Stellungnahme DZ Bank

11. Februar 2009

Eben erreichte uns die offizielle Stellungnahme der DZ-Bank

Pressemitteilung DZ Bank

(Rechtschreibfehler bitte einfach übersehen)

Anmerkung Nathalie: Und auf diese nichtssagende Stellungnahme haben wir nun 5 Monate warten müssen?  Meinen allergrößten Respekt an dieser Stelle.

13 Reaktionen zu “Stellungnahme DZ Bank”

  1. zerosourceam 11. Februar 2009 um 14:33 Uhr

    Liebes Team,

    ich kann mich dem Feedback anderer Betroffener nur anschließen und sagen, dass Euer Engagement wirklich essentiell ist und für viele die einzige Hoffnung darstellt, überhaupt mal was zu bewegen und das Geld wiederzusehen.

    Meine Frau und ich hatten ca. 9000 € bei der KED. 8800 davon hatte ich am 9.10. noch vom Konto geräumt, nur sind die nie angekommen.

    Nach der Pressemitteilung der DZ-Bank bin ich jetzt aber auch nicht schlauer, wo denn nun dieses Geld ist, das nu konkret auf die Überweisungen ZUR KED, nicht aber WEG von der KED eingegangen wurde.

    Kann jemand dazu nochmal etwas sagen oder dies mit der DZ klären?

    Vielen Dank im Voraus!

    Z

  2. Jiryam 11. Februar 2009 um 16:02 Uhr

    Wenn ich es richtig sehe, liegt dort Geld, dass den Kauthingkunden, die Ihre Rücküberweisungen tätigten, und Leuten, die noch Geld nach Island schicken wollten.
    Die DZ-Bank unterschlägt bewußt diese Geld, da sie sich auf Vereinbarungen, die wir, die geschädigten nicht kennen, bezieht.

    Nicht schlecht.

    Ich werde Strafanzeige gegen die DZ-Bank stellen, denn die haben Geld, dass ihnen Kaupthing mit dem Auftrag es mir (uns) weiterzuleiten weiter in Ihrem Geldverkehr. Damit arbeiten sie. Darf man solche Leute Lumpen nennen?

    Jiry

  3. Lampeam 11. Februar 2009 um 18:47 Uhr

    zu Jiry
    so muß man es sehen.
    Ich denke Lumpen trift es nicht …

    Aber faul ist etwas im Staate mit diesem überliberalisierten undurchschaubaren Finanzsystem,
    dem wir leider ausgeliefert sind.

    und das Politik etwas bewegt – nach vollmundigen Versprechungen zu Beginn der Krise – glauben wir das?

    Strafanzeige ja – besser als Ohnmacht.

    Dietrich

  4. Jiryam 12. Februar 2009 um 01:05 Uhr

    Hallo Dietrich,
    schauen wir mal was passiert.
    Unter dem AZ 516000-010239-09/0 läuft nun die Anzeige wegen Unterschlagung gegen die DZ Bank.
    Wenn die Leute es dort ehrlich mit uns gemeint hätten, dann wären wir von dort längst informiert worden.
    Was hätte dagegen gesprochen, uns mitzuteilen, dass man dort einen Auftrag erhalten hat, aber mangels Kontodeckung nicht ausführt.
    Aber keinen Ton von sich geben, dass sieht nicht gut aus.

    Jiry

  5. JoWaLoam 12. Februar 2009 um 13:28 Uhr

    Hallo,

    die Pressemitteilung der DZ-Bank verwiirt mich sehr!

    Bei der DZ-Bank wird also nur ein Konto geführt, auf den die von Kaupthing-Kunden anvertrauten Gelder transferiert werden, sowie die Gebühren, welche die Kaupthing Bank dafür zu zahlen hat.

    Ich, als Buchhalter würde zwei Konten einrichten, da die Gebühren und Forderungen der DZ-Bank ja gar nix mit den „zu transferierenden“ Kundengelder der Kaupthing-Kunden zu tun haben, oder nicht ?

    Wenn aber nur ein Konto geführt wird und die Kaupthing Bank schulden bei der DZ-Bank hat, müßte dieses Konto eigentlich einen negativen Betrag aufweisen ?

    Ich habe den Eindruck, daß die DZ-Bank vormals getätigte Investitionen in die Kaupthing-Bank (Zertifikate, Anleihen usw.), die inzwischen praktisch wertlos sind, mit den zur transferierenden Kundengeldern verrechnen will.

    Also praktisch unsere Spargroschen als Sicherungsübereignung für verzockte Fehlinvestitionen behalten will.

    Hmmm.

    Grüße
    JoWaLo.

