WELT: Nicht nur Islands Wirtschaftswunder erweist sich plötzlich als Kartenhaus

26. Januar 2009

Auch wenn es im Artikel reißerisch heißt ,,Der Euro schwebt in höchster Gefahr“, erweist sich der Euro auch als Stabilisierungsfaktor:

Der frühere portugiesische Ministerpräsident Barroso wandte sich vehement gegen den Eindruck, dass insbesondere südeuropäische Länder von der Krise betroffen seien. Großbritannien sei wahrscheinlich das Land in Europa, das am meisten von den Finanzturbulenzen erfasst worden sei. „Der Euro schützt“, sagte Barroso. Das zeige ein Vergleich von Irland und Island, das weder EU- noch Euro-Mitglied sei. „Irland ist nicht so hart von der Krise getroffen worden wie Island.“[…]

P.S.: Erinnert das plötzliche Zusammenbrechen des Wirtschaftsaufschwungs in diesen Ländern nicht etwas an Island? Haben die Journalisten die Zeichen der Zeit auch dort so früh=spät erkannt und vor diesen ,,europäischen Musterländle“ auch so ausführlich=überwiegend nicht gewarnt?

Besonders schmerzlich ist der Rating-Abstieg für Spanien: Davor konnte sich das durch seinen Immobiliencrash ins Straucheln geratene Boomland der Topnote AAA (Dreifach-A) erfreuen und rangierte mithin in einer Liga mit Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Ein regelrechter Sturz vom AAA-Olymp droht Irland. Bis vor Kurzem wurde die Nation als europäisches Musterländle mit starkem Wachstum, niedrigen Steuern und weltoffener Ökonomie gefeiert. Nun befürchtet mancher, dass die Inselrepublik wegen der katastrophalen Lage ihrer Banken zu einem zweiten Fall Island werden könnte.

Eine Reaktion zu “WELT: Nicht nur Islands Wirtschaftswunder erweist sich plötzlich als Kartenhaus”

  1. budisovam 26. Januar 2009 um 12:51 Uhr

    Hallo Jan,
    gut, dass du mich darüber auf dem Laufenden hältst, was die Welt so schreibt. Denn: Ich werde die Zeitung nicht mehr kaufen und auch nicht mehr anklicken, nachdem Welt und Bild nur negativ über uns schreiben.

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