Kolumne von Otto Graf Lambsdorf

1. Dezember 2008

Herr Otto Graf Lambsdorf, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft sowie Bundesvorsitzender der FDP, hat in der heutigen Ausgabe der Welt online seine Kolumne veröffentlicht.

Sie trägt den Titel „Rettungspaket für Raffgierige“. Zum Artikel kommt ihr hier.

An dieser Stelle hier kann der Beitrag kommentiert werden – das sollten wir wie immer ausgiebig tun.

8 Reaktionen zu “Kolumne von Otto Graf Lambsdorf”

  1. Island-Ponyam 1. Dezember 2008 um 11:16 Uhr

    KOLUMNE VON OTTO GRAF LAMBSDORF

    Nur soviel, zu „Raffgier“!!!

    Quelle Wikipedia:
    Am 16. Februar 1987 wurde Otto Graf Lambsdorff wegen Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe zur Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt. Lambsdorff erhielt eine Geldstrafe und gilt damit als vorbestraft.

  2. tomam 1. Dezember 2008 um 12:33 Uhr

    „Pflege der politischen Landschaft“
    oder
    „Die gekaufte Republik“

    Ich fasse es nicht!
    Nicht genug, dass ein Politiker während einer Anklage UND nach seiner Verurteilung im Präsidium der FDP sitzt, nur Monate nach seiner Verurteilung zum FDP Vorsitzenden und dannach zum EHRENvorsitzenden der FDP ernannt wird; nein, er muss auch noch mit seinen (natürlich nicht raffgierigen) Fingern auf Andere zeigen.

    Nein, Herr Graf Lambsdorff, ich habe nicht vergessen. Und falls sie eine (offensichtliche) Lücke haben sollten, vielleicht frischt sie das auf:

    „Es war das erste Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte, dass gegen einen amtierenden Bundesminister Anklage erhoben werden sollte, gegen Otto Graf Lambsdorff, den damaligen Wirtschaftsminister.“

    „Durch großzügige „Pflege der politischen Landschaft“ hatte er entscheidenden Anteil daran, dass der Flick-Konzern 1975 den Gewinn aus dem Verkauf seines Daimler-Benz-Aktienpaketes von umgerechnet 8,5 Milliarden Euro der Einkommenssteuer entziehen konnte.

    Maßgeblich daran beteiligt, diesen Gewinn von über umgerechnet 450 Mio. Euro, „Geleitzügen“ gleich, am Fiskus vorbeizuschleusen, war der damalige Wirtschaftsminister, war Otto Graf Lambsdorff. Er geriet in den Verdacht, sich seine positive Entscheidung mit Bargeld für seine Partei, die FDP, abgekauft haben zu lassen.“
    Quelle: http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/3184/die_gekaufte_republik.html
    mit Bezug auf einen Artikel von Henrike Scheidsbach in http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&page=1&manu_id=687&tag=25&monat=10&year=2008&dayisset=1&lang=de

    Herr Graf Lambsdorff, ist das Ihre Auffassung von sozialer Marktwirtschaft die Sie in Ihrer Kolumne vertreten?

    Wieviele von unseren Steuergeldern haben Sie nach Ihrer Verurteilung eingesteckt?

    Ich wundere mich ob ein „OTTO-Normalverbraucher“ als Vorbestrafter überhaupt eine Stelle bei der Müllabfuhr bekommen hätte.

    Herr Graf Lambsdorff, aus meiner sicht qualifizieren Sie sich nicht als Ernst zu nehmenden Kolumnist, nicht nur wegen Ihrem zweierlei Maß der Dinge, sondern einfach weil Ihr Artikel schlecht recherchiert ist.

    Thomas Geiger
    Steuerzahler!

  3. handycamam 1. Dezember 2008 um 12:49 Uhr

    Wieso druckt die WELT den unqualifizierten Kommentar eines Ahnungslosen ab? Unterträglich!

  4. Bulleam 1. Dezember 2008 um 13:13 Uhr

    Ich finde es schon sehr interessant, dass ein Vorbestrafter in seiner Position sich so weit aus dem Fenster lehnt.

  5. nomoneyam 1. Dezember 2008 um 15:49 Uhr

    Das ist doch nur noch traurig und armseelig!

  6. ML-NRWam 1. Dezember 2008 um 18:58 Uhr

    Es ist doch traurig, dass in unserem Land einem rechtskräftig Verurteiltem und somit einem Straftäter mehr Rederecht eingeräumt wird wie es den Opfern zugebilligt wird.
    Diese Haltung zeigt doch wieder einmal, dass der Staat den Tätern den Rücken freihält und das Opfer alles aufgebürdet bekommt.
    Es hat sich in den letzten 30 Jahren nicht wirklich etwas geändert!

    Abgesehen davon, was will man von einem geistigen Dinosaurier auch schon erwarten! Diese Generation von Politikern hat ihre eigenen geistigen und inzwischen reichlich verstaubten Ansichten, die sich am besten an einem kleinen Beispiel von Herrn Kohl erklären lassen. Zu der Zeit als er noch Bundeskanzler war, wurde er auf einer CeBit zum Ausbau des Datenhighway befragt und antwortete darauf dass er für den Ausbau auf 4-Spuren sei…

  7. Captainam 2. Dezember 2008 um 00:10 Uhr

    Liebe Mitstreiter,
    habe zur Kolumne von Lambsdorff folgenden Leserbrief an Die Welt geschrieben:
    „Si tacuisses philosophus mansisses…..das trifft in herausragendem Masse für Herrn Lambsdorff und seine heutige Kolumne zu. Schade, daß die Gelegenheit verpasst wurde, einmal in diesen Tagen, die von gegenseitiger Hetze gegen alle möglichen Gruppen in der Mitte unserer Gesellschaft geprägt wird, eine sachlichere Tonart anzuschlagen. Gerade von jemandem, der 1987 wegen Steuerhinterziehung vor Gericht stand, könnte man ein wenig mehr Differenziertheit erwarten…..honi soit qui mal y pense“. Bin mal gespannt, ob sie das veröffentlichen. Bin seit über 20 Jahren treuer FDP Wähler und werde mit Sicherheit meinen Unmut über solch eine „Volksverhetzung“ (habe diesen Ausdruck auch in meinem Leserbrief mit bedacht so gewählt) der FDP kundtun und mir ernsthaft überlegen sie das nächste Mal wieder zu wählen so lange sie sich nicht von so einem Demagogen distanziert.

  8. herbalthoughtsam 2. Dezember 2008 um 00:46 Uhr

    Erschreckend ist eigentlich nur, dass so etwas in einer Zeitung wie der Welt gedruckt wird – ein Tattergreis, der wegen Steuerhinterziehung vorbestaft ist, darf sich einen unqualifizierten Kommentar zum Thema Raffgier erlauben. Das ist so absurd, das ich nur lachen kann.

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