  6. agnesam 12. Februar 2009 um 15:07 Uhr

    Hallo,
    die Stellungnahme der DZ-Bank überrascht mich nicht. Ich vermute, dass rechtlich nicht viel zu machen ist. Wenn ich es richtig verstehe (habe vor vielen Jahren mal als Bankkauffrau gearbeitet), dann hat Kaupthing bei der DZ-Bank ein Konto, welches, um es einfach auszudrücken, weit über das Limit überzogen ist. Aus diesem Grund hat die DZ-Bank das Konto gesperrt, alle eingehenden Gelder werden zur Begleichung der Verbindlichkeiten einbehalten, es wird nichts mehr ausgezahlt. Das ist ähnlich, als wenn man als Privatkunde ein Konto bei einer Bank unterhält und es weit über das Dispo überzogen hat. Zahlt man dann z.B. auf dieses Konto in bar den Betrag von z.B. 1000,– ein, damit die Überweisung (z.B. Zahlung der Miete) getätigt wird, dann kann man leider auch damit rechnen, dass diese Einzahlung von der Bank gern angenommen wird, aber das Konto gesperrt bleibt, bis das Konto wieder im Plus steht. Der Vermieter hat dann keinen Anspruch gegen die Bank sondern weiter gegen den Mieter.

    Würde jetzt Kaupthing die verbliebenen 255 Mio an die Kunden überweisen wollen und müsste sie dazu die Kontoverbindung bei der DZ Bank nutzen, dann würde wahrscheinlich die DZ-Bank auch diese Gelder sofort einbehalten. Die Banken bedienen sich immer als erstes. So etwas wie Anstand, Rücksichtnahme, ethisches, moralisches, menschliches Verhalten ist dieser Branche – so wie ich sie kennengelernt habe – total fremd. Wenn Menschen daran zugrunde gehen, einer Bank ist es egal.
    Moralisch gesehen ist das Verhalten der DZ-Bank meines Erachtens nicht zu akzeptieren. Vor allem wenn man überlegt, wieviel Geld es im Verhältnis zu den gesamten Verbindlichkeiten ist, die die Banken gegenüber der Kaupthing haben, ist.

    Ich glaube, dass wir rechtlich nicht viel machen können. Es mit einer Strafanzeige zu versuchen, finde ich dennoch sehr gut. Wir sollten der DZ-Bank auf jeden Fall Druck machen. Presse einschalten etc., Druck über Politiker versuchen etc., vielleicht alle mal eine Mail oder einen Brief an die Geschäftsleitung schreiben. Demo usw.

    Übrigens, hat eigentlich die DZ-Bank auch staatliche Hilfe beansprucht?

  7. JoWaLoam 13. Februar 2009 um 12:47 Uhr

    Hallo Agnes,

    vielen Dank für die ausführliche Info.

    Doch eigentlich haben unsere Spargroschen, die die DZ-Bank weiterleiten sollen doch gar nix mit den Verbindlichkeiten der Kaupthing Bank zu tun, oder ?

    Angenommen ich hätte eine Spedition und gaaanz viel Schulden. Dann dürfte doch der Gerichtsvollzieher auch kein Pfandsiegel auf einen Container eines Speditionskunden machen, der zum Weitertransport auf dem Speditionshof steht, weil doch der Container nicht der Spedition gehört, sondern nur von einem Kunden zum Weitertransport anvertraut wurde.

    So sehe ich das mit den der DZ-Bank anvertrauten Gelder zum Transport zwischen Kaupthing-Bank und Sparer bzw. umgekehrt.

    Oder liege ich da so falsch ?

    Grüße
    JoWaLo.

  8. mobby_xam 14. Februar 2009 um 19:21 Uhr

    In den letzten Nachrichten auf der Kaupthing- Seite ist die Rede, dass derzeit 55 Mio. Euro Kundeneinlagen von der DZ Bank beschlagnahmt sind. In den Stellungnahme der DZ Bank ist von eigenem Vermögen der Kaupthing-Bank die Rede. Dass damit die o.g. 55 Mio. gemeint sind, wird in der Stellungnahme geklärt. Sind es nun wirklich 55 Mio. Euro „Kundeneinlagen“, die durch die Überweisung am Moratoriumstag festgehalten wurden, oder nur ein Teil eines 55 Mio. Euro – Kaupthingguthabens? Welche Bank spricht hier die Wahrheit?

    Anmerkung Dirk: wenn wir das wüssten….

  9. dobrzewskiam 16. Februar 2009 um 10:31 Uhr

    @Jiry

    Hallo Jiry, ich sehe das ähnlich wie Du, denke ich – solange die DZ Bank die Kaupthing-Gelder als Geisel hält werden weiterhin alle Beteiligten jeweils auf den anderen verweisen und selber gar nichts tun, und die Zeit arbeitet nicht für uns.

