicht mit den Einzeheiten vertraut, wollen aber das Problem weitergeben um Zeit zu gewinnen. Zum dritten habe ich “meinen” Bundestagsabgeordneten gemailt, mit dem Ergebnis, nicht einmal eine Antwort bekommen zu haben. Naja, bei der nächsten Wahl werde ich mich bedanken. So wird man Wähler von links oder rechts aussen. Bezüglich unserer Stimmen bei der Wahl sollte man nicht von “nur” 30800 Wählern ausgehen. Jeder hat einen Lebengefährten, Freunde, Vereinskameraden und sonstige Verwandte, die ihn sicher unterstützen werden.
    Trotzdem, noch ist nicht alles verloren und vielen Dank den hervorragenden Initiatoren.
    paloma19

  15. biermannham 20. Oktober 2008 um 15:04 Uhr

    Guten Tag zusammen,

    ich komme frisch aus dem Studium, bisher ohne festes Einkommen, habe dennoch über Jahre hinweg hart angesparte 5000 Euro auf einem KE-Konto abgelegt, damit ich täglich Zugriff habe, falls mal Zeiten ohne Job kommen, wie wahrscheinlich bald. Mein Konto ist seit 1 Woche im minus.
    Viele Grüße!

  16. maximaam 20. Oktober 2008 um 15:45 Uhr

    Ich war als Kind arm, meine Mutter war allein Erzieher mit vier Kindern. Deshalb gleich nach der Geburt unseres Sohnes haben wir Monat für Monat das Kindergeld gespart, dass er in Leben leichter als uns hat. Wir haben an alles verzichtet, nur dass er später was hat. Wie können dann die Zeitungen uns geizig nennen?
    Bei KE haben wir das Geld angelegt, erstens für die guten Zinsen und zweites in AGB steht, dass die Bank (mit sehr gute Referenzen) in Deutschland von bafin zugelassen wurde und „auf die Geschäftsbeziehung zws. dem Kontoinhaber und dem Kreditinstitut findet deutsches Recht Anwendung“.
    Die Einlagesicherung ist bei den deutschen Banken auch nur 20000€ und in allen Unterlagen von KE wird man drauf hingewiesen: „Kapitalerträge sind Einkommensteuerpflichtig“ und das in Deutschland, nicht im Island.
    Nach dem große Versprechungen von der Fr. Merkel zu allen Anleger in Deutschland, geht das Geld doch nicht an die Kleinanleger wie wir, sondern an die, die das ganze verursacht haben: die Banken und deren Manager.
    Es ist eine Schande. Zuerst verliert man die ganzen Ersparnisse und steht vor dem Nichts und zweites muss man noch weiter fleißig arbeiten, um Steuer zu bezahlen, um die Heuschrecken zu finanzieren.
    Ich verstehe die Welt nicht mehr.

  17. admin_1904am 20. Oktober 2008 um 18:27 Uhr

    Hallo,

    ich bin auf der Internetseite des Finanzmagazins Capital – über das Tool Tagesgeldvergleich – auf das Angebot der Kaupthing Edge gestoßen. Da das Magazin als seriös gilt, habe ich mich über die Bank erkundigt. Auf diversen Internetseiten las ich heraus, dass dies “die größte Bank in Island” ist und “viele Auszeichnungen” erhielt.

    So hab ich mein gesamtes Ersparnis plus das Ersparte meiner Mutter für “schwere Zeiten” bei dieser Bank angelegt. Trotz der Bankenkrise habe ich von Kaupthing im September ein Schreiben bekommen, wonach das Angebot von 6 Monaten bis zum Jahresende verlängert wird. So blöd wie ich war vertraute ich der Bank und habe das Ersparte der letzten paar Monate an Kaupthing überwiesen. Als ich mich am 10. Oktober einloggen wollte um über den Stand der Geldanlage zu informieren, verlor ich den Boden unter meinen Füßen als ich die Mitteilung las. Seitdem versuche ich jeden Tag und so oft wie möglich die neuesten News über den Stand von Kaupthing zu holen, um nicht noch das letzte Fünktchen Hoffnung zu verlieren.

    Jetzt hoffe ich nur, dass Kaupthing nicht Pleite geht und wir das Geld für welches wir so lange gearbeitet haben, sich nicht in Luft auflöst…

    Grüße an Mithoffenden

    Peter

  18. fridolinam 20. Oktober 2008 um 20:01 Uhr

    Hallo,
    von jammern bin ich noch weit entfernt, was ich aber in den letzten Tagen erlebt habe, möchte ich mit euch teilen. Kommt mir immer noch vor, wie schwarze Komödie mit mir in der Hauptrolle.
    Habe alle unsere Ersparnisse auf das TG bei KE für ca. 6 Monate geparkt. Im September eine Umschuldung für unseren Haus unterschrieben. Das TG Geld, rund 15k € soll in die Tilgung fliessen. Nach der Sperrung des Kontos, fieberhafte Überlegung: Was wenn bis dahin das Geld nicht verfügbar ist? Hmm, die selbe Frage bei der neuen Bank gestellt. Die Antwort kam wie ein Geschoss: ” Sie müssen einen Kredit in Höhe von 15.000 aufnehmen, oder Entschädigung (ein paar tausend € !) für entgangene Einnahmen an die neue Bank zahlen! Ich, der durch Machenschaften solchen Leute zu einem armen Mann gemacht wurde, soll Strafe zahlen, an Leute die mich bestohlen haben. Ich verstehe den Unterschied zwischen den Banken, aber irgendwie,wenn ich darüber nachdenke…sind die sowieso alle gleich.

    [1 Satz von den Admin_1904 entfernt]

    Entäuschend ist die Reaktion unserer Regierung (Gott weiss, ich will kein Geld von denen, aber Unterstützung wäre hier mehr als angebracht). Ein wenig Druck hat in GB, CH, NL, wahre Wunder gewirkt, in D wie immer…der kleine Mann wird alleine gelassen.
    [2 Sätze von den Admin_1904 entfernt]

  19. Nathalieam 20. Oktober 2008 um 22:05 Uhr

    Hallo,

    mein Name ist Michael, 25 – aus dem Allgäu. Mein fester Plan ist es, ende dieses Jahres endlich mit meiner Freundin aus-/ bzw. zusammenzuziehen. Um alle Kosten für die Einrichtung zu decken, benötigen wir zieimlich genau 10.000 Euro. Jeder von uns bringt 5.000 Euro mit. Alle Möbel sind bereits bestellt (Küche, Wohnzimmer, usw…). Sollten meine hart ersparten gesamten 5.000 Euro weg sein, wird unser Traum von der gemeinsamen Wohnung gnadenlos platzen und ich wir stünden vor einem riesen Berg Schulden. Der Mietvertrag für die Wohnung ist ebenfalls unterschrieben. Wenn der deutsche Staat zulässt, dass mir/uns dieser Fall widerfährt, wäre das für mich die größte Enttäuschung meines Lebens.

    Grüße

    Michael

  20. Nathalieam 21. Oktober 2008 um 09:41 Uhr

    Das war für die Darlehensrückzahlung gespart!
    Nachdem wir jetzt schon seit 15 Jahren unser kleines Einfamilienhaus brav abbezahlt haben, müssen wir spätestens Ende nächsten Jahres noch eine größere Summe aufbringen, damit wir nicht wieder für Jahre in der Tilgung festhängen. Eigentlich hatten wir die Summe schon zusammen, aber damit sie nicht von der Inflation gefressen oder unvernünftigerweise ausgegeben wird, wollten wir sie “sicher” bis dahin parken. Wir wollten gewiss nicht spekulieren, aber man muss ja auch mal die Inflationsrate und die Abgeltungssteuer mitberechnen, da kommt man ja sowieso nur auf Kapitalerhalt, von Geldvermehrung ist da höchstens nominell die Rede. Naja, jetzt ist vielleicht alles weg und wie mein Mann so schön sagt, hat er wahrscheinlich 4-5 Jahre umsonst gearbeitet und hart gespart. Das kann sich manch ein Politiker wohl schwer vorstellen, wie es ist, für ein geringes Gehalt Nachtschichten zu leisten und sich dann noch als “geldgierig” verhöhnen zu lassen.

  21. Nathalieam 21. Oktober 2008 um 13:13 Uhr

    Wir haben unsere Spar- und Giro-Reserven für das tägliche Leben auf dem KE-Tagesgeldkonto geparkt. Alle größeren Ausgaben wie Zahlungen für Hypothek, Autokredit, Nebenkosten Haus,… wurden bei Bedarf vom Tagesgeldkonto abgerufen. Der letzte Abruf vom 08.10.2008 20:02 wurde zwar online angenommen, aber nicht mehr ausgeführt. Da wir über keine anderen Reserven verfügen, müssen wir vom Dispokredit
    (14,25%) leben. Die Schuldenfalle ist offen. Weitere Kredite werden uns nicht gewährt. Diese hohen Zinszahlungen können wir uns nicht leisten. In naher Zukunft wird somit unser monatliches Defizit immer größer bis …ja bis meine Bank das Girokonto sperrt und keine Lastschriften der anderen Gläubiger einlöst … und dann … Dies wird nicht in den 6-Wochen des Moratoriums geschehen, aber wenn dann keine Rückzahlung unserer Familienersparnisse geschieht… Ist die Lösung der Verkauf des Eigenheims oder wird das der Anfang vom Ende?

    Gruß Thomas

  22. student1986am 21. Oktober 2008 um 16:53 Uhr

    Ich bin Student und habe meine eigene Wohnung in München. Ich benötige drigend Geld von meinem Konto bei der Kaupthing, da meine liquiden Mittel sich zunehmend stetig dem Ende hin neigen!
    Ich brauche das Geld IN KÜRZE und kann nicht noch Monate auf eine Entscheidung von seiten der Regierung warten. Unverständlicherweise dauern die Verhandlungen schon ewig…
    Das es bei manchen, wie mir, zu gewissen Engpässen kommt, scheint sich wohl niemand Gedanken darüber zu machen!!

  23. Bertram.Meyeram 21. Oktober 2008 um 17:53 Uhr

    Hallo allerseits !

    Auch ich sitze ordentlich in der Tinte : bin in Brandenburg, wo es mich der Liebe wegen von Köln aus hin verschlagen hat, seit kurzer Zeit arbeitslos, bemühe mich um neue Möglichkeiten, aber alles nicht so einfach.

