Steinbrück erlebte Demo nicht

27. Februar 2009

Bericht der rp-online.de

Geschädigte der isländischen Kaupthing Bank wollten dem Finanzminister mit Trillerpfeifen und Fackeln die Meinung sagen. Sie mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Weitere Artikel in westdeutsche-zeitung.de und derwesten.de

5 Reaktionen zu “Steinbrück erlebte Demo nicht”

  1. giselgerdam 27. Februar 2009 um 12:52 Uhr

    Hallo, wir waren auch bei der Demo in Langenfeld und Erkrath.
    Dies war unsere erste und auch unsere letzte.
    Wie die Leute sich da gebärdet haben, war in meinen Augen eher abstoßend.
    Ein solches Triller-und Pfeifkonzert passt vielleicht auf einem Fußballplatz oder bei einer Gewerkschaftsdemo. Jedes mal wenn ein unbeteiligter Besucher das Bürgerhaus betreten wollte, setzte ein unerträglicher, Ohren betäubender Lärm ein.
    Ob man damit etwas erreicht ist m.M. eher fraglich. Eine schweigende Haltung und damit auch eine gewisse beklemmende Athmosphäre, wäre meiner Meinung angebrachter gewesen.
    Vielleicht sollten die Verantwortlichen darüber bei der nächsten Demonstration, welche ich grundsätzlich befürworte,einmal nachdenken.
    Druck von der Straße in allen Ehren, aber dann bitte mit mehr Stil.
    Wäre es für die Zukunft nicht sinnvoller, einmal eine ausgewählte Abordnung von höchstens 2-3, rethorisch auf hohem Niveau agierende Mitstreiter, nach Berlin zu schicken und dort, wo auch immer, BMF oder Kanzleramt, unser Anliegen vortragen.

    Dies sollte auf keinen Fall eine allgemeine Kritik an jemanden sein, nur einige Gedanken und Überlegungen.
    Ich wünsche dem gesamten Team ein besinnliches und entspanntes Wochenende.

    Gerd Schidlowski


    Anmerkung Nathalie: Ich werde deine Kritik weitergeben. Da wir an der Organisation nicht beteiligt und auch nicht vor Ort waren, kann ich dazu leider nichts sagen.
    Kritik wurde an die Mods des Forums, die an der Orga beteiligt waren, weitergegeben, mit der Bitte, hier was dazu zu schreiben.

  2. lavcadioam 27. Februar 2009 um 14:18 Uhr

    Jeder darf seine Meinung frei äussern. Klar – nicht jedem gefiel die Geräuschkulisse – aber: Diese hat Aufmerksamkeit erzeugt. Die Menschen haben aus freien Stücken damit begionnen Ihrem Ärger und Unmut Luft zu machen. Und es galt nicht den Besuchern – das war aber klar. Und wie man im Film auch sehr gut sieht und hört ist es nicht immer so laut gewesen. Als es dann innen los ging genügte eine einzige Armbewegung und es kehrte Ruhe ein. Sehr zivilisiert. Wir wurden