WELT: Das Zinshoch beim Tagesgeld birgt viele Fallen

3. Februar 2009

Zunächst einmal danke an WELT Online, dass diese reißerisch-aggressiv-entstellende Bericherstattung endlich einmal etwas abzuebben scheint. Jetzt wird nur noch teilweise entstellt, siehe die Einleitung:

Jahrelang galten sie als Maß aller Dinge – die sechs Prozent, die eine bis dahin unbekannte Bank aus Island ihren deutschen Kunden offerierte. Die „Kaupthing“-Bank setzte sich an die Spitze aller Tagesgeld-Preisvergleiche und warb damit in Deutschland 30.800 Kunden. Als der Schock der internationalen Finanzkrise allerdings das Ersparte der kleinen Anleger erfasste, waren nicht nur die Traumzinsen der Kaupthing-Bank verschwunden. Zuletzt schraubten auch die Geldinstitute aus Deutschland ihre Tagesgeldzinsen drastisch herunter.

1. Von ,,jahrelang“ kann keine Rede sein – Kaupthing ist seit März 2008 in Deutschland tätig.

2. Die 6% gab es nur kurz vor Kontenschließung – und nur für Festgeld.

Wenigstens wird endlich zutreffend von ,,kleinen Anlegern“ gesprochen und auch nur noch von ,,Traumzinsen“ mit Zahlenangabe, anstatt von ,,sehr hohen Zinsen“ ohne Zahlen auf dem Tisch geschrieben.

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