    Mein ganzes bescheidenes Hab und Gut, ca. 6000 €, aus extremer Sparsamkeit und bescheidenem Leben, ist derzeit auf dem KE Konto unzugänglich. Tragisch vor allem auch, weil ich mich dazu durchgerungen hatte, eine Reise, die gut ein Drittel meines Geldes ausmacht, nach Jahren zu buchen, u.a. auch deshalb, weil meine Freundin so gut wie noch nie im Ausland war. Ihr wollte ich das so gerne mal endlich gönnen.

    Jetzt weiß ich weder, wann ich die vertraglich festgeschrieben Summe zahlen kann, noch wie eine möglicherweise noch auf mich zukommende Steuerlast aus dem letzten jahr von einer kleinen Selbständigkeit, ebenso kann ich ohne diese Reserven weder Autoreperatur noch Steuer oder Versicherung für den wagen zahlen …

    Ich bin sehr enttäuscht, dass die Politik hier nicht schneller hilft wie etwa in England, den Niederlanden, der Schweiz und auch Island – wie zu hören ist. Schon aussergewöhnlich, dass Deutschland so hintenan steht. Wie mag das nur kommen ? Ich verstehe das nicht.

    Und mit einem Satz möchte ich doch schon sagen : ich wünsche mir von der Politik schon Vertretung, wenn ich die weiterhin bzw. wieder wählen soll.

    Hoffentlich ist diese schreckliche Situation bald zuende und hoffentlich können wir bald wieder auf unsere Gelder zugreifen ! Es ist schon eine böse Notsituation …

  24. Geldriskiereram 22. Oktober 2008 um 08:21 Uhr

    Ich wollte 5000 Euro anlegen. Die Zinsen auf das Tagesgeldkonto waren sehr attraktiv. Diverse Quellen haben die Bank als äußerst zuverlässig und sicher beschrieben. Es gibt einen Einlagensicherungsfond der meine Summe abdeckt. Das es nun nicht der deutsche war, hat mich an der Stelle nicht gestört.
    Und mangelndes Sicherheitsbewustsein vorzuwerfen ist absurd. Schließlich habe ich mein Geld nicht für angeblich sichere 15% bei der “3 Palmenbank” in der Karibik angelegt.

  25. Nathalieam 22. Oktober 2008 um 10:18 Uhr

    Wie trifft uns (meine Frau und mich) die Sperrung des Tagesgeld-Kontos ?
    Wir haben 2 Tagesgeld-Konten bei der Kaupthing-Edge-Bank. Aufgrund einer vierteljährlich stattfindenden Abbuchung der KFW-Bank (Baukredit) ist unser Girokonto Anfang Oktober in die roten Zahlen gerutscht. Wir haben deshalb am 08.10 zwischen 18:00 und 19:00 Uhr je 500,- EUR vom Kaupthing-Edge-Tagesgeld-Konto auf unser Referenzkonto (Girokonto) überweisen wollen. Die Buchung wurde zwar vollzogen, das Geld kam aber bisher nicht an. Unser Girokonto ist aufgrund weiterer Zahlungsverpflichtungen weiter in die roten Zahlen gerutscht. Leider haben wir außer dem kurzfristig verfügbaren Tagesgeld nur Aktien. So mußten wir einige davon verkaufen, um die ungewisse Dauer der Tagesgeld-Sperrung finanziell überbrücken zu können. Dazu kam die Situation, daß die Aktienmärkten am 10.10 einen gewaltigen Kursrutsch hatten.
    Aus Angst am Schluß des Kursrutsches kein Geld mehr zu haben hatten wir am 13.10 die Hälfte unserer Aktien verkauft – zum einmalig schlechtesten Zeitpunkt – zu einmalig schlechten Kursen.
    Wenn wir unsere Tagesgeld-Ersparnisse nichtmehr wiederbekommen würden hätten wir dank Kaupthing Edge 3/4 unserer Ersparnisse verloren.

    Gruss
    J.

  26. gitamam 23. Oktober 2008 um 14:32 Uhr

    Die Kaupthing-Affäre trifft uns sehr hart. Ich bin Vater (alleinerziehend) von drei Kindern, schwer erkrankt (Behindertenstatus 100%), beruflich selbständig und komme nun nicht mehr an mein Notversorgungskapital dran.

  27. Dickeram 24. Oktober 2008 um 09:53 Uhr

    Wir gehören auch zu denen die “risikoreich” ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto, frei verfügbar, innerhalb der Einlagensicherung, geprüft durch unsere “Bankenaufsicht” bei KE in Deutschland angelegt haben. … und wenn ich noch einmal höre, dass ich unser Geld risikoreich auf einem “TAGESGELDKONTO” angelegt habe, dann bekomme ich einen Anfall —> was muß man geraucht oder genommen haben um diese Aussage zu verstehen? Meine Frau und ich hätte gern auch viel davon!

    Das Geld sollte genau 20 Tage dort liegen, um dann einen Darlehnvertrag Ende Okt. abzulösen. Toll –>jetzt wird ein erheblicher Betrag “zwischenfinanziert” damit wir unseren Verbindlichkeiten gegenüber der Bank nach kommen können. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir nicht die nächsten 20 Jahre “Spaß” an diesem Thema haben müssen.
    Wir bedanken uns bei denjenigen, die dieses Forum auf die Beine gestellt haben und uns mit Informationen versorgen!

  28. Nathalieam 25. Oktober 2008 um 13:28 Uhr

    von giselgerd

    Ich bin 65 Jahre alt und die 23.ooo Euro waren mein einziges Erspartes. Ich habe doch nicht an der Börse gezockt Verdammt nochmal, es muß doch einen Weg geben

  29. Nathalieam 25. Oktober 2008 um 20:53 Uhr

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    als Erstes eine großes Dankeschön an die Betrieber. Ich fühle mich schon ziemlich hilflos, alleingelassen von der Kaupthing Bank und der Bundesregierung. Ich suche Infos im Net und renne immer nur im Kreis. Seit dem Einfrieren der Konten bin ich keinen Deut schlauer geworden.

    Ich bin Freiberuflerin und muss im Dezember meine Einkommensteurervorauszahlung leisten. Mein Geld liegt eingefroren in Eisland. Und ausgerechnet jetzt ist die Auftragslage nicht so doll. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass mein Finanzamt darauf Rücksicht nimmt. Das dürfte denen Wurscht sein. Ich habe meine Kinder schon auf ein sehr bescheidenes Weihnachten eingestimmt.

    Oder ich frage mal den Peer? Der gibt doch auch der Bayern LB Schutz unter dem Millardenschirm und die haben sich doch wohl viel mehr in Island verzockt.

    Leandra

  30. paka2002am 26. Oktober 2008 um 18:58 Uhr

    Hallo zusammen,
    auch ich möchte mich als Erstes bei den Betreibern dieser Seite bedanken. Wirklich super, wieviel Engagement ihr hier reinsteckt :-)

    Ich hatte die letzten Jahre im europ. Ausland gearbeitet und bin jetzt nach Deutschland zurückgekehrt und derzeit auf Jobsuche. Habe nahezu meinen sämtlichen Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto der KE liegen und wollte das Geld eigentlich nur kurz zwischenparken. Das Konto wurde mir von einem Bekannten empfohlen und meine Recherche über KE hat nichts Negatives ergeben. Im Gegenteil: die Bank wurde bis Oktober mit Preisen und Lob überschüttet und da es sich um eine deutsche Niederlassung handelt, wähnte ich mich in Sicherheit. Das hier ‘nur’ der isländische Einlagensicherungsfonds greift, war mir eigentlich egal. Wofür gibt es denn schließlich einen ‘Sicherungsfonds’? Das die BaFin nicht die Geschäftsmodelle von deutschen Niederlassungen ausländischer Banken prüfen kann, lasse ich mir noch einreden, dass aber nicht darauf bestanden wird, dass solche Banken potentielle Anleger über die wahren Risiken aufzuklären haben (d.h. dass die isländische Einlagensicherung zwar 100% Deckung bis zu einem bestimmten Betrag verspricht, aber tatsächlich nur ein Bruchteil gedeckt ist), ist der BaFin sehr wohl anzulasten. Und das an den deutschen Sparern bei der KE ein ‘Exempel’ statuiert werden soll, ist eigentlich untragbar. Was haben wir schon gemacht? Die Zinsen für Tagesgeldkonten verglichen und das vermeintlich beste Angebot ausgewählt. Ist das wirklich ‘Gier’ oder ‘Zocken’? Ich denke nicht. Den Verursachern werden nun Milliardenbeträge hinterhergeworfen, dabei habe ich noch von keinem Bankmanager gehört, der für den Schlamassel mit seinen Ersparnissen geradestehen musste. Bleibt nur zu hoffen, dass es bald zu einem guten Ende kommen wird. Spätestens im Dezember werde ich sonst Schulden machen müssen, damit das Leben weitergeht.

  31. Beavisam 26. Oktober 2008 um 23:03 Uhr

    Bei mir ist die Situation ähnlich wie bei “Dicker”.

    Ich habe erst Mitte September ein Tagesgeldkonto bei KE eröffnet, um dort einen Teil der Summe für eine Investition (die am 31.10. fällig ist) sicher für ein paar Wochen zwischenzuparken.
    Nun bekam ich Anfang Oktober einen Bausparvertrag ausbezahlt, dessen Guthaben ebenfalls an KE überwiesen wurde, 2 Tage später erfolgte dann die Kontosperre.
    Erfahren von der ganzen Sache habe ich erst durch Mitteilung eines Freundes, da ich mich zu dem Zeitpunkt im Urlaub befand. Klar, dass die Urlaubsfreude unter dem Moratorium stark gelitten hat.

    Meine Verpflichtungen für die Investition zum 31.10. kann ich nicht stornieren, die Rechnung beläuft sich fast auf ein Jahresgehalt, das kann ich mir nicht mal einfach so “aus dem Ärmel” schütteln.

    Den eingefrorenen Betrag auf dem KE-Konto muss ich nun teuer (>10% p.a.) zwischenfinanzieren. Immerhin habe ich überhaupt noch einen Kredit bekommen, sonst wären die Folgen für mich persönlich gravierend gewesen.

    Da meine bei KE angelegte Summe deutlich kleiner als die “Garantiesumme” von 20887 EUR ist, hoffe ich nun darauf, mein Geld baldmöglichst und vollumfänglich wiederzubekommen, gestützt auf die von Frau Merkel ausgesprochene Staatsgarantie.

