Regierungspressekonferenz vom 05.12.

15. Januar 2009

Es sind zum Glück noch offizielle Erklärungen der Bundesregierung für uns im Netz zu finden (siehe die Verwirrung um die entfernte Meldung auf der Webseite des BMF) – Danke an Thomas für den Hinweis!

Hier der uns betreffende Inhalt aus der Mitschrift der Regierunspressekonferenz vom 05.12.:

[…]Frage: Ich habe eine Frage bezogen auf die Kaupthing Bank. 30.000 Anleger in Deutschland warten darauf, dass die Gespräche zwischen der Bundesregierung, auch Ihrem Haus, und den Isländern vorankommen. Können Sie mir den aktuellen Stand schildern und sagen, woran es im Moment hakt?

Albig: Es wartet gar keiner. Es hakt auch an nichts. Die Gespräche sind beendet. Darüber haben wir Sie vor zehn Tagen informiert. Daran hat sich nichts geändert. Es gibt eine multilaterale Einigung zwischen Großbritannien, Holland, Deutschland und Island, dass wir die isländische Einlagensicherung mit entsprechenden Mitteln ausstatten werden und dass aus der isländischen Einlagensicherung durch diese Kredite die jeweiligen Anleger der jeweiligen drei Staaten in voller Summe bedient werden.

Zusatzfrage: Ist Ihnen bekannt, dass die isländische Seite die Auszahlung nicht vorangetrieben hat und dass sie immer noch Versuche startet, die deutsche Seite dafür zu gewinnen, deutsche Anleger direkt zu entschädigen?

Albig: Nein, das ist uns nicht bekannt. Das ist auch nicht so. Sie verwechseln oft (die Ergebnisse der Gespräche mit) dem, was Sie von der Bank direkt hören, die es in der Tat ‑ das hat im Nachgang irgendein Sprecher mitgeteilt ‑ lieber gehabt hätte, wir würden direkt zahlen. Das werden wir nicht tun.

Das wird über die Einlagensicherung erfolgen. Wir werden sicherstellen, dass alle deutschen Anleger ihr Geld bekommen. Aber das dauert einfach seine Zeit. Es dauert übrigens auch in Deutschland seine Zeit, wenn eine Rettung über die Einlagensicherung erfolgt. Es gibt keine erkennbaren Gründe, warum das für Anleger, die in Island ihr Geld angelegt haben, schneller erfolgen sollte als in Deutschland. Jeder kann sich darauf verlassen, dass er sein Geld bekommt, obwohl er in einem System angelegt hat, das nicht der deutschen Einlagensicherung unterliegt. Beim nächsten Mal legt man vielleicht ein bisschen klüger an.[…]

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