Die letzten, die immer noch mit uns warten…

12. Januar 2009

Zur Entschädigung der britischen Kunden von Icesave- und Kaupthing Singer & Friedlander

Zum Einen wären da noch 6500 Kunden der britischen Kaupthing Tochtergesellschaft Kaupthing Singer & Friedlander. Nach einem Bericht des Telegraph seien dies die Kunden, die kein Online-Konto Kaupthing Edge hatten. Diese konnten – wie die allermeisten britischen Kaupthing-Kunden – nicht durch ING Direct übernommen werden und sollen durch die britische Einlagensicherung FSCS (Financial Services Compensation Scheme) entschädigt werden. Eigentlich sollte dies bereits vor Weihnachten abgeschlossen sein, dies lange am System von KS&F. Dort wurde an Kunden auch dann nur eine Kontonummer vergeben, selbst wenn sie mehrere Konten bei KS&F hatten. Deshalb mussten die Daten, die vom KS&F-Verwalter Ernst & Young geliefert wurden, manuell abgeglichen werden. Die Auszahlung der verbliebenen Sparer werde nun aber diese Woche beginnen.

Obwohl das FSCS normalerweise nur umgerechnet mehr als ca. 60.000 € absichert, würden alle KS&F- und IceSave-Kunden vollständig entschädigt, erklärte die britische Regierung – dies sei den ,,außerordentlichen Umständen“ geschuldet, die zu den globalen Bankproblemen geführt hätten.

Bei IceSave (Landsbanki), die zur selben Zeit wie KS&F in Verwaltung ging, lief die Auszahlung dagegen bedeutend schneller. Dabei habe das FSCS ein ,,beschleunigtes“ Verfahren angewandt, bei dem die Entschädigungsgelder elektronisch in die verbundenen Kundenkonten überwiesen wurden. Die Auszahlung der IceSave-Sparer begann Anfang November, wobei die Mehrheit der Entschädigungsgelder bis Weihnachten überwiesen war.

Der Bericht des Telegraph (auf Englisch) findet sich hier. Siehe zu diesem Thema auch den Bericht von thisismoney.co.uk hier.

Zur Situation der Kaupthing Singer & Friedlander-Kunden der Isle of Man

Bedeutend schlechter sieht es für die 10.000 Kaupthing-Sparer von der Isle of Man aus wie einem Bericht von FT Adviser (der wiederum ein Statement einer ,,KS&F Isle of Man action group“ – ein Spiegelbild von uns? – zitiert) zu entnehmen ist. KS&F Isle of Man hatte beim Zusammenbruch umgerechnet ca. über 700 Mio. € Spareinlagen. Da alles Geld bei der – durch die britische Regierung in Zwangsverwaltung genommenen –  KS&F GB lag, konnte die Isle of Man-Tochter die Forderungen der Sparer nicht mehr bedienen und geriet ebenfalls in staatliche Zwangsverwaltung. Die Regierung der Isle of Man hat umgerechnet ca. mehr als 1200 € pro Sparer Vorabentschädigung beschlossen. Darüber hinaus überstiegen die Verbindlichkeiten von KS&F Isle of Man die Vermögenswerte um umgerechnet ca. mehr als 250 Mio. €. Daher warne die ,,KS&F Isle of Man action group“ die Kunden von KS&F Isle of Man vor einem langen Kampf.

Zum Bericht (ebenfalls auf Englisch) geht es hier.

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