    Sollte das nicht der Fall sein, würde ich im Anschluss versuchen, durch Aufnahme von Ratenkrediten zumindest den Zinssatz auf ein erträgliches Maß drücken zu können. Der erhebliche Schaden des “ausgefallenen” KE-Guthabens plus Zinsen würde mich dennoch mehrere Jahre erheblich belasten.

  32. Nathalieam 27. Oktober 2008 um 18:00 Uhr

    Existenzgründung durch KE in Gefahr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    da ich kurz vor dem Schritt in die Selbständigkeit stehe kam das Moratorium der BaFin für mich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Ich habe zwar nicht die größte Summe bei KE geparkt, aber es handelt sich genau um den Betrag der mir zur Gründung der GmbH fehlt. Alternativ bleibt mir sonst nur die Arbeitslosigkeit. Es ist mir einfach unbegreiflich warum eine sichere kurzfristige Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto von einigen Politikern als „Zockerei“ und „bewusstes in kaufnehmen von höheren Risiken wegen höherer Rendite“ bezeichnet wurde und wird. Meine zukünftige Existenz hängt nun mal an dem dort geparkten Geld. Und wenn ich es nicht umgehend wieder bekommen kann, dann steht es ziemlich schlecht um mich.

    Mit freundlichen Grüßen
    J. M.

  33. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 08:58 Uhr

    ich wurde im Mai/Juni 08 auf Kaupthing durch diverse positive Empfehlungen wie etwa auf Focus Online aber auch Andere auf Kaupthing aufmerksam. Da ich mit unseren Ersparnissen möglichst kein Risiko eingehen wollte und zuvor vielfach angebotene diverse Zertifikate nicht mein Ding waren, dachte ich dieses Tagesgeldkonto mit guter Verzinsung ist eine sichere gute Alternative.
    Zu diesem Zeitpunkt verband ich auch mit Island eigentlich nur positive Dinge (bis dato eines meiner künftigen Urlaubsziele). Ich konnte, obwohl ich normalerweise ein eher vorsichtiger Mensch bin, zu dieser Zeit leider einfach nichts Negatives an der Bank entdecken, leider. Ich bin kein Fachmann in diesen Dingen, sonst wäre mir evtl. wenigstens aufgefallen, daß die Deutsche Kaupthing ja über das EWR Türchen reingekommen ist, wobei mir dies damals auch noch nichts gesagt hätte.
    Ich hatte also keinerlei Argwohn, sondern freute mich als dann das Konto eröffnet und die erste kleine Einzahlung getätigt und bestätigt war. Weitere folgten, bis dann zuletzt fast 50.000€ plus ein separates meiner Frau mit nochmals knapp über 10.000€ und somit fast alle Ersparnisse für uns und unsere kleinen Kinder hier geparkt waren. Auch meiner Mutter empfahl ich diese Bank und Sie eröffnete nur wenige Wochen vor dem Crash ein Konto und parkte rund 15.000€ und somit den Großteil der Hinterlassenschaft meines erst im Februar verstorbenen Vaters, der hierfür ewig sparen mußte. Dies ist mir übrigens das schlimmste an der ganzen Sache.
    In der Schicksalswoche waren wir in einem kleinen Familienurlaub, so daß wir von den Vorgängen nichts mitbekamen. Uumso größer der Schock nach unserer Rückkehr. Seitdem ist unser Familienleben ein anderes geworden, wir schwanken zwischen tiefer Traurigkeit, Ohnmacht, Wut und Selbstzweifel.
    Besonders leiden die Kinder, die noch nicht verstehen, wohl aber die Veränderungen merken.
    Wie vermutlich bei allen anderen Betroffenen auch, ist das Warten und die Ungewißheit derzeit das Schlimmste. Immer wieder recherchieren im Internet, Nachfragen bei der Bafin usw. und nichts tut sich (zumindest offenbar). Gute Nachrichten gibt es leider nur bei unseren Nachbarländern.

    -Ich kann einfach nicht verstehen, daß unser über Jahre hinweg sauer verdientes und abgespartes Geld einfach nicht mehr da sein soll.

    -Ich verstehe ich nicht warum sich in Nachbarländern aktiv und schnell Lösungen finden ließen, nicht aber bei uns.

    -Ich verstehe nicht warum nicht mit allen Mitteln versucht wird eine 100% ige Entschädigung für uns zu erreichen, damit die angeblichen 308 Millionen EURO an Einlagen in Deutschland bleiben. Mittelfristig würde davon dann doch ein großer Teil auch wieder als Steuern zurück an den Staat fließen.

    Wie auch immer es ausgeht, kommt weniger als meine Einlage heraus und hierbei rede ich schon gar nicht mehr von Zinsen und zwei Frendschaftswerbeprämien, so wird sich mein Kaufverhalten leider drastisch verändern müssen. Ich werde mir vieles verkneifen (müssen) was eigentlich geplant war und noch mehr versuchen künftig Geld anzusparen. Übrigenz bin ich davon überzeugt, daß dies auch bei einem Großteil der etwa 30.000 Geschädigten so sein wird.
    Unsere erste Reaktion war nun bereits das geplante erste zusammenhängende Schlafzimmer zurückzustellen, das Alte wird es noch eine Weile tun müssen.

    Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, vielleicht gibt es ja doch Wunder!!!

  34. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 08:58 Uhr

    Hier meine Fakten.

    Ich habe 10000 € meine Frau 12500 €.

    Mein Vater hatte vor 10 Wochen einen schweren Herzinfarkt und bekam kurz darauf seine Kündigung. Er ist jetzt 60 Jahre alt und wir, wenn er jemals wieder fit wird, sicher keine Anstellung mehr bekommen.

    Um die Finanzierung des Hauses meiner Eltern zu sicher kümmerte ich mich darum.

    Zu seinem 60., am 4.10.08, überreichte ich ihnen 2 Konten mit jeweils 17500 €. Diese 35000 € und das Geld meiner Frau und mein Geld sind genau die Restschuld, die ich inzwischen komplett abbezahlen dürfte.

    Alles schriftliche ist fixiert. Das Geld muss am 1.11. auf der Bank sein, ansonsten platzt der Deal und dann hat die Bank gesagt, dass es unter umständen zu einer Zangsversteigerung kommt.

    Ich habe die Bank bereits informiert, dass das Geld zwar vorhanden ist, aber momentan eingefrohren ist. Ich wollte eine Abtretungserklärung an die Bank machen, das wollten sie aber nicht; warum wohl ;-(

    Nun ja ich hoffe auf ein gutes Ende und versuche die Bank bis auf EndeNovember zu vertrösten.

  35. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 08:58 Uhr

    Hallo Zusammen,

    zunächst vielen Dank für die Einrichtung und Pflege dieses Forums. Auch den zahlreichen Nutzern mit guten Informationen, Kontakten und e-mail-Adressen herzlichen Dank. Ich habe mich bisher noch nicht im Forum beteiligt jedoch an den meisten Aktionen mitgewirkt.

    Wie trifft uns (meine Frau und mich) die Sperrung des Tagesgeld-Kontos ?
    Wir haben 2 Tagesgeld-Konten bei der Kaupthing-Edge-Bank. Aufgrund einer vierteljährlich stattfindenden Abbuchung der KFW-Bank (Baukredit) ist unser Girokonto Anfang Oktober in die roten Zahlen gerutscht. Wir haben deshalb am 08.10 zwischen 18:00 und 19:00 Uhr je 500,- EUR vom Kaupthing-Edge-Tagesgeld-Konto auf unser Referenzkonto (Girokonto) überweisen wollen. Die Buchung wurde zwar vollzogen, das Geld kam aber bisher nicht an. Unser Girokonto ist aufgrund weiterer Zahlungsverpflichtungen weiter in die roten Zahlen gerutscht. Leider haben wir außer dem kurzfristig verfügbaren Tagesgeld nur Aktien. So mußten wir einige davon verkaufen, um die ungewisse Dauer der Tagesgeld-Sperrung finanziell überbrücken zu können. Dazu kam die Situation, daß die Aktienmärkten am 10.10 einen gewaltigen Kursrutsch hatten.
    Aus Angst am Schluß des Kursrutsches kein Geld mehr zu haben hatten wir am 13.10 die Hälfte unserer Aktien verkauft – zum einmalig schlechtesten Zeitpunkt – zu einmalig schlechten Kursen.
    Wenn wir unsere Tagesgeld-Ersparnisse nichtmehr wiederbekommen würden hätten wir dank Kaupthing Edge 3/4 unserer Ersparnisse verloren.

  36. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 08:59 Uhr

    Wir haben unsere Spar- und Giro-Reserven für das tägliche Leben auf dem KE-Tagesgeldkonto geparkt. Alle größeren Ausgaben wie Zahlungen für Hypothek, Autokredit, Nebenkosten Haus,… wurden bei Bedarf vom Tagesgeldkonto abgerufen. Der letzte Abruf vom 08.10.2008 20:02 wurde zwar online angenommen, aber nicht mehr ausgeführt.
    Da wir über keine anderen Reserven verfügen, müssen wir vom Dispokredit (14,25%) leben. Die Schuldenfalle ist offen. Weitere Kredite werden uns nicht gewährt. Diese hohen Zinszahlungen können wir uns nicht leisten. In naher Zukunft wird somit unser monatliches Defizit immer größer bis …ja bis meine Bank das Girokonto sperrt und keine Lastschriften der anderen Gläubiger einlöst … und dann …
    Dies wird nicht in den 6-Wochen des Moratoriums geschehen, aber wenn dann keine Rückzahlung unserer Familienersparnisse geschieht… Ist die Lösung der Verkauf des Eigenheims oder wird das der Anfang vom Ende?

