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4. Dezember 2008

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Frankfurt, den 4.12.2008

Am 20. November hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Hillfskredit an Island in Höhe von von insgesamt 2,1 Mrd. US-Dollar freigegeben. Mit dem Milliardenkredit solle das Vertrauen in die angeschlagene Wirtschaft des Landes wiederhergestellt werden, teilte der Internationale Währungsfonds mit. Die erste Tranche des Kredits wird Anfang Dezember erwartet. Die Freigabe des Darlehens war bis zuletzt von einem Streit zwischen den Regierungen Reykjavik und Den Haag und London um die Spareinlagen britischer und niederländischer Bürger bei den verstaaltichten isländischen Banken verzögert worden.

Die Regierung hat ausserdem renomierte Persönlichkeiten der internationalen Finanzwelt beauftragt, das regulatorische und organisatorische Umfeld zur Kontrolle des Finanzwesens zu untersuchen und mögliche Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Alle diese Massnahmen geschehen in Übereinstimmung mit dem Stabilisierungsplan des IWF für Island.

Nach der Entscheidung des IWF gab die Regierung in Helsinki bekannt, dass Finnland, Dänemark, Norwegen und Schweden Island nun ihrerseits die bereits angekündigten 2,5 Mrd. $ leihen werden. Hinzu kommen Kredite von Großbritannien und den Niederlanden für die isländischen Einlagensicherung, sodass sich die Hilfen auf insgesamt gut 10 Mrd. US-Dollar addieren. Des weiteren stellten Russland, Polen und die Färör-Inseln kleinere Kreditsummen zu Verfügung.
Unterdessen veröffentlichten die Regierungen in Berlin, London und Den Haag eine gemeinsame Erklärung, nach der Island die Zusage gegeben hat, seinen Verpflichtungen gegenüber Sparern nachzukommen und „eine angemessene, gleichberechtigte und faire Behandlung der Gläubiger sicherzustellen“. Kleinanleger in den drei Ländern sind besonders von den Schwierigkeiten der Banken betroffen.

Ausserdem hat die Regierung Ende November ein Gesetz verabschiedet, dass den freien Devisenverkehr von und nach Island einschränkt. Das Gesetz soll nur vorübergehend gelten und verfolgt den Hauptzweck, die isländische Krone zu stabilisieren. Gegenwärtig berät das Parlament auch den Staatshaushalt für 2009. Da für nächstes Jahr erheblich sinkende Steuereinnahmen erwartet werden, rechnet man mit einer Kürzung des Haushaltevolumens um mindestens 10% gegenüber dem ersten Haushaltsentwurf. Dieser wurde Anfang Oktober noch vor Ausbruch der Bankenkrise ins Parlament eingebracht.  Man erwartet ein sehr schwieriges nächstes Jahr, mit einer Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts von ca. 10%, hoher Inflation, und stark steigender Arbeitslosigkeit. Nichts desto trotz sind sich internationale Beobachter aber einig, dass die langfristigen Perspektiven für Island sehr aussichtsreich bleiben.

Die Regierung hat ausserdem renomierte Persönlichkeiten der internationalen Finanzwelt beauftragt, das regulatorische und organisatorische Umfeld zur Kontrolle des Finanzwesens zu untersuchen und mögliche Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Alle diese Massnahmen geschehen in Übereinstimmung mit dem Stabilisierungsplan des IWF für Island.

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