Danke an meine Teampartner für den starken Auftritt im ,,Bericht aus Berlin“

8. Dezember 2008

Die Sendung kam gestern um 18:30 Uhr in der ARD und war sogar trotz der Vorankündigung, die Böses ahnen ließ (hier), recht ausgewogen – Hut ab vor euch beiden, mindestens ein Unentschieden habt ihr erkämpft!

Und das obwohl ihr die Chefredaktion nicht gerade auf eurer Seite hattet (siehe Anmoderation – dabei übrigens ein lustiger sprachlicher Fehlgriff: ,,Soll der Staat ein bewusst eingegangenes Risiko noch honorieren oder muss er auch solchen Kunden helfen?“ – danke, Herr Deppendorf, Hilfe reicht, zusätzliche Honorierung nicht notwendig, von fehlender Risikoanlage mal ganz zu schweigen)

😉

Wer die Sendung nicht gesehen hat, findet den vollständigen Text und das Video (klicke 13:19 min.) hier.

8 Reaktionen zu “Danke an meine Teampartner für den starken Auftritt im ,,Bericht aus Berlin“”

  1. ERICH_FRENZELam 8. Dezember 2008 um 08:34 Uhr

    Am Sendeabend war ich noch der Meinung von Jan: Alles ganz gut gelaufen, Nathalie und Dirk prima.
    Nachdem ich darüber geschlafen habe finde ich doch, dass zumindest die Vertreter der CDU und FDP und die ARD von den vielen Kommentatoren hier und im Forum- den sachlichen, nicht den wütenden- die Argumente zu hören bekommen müssen. Die Bundestagsabgeordneten sind alle per mail erreichbar. Besonders der CDU- Mann
    Otto Bernhardt vergißt wohl wieder, dass er Volksvertreter und nicht Vertreter der Banken ist, die einen zweistelligen Milliardenbetrag in Island investiert haben. Auf geht es Leute, schreiben wir ihnen.

  2. Luziferam 8. Dezember 2008 um 11:11 Uhr

    Interessierte sollten mal das noch von niemandem gebrauchte Wort „Staatshaftung“ und „Bank“ bei Google eingeben – ergibt interessante Fundstücke !

  3. blauam 8. Dezember 2008 um 14:31 Uhr

    Für die wenigen Minuten, die noch nach Zensur und Schneiden übrig blieben, fand ich es sehr gut: sachlich und bestimmend!
    Klar war das nach der Anmoderation schon mal gar nicht!
    Selbst Nichbetroffende sagten danach: wieso soviel, wenn es doch nur 5,56% sind?
    Wir dachten, daß wäre ein Zinsrahmen um die 8%- 10%, sowie es eventuell bei Aktien oder Anleihen möglich sei! Na, das war doch schon mal eine Aufklärung in die richtige Richtung!
    LG

  4. herbalthoughtsam 8. Dezember 2008 um 18:04 Uhr

    Sauber, mehr kann man nicht sagen. Das seitens der ARD reichlich FDP und CDU zu Worte kam ist eigentlich schade, aber immerhin ist für viele nun klarer was um was es eigentlich geht.

    Dennoch – den raffgierigen Steuerhinterzieher zu Wort kommen zu lassen, das hätte ich von der ARD nicht erwartet.

    Letztlich war aber auch dieser Bericht sehr an der Oberfläche – denn warum fragt eigentlich kein Journalist ernsthaft aus welchem Grund denn Deutschland diesen Kredit eigentlich gibt? Dann würden die polemischen Antworten vermutlich schnell verebben.

    Das Engagement von Nathalie und Dirk kann man aber nach der langen Zeit und dem Bericht gar nicht hoch genug schätzen. Vielen Dank!

    Gruß Herbal

  5. oertheedgeam 8. Dezember 2008 um 22:05 Uhr

    Ich gebe herbalthoughts recht, dass auch gerne einmal genauer darauf eingegangen werden darf, dass der Staat auch etwas zurückbekommt: Zinsen für den Kredit, Steuern, Kaufkraft bei den Sparern. In gewissem Maße auch das Vertrauen der nicht betroffenen Sparer: Denn wenn der Staat sogar uns aus der Klemme hilft, kann sich der Besitzer eines Sparkassen-Sparbuchs der Merkel-Steinbrück-Garantie wirklich sicher sein. Das fehlt der Berichterstattung insgesamt, nicht nur dem Beitrag der ARD. Auch wird immer ein bisschen schnell über die tatsächliche Struktur der deutschen Einlagensicherung hinweggegangen, die zweistufig ist: ein Teil mit gesetzlichem Anspruch und die zusätzliche Einlagensicherung der Banken ohne einen solchen Anspruch, der sich somit auch nicht bedingungslos zum Vergleich mit der Situation bei Kaupthing eignet.

    Allerdings möchte ich gleich hinzufügen, dass es für mich keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Kredit gewährt wurde, vor allem in einer Höhe, die für alle eine Gesamtrückerstattung bedeutet. Ich persönlich bin dafür sehr, sehr dankbar, denn ich liege über den berüchtigten 20.887. Ich freue mich außerordentlich, dass sich die Regierung zu diesem Schritt entschlossen hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass der BRD dadurch letztlich kein Nachteil erwächst, die Prognosen für Island sehen nun nach den internationalen Krediten doch schon etwas freundlicher aus. Wenn indes Island nicht durch internationale Kredite gestützt worden wäre, wäre es durchaus fragwürdig gewesen, uns mit Geld zu helfen.