  37. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 09:00 Uhr

    Ich möchte Ihnen meinen “Fall” schildern, weiß aber, dass ich verhältnismäßig
    wenig Geld angelegt habe und somit gegenüber anderen Anlegern weniger betroffen bin .
    Ich habe aus meiner Abfindung auf anraten verschiedener Berater bei Banken und Sparkassen
    mein Geld ohne Risiko und Gier, sicher als Tagesgeld anlegen sollen.
    So war für meinen speziellen Fall der Tenor der Experten.
    Das Geld war als Konto für Sonderausgaben zu meiner eher dürftigen Rente und als
    Rücklage meiner noch fälligen Prämien bei der Metallrente gedacht.
    Nachdem ich nun keinen Zugriff mehr auf mein Tagesgeld habe, werde ich wohl in ein paar
    Wochen ein Problem bekommen, wenn ich die fällige Prämie zur Metallrente bezahlen soll.
    Wenn ich in den letzten Wochen die Kommentare unseres Wirtschaftsministers Glos und
    des Finanzministers Steinbrück ansehe, kommt mir die Galle hoch. Wenn diese beiden “Experten”
    3 Wochen nachdem wir keinen Zugriff mehr auf unsere Konten haben, sich immer noch nicht mit
    Konditionen unserer Verträge befasst haben, wäre es besser, sie würden sich kundig machen, bevor
    sie solche Äußerungen von sich geben. Pauschal zu behaupten, die Anleger seien gierig und dadurch
    selber Schuld, zeugt von Unwissenheit der Situation. Herr Steinbrück legte noch nach mit seiner
    falschen Behauptung, die Anleger wären 3 bis 4% höheren Zinsen das Risiko eingegangen. Wenn er ein
    gestandenes Mannsbild wäre, hätte er diesen Fehler und die damit verbundene öffentliche Stimmungsmache
    offiziell korrigiert und von den realen 0,3 bis 0,4 % Zinsen und den zum damaligen Zeitpunkt besseren
    Konditionen als bei deutschen Banken gesprochen. Aber nein, bei Beckmann legte er noch mal nach und er
    behauptete “einige sind mit 3% mehr Zinsen ein höheres Risiko eingegangen”. Dies ist gelinde gesagt
    eine unrichtige Behauptung, denn weder Festgeld noch Tagesgeld liegen oder lagen jemals um 3% höher als
    von deutschen Banken angeboten. Dies ist eindeutig Stimmungsmache gegen die betroffenen Anleger,
    oder er ist einfach nicht informiert über das Thema, dann sollte er aber besser den Mund ganz halten.
    Wie soll ich bei solchen Aussagen noch den Funken von Vertrauen zum Finanz- und Wirtschaftsminister haben.

    Ich hoffe trotzdem auf ein gutes Ende und zwar ohne “Unterstützung” unserer verantwortliche Politiker

  38. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 09:03 Uhr

    Liebe Leser,

    dann oute ich mich auch mal. Es wäre “schön”, wenn ich mein Geld noch bei KE liegen hätte. Stattdessen hat es meine Mutter getroffen, der ich das Konto empfohlen habe und die leider in den kritischen Tagen ohne Kontodaten im Ausland war. Sie wollte nur ein paar Wochen geliehene10000 Euro zwischenparken, bevor sie damit einen Laden eröffnet. Mietvertrag etc. alles ist schon unterschrieben. Die Kaution wird fällig, die Handwerker wollen ihre Kohle. Ab Januar muss sie das Geld zurückzahlen. Sie steht ziemlich am Rande und ich (nicht sie) mache mir riesige Vorwürfe. Ich habe nun erst einmal meine gerettete Kaupthingeinlage zusammengekratzt und einen kleinen Kredit aufgenommen, um ihr mit wenigstens 5000 Euro weiterzuhelfen, damit es bei ihr nicht ganz so düster aussieht. Als Selbständige bekommt meine Mutter keine Kredite über eine Bank und wir müssen das Problem privat lösen.

    Das alles ist absoluter Käse und ich verstehe nicht, warum man einer „Einlagensicherung“ nicht trauen kann/soll und warum uns unserer Staat, der ja die Freizügigkeit des Kapitals mit irgendwelchen Verträgen erst ermöglicht hat, nichts tut. Ich hoffe, dass es bald eine Lösung geben wird bzw. klar wird, wann und wie eine Auszahlung der Gelder erfolgen wird. Bis dahin werden wir den Gürtel enger schnallen müssen. Und die Zukunft der Banken ist mir dann auch weitgehend egal, denn ich hab nix mehr anzulegen. Meine Mutter auch nicht.

  39. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 10:19 Uhr

    Mein Name ist Harald S., ich bin 55 Jahre und ich wohne mit meiner Frau und meiner Tochter (23 Jahre) in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) in einem Reiheneigenheim. Ich bin als Verwaltungswirt in einer benachbarten Stadtverwaltung beschäftigt, meine Frau ist nach mehr als einjähriger Arbeitslosigkeit seit einem Jahr als Aushilfe auf Abruf beschäftigt und verdient weniger als 500,00 Euro monatlich. Meine Tochter hatte ihre Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben und hat deshalb keine eigenen Einnahmen. Sie befindet sich zur Zeit in vollstationärer psychiatrischer Behandlung. Unser Reiheneigenheim ist glücklicherweise nicht mit Krediten belastet. Allerdings bleibt von dem Einkommen nach Abzug der regelmäßigen Ausgaben für Energiekosten, Versicherungen, Fahrtkosten zur Arbeit nur geringfügig mehr als das Existenzminimum nach sozialhilferechtlichen Gesichtspunkten. Seit Mai 2008 bin ich Kunde der Kaupthing Bank in Frankfurt am Main und habe bis zum 02.10.2008 dort einen Betrag von insgesamt 18.750,00 Euro auf meinem Tagesgeldkonto angespart. Die Ersparnisse resultieren überwiegend aus besseren Zeiten, als meine Frau noch voll erwerbstätig war und meine Tochter uns noch mit ihrem Beitrag zum Haushaltsgeld unterstützen konnte. Am 05.10.2008 wurde von der Bundeskanzlerin und ihrem Finanzminister die Garantieerklärung abgegeben, dass kein Sparer in Deutschland um seine Ersparnisse fürchten müsse. Obwohl ich aufgrund der Ereignisse in Island bereits mit dem Gedanken gespielt hatte, meine Einlagen von der Kaupthing Bank wieder abzuziehen, habe ich der Erklärung der Bundesregierung vertraut und mein Tagesgeldkonto nicht geplündert. Einige Tage später kam dann die Schocknachricht mit der Verstaatlichung und der Sperre der Online-Konten. Meiner Frau habe ich sofort von dieser Katastrophe erzählt, meine Tochter soll aber davon aufgrund ihrer eigenen Probleme nichts erfahren. Wenn ich mich für ein Geldinstitut entscheide, dann in der Reihenfolge der Kriterien a) Sicherheit, b) Verfügbarkeit und c) Zinsen. Aufgrund der Einlagensicherung der Kaupthing Bank in Höhe von 20.887,00 EUR zu 100 % im Fall der Fälle hatte ich keine Bedenken, mich für die Kaupthing Bank zu entscheiden. Tägliche Verfügbarkeit und nebenbei 5,65 % Zinsen, geringfügig mehr als die Konkurrenz, wenn auch befristet. Glücklicherweise liegen nicht alle unsere Ersparnisse bei der Kaupthing Bank, die anderen Ersparnisse sind allerdings nicht so schnell verfügbar, weil fest angelegt. Ich kann nicht nachvollziehen, warum unsere Bundesregierung 30.000 Sparer so zappeln lässt. Andere Regierungen haben sich für ihre Bürger mehr ins Zeug gelegt. Wenn ich daran denke, wie lange es gebraucht hat, den Betrag von 18.750,00 Euro zusammenzukratzen und dass jetzt möglicherweise alles verloren ist, dann wird mir richtig schwindelig. Ich bin bestimmt kein Zocker, wie oftmals in den Medien über die Sparer der Kaupthing Bank behauptet wurde.

  40. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 11:38 Uhr

    Unser Schicksal sieht so aus:

    Ich (46), bin vor über einem Jahr nach einem Bandscheibenvorfall arbeitslos geworden, bekam und bekomme keine staatliche Unterstützung, weil ich in der Anstellung zu kurz beschäftigt war, um einen Anspruch aufzubauen, vorher war ich Selbständig. Wir sind eine 4-köpfige Familie mit Eigenheim.
    Meine Frau geht seither ganztags Arbeiten, verdient aber auch gerade mal soviel, dass es gerade zum Leben reicht.
    Wir existieren seit Anfang diesen Jahres nur durch vorausschauende Planung im Haushaltsbudget. Das Geld, was wir bei Kaupthing geparkt hatten, sollte für die anstehenden Zahlungen sein, die im Januar auf uns zukommen und die auch nicht zu schieben sind.

    Eigentlich bin ich absolut der Typ, der auf Nummer sicher geht. Deswegen hatte ich unser Geld (13.000 €) gar nirgends angelegt, sondern wie Oma im Strumpf. Nachdem ich ein Gespräch mit einem Bekannten geführt hatte und dahingehend auch über das „lagernde“ Geld, sagte er zu mir, das „lagern“ wäre Quatsch und würde die Inflation nicht ausgleichen. Als was sollte ich machen.
    Nach langem Überlegen und Informieren habe ich mich für ein Tagesgeldkonto bei Kaupthing entschieden, weil eine langfristige Geldanlage einfach aus unserer Situation heraus nicht möglich war und ist.
    Es passte ja auch alles bestens, ich vertraute auf die Einlagensicherung, die da ja gegeben wurde. Als dann Island ins Gespräch kam, dachte ich mir noch nichts dabei, denn wenn jeder sein Geld ziehen würde, wenn es mal wolkig wird, dann gehen ja Banken erst recht in die Knie. Also Ruhig bleiben !
    Dann gings los, die See wurde rauer, aber dann kam auch die Zusage der Kanzlerin, das Geld Deutscher Anleger sei sicher. Also weiter Ruhig bleiben !
    Aber irgendwie machte mir mein Magen zu schaffen und ich wollte dann doch das Geld umbuchen, das war am 8.10.2008. Und nicht ging mehr ! Also kündigte ich sofort schriflich und vorab per Fax mein Tagesgeldkonto und erhielt bis heute keine weiteren Informationen von der Deutschen Niederlassung der Kaupthing.
    Nur Dank der Internetseite, die hier auf die Beine gestellt wurde und deren Initiatoren ich gar nicht genug Danken kann, schöpfe ich immer mal wieder Hoffnung, das es doch noch ein gutes Ende nehmen könnte, wenn nicht, wäre das Fatal !
    Aber ich denke, so wie meine Geschichte sind tausende andere auch und alle zusammen sind wir vielleicht in der Lage, uns gegenseitig zu Motivieren und zu aggieren.
    Nur eines möchte ich zuletzt noch einmal ganz deutlich herausstellen :
    Ich war nie ein Zocker und ich werde nie ein Zocker !! Denn Zocken können höchstens die, die zuviel oder kein Verantwortungsgefühl haben !!!

    mit freundlichen Grüßen

    Hajosch

  41. jimmy06am 30. Oktober 2008 um 12:02 Uhr

    Ich habe mein Erspartes und das Geld eines ausgelaufenen Wachstumssparbuchs als Tagesgeldkonto bei der Kaupthing angelegt.
    Es ist mein Notgroschen, den ich gerade jetzt dringend bräuchte, da ich zur Zeit arbeitslos bin!! Das Arbeitslosengeld reicht nicht, um den Alltag zu meistern – ich habe z.B. Tiere (unter anderem 2 Pferde) zu versorgen, die wollen auch bei einer Finanzkrise fressen!!!
    Nun mußte ich mir schon Geld leisten… Nicht auszudenken, wenn das Geld ganz weg sein sollte! Ich hätte es nie bei Kaupthing angelegt, wenn nicht eine Sicherung bis ca. 20.000 Euro in den AGBs stünde!

