Luxemburg: Verzögerungen bei Bankenrettung

21. Dezember 2008

Nordafrikanische und arabische Investoren sind dazu bereit, die luxemburgische Kaupthing-Bank zu übernehmen. Wegen politischer Turbulenzen in Belgien gibt es derzeit jedoch Verzögerungen.

Darüber informierte Minister Frieden die Finanzkommission am Samstag. Es fehlten Ansprechpartner in Brüssel. Am Freitag hatten die Investoren eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Luxemburg selbst will rund 150 Millionen Euro zur Rettung der Kaupthing Bank beisteuern. Die isländische Kaupthing Bank war durch die Finanzkrise zusammengebrochen.

Der Artikel ist in der sr-online.de erschienen hier

Anmerkung Jan: Siehe auch den Artikel (auf Englisch) von The Economic Times. Danach müssen sowohl die Gläubiger von Kaupthing Luxemburg als auch Belgien der Vereinbarung zwischen der arabischen Investorengruppe und Luxemburg noch zustimmen. In Belgien ist allerdings die Regierung wegen Unregelmäßigkeiten beim fortis-Verkauf (mal wieder) zurückgetreten. Gemäß der Mitteilung aus Luxemburg würden außerdem Luxemburg, Belgien und die Gläubiger-Banken von Kaupthing-Luxemburg mit Krediten dazu beitragen, dass die luxemburger Kaupthing-Tochter unter den neuen Investoren den Betrieb wiederaufnehmen kann.

Auch die Nachrichtenagentur AFP geht u.a. auf diese Meldung ein:

The Luxembourg subsidiary of embattled Icelandic bank Kaupthing got a rescue offer from a group of Arab investors, the Luxembourg government has confirmed.

„Besides the signature of the Belgian state, this agreement needs the acceptance of the creditor banks,“ the government said in a statement Saturday about the offer.

Kaupthing Luxembourg was placed in suspension of payments in October following the near collapse of Iceland’s once-booming financial sector under the weight of the worldwide credit crunch. Deposits in both Luxembourg and Belgium have been frozen ever since.

Update 22.12.: Auch im arabischen Bahrain wird diese Nachricht (auf Englisch) mitgeteilt, siehe den Artikel der Gulf Daily News.

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