Tagesgeld für kleine und große Idioten

22. Februar 2009

Sicher sind wir alle, die wir uns hier im Forum als Tagesgeldbeschädigte austauschen, auch mehr oder weniger weiter auf der Suche nach sicheren,  gut verzinsten und jederzeit verfügbaren Anlagen.

Tagesgeld bleibt – trotz der Kauthing Sauerei – wohl gefragt.

ABER nicht ohne genauen Blick auf die jeweilige EINLAGENSICHERUNG.  Was im Eizelfall nicht immer einfach ist.

Zum Beispiel findet man im Netz 2 Banken mit 4,5 bzw. 5 % Zinsen mit ähnlich bescheuerter Aufsichts- und Einlagensicherungskonstruktion wie Kaupthing.

Hier ein die Bank of Scotland mit 4,5% Zinsen:

http://www.bankofscotland.de

Man muß lange suchen, bis einen Hinweis auf die Einlagensicherung findet.  Das sieht gewollt nach Kundenfang aus und damit abzulehnen.

2 Reaktionen zu “Tagesgeld für kleine und große Idioten”

  1. Janam 23. Februar 2009 um 11:15 Uhr

    Alle, die diese Bank in Betracht ziehen, sollten bedenken, dass die britischen Banken derzeit selbst in großen Schwierigkeiten stecken und dass das dort angebotene System das EWR-System ist, an dem sich aus meiner Sicht nichts geändert hat. Jedenfalls wird die BaFin, die auch dort als u.a. zuständige Behörde angegeben ist, wenn’s schiefgeht, wieder die Hände hochreißen und ,,Nicht zuständig“ rufen und völlig verspätet ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot erlassen, das uns mehr schadet als nützt.

    Im Übrigen finde ich sowieso, dass mit ausländischen Banken in der deutschen Presse wieder viel zu sorglos umgegangen wird (auch hier gilt: hinterher wollen es wieder alle gewusst haben): Habe gerade folgende Berichte auf den ,,Tisch“ bekommen (mit Berufung auf Finanztest):

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,608130,00.html . Darin heißt es doch tatsächlich:

    ,,Tagesgeld ist ein Bestseller – vor allem in Krisenzeiten. Das Verlustrisiko ist gleich null, wenn die Bank in Deutschland eine Niederlassung hat, das Geld ist schnell verfügbar und nicht schlecht verzinst.“

    Oder hier: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/923582/ :

    ,,Bei den ausländischen Banken empfehlen wir derzeit, dass man dort nur bis zu einer Summe von 20.000 Euro anlegen sollte. Zum Teil gibt es dort zwar auch höhere angegebene Sicherungsgrenzen, aber die Erfahrungen mit der isländischen „Kaupthing“-Bank zeigen ja, dass manchmal ein Staat nicht zahlungsfähig ist. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es besser, diese Grenze zu beachten.“

    Das finde ich eine unglaubliche Verharmlosung und einen schlechten Rat – 90% der deutschen Kunden haben diese Grenze eingehalten und warten weiter ohne Auszahlungstermin. Was nützt mir eine eingehaltene Grenze, wenn der Heimatstaat zahlungsUNFÄHIG wird?

    Mein Fazit: Jedenfalls die Ratgeber-Presse hat aus Kaupthing nichts gelernt. Es heißt für alle, selbst auf der Hut zu sein und kritisch zu hinterfragen!

  2. r-burghart@versanet.deam 23. Februar 2009 um 14:53 Uhr

    Erst einmal herzlichen Dank an Nathalie, Dirk und Jan und alle anderen Mitstreiter. Am 16.02.09 haben wir an Frau Merkel
    geschrieben, mit dem Hinweis auf die schnelle Hilfe für die Banken, verbunden mit der Bitte bei den Verantwortlichen in
    Island Druck zu machen. So wie die Sachlage im Moment ist, hat der Isländiche Staat die in Deutschland angelegten
    Gelder geklaut.
    Wir denken, daß die Regierung verpflichtet ist ihren Bürgern zu helfen und zwar ohne wenn und aber. Wir haben lange genug
    gewartet. Die über 300 Millionen können auch nicht in die deutsche Wirtschaft fließen,obwohl ja der Kosum angekurbelt
    werden soll, aber durch uns nicht Geld ist ja weg.
    Wir werden in deen nächsten Tagen auch noch an Herrn Steinbrück schreiben um unsere finanzelle Misere darzulegen,
    vielleicht sollte jeder einzelne von uns an Merkel und Steinbrück schreiben, damit wir nicht bis nach der Wahl auf unser
    Geld warten müssen.

    R.+P.B aus Berlin

    Anmerkung Dirk: Geklaut würde ich so nicht unterschreiben. Wenn man mal die gesamte Situation in Island anschaut, müssen wir letztlich froh sein, wenn wir 100% der Einlagen wieder bekommen. Allerdings möchte ich auch hinzufügen, dass wir uns mit weniger auch nicht zufrieden geben werden!

    Anmerkung Jan: Geschrieben haben wir und viele Mitstreiter bereits seit Monaten. Wir halten ein persönliches Gespräch derzeit für erfolgreicher: http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2009/02/20/aktion-besucht-eure-wahlkreisabgeordneten-aus-dem-bundestag/

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