  42. hesseam 30. Oktober 2008 um 17:02 Uhr

    Ich wurde nach 17 Jahren aufgrund von “Umstrukturierungen” entlassen – arbeitslos –
    erhielt eine Abfindung welche ich Aufgrund der durchweg positiven Beurteilungen bei KE auf einem Tagesgeldkonto anlegte-
    verunsichert durch Nachrichten bzgl. Finanzkrise buchte ich 2 Tage vor dem einfrieren der Konten den Betrag (6.000€) welcher über dem Einlagensicherungsschutz lag auf mein Referenzkonto, dass ich nicht den gesamten Betrag zurückholte lag an der Garantieerklärung unserer Kanzlerin.
    —- schön Blöd —–
    letzte Woche bekam ich eine neue Heizanlage 10.000€
    nur gut, dass mir von der Familie die Differenz geliehen wurde-
    nun bleibt für mich nur hoffen auf
    —Erhalt meiner eisernen Ration
    —auf die Gnade mit 50 + eine Arbeit zufinden
    von der ich Leben kann

  43. dekameronam 30. Oktober 2008 um 20:49 Uhr

    Hallo,
    ich bin, ebenso wie Nathalie, auf der Internetseite des Finanzmagazins Capital auf das Angebot der Kaupthing Edge gestoßen. Zudem habe ich dann noch bei weiteren seriösen Seiten gegoogelt und nichts “anrüchiges” finden können. Und da ich eh nicht vor hatte über 20.000€ anzulegen entschied ich mich für die Kaupthing Edge Bank. Nur für´s Protokoll, es gab einige Anbieter die mehr boten, z.B. netbank, Dr.Klein.
    Na ja. Jetzt sitze ich seit drei Wochen wie paralisiert zu Hause und weiss nicht weiter.
    Ich bin gerade in Mutterschutz, da wir im Dezember ein Kind erwarten, und habe eine Menge Zeit zu grübeln, mir Vorwürfe zu machen und verzweifelt zu sein. Das Geld war die Absicherung für die kommende Zeit ohne vollem Einkommen gewesen, um unseren Verpflichtung, z.B. Abzahlung der Wohnung nachzukommen.
    Dadurch das wir in diesem Jahr finanziell schon grosses Pech hatte, stehen unsere verbleibenden Finanzen verschwinden gering da.
    Mein Mann bekam bei seinem letzten Job 3 1/2 Monatsgehälter nicht bezahlt und sein ehemaliger Arbeitgeber ist” amtlich pfandlos”. Der Vorbesitzer unsere Wohnung hat sich auch aus dem Staub gemacht und hat hier auch bis zu 6.000 € Schulden hinterlassen. Es ist ja wohl klar, das wir dies alles zahlen mussten, obwohl wir uns extra bei der Wohnungsüberschreibung einen Notar genommen hatten, der alles nochmals prüft. Aber der kann sich ja rauswinden.

    Alles in allem, wächst mir das alles über dem Kopf. Du als kleiner blöder Arbeitgeber, von dir wird nur genommen auch wenn nichts mehr in der Tasche ist. Wie stellt sich das denn die Regierung vor?
    Ich kann doch nicht meinen Verpflichtungen nachkommen, wenn ich nichts mehr in der Tasche habe??

  44. Nathalieam 30. Oktober 2008 um 20:52 Uhr

    @ dekameron
    Ich habe das nur reingestellt, da ich es per E-Mail erhalten habe.

  45. updateam 31. Oktober 2008 um 01:49 Uhr

    Vom Gesamtbetrag bin ich sicher einer derjenigen, die am meisten Geld zu verlieren haben. Seit exakt 3 Wochen laufe ich wie paralysiert durch die Welt. So ziemlich alles, worauf ich mehr als 20 Jahre gespart habe, droht nun irgendwo im Nordmeer zu versinken. Ich bin nicht der Typ, der jetzt z. B. das Trinken anfängt, dennoch befinde ich mich in einem absoluten Alptraum. Ich hatte vor, in naher Zukunft eine Familie zu gründen und wollte den hohen sechsstelligen Betrag nur kurzfristig parken, um dann eine ETW zu kaufen/anzuzahlen (mehr bekommt man selbst dafür nicht in meiner Stadt München). Jedenfalls musste ich erstmal Urlaub nehmen, da ich mit der Doppelbelastung (Geld / Job) nicht fertig geworden bin. Fakt ist: Ohne die Rückzahlung des angelegten Geldes weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe zum Glück keine Schulden, jedoch müßte ich komplett von vorne anfangen. Ich weiß nicht, ob ich die Kraft dazu habe…

  46. tomam 31. Oktober 2008 um 06:32 Uhr

    Liebe Mitstreiter,

    Es sind nun fünf Tage bei mir vergangen in denen sich meine Welt, die Welt meiner Frau und die Wqelt meiner gesamten Familie auf den Kopf gestellt hat und wir vor den Kopf geschalgen sind!

    Es ist fünf Tage her, dass ich erfahren habe, dass mein Erspartes eingefroren wurde. Warum weis ich das erst seit fünf Tagen?

    ES GAB BIS HEUTE NOCH KEINE KOMMUNIKATION DER KAUPTHING BANK AN IHRE KUNDEN!!!
    Und ich möchte nicht wissen wie viele Kunden, die ausserhalb Deutschlands in Moment residieren von ihrem (un-) Glück noch gar nichts wissen.

    Dazu muss man wissen, sowohl ich als auch meine Gattin sind PhD studenten im Ausland, in Taiwan. Eine halbe Welt entfernt von Europa und Deutschland. Nachrichten aus Deutschland interessieren die hiesigen Medien nicht. Wenn ich nicht am pc sitze und bewusst suche, erfahre ich hier nichts!
    So ergab es sich, dass in den letzten drei Wochen, sich so einiges bei uns ergeben hatte, mussten dringend ein neue Wohnung finden, überdurchschnittlich viel arbeit an der Uni usw. Da kann ich nicht täglich alle medien rund um die Welt kontrollieren (klar, hätte ich besser tun sollen). Ich hatte mich in der Sicherheit gewogen, dass die Zusage unserer Frau Kanzlerin zum 5. Oktober Gültigkeit behält. Die Zusage ist wohl auch noch Gültig,… nur in abgeänderter, eingeschräkter Form.
    Am 27.10. wollte ich also mein Geld auf mein neu eröffnetes Postbank Konto überweisen (darum parkte das vermögen kurzzeitig bei der Kaupthing), der Rest dürfte bekannt…

    Zur Vorgeschichte:
    Vor etwa zwei Jahren hatten wir, Olga und Thomas (ich), frisch verheiratet, den Entschluss getroffen angesichts steigendem konkureenzdruck auf dem Arbeitsmarkt, etwas für unsere Zukunft zu tun: einen Grossteil unseres ersparten Geldes in unsere Bildung zu investieren und unser Doktorat in angriff zu nehmen. Wir entschlossen uns nach Taiwan zu gehen.
    Wir bekommen beide keine Förderung zum Studium aus Deutschland, ich weil ich den zweiten Bildungsweg beschritten habe (und Akademia in Deutschland das nicht akzeptiert) und Olga, weil sie ihr Vorstudium im Ausland hatte. Aus diesen Gruenden war es uns auch nich möglich in Deutschland zu studieren.
    Für alle Kritiker, schon an dieser Stelle: wir sind keine Deutschland flüchtigen! Wir haben beide unseren ersten Wohnsitz in Deutschland und mein Geld lag auf einer in Deutschland (mehr oder weniger) korrekt zugelassenen Bank.Selbstverständlich wurden meine Zinseinkünfte in meiner Lohnsteuererklärung aufgeführt.
    Ich hätte auch mein ganzes Geld mitnehmen können, auf eine taiwanesische Bank legen und mittels Steuerabkommen meine Steuerschuld nach Taiwan verlegen können. Hierzu habe ich mich bewusst nicht entschieden, selbst als der Wechselkurs auf Rekordniveau war und ich hätte einen saftigen Gewinn einfahren können.

    Welche Konsequenzen hat das nun für meine Familie?

    a) Meine Einlagen auf der Kaupthing Bank betragen 35000 Euro oder 80% meiner Lebenserspanisse. Das Geld war dort nur kurzfristig geparkt, bis mein Konto auf der Postbank eingerichtet sein sollte.
    b) Ich und meine Ehefrau haben keine regelmäßigen Einkünfte, auch keine unregelmäßigen. Das Arbeiten ist uns in Taiwan untersagt, wir haben lediglich ein Studentenvisa.
    c) Mit 40 Jahren stehe ich nun vor dem Schiffbruch meiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
    d) Die paar Kröten, die ich mir in über 20 Jahren arbeit in Deutschland zusammengespart habe sind unerreichbar, zum Teil wahrscheinlich verloren
    e) In der Gegenwart heist das nun, dass meine Frau und ich beide unser Studium im dritten Semester aufgeben müssen… das wird einen Klasse Eindruck in unserem Lebenslauf machen
    f) Wir werden wohl nach Deutschland zurückkehren müssen und uns dem Arbeitsmarkt stellen in einer Zeit des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Nicht schwer auszurechnen, wem wir dann auf der Pelle liegen, als Arbeitslose…
    Und hier fängt die Milchmädchenrechnung an (oder wie ich es nenne, “das linke Tasche, rechte Tasche Prinzip”)
    Ich hätte einen ALG Anspruch von etwas über 1480 Euro für 12 Monate, also 17760 Euro.
    Olga hat Anspruch auf etwa 1120 Euro pro Monat, also auf 13440 Euro. Macht zusammen 31200 Euro.
    Fuer die hälfte könnte die Regierung die Situation jetzt lösen, mit einem guten Ende für alle.
    g) Meine Eltern, die nach nach der dot.com Krise gebeutlet waren haben nun ihr Geld in die Immobilie gesetzt und verfuegen kaum über Barwerte, sie hatten krankheitsbedingt kürzlich hohe ausgaben. Müssen sie nun einspringen, heist das für sie Darlehen aufnehmen, Zinsen zahlen.