    Wir haben großes Glück gehabt, hier mit einem blauen Auge davongekommen zu sein – obschon ein ziemlich blaues Auge für jene unter uns, die Überbrückungskredite aufnehmen mussten oder in Zahlungsverzug geraten sind. Wäre aber nicht gerade Weltfinanzkrise und etwas Ähnliches ereignete sich in Island oder anderswo, wäre es fraglich, ob die Regierung sich dann ebenfalls veranlasst sähe (oder sogar: veranlasst sehen sollte) einzuschreiten, zumindest solange die Gesetze hinsichtlich der Einlagensicherung so sind wie heute. Frau Violka ließ im Beitrag ja anklingen, dass hier über Verbesserungen nachgedacht werden sollte, damit letztlich wirklich gilt: deutsche BLZ bedeutet deutsche Einlagensicherung.

  6. Dirkam 9. Dezember 2008 um 10:22 Uhr

    Das Problem an der Sache ist, dass man auf den Schnitt keinen Einfluss hat. Ich würde gerne mal den Leuten persönlich gegenüber treten, glaube aber kaum, dass Maischberger und Co. mich jemals einladen 🙂

  7. Bertram.Meyeram 9. Dezember 2008 um 10:51 Uhr

    mein Schreiben an die ARD Redaktion :

    betr. : bericht aus berlin v. 7.12. – kaupthing bank

    Sehr geehrte Damen und Herren !

    Ihr o.g. Bericht enttäuscht mich sehr : mal wieder wird dem Umstand nicht Rechnung getragen, dass beispielsweise die Bayern LB in wesentlich größerem Umfang ebenfalls in Island Geld angelegt hat, womit eine Einschätzung zu den Risiken entsprechend beleuchtet wird : Kleinanlegern kann doch wohl kaum eine größere Kompetenz als den Profis abverlangt werden. Zudem sagten sowohl Steinbrück wie auch viele andere Experten, dass ein Totalzusammenbruch in solcher Form nicht vorauszusehen gewesen sei. Auch die Vermischung von Anlegen im Bereich der abgesicherten Summe mit Beträgen, die höher sind, ist für den unbeteiligten Laien eher eine Desinformation als eine Aufklärung.

    Und weiter : ganz wesentlich hierzu hat die Kanzlerin die Sparguthaben aller deutschen Sparer am 5.10. zugesichert – woraufhin viele Kaupthing Anleger dieser Aussage vertraut und ihr Geld eben nicht krisenfördernd abgezogen haben. Nur diese Zusage einfordern ist das, was nun geschehen und erfreulicherweise auch erfolgt ist.

    Und noch ein ganz Wesentliches : ist Ihnen lediglich der Milliardenschutzschirm im dreistelligen Bereich zugunsten einer nicht klar zu definierenden Klientel womöglich behaglicher als einmal tatsächliche Hilfe zugunsten des so zu nennenden „kelinen Mannes“ !? Müssen Sie wirklich einen verurteilten Steuerhinterzieher (Graf Lambsdorff) zur Sprache kommen und seine in der eigentlichen Wortbedeutung anti sozialen Ansichten ausbreiten lassen ?

    Merken Sie denn nicht : die Finanzkrise ist genau an solchen Mechanismen erkrankt, helfen Sie endlich bitte, diese zu reparieren statt zu verstärken !

    Vielen Dank.

    Bertram Meyer.

  8. JoWaLoam 9. Dezember 2008 um 15:30 Uhr

    Hallo,

    die Regierung von Deutschland war doch die letzte, die einen Rettungsplan für Kauphting-Kunden beschlossen hat.
    Und zwar deshalb, weil unsere Regierung gar keine Rettung machen wollte. Doch da die anderen europäischen Länder Rettungspläne beschlossen hatten, mußte unsere Regierung auch einen beschließen, denn sonst wäre der innereuropäsche Druck zu groß geworden.

    Daß sich deutsche Sparer, die ihr sauer verdientes, und dadurch kräftig besteuertes Erspartes, bei einer in Deutschland zugelassenen Bank mit Einlagensicherungsfond zu 5,65% (Tagesgeld) angelegt haben als raffgiereige Zocker beschimpfen lassen müssen (sogar von Leuten, die eigentlich seit über 20 Jahren in einem Gulag verschimmeln müßten) zeigt, auf welches Niveau der Journalismus teilweise gekommen ist.

    Da kann man nur noch an den „Bericht aus Deppendorf“ der WDR-Kultsendung „Mitternachtsspitzen“ denken und sich schmunzelnd zurücklehenen.

    Gerade bei der Affäre um die Kaupthing Bank ist interessant, was da alles unter den Steinen hervorgekrochen kommt um seine unnützen Kommentare abzugeben.

    Vielleicht sollte bei den Fernsehsendern wieder ein Programmschluß eingeführt werden, dann muß nicht mehr Zeit mit irgendwelchen Lapalien aufgefüllt werden und so mach einer Journalist, oder wer sich dafür hält, kann wieder unter seinen Stein zurückkriechen und auf bessere (oder schlechtere?) Zeiten hoffen.

    Viele Grüße und ein schönes Fest.
    JaWoLo.

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