zum Thema zugesicherte Absicherung des Kapitals

15. Oktober 2008

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihr Interesse an einem Kaupthing-Edge Konto.

Bezug nehmend auf Ihrer Anfrage zum Thema Einlagensicherungsfonds möchten wir Ihnen folgende Informationen geben:

Um Ihnen bis zur Aufnahme in den Einlagensicherungsfonds des dt. Bankenverbands volle Sicherheit zu gewährleisten, sind wir als eine der größten Banken und einer der führenden Anbieter von Bankdienstleistungen in Nord-Europa dem Einlagensicherungsfonds des isländischen Bankensystems angeschlossen. Dieser Fonds schützt die Einlagen jedes einzelnen Kunden – auch in Deutschland – bis zu
einer Höhe von 20.887,00 Euro zu 100%. Für Einlagen über diesen Betrag können wir keine Einlagensicherung gewährleisten.

Informationen zum isländischen Einlagensicherungsfonds Depositors’ and
Investors’ Guarantee Fund (Tryggingarsjóður innstæðueigenda og fjárfesta)
erhalten Sie auf http://www.tryggingarsjodur.is oder über die Isländische
Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleister FME auf www.fme.is .

Die Kaupthing Bank ist eine in Ratings mehrfach ausgezeichnete Bank. Im Jahr
2007 wurde sie vom Branchenorgan „Euromoney“ als beste Bank in der Nord- und Baltikregion ausgezeichnet.

Arthur D. Little hat in einer umfassenden Untersuchung im Dezember 2007 festgestellt, dass die Kaupthing Bank die zweit-effizienteste Bank in ganz Europa ist.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQs auf unserer Website http://www.kaupthingedge.de.

Sie erreichen unseren Kundenservice täglich – auch sonn- und feiertags –
telefonisch unter 0180-37 37 37 0*, per Fax an 0180-30 18 000* oder per E-Mail
an kundenservice@kaupthingedge.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kaupthing Edge Kundenservice

Eine Reaktion zu “zum Thema zugesicherte Absicherung des Kapitals”

  1. Oliveram 16. Oktober 2008 um 03:53 Uhr

    Das klingt natürlich für Sparer mit Geld bei dieser Bank bitter, aber vielleicht sollte man auch nochmal auf die Vorgeschichte eingehen.

    Im Gegensatz zu Glitnir (3. Platz) und Landsbanki (2. Platz), hatte Kaupþing (1. Platz, nach Größe der isl. Banken) eigentlich keine Zahlungsverpflichtungen bis zum Frühjahr kommenden Jahres. Da sich aber die britische Regierung unter Gordon Brown dazu entschloß die Einlagen der Landsbanki (und Töchter) in Großbritannien mithilfe eines Antiterrorgesetzes (letzte Woche Dienstag) einzufrieren, und dies dann auch auf die Geldflüsse von Kaupþing ausgeweitet wurde, sah sich trotz Solvenz die Führungsriege von Kaupþing gezwungen die isländische Regierung zu bitten die Bank nach dem neuen Gesetz zu übernehmen, da sie erst durch diese Aktion(en) der Briten ins Schlingern geriet. Der Rest ist Geschichte.

    Allerdings sieht es deutlich nach einer Eiszeit zwischen Briten und Isländern aus (und das nach den „Kabeljau-Kriegen“) und die Isländer wollen meinen Informationen (15.10. am Abend) zufolge Großbritannien verklagen, weil sie eine solvente Bank – und noch schlimmer, die letzte verbleibende solvente und gleichzeitig größte Bank Islands – in den Untergang getrieben haben. Mal sehen was daraus wird. Es wird auch gemunkelt, daß auch auf NATO-Kanälen die Stimmung auf Sturm ist. (Island hat zwar keine Armee, war aber in der Koalition der Willigen und ist in der NATO.)

    Man sollte vielleicht erwähnen, daß die isländische Regierung prinzipiell kein Interesse an der Übernahme von Kaupþing gehabt hätte, weil sie ja solvent war und außerdem (wenn ich das richtig verstanden habe) im Volumen das BIP Islands übersteigt.

    // Oliver

    PS: Mein Geld habe ich übrigens hier bei der isländischen Kaupþing. Es gelten aber hier im Moment ohnehin Umtauschbegrenzungen (die man auch nur dann ausschöpfen kann, wenn man eine gute Begründung hat) und der EUR/ISK-Kurs ist auch nicht sehr attraktiv, auch wenn der inländische deutlich freundlicher (1:132, wenn ich nicht irre) aussieht als der seit dem 9. Oktober eingefrorene Kurs der EZB.

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