    Zusammengefasst:
    20 Jahre harte Arbeit vom Kfz-Mechaniker mit Hauptschulabschluss zum Doktorant sind für die “Katz”.

    Unzähliges Geld und Stunden für Abendschule und Weiterbildungskurse auf dem zweiten Bildungsweg waren für die “Katz”.

    Eine junge Familie steht vor dem Ruin, zwei Menschen müssen ihr studium aufgeben und werden es auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Alter von 40 Jahren gewiss nicht leicht haben.

    Und zu aller Letzt:
    Ich wehre mich vehemment gegen die Stimmungmache der Kaupthing Kunden als Zocker, gegen Falschaussagen wie “3% höhere Zinsen als deutsche Banken” oder Frau Merkels Aussage, dass wer höhere Zinsen bekommt auch ein höheres Risiko eingeht.
    Ich habe mich bewusst für die sicherste (denkste) Anlageform entschieden: Tagesgeld! Keine Fonds, Optionen, Aktien. Tagesgeld… sicher!
    Ich habe die einschlägige Wirtschaftsinformationen gelesen. Von forium.de bis wiso.de, habe Moodys und Standard & Poor studiert, habe ausländische Referenyen herangezogen und gelesen der halbe britische Adel hat sein Geld dort angelegt.
    Als skeptischer Kunde war ich zufriedengestellt.
    Im Fordergrund stand bei mir auch nicht der Zinssatz, sondern die Frage wie einfach und teuer ist es für mich über mein Geld auf internationaler Ebene zu verfügen, bis mein anderes Konto eingerichtet ist.

    Ich habe Angst um meine Zukunft, Angst um meine Frau. Olga kommt seit fünf Tagen aus Weinkrämpfen nicht mehr raus; ist völlig apathisch. Meine Eltern können vor Sorgen nicht mehr schlafen, eine Zumutung mit 67 Jahren.

    Kraft uns allen, unseren Freunden und Familien.

    Weisheit den Politikern und Entscheidungsträgern.

    Und Friede uns allen, damit wir wieder eine Nacht schlafen können.

    Olga und Thomas

  47. Nathalieam 31. Oktober 2008 um 15:12 Uhr

    von roco

    Ich habe selbst vor ein paar Monaten ein Tagesgeldkonto bei KE eröffnet und ursprünglich 50.000 EUR zwischenparken wollen. Die Situation an den Aktienmärkten ist mir zu unsicher geworden und da meine Frau und ich mit dem Gedanken spielen für unsere kleine Familie (wir und unser 1 jähriger Sohn) ein Haus zu kaufen, wollten wir schonmal etwas Cash in den vermeintlich sicheren Hafen bringen. Vor ca. 2 Monaten hat auch meine Frau auf mein Anraten ein Tagesgeldkonto bei KE eröffnet und weitere 30.000 EUR verlagert. Insgesamt ging es bei uns also um 80.000 EUR. Da ich mich derzeit auch noch um eine Erbschaftsgeschichte für meine Mutter kümmere kamen nochmals weitere 3 (!) Konten für meine beiden Schwestern und meine Mutter im Gesamtwert von 40.000 EUR hinzu. Dieses Geld wurde ca. 10 Tage vor der Einfrierung der Konten überwiesen!

    Ich hab mich im Vorfeld sehr wohl über die Einlagensicherung informiert und mich deshalb entschlossen mehrere Konten anstelle von nur einem zu eröffnen. Das Risiko bei meinem eigenen Konto und dem meiner Frau bin ich bewusst eingegangen, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass ein kompletter Staat in Europa bankrott gehen kann. Nachdem meine Frau aus einem Bauchgefühl heraus ca. 2 Wochen vor den Ereignissen am 9.10. mit mir gesprochen- und mir Ihr Unbehagen bei der doch recht hohen ungesicherten Summe mitgeteilt hat, haben wir uns entschlossen 30.000 EUR meines Kontos auf ein Konto bei einer anderen Bank zu transferieren. Man weiß ja nie…

    Am Abend vor Schließung der Konten haben wir auch noch bei meiner Frau 10.000 EUR auf das Referenzkonto überwiesen. Der Auftrag wurde angenommen, jedoch leider nicht mehr ausgeführt. Insgesamt wären wir also mit allen Konten unter die Einlagensicherungsgrenze gefallen. Insgesamt steht es bei uns derzeit so, dass 90.000 EUR gefährdet sind, welche auf fünf Konten verteilt sind (davon ein Konto mit 30.000 EUR) . Falls das ganze Geld tatsächlich verloren sein sollte, werde ich meine Verwandten alle Einlagen zurückzahlen, da ich derjenige war, der Sie in diese Lage gebracht hat und sogar noch die Anträge vorbereitet- und sie ihnen nur noch zum Unterschreiben vorgelegt hat…

  48. easterhaseam 31. Oktober 2008 um 20:04 Uhr

    Hallo,
    für mich war Kaupthing nur eine weitere Bank, die für damalige Verhältnisse gute Tagesgeldkonditionen angeboten hat, die geringfügig über der Konkurrenz lag. Ich wechsele meine Tagesgeldkonten häufig (ca. 2 Mal im Jahr) und hätte nie damit gerechnet, dass so etwas passieren kann.
    Mein ganzes, mühsam in über 10 Jahren Erspartes ist nun nicht mehr verfügbar. Ich liege zwar knapp unter den 20.887 €, aber wirklich ruhig schlafen kann ich erst, wenn der Einlagensicherungsfonds gezahlt hat. Ich hoffe, dass die Weltgemeinschaft Island und damit den ESF nicht bankrott gehen lässt.
    Enttäuscht bin ich von Deutschland. Wir Deutschen sind so ziemlich die letzten Europäer, die noch keine klare Aussage bezüglich ihrer Einlagen bekommen haben. Als Steuerzahler glaube ich, mehr Engagement und klarere Aussagen seitens der Politik verdient zu haben.
    Freundliche Grüße,
    Markus

  49. jeanny65am 2. November 2008 um 15:48 Uhr

    Hallo zusammen!

    Ich habe alle “Schicksale” hier gelesen und weiss jetzt , es gibt viele da draussen,die es noch übler erwischt hat!
    Vor nicht allzulanger Zeit sind meine Eltern innerhalb von 9 Monaten hintereinander gestorben.Durch einen seit 20 Jahren bestehenden Immobilienfond der pleite gemacht hat und nun von seinen Anlegern Nachzahlungen in unbegrenzter Höhe und dies wahrscheinlich bis zum”Skt.Nimmerleinstag” verlangt , haben meine Schwester und ich bereits dieHälfte unseres Erbes verloren.Die andere Hälfte ist nach wie vor bedroht.
    Aus dem Verkauf meines Elternhauses habe ich einen Teil d.Summe (30000,-€) b. Kauphing als Tagesgeld angelegt.
    Ich bin Flugbegleiterin auf Langstrecke. Leider haben die letzten 10Jahre ihren TRibut gefordert und mein Immunsystem ist ziemlich “im Eimer”!Da ich seit Jahren mehr krank als gesund bin , die “Berusunfähigkeitsversicherung” dies aber nicht anerkennt , habe ich zum 1.1.09 Teilzeit zu 50% mit meiner Firma vereinbart.Die Zinsen aus dem Tagesgeldkonto sollten mir helfen trotzdem noch überleben zu können.Gottseidank habe ich auch einen TEil meines Erbes noch auf einer anderen(deutschen)Bank und insofern geht es mir besser als so manch Anderem hier.Aber mal ganz ehrlich und bei aller Empathie , leider gehöre ich trotz allem nicht zu den Leuten , die das mal eben wegstecken können.Wie für viele Andere hier ,war das Geld mein Unterhalt.Wenigstens bin in meinem Fall nur ich alleine betroffen.Keine Kinder , keine Familie , keine Angestellten.
    Ich wünsche Ihnen allen gute Nerven und für uns alle einen guten bzw.erträglichen Ausgang dieser Geschichte!

  50. Elkeam 6. November 2008 um 16:09 Uhr

    Hallo zusammen,
    ich habe 51.000,00 € bei der KE geparkt – eben wie viele andere auch. Ich war mir auch nicht darüber bewusst, dass die Anlage von Tagegeld nun plötzlich Zockerei ist??
    Mein Mann und ich arbeiten neben unseren §19 Einkünften noch als Freiberufler und das Geld, das wir damit verdienen, wird immer geparkt um USt. und Einkommensteuervorauzahlungen leisten zu können – die nächste Vorauszahlung ist am 10.12.08 die nächste USt. am 10.01.09 fällig.
    Des weitern wird dann in der Steuererklärung 2008 Einkommensteuer auf Einkünfte fällig, die ich gar nicht mehr habe!! Und ich habe es weder ausgegeben noch verzockt!
    …irgendwie kann und darf das alles gar nicht wahr sein…
    Vielen Dank noch an die Forenbetreiber – lässt mich die Hoffnung doch noch nicht ganz aufgeben – und gute Nerven und Daumen drücken für einen glimpflichen Ausgang!
    Elke

  51. vonbriestam 7. November 2008 um 15:41 Uhr

    ich spare schon seit jahren für einen längeren auslandsaufenthalt. den ich nun bald auch umsetzen werde.
    mein komplett gespartes hab ich seit april bei kaupthing liegen.
    somit musste ich für flugtickets u.ä. einen dispo bei meiner bank beantragen, den ich gottseidank auch bekommen habe.
    mangels geld wird sich allerdings mein aufenthalt komplett anders gestalten als geplant.
    ich hoffe immer noch darauf, dass das tagesgeld schnell wieder freigegeben wird. sonst bekomme ich nochmehr finanzielle probleme, als ich sie jetzt schon habe…

  52. Alam 10. November 2008 um 13:03 Uhr

    Fast 80.000,00 €, all mein Erspartes meines ganzen Lebens habe ich als Tagesgeld bei der Kaupthing.

