Zur weiteren Vorgehensweise

30. Oktober 2008

Hallo an alle!

Wie bisher auch mein Appell: ruhig bleiben

Es wurde viel geschrieben in den Medien, aber Fakten sind recht wenige bekannt. Ich persönlich werde morgen alles daran setzen, offizielle Informationen zu bekommen (BaFin, Island usw.). Alles Wichtige werden wir HIER veröffentlichen und wenn nötig auch per Newsletter versenden.

WIR WERDEN WEITER FÜR EUCH KÄMPFEN – UND ZWAR FÜR DAS KOMPLETTE GELD!

Wichtig ist weiterhin ruhig bleiben und NICHT, wie ich schon mehrfach gelesen habe, auf den Politikern rumhacken oder gar beleidigend werden! Damit erreicht man eher das Gegenteil.

Seid sicher, dass wir alles Menschen-Mögliche tun werden, damit jeder sein Geld und auch seine Zinsen bekommt. Es kann ein langer Winter werden, aber irgendwann kommt auch wieder der Frühling.

Wir haben viele Ideen, die gilt es nun zu bündeln, zu diskutieren und umzusetzen.

Wir packen’s an und wir werden es schaffen, davon bin ich zu 100% überzeugt!

6 Reaktionen zu “Zur weiteren Vorgehensweise”

  1. Isachaosam 30. Oktober 2008 um 23:20 Uhr

    Hallo Dirk,

    ich gehöre leider auch zu den Leuten, die mehr als die 20.887 Euro auf dem Konto hatten. Welche Möglichkeiten siehst Du noch an das gesamte Guthaben zu kommen, wenn der Entschädigungsfall schon festgestellt wurde.
    Ich habe keinen Kontoauszug und soll jetzt über die Buchungen vom Referenzkonto und anderen Konten das Guthaben belegen.
    Kann die Kaupthing Edge nicht den Login auf der Webseite ermöglichen, damit wir den aktuellen Kontostand abfragen können? Die Funktion „Überweisung“ kann man ja sperren…..

    Viele Grüße und herzlichen Dank

    Isachaos

  2. oertheedgeam 30. Oktober 2008 um 23:30 Uhr

    Hi Dirk,

    leider bin ich einer der Unglücklichen über der Grenze von 20.887. In welcher Form (außer diesem Kommentar :)) soll ich mich an euch wenden?

    Vielen Dank für diese Plattform und die große Hilfe, die ihre seid! Das macht Mut!

    Beste Grüße
    O.

  3. 7552edgeam 31. Oktober 2008 um 00:01 Uhr

    Trotz der aus meiner Sicht abwiegelnden Statements zu Gunsten unserer Superpolitiker, die sich z.B. bei ganz anderen Sachen stark machen, z.B. wenn es darum geht, Touristen, die eindeutig in Risikozonen fahren, dort wieder rauszubekommen, ist hier ein Versagen unserer Politiker zu konstatieren. Wenn ein Land von der Bevölkerungzahl und wirtschaftlichen Potenz wie die BRD seine Bürger in einer solchen Angelegenheit im Gegensatz z.B. zu viel kleineren und wirtschaftlich schwächeren Ländern im Regen stehen lassen muss und – wie von mir erwartet – nun nur ein direkter Kontakt jedes Einzelnen von uns mit dem Isländischen Entschädigungsfonds übrig bleibt, ist das eine grandiose politische Fehlleistung, was hier auch mal hingeschrieben werden muss, auch wenn es den mitlesenden Politikern natürlich nicht gefällt und auch nicht gefallen soll. Durch dieses Vorgehen haben die sich als …… (die Bezeichnung können die viel besser finden als ich) geoutet.

  4. Dirkam 31. Oktober 2008 um 01:20 Uhr

    Hallo,

    ich sehe das ein wenig anders, da es noch kein offizielles Statement gibt, dass man nichts tut – es wird lediglich keine konkrete Aussage gemacht (gleiches passiert übrigens auch in besagtem Touristen-Fall, wo es nebenbei bemerkt um Menschenleben geht). Natürlich wäre es wünschenswert, dass man eine Aussage bekommt, aber da es bisher nicht amtlich ist, dass jemand sein Geld nicht bekommt, gibt es auch keine Veranlassung zu handeln.

    Unsere Forderung hier ist klar formuliert: Wir möchten unsere Einlagen zurück, und zwar die Gesamten!