    Ich denke den Druck auf die DZ Bank zu erhöhen ist momentan das einzige zielführende Mittel, ich möchte daher ebenfalls Strafanzeige erstatten. Kann mir jemand eine Vorgehensweise empfehlen – einfach zur nächsten Polizei gehen? – ich habe noch nie eine Strafanzeige erstattet.

    Anbei etwas zumindest fachverwandtes Hintergrundwissen: Ich habe vor einigen Jahren bei meinem damaligen Arbeitgeber ein Insolvenzverfahren mitgemacht, dort gab es mehrfach die Situation dass Lieferanten noch Gelder zu bekommen hatten, und über Vorkasse Zahlungen zu NEUEN Aufträgen bekamen. Einige Lieferanten haben dann die neuen Zahlungen mit ihren alten Forderungen verrechnet und für die neuen Aufträge erneut die Hand aufgehalten. Rechtlich lag die Situation in dem Fall so dass ein Gläubiger neue Zahlungen nicht gegen alte -oder andere- Verbindlichkeiten aufrechnen darf. Aus dem Schreiben der DZ Bank geht hervor dass die DZ Bank genau das tut – die Transferzahlungen der Kaupthing-Privatkunden werden einbehalten um Forderungen von DZ Bank AN die Kaupthing Bank zu decken.

    Meine Strafanzeige würde dann ebenfalls auf Unterschlagung lauten, ich würde dann den Geschäftsführer als Verantwortlichen angeben.

  10. Jiryam 17. Februar 2009 um 21:48 Uhr

    Hallo,
    es eigentlich ganz einfach:

    Die Kontoinformation, aus der hervor geht,
    dass der Betrag in der Zeit zwischen dem 8. oder 9.10. rücküberwiesen wurde,
    und nun bei der Clearing-Bank liegtn nehmen und auf zu Polizei.

    Anzeige gegen den Vorstandsvorsitzenden der DZ Bank, Herrn Wolfgang Kirsch, erstatten.

    Mehr habe ich nicht machen müssen.

    Viel Erfolg… wir können es brauchen…
    Jiry

  11. mmmam 19. Februar 2009 um 20:11 Uhr

    Hallo,

    kann vielleicht jemand einen juristisch fundierten Text für so eine Anzeige gegen die DZ-Bank hier reinstellen.

    Danke,
    mmm

  12. Struppiam 19. Februar 2009 um 21:02 Uhr

    Tja… – ganz toll!
    Herrn Buthmann hatte ich auch schon mal telephonisch zu erreichen versucht… – kaum eine Chance!

    Ich frage mich:
    Warum kann – wenn die DZ-Bank so große Befürchtungen hat, daß ihre Forderungen gegenüber der Kaupthing-Bank von dieser womöglich nicht erfüllt werden könnten – denn die Bundesregierung (man erinnere sich an die vollmundigen Versprechen Peer Steinbrücks gegenüber uns Kaupthing-Sparern!) dann nicht der DZ-Bank aus dem dollen, großen Rettungsschirm nicht für die – vergleichsweise – lächerlichen 50 Mio. EUR bürgen?!?

  13. Struppiam 19. Februar 2009 um 21:13 Uhr

    Hallo noch mal!

    Habe soeben folgendes Schreiben an die Bundesregierung abgesetzt:

    ——————- Schnipp! ——————-

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    nachdem längst alle anderen europäischen Privatanleger der isländischen Kaupthing-Bank
    ihre Spareinlagen zurückerhalten haben, stehen die deutschen (zumeist Klein-!) Anleger im
    noch im Regen – ein unhaltbarer Zustand, an dem die Bundesregierung zu einem gerüttelt
    Maß Anteil hat!

    So verstehe ich u. a. nicht, daß die BaFin ihre Aufsichtspflicht gegenüber der DZ-Bank, die
    exakt die 50 Mio. Einlagen der Kaupthing-Bank in ihrem Haus gleichsam als „Geisel“
    zurückhält, die die Kaupthing-Bank benötigen würde, um die deutschen Privatanleger aus
    eigener Kraft auszahlen zu können.
    Nach nahezu übereinstimmender Rechtsauffassung von Kennern der Materie darf hier die
    DZ-Bank nicht eigene Forderungen gegenüber der Kaupthing-Bank gegen diese Einlagen
    aufrechnen. Die BaFin sehe ich hier ganz klar in der Pflicht! Da diese sich weigert, tätig zu
    werden, ist es an der Bundesregierung in Form des BMF, ihre Verantwortung
    wahrzunehmen!

    Ich zähle darauf, daß die Bundesregierung nun wirklich alles tut, um diesem unhaltbaren
    Zustand ein Ende zu setzen.

    Über Ihre Rückmeldung würde ich mich freuen.

    Vielen Dank schon im voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    S. R.

    ——————- Schnapp! ——————-

    Werde mich melden, wenn ich eine Antwort erhalte.

    Gruß
    Struppi

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