    Mein Berater bei einer unabhängigen und renommierten Finanzdienstleistungs-Agentur stimmte im August 2008 mit mir überein, daß für mich Tagesgeld die beste Anlageform sei. Dann fragte er nach der Bank. Ich sagte ihm: “Bei der Kaupthing.” Er daraufhin: “Das kann man machen, wenn man die Zeit dafür hat, immer ein Konto bei der Bank zu eröffnen, die die meisten Zinsen zahlt.”

    Am bemerkenswertesten ist es für mich, daß wir weltweit die einzigen in der ganzen Finanzkrise sind, die um Tages- oder Festgeld bangen!

    Wir sollten unser gesamtes Geld wiederbekommen!

  53. otmar.weidneram 14. November 2008 um 23:50 Uhr

    aus beil. Schreiben ist mein unseeliger Kontakt zur Kaupthing nachvollziehbar. Habe inzwischen auch “Applikation for…” abgeschickt. Reaktionen bisher null. Ich kann mir noch nicht einmal sicher sein, ob mein Geld auf einem Konto bei KE angekommen ist.

    Kaupthing Edge Deutschland EINSCHREIBEN mit Rückschein 10.10.2008
    Kundenservice

    76205 Karlsruhe

    W I D E R R U F

    Online-Banking
    Zu Ihren Schreiben v. 06.10.2008, Nr. D****141, M 85282 EZUE 128008500017

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Mit Antrag v. 02.10.2008 habe ich mich bei Kaupthing zum Online-Banking angemeldet. Zu meiner Überraschung waren bereits am 06.10.2008 per Lastschrift 5.000,00 € von meinem Referenzkonto abgebucht worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Rückmeldung bzw. Unterlagen (Annahmeerklärung, KontoNr., PIN, Code, etc.) für die Freischaltung und Nutzung des Online-Kontos in Händen. Das hat mich doch sehr erstaunt u. gestört. Diese notwendigen Formalien und Informationen sind heute, 10.10.2008, eingegangen. Ich war ganz fest davon ausgegangen, dass der Lastschrifteinzug erst nach der durch mich veranlassten Freischaltung vorgenommnen werden kann.

    Ich sehe mich durch diese Vorgehensweise i.V.m. den übrigen Ereignissen der letzten Tage veranlasst, meinen Antrag auf Online-Banking mit der Kaupthing Edge (im Rahmen des gesetzlichen Widerrufsrechts, BGB) fristgerecht zu widerrufen. Ich werde die Freischaltung auch nicht mehr vollziehen, ganz davon abgesehen, dass die Plattform inzwischen gesperrt ist.

    Ich bitte um sofortige Rücküberweisung der Einlage von 5.000,00 €. Danke!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    __________________________________________________________________________

    mail v.31.10.08
    Sehr geehrte Damen und Herren

    Mir Schreiben vom 10.10.2008 (Einschreiben mit Rückschein) habe ich den Online-Abschluß (Antrag v. 02.10.2008) fristgerecht widerrufen. Bereits am 06.10.2008, vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist haben Sie mein Referenzkonto mit 5000,– Euro belastet. Zu diesem Zeitpunkt war Ihnen die Schieflage (d.h. die drohende Insolvenz) der Kaupthing Bank mit Sicherheit schon bekannt. Daß Sie trotzdem mein Geld eingezogen haben und jetzt noch zurückbehalten erachte ich als vorsätzlich rechtswidrig. Ich habe Anspruch auf Rückerstattung außerhalb jeder Regelung irgendeines Einlagensicherungsfonds, weil ein gültiges Rechtsgeschäft überhaupt nicht zustande kam.

    Ich erbitte eine Nachricht. Danke

    mit freundlichen Grüßen

  54. mickiiam 15. November 2008 um 13:56 Uhr

    Guten Tag,

    Vorwort: Es gibt Pioniere, mal Gute, mal Schlechte…….
    ——– Sicherlich gehört der Iniziator und Gründer (mit Team) dieserser WEB-SEITE
    zu den Guten, denn in schlechten Zeiten ist man froh gleichgesinnte angetroffenen
    zu haben. -Demnach gebührt Ihm besonderen Dank.

    -Es sind viele schicksale geschrieben worden über die Kaupthing-Edge und dessen Privatanleger
    -wer würde nicht gerne sein Geld vermehren sehen?? – bitte werfe der erste STEIN.
    -Auch die KAUPTHING hat auf das schnelle GELD gesetzt mit bis zu 6,1% und selbst REINVESTIERT!!
    -Auch der Staat wäre / und ist sicherlich involviert, man denke an die lb-bw
    folglich Geld stinkt nicht, kann aber bei nichtbeachtung der Regeln Konseguenzen nachsich ziehen.
    -Meine gesamten Mieter-Kautionen liegen Geparkt auf Tagesgelderkonto – Euro 6000 zwar bin ich
    immer noch Optmistisch gestimmt, bezüglich dieser Einlagensicherungsfond und dessen Zusagen,
    aber erst sicher bin ich wenn die RETUR-GUTSCHRIFT bei mir eintrifft.
    Eines muß man der KAUPTHING ANLASTEN- GELDER die als TAGES/FESTGELD gebucht waren
    hätten niemals in den BÖRSENMARKT fließen dürfen. FOLGLICH WÄRE EINE SCHADENERSATZKLAGE
    FÜR RÜCKWIRKENDE/ NACHKOMMENDEN ANSPRÜCHE/FORDERUNG SEITENS DER GLÄUBIGER ANGEBRACHT.

    GRUß
    MICKII

  55. holagam 19. November 2008 um 00:08 Uhr

    Die Schiffsbeteiligung im Sommer aufgelöst, mein Heizöltank leckte sich die blanken Innenwände wg. der hohen Ölpreise, daher erstmal das Geld in Island zwischengeparkt.
    Nun kommt der Winter, die sinkenden Temperaturen in Verbindung mit den sinkenden Ölpreisen lassen eine Befeuerung erwarten; doch wie komm ich an mein Geld dafür?
    Würde ich SCHRÖDER heißen, könnte ich ja eine Pipeline für die Fernwärmeversorgung aus den Thermalquellen auf Island bauen und anzapfen, aber ich bin nicht SCHRÖDER…
    Jetzt warte ich erstmal das angekündigte Konto-Salden-Schreiben von KE ab (hat mein Kollege heute schon bekommen) um es dann dem Antrag beizufügen.

    Resümee: … man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden (Epiktat)

    — und das Leben sagt: Wache auf und wehre Dich !

  56. BeWeam 2. Dezember 2008 um 19:38 Uhr

    Liebe Mitbetroffenen und Site-Betreiber,

    erst einmal ein großes Kompliment für euren Einsatz und das Betreiben dieser Webseite.

    Bei dem was ich so alles von anderen lese habe ich wahrscheinlich noch sehr viel Glück gehabt. Bis kurz vor dem Zusammenbruch hatte ich noch etwa 13K auf dem Kaupthing Konto, aber dann kurzfristig davon 10K meinen Eltern für eine Dachreparatur geliehen – jetzt ist erst einmal nur der kleine Teil (Kaupthing) weg und die große Summe erhalte ich ja nach einen halben Jahr (Eltern) wieder zurück.

    Dennoch gibt es ein Studium, Wohnung usw. zu finanzieren, das Kaupthing Geld sollte eigentlich als Sicherheit dienen falls irgendetwas anderes mal ausfällt oder größere Ausgaben jenseits der üblichen Kosten entstehen. So musste die Autoreparatur erst einmal verschoben werden.

    Glücklicherweise kam dann zu meinem einen Job noch ein kleiner an der Uni hinzu und inzwischen kann ich sogar wieder ein wenig Geld sparen, wieder Tagesgeld.

    LG,
    Björn

  57. Illbeluckyam 18. Dezember 2008 um 10:45 Uhr

    Hallo zusammen,
    klasse dass Ihr diese gute Info-Seite ins Leben gerufen habt.

    Habe mich heute bei Euch angemeldet. Hier mein Schicksalsbericht :

    Ich bin 46 Jahre alt. Seit mich mein Arbeitgeber gekündigt hat bin ich
    seit April 2008 arbeitslos. Ich habe eine gute Abfindung erhalten und
    wollte mit dem Geld meine neue Ausbildung als Berufspilot
    bezahlen.Alle meine Ersparnisse (80.000€ ) habe ich bei der Kaupthing
    Bank auf einem Tagesgeldkonto zwischengeparkt. Seit das Geld
    eingefroren ist habe ich ein echtes Probelm.

    Meine Ausbildung kann ich nicht mehr weiter machen, da ich an das Geld
    nicht mehr heran komme. Ende März 2009 läuft das Arbeitslosengeld aus
    und dann hab ich gar kein Geld mehr zum Leben, ganz zu Schweigen von
    der Ausbildung. Die Situation ist mehr als bedrohlich für mich geworden.

    LG Andreas

  58. psducam 11. Januar 2009 um 15:08 Uhr

    Hallo Miteinander,

    ebenfalls von meiner Seite ein herzliches Dankeschön für die Einrichtung dieser tollen Seite.
    ALso wenn man so dies Schicksale liest, dann kann ich sagen, dass ich noch mit einem blauen Auge davon gekommen bin.

    Bin 43 Jahre alt und verheiratet sowie 2 Kinder mit 11 und 14 Jahren.
    Ich hatte 20000 EUR geparkt, da ich vorher von einem Bekannten auf die Einlagensicherung hingewiesen wurde und mir dies auf der Seite durchgelesen hatte. Somit sah ich kein Risiko bei der Anlage von 20000 EUR.

    Nun warte ich auch ab, wann endlich das GEld zurück kommt. Ich bin glücklicherweise nicht im Moment darauf angewiesen, hätte aber gerne das Geld wieder angelegt, dass es weiter arbeitet.

    Ich hoffe für uns Alle und natürlich für die, die am beschi….. dran sind, dass die Sache so schnell als möglich über die Bühne geht und Alle Ihr Geld wirklich zurück erhalten. Vielleicht auch mit Zins?!?!

    Es sollte nur langsam mal BEwegung rein kommen, da ich das so langsam echt als richtig verzögert erachte.

    Allen ein Gutes Neues und wie gesagt, hoffentlich sehen wir “Alle” bald unser Geld wieder.

