Der Fall der Kaupthing-Tochter Isle of Man schlägt immer höhere Wellen

19. Januar 2009

Bericht von Bloomberg jetzt auch auf Deutsch

Der Bericht vom 17.01. (hier) über die komplizierte Situation der Kunden der Kaupthing-Isle-of-Man-Banktochter (Kaupthing Singer & Friedlander Isle of Man = KS&F IoM) ist mitterweile bei Börse-Express.com komplett ins Deutsche übersetzt worden.

KS&F IoM depositor action group fordert weitere Hilfe

Die Sparer-Aktionsgruppe der Kunden von KS&F IoM fordert von der Regierung, die noch bestehende Finanzierungslücke in Höhe von umgerechnet ca. über 680 Mio. €  zu schließen, die noch zu einer vollständigen Rükzahlung aller Einlagen fehle. Das Geld liege derzeit noch bei der britischen Kaupthing-Tochtergesellschaft KS&F UK. Siehe die Bericht bei MoneyMarketing und The Herald (beide auf Englisch).

Bericht einer US-Finanzagentur empfiehlt Abwicklung von KS&F IoM Schritt für Schritt

Dies sei die beste Lösung um die 8000 Sparer, die gleichzeitig Einwohner der Isle of Man sind, zu entschädigen. Dabei solle die Regierung KS&F IoM einen Kredit gewähren, um die Entschädigung der Sparer zu sichern, falls die Vermögenswerte nicht ausreichen sollten. Dies berichtet citywire (auf Englisch).

Finanzminister der Isle of Man: Akuteller Zeitraum größte Herausforderung in der jüngsten Geschichte

Dies sagt Allan Bell, der seit 1984 in unterschiedlichsten Funktionen der Regierung angehört. Der Zusammenbruch der isländischen Banken hat dazu geführt, dass die Zukunft der britischen Kronbesitzungen hinterfragt werde. Diese lockten in der Vergangenheit mit ihren günstigen Steuern (,,Steueroasen“) Anleger aus aller Welt an. Deshalb verwalteten mehr als 100 Finanzunternehmen von der Isle of Man aus umgerechnet ca. mehr als 80 Milliarden € an Spareinlagen und Fonds. Dies tat auch die Kaupthing Tochter KS&F IoM, die von dort aus mehr als 1 Milliarde € an Spareinlagen verwaltete. Nun zeige sich aber, dass die 80.000 Einwohner zählende Insel nicht genug Finanzmittel aufbringen könne, um für die Spareinlagen einzustehen. Großbritannien lehnt ein Einspringen auch für diese Sparer ab und verweist auf den wirtschaftlichen Sonderstatus dieser Insel. Siehe dazu den Bericht von The Royal Gazette (auf Englisch).

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