Ereignisse in Island überschlagen sich: Neuwahlen in Island

23. Januar 2009

Es hatte sich bereits gestern angedeutet, doch am Ende ging es ganz schnell:

Islands Ministerpräsident Geir Haarde hat seinen Rücktritt angekündigt und sich zugleich für vorgezogene Parlamentswahlen am 9. Mai ausgesprochen. Zuvor hatte Außenministerin Ingibjorg Gisladottir von der kleineren Koalitionspartei Sozialdemokratische Allianz vorgezogene Wahlen im Frühjahr gefordert. Haarde und ranghohe Vertreter seiner Unabhängigkeitspartei waren zusammengekommen, um über diese Forderung zu beraten. Planmäßig wären 2011 wieder Wahlen in Island. (Quelle: n-tv)

Siehe auch
Focus
, FTD, Deutsche Welle, AFP, Reuters, Wirtschaftswoche, ZEIT, Spiegel

Der Kommentar in der Frankfurter Rundschau sieht nach der wirtschaftlichen Kernschmelze nun auch die politische Kernschmelze.

2 Reaktionen zu “Ereignisse in Island überschlagen sich: Neuwahlen in Island”

  1. ISSELHORSTam 23. Januar 2009 um 18:03 Uhr

    Trotz aller Probleme mit der Rückzahlung unseres Geldes wünsche ich dem Herrn Geir Haarde einen guten Erfolg für seine medizinische Behandlung im Ausland. Allerdings muss auch mal deutlich gemacht werden, dass der Regierungschef durch seinen Regierungskurs die finanziellen Probleme in Island mitzuverantworten hat und wir deshalb seit Monaten in die Röhre schauen dürfen. Der Regierungschef wird im Gegensatz zur Allgemeinheit in Island mit Sicherheit nicht notleidend werden. Für die hohen Herren aus Politik und Wirtschaft wird ja immer gesorgt. Der Steuerzahler, ob in Deutschland oder in Island, ist immer der Dumme. Bleibt nur zu hoffen, dass die neue Regierung die Zeichen der Zeit erkennt und den Beitritt zur Europäischen Union realisiert. Ich persönlich hätte auch nichts gegen einen Beitritt von Island zur BRD einzuwenden, wenn wir dadurch schneller an unser Geld kommen. Deutschland ist immerhin das Land, welches den höchsten Beitrag an die Europäische Union zahlt. Dann kann Deutschland auch Island direkt übernehmen. Dann hätte sich auch der Kredit der Bundesregierung erledigt, mit dessen Inanspruchnahme Island sich so ziert. Nach der Wahl in Island gibt es neue Köpfe, die über die Rückzahlung neu verhandeln müssen bis zur Sommerpause und dann gibt es Wahlen in Deutschland mit einer schwarz-gelben Bundesregierung. Steinbrück ist dann weg vom Fenster und dann muss wieder neu verhandelt werden usw. usw. usw.

  2. Stradivariam 24. Januar 2009 um 12:32 Uhr

    Da kommt jetzt auch eine seeehr bedenkliche Meldung:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/5119-Erste-Regierung-durch-Weltwirtschaftskrise-gestuerzt.html

    Wenn das nur gut geht!

    Anmerkung Nathalie: Diese Nachricht kennen wir. Einfach nicht beachten, auch wenn es schwer fällt.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.