Wenn KfW die „dumbest“ Bank wäre, käme für die „dumbest“ KE-Kunden eine Gleichbehandlung in Frage?

9. November 2008

KfW, Germany’s state-backed development bank, has set aside €98 million (£79 million) for possible losses related to Icelandic investments. KfW admitted last month that it had transferred more than €300 million to Lehman Brothers on the same day that the New York-based securities firm filed for bankruptcy, leading the Bild newspaper to dub KfW Germany’s “dumbest bank”. That debacle led to an investigation and the departure of two executives. (Jim McLean, Times Online)

Meines Erachtens waren wir mindestens nicht so leichtsinnig wie das bundeseigene Institut KfW. Der Fernseh-Auftritt des Finanzministers wird mir unvergesslich bleiben. Für ein paar percent mehr Zinsen (nämlich per anno !!!) hätten die KE-Kunden leichtsinnig mehr Risikon eingegangen, statt ihre Ersparnisse den soliden deutschen Kreditinstituen anzutrauen. Aber wenn diese noch mehr Einlagen eingesammelt hätten, wären sie womöglich um so mehr Risiko eingegangen, was vielzu schade für sie und und die Volkswirtschaft wäre. Soweit es bekannt wurde, geht etwa ein Drittel von Islands ganzen Auslandsschulden aufs deutsche Kredit zurück, das schon rechtlich sicherlich schlechter als unsere Einlagen abgesichert sind. An der ganzen ganzen Sache erlebt man auf Schritt und Tritt eine Unverschämtheit. Ich überlege mir auch, wovon die Unverschämt begonnen hatte. Jedenfalls veränderte die Sache mit der KE meine Einstellung zu unserer Zeit grundlegend.

Eine Reaktion zu “Wenn KfW die „dumbest“ Bank wäre, käme für die „dumbest“ KE-Kunden eine Gleichbehandlung in Frage?”

  1. tomam 9. November 2008 um 17:52 Uhr

    Weitere Meldung hierzu auf Deutsch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,588926,00.html

    ohne Kommentar….

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