Island – Insel der Unglückseligen

Eine Reaktion zu “Island – Insel der Unglückseligen”

  1. herbalthoughtsam 4. November 2008 um 14:40 Uhr

    Jetzt kommen mir aber gleich die Tränen. Demnach müsste Island ja in ein paar Jahren seine Nachbarstaaten überfallen…So ein bescheuerter Vergleich.

    Im Ernst, die Lage ist wohl weder für Island noch für die Island Anleger einfach. Nichts desto trotz gilt glaube ich weltweit: Wer sich die Suppe einbrockt, muss sie auch auslöffeln. Will sagen: Hätten der heutige Premier und sein Finanzmensch nicht vor Jahren gemeinsam die Öffnung des Isländischen Bankensystems betrieben, hätte es gar nicht so weit kommen können.

    Hätte die EU im Rahmen der EWR Richtlinien und des Euro Pass Verfahrens genauer hingeschaut hätten die Isländer gar nicht ausserhalb ihrer Insel operieren können.
    Das hätte dann vielleicht sogar institutionelle Anleger wie die Bayern LB davor bewahrt Geld dort anzulegen oder es auf Eis zu legen…

    Hätte die Bafin mehr Mittel, besser ausgebildete Mitarbeiter, fühlte sich kompetenter und gäbe es keinen Dauerstreit mit der Bundesbank, wäre das Thema Island vielleicht schon früher aufgefallen – aber da die es ja selbst die Berliner Bankgesellschaft nach 13 Sonderprüfungen nicht hinbekommen haben glaube ich auch das nicht.

    Dann wären da noch die Politiker, die sich der Sache hätten annehmen können – sowohl vor als auch nach dem 5. Oktober, wobei schon Blühm immer behauptet hat: Die Renten sind sicher.

    Hätten die Fachzeitschriften besser recherchiert.

    Hätten wir unser Geld doch in Omas Sparstrumpf gelassen.

    Hätte, wennste, könnste…

    Die Politik, in erster Linie die EU ist gefragt und sollte zusehen Island zu unterstützen. 8 Milliarden. Lächerlich. Wenn jedes Land in Europa einen Teil des Schutzschirms für die jeweiligen Banken über Island aufspannt, dann passt des auch wieder. Die Schulden bleiben, aber damit wäre ich ja wieder bei der Suppe.

    Guten Appetit.

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