    Ich gehe davon aus, dass besagtes Zitat:

    „Die Bundesregierung versucht mit der isländischen Regierung Wege zu finden, wie man im Einzelfall helfen kann. Abzuwarten ist, ob es überhaupt zu Schäden kommt, da erstmal die isländische Einlagensicherung greift.“ [Quelle: Bundesfinanzministerium]

    darauf abzielt in Fällen, wo nicht der volle Betrag erstattet wird, zu helfen. Genau das haben andere Staaten auch gemacht – und auch das wird unsere Regierung machen, davon bin ich überzeugt. Deutschland war schon immer Vorreiter im Understatement, wenn es um finanzielle Aspekte ging.

    Ich rufe weiterhin zum Vertrauen in unsere Politiker auf. Es hat schon viele Fälle gegeben, wo auch einzelnen Leuten geholfen wurde. Wichtig ist, dass wir alle Geschlossenheit demonstrieren, dazu gehört es auch die Leute zu unterstützen, die mehr als die 20.887 haben, auch wenn man sein Geld schon erhalten hat.

  5. tomam 31. Oktober 2008 um 04:03 Uhr

    Erstmal vielen Dank an die Betreiber dieser Seite und viel Mut und Kraft Euch allen!

    Bezüglich dem Einsenden des Formulars geht mir leider ein Gedanken nicht aus dem Kopf:

    Ich bin betroffen mit 35000 Euro auf meinem (jetzt wohl nicht mehr meinem) Konto.

    Hat hier jemand schon darüber beraten, welche rechtliche Konsequenz entsteht wenn ich den Antrag unterschreibe und einsende?

    a) „In the event that payment is remitted from the The Depositors’ and Investors’ Guarantee Fund, I am aware that according to Article 10, paragraph 3, of Act No. 98/1999 on Deposit Guarantees and Investor-Compensation Scheme, my claim against the bank or bankruptcy estate concerned will be taken over by the Fund.“

    Das heist doch, dass ich alle meine Forderungen an den Depositors and Investors Gurantee Fund übertrage.

    b) „By accepting compensation from the Fund, I therefore assign my claim against the bank or bankruptcy estate concerned to the Fund in respect of the amount compensated.“

    Und das heist wohl, dass ich wenn ich die angebotene Summe des Funds akzeptiere, ich weitere Ansprüche an die Bank aufgebe-verliere.

    Um des Teufels Advocat zu spielen:
    – Ich trete somit eien Anspruch von 35000 Euro an einen Fund ab, der sich von vornherein auf 20880 Euro limitiert
    – Gebe ich somit meinen rechtlichen Anspruch vollkommen ab?
    – Was passiert wenn später ein Fehlverhalten der Bank festgestellt wird (Missmanagement, Insolvenzverschleppung)? Ich glaube da wird noch so einiges ans Tageslicht kommen…
    – Was passiert wenn ein Fehlverhalten der deutschen Kontrollgremien (BAFin) festgestellt wird?

    Ich rate dringend, die Meinung eines rechts- und sachkundigen Experten an dieser Stelle einzuholen, bevor eine Flut weiterer Fehler durch panikartiges einsenden der Formulare entsteht.

    Ich stecke leider mit nichteinmal ausreichend Geld für ein Ticket nach Deutschland, in Taiwan fest. Meine Frau und ich sind hier im dritten Semester unseres PhD Studiums und vor der Krise unseres Lebens.
    Wenn die Situation sich nicht ändert wird unsere nahe Zukunft so ausschauen:
    – Abbruch des Studiums
    – Zurück nach Deutschland
    – und erst einmal auf den Arbeitslosenmarkt

    Liebe Betreiber, ich möchte Euch meine Hilfe anbieten, wenn ich etwas tun kann um Euch bei Recherchen oder Übersetzungen deu-eng helfen, dann bitte kontaktiert mich.

    Es ist sehr trostlos auf der anderen Seite der Kugel zu sitzen…. machtlos

    Glück uns allen!

  6. Wiskiam 31. Oktober 2008 um 09:30 Uhr

    Moin,

    die Berichterstattung in den Medien (wenn sie denn bezüglich Kauphting überhaupt stattfindet) ist in der Tat verwirrend.

    So schreibt z.B. die Wirtschaftswoche:
    Nun hat die isländische Finanzmarktaufsicht festgestellt, dass der Einlagensicherungsfonds des Inselstaates zahlen muss – und zwar an jene Kaupthing-Kunden, die ihre Sparguthaben nach dem 9. Oktober 2008 beheben wollten.

    Was bedeutet denn bitte der Zusatz „die ihr Sparguthaben beheben wollten“?

    Heist das etwa, dass Festgeldkunden (noch) nicht entschädigt werden, weil sie über ihr Geld ja erst nach Ablauf der Frist wieder verfügen konnten und somit ihr Guthaben sowieso nicht beheben konnten?

    Eigentlich ist doch wohl klar, dass nach dem Crash jeder möglichst schnell aus der Sache wieder raus will.

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