    LG Peter

  59. dicker_hundam 24. Februar 2009 um 16:58 Uhr

    Eigentlich waren wir bis 10/2008 eine ganz normale Familie, dann kam eine Wende. Der grössere Teil unserer Ersparnisse und die unserer Kinder auf der KB sind nicht mehr verfügbar.

    Mutti arbeitet in der von Insolvenz betroffenen Firma Qimonda und weiß nicht, wie es ab 1.4.2009 weitergeht. hop oder top!

    Die Tochter ist nur für die Ausbildung in den Westen gegangen, bekommt aber in der Heimat Sachsen keine Arbeit, also muß sie dort bleiben. Aber nichteinmal wegen einer gutbezahlten Festeinstellung, sondern als frischgebackene Fachkraft für Veranstalungstechnik auf freiberuflicher Basis.

    Der Sohn absolviert z.Z. sein Anerkennungspraktikum von 6 Monaten mit auswärtiger Unterbringung, bei dem er keine Cent verdient, sondern noch Mietkosten hat.

    Also kann man sagen, dass in unserer 4-köpfigen Familie gleich drei politische Schwerpunktthemen aktuell sind. Aber eines gilt für alle-WIR BRAUCHEN UNSER GELD ZURÜCK, und das hoffentlich schnell.

    Gruß

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/02/24/es-geht-auch-noch-schlimmer/

  60. woodeddyam 25. Februar 2009 um 09:57 Uhr

    Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Seit Monaten warten wir auf unser Geld. Meine Familie und ich sind zum Sozialfall geworden. Die Bank gibt uns keinen Kredit mehr. Unsere Familie muss uns untersützen, auch Freunde haben uns schon Geld geliehen. Meine Frau ist zu 90 % behindert, sie benötigt jetzt einen Rollstuhl. Wovon bezahlen? Wir sind beide wg. Krankheiten frühzeitig erwerbsunfähig geworden und beziehen nur kleine Renten. Das Geld das bei KE liegt, war zur Aufstockung unserer Einkünfte gedacht, wöchentlich oder mtl. Es war ein im Oktober fälliger Betrag aus einer Lebensversicherung. Sonst haben wir ja gar kein Kapital in “der Rückhand”. Wie soll es nur weiter gehen, wenn die KE nicht bald zahlt?

  61. asufroam 21. März 2009 um 11:19 Uhr

    Da ja niemand gerne über seine ernsthafte finanzielle Not spricht, die jenseits der Problematik liegt, ob man einen geplanten Dachausbau oder Autokauf verschieben muss, möchte ich das Bild der Kaupthing -Sparer aber doch erweitern um diejenigen, die jetzt existenzielle Probleme haben und zu deprimiert oder hoffnungslos sind, um sich zu äußern !

    Ich hatte das Konto für meine Steuergelder angelegt, die nun fällig werden.
    Wie so oft beim Finanzamt kommen jetzt Nach – und Vorauszahlungen auf einmal, der Steuerberater schickt die Rechnung und dieses Jahr bleiben dann gleichzeitig noch die Aufträge aus.
    Ein totaler Kollaps, denn wo auf einmal die fehlenden 15.000 € auftreiben ?
    Das Finanzamt rät von einem komplizierten Aufschub-Antrag ab.
    Demnächst muss Hartz IV beantragt werden, dabei war alles scheinbar so gut überlegt !
    Natürlich hat man einen Fehler gemacht, bei der Auswahl der Bank, aber es scheint heute teilweise unmöglich, eindeutige, glaubwürdige Informationen über einen Sachverhalt heraus zu bekommen, wie ja anhand des Falles der Kaupthing – Entschädigung – ja oder nein, wann und warum nicht jetzt – wieder deutlich wird !

    Da sind hunderte von Menschen seit 6 Monaten dabei mit viel Einsatz heraus zu finden, wie der Sachverhalt ist und noch immer weiss man nicht , – ist es politisches Kalkül , eine finanzrechtliche Problematik die nur zwischen Island und Deutschland besteht oder eine Abwicklungsproblematik bei der Kaupthing Bank selbst, die diese Verzögerung einer als möglich angesehenen Einlagenauszahlung verursacht ?
    Auch hier ist es doch unmöglich, die “Wahrheit” herauszufinden !
    Es gibt nur die unterschiedlichsten Vertreter, die innerhalb ihrer Interessen agieren.
    Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass die Betroffenen, die jetzt in wirklicher Not sind, sich trauen, um Hilfe zu bitten und sich in die Öffentlichkeit zu stellen !
    Man muss sich nicht schämen, wenn man mal ein Konto bei der “falschen Bank” eröffnet hat !
    Und eine zu finden, die keine windigen Geschäfte tätigt und keinen einzigen egoistischen Mitarbeiter hat, dürfte unter Umständen sogar echt schwierig sein…

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/03/21/schicksale-2/

  62. DietmarFriesam 21. März 2009 um 22:40 Uhr

    Hallo, asufro,

    ich habe Deinen Beitrag mit Interesse gelesen und kann insgesamt nur zustimmen.

    Es ist alles immer noch ein undurchsichtiges Wirrwarr an Informationen und Halbwahrheiten.

    Die Menschen, besonders die “harten” Schicksale können einem wirklich leid tun.

    Auch mich trifft es mehr als hart.

    Geld weg, Job weg, Frau weg, Scheidung steht an.

    Also nix da, von wegen “mein Haus, mein Auto, mein Boot…”.

    Nur: Wegen Geld oder sonst was lohnt kein Suizid, es geht immer mal wieder aufwärts.

    In diesem Sinne…

    herzliche Grüße

    Dietmar

    P.S.: Jedes Ende bedeutet auch einen neuen Anfang…

  63. MASSSACAam 29. März 2009 um 11:59 Uhr

    LEUTE es ist soweit,

    ich kann mich nun in die Gruppe derer einreihen die Überbrückungskredite aufnehmen müssen…

    Zu einen horrenden Zinssatz von 15% muss ich mein Kreditkartenkonto auf Teilzahlung umstellen….

    Das ist mir noch nie passiert!!! Jedoch, Deutschland sei dank, geht es nun nicht anders…

    Ich hab offene Forderungen im mittleren vierstelligen Bereich, und ein Haufen Rechnungen, der bezahlt werden musste.

    Dazu noch die Forderung an die Kaupthing für Geld das genau solche MISSSTÄNDE überbrücken sollte.

    Das schlimme ist das seit Monaten nix passiert, egal was wir machen, es wird berichtet, geredet, berichtet usw….

    WIESO? Ich glaube diese Frage stellen sich gerade 30.000 potentielle Wähler, damit sind wir mehr als die OPEL-Stammbelegschaft…

    Und ich finde Spareinlagen sind leichter zu retten, als eine ganze Autobranche, die sich früher oder später sowieso aus Deutschland verabschieden wird..

    LEUTE, ich schäme mich dies schreiben zu müssen, wirklich.

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/03/31/schicksale-3/

  64. GOOD LUCKam 17. April 2009 um 15:41 Uhr

    “Ich steh in eurer Schuld”

    :mad: Hallo zusammen,
    nun haben die mich auch soweit, das ich am Tropf jener Branche hänge an die ich eigentlich FORDERUNGEN habe. Mein Ladengeschäft muß schon seit zwei Monaten auf seine Eröffnung warten obwohl alles fix und fertig ist. Das Geld war für die entsprechende Ware geparkt und nicht für Bankerspielchen! Man muß sich mal Vorstellen das ich nun BITTSTELLER bei den Banken geworden bin!!! Meine Exsistenz steht kurz vor dem Kollaps und das ohne EIGENVERSCHULDEN (nur ein simples TAGESGELDKONTO in Deutschland eröffnet und meine Zukunft damit ins Wackeln gebracht).
    Schönen dank auch an unsere Regierung die mann schon aus übereifer bremsen muß, die mir bis jetzt sehr geholfen hat und der ich auch weiterhin mit neuen Arbeitplätzen in Deutschland helfen werde.

    HEUL!!!

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/04/19/schicksal-eines-forums-nutzers/

  65. Hotteam 21. April 2009 um 13:29 Uhr

    Mein Mann und ich sind zwischen 50 und 60 Jahre alt und beziehen schon seit ca. 10 Jahren Rente wegen Erwerbsunfähigkeit. Wir besitzen einen Restbauernhof und (zumindest bis 2008) einige ha Ackerland. Da zwei kleine Renten ja nicht gerade üppig sind, wir das Bewirtschaften der landwirtschaftlichen Flächen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr können und unsere Kinder beruflich anderweitig in Deutschland Fuß gefasst haben, hatten wir uns entschlossen, das Land zu verkaufen und mit dem Geld eine Photovoltaikanlage zu installieren (Fläche haben wir ja genug – Scheune, Stall etc.). Mit der Stromerzeugung kann man monatlich ca. 150 – 200 Euro einnehmen und wir hatten gehofft, damit am Monatsende jeweils immer etwas mehr Luft zu haben. Das Geld aus dem Landverkauf wurde bei Kaupthing “zwischengeparkt” und die Stromanlage in Auftrag gegeben. Bezahlen konnten wir sie allerdings aus bekannten Gründen nicht mehr, so dass wir die gesamten Konsten mittels eines Kredits finanzieren mussten. Anstatt der monatlichen Entlastung haben wir jetzt seit einem halben Jahr noch weniger Geld zum Leben zur Verfügung und die Banken verdienen sich an uns dumm und dusselig. Hoffentlich zahlt Kaupthing bald zurück, damit wir zumindest den Kredit teilweise wieder ablösen können!

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/04/24/schicksal-eines-ehepaares-aus-dem-forum/

  66. ubitam 24. April 2009 um 19:15 Uhr

    Und ICH vergesse dabei die menschliche Komponente mit Sicherheit nicht. Fast die gesamten Rücklagen von meiner Freundin liegen in Island. Letztens war mal wieder eine KFZ-Inspektion fällig. Anfang des Jahres hatten wir gigantische Kosten für den Tierarzt. Irgendwas geht irgendwie immer kaputt. Im Betrieb meiner Freundin gibt es eine Betriebsvereinbarung: Weniger arbeiten, weniger Gehalt. Mir steht vermutlich ab nächsten Monat Kurzarbeit 0 ins Haus (also eben mal 40%-50% weniger vom ohnehin schon mickrigen Gehalt im Monat). Über die menschliche Komponente musst Du mir nichts erzählen…

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/04/28/schicksale-ohne-ende-ein-weiterer-forums-nutzer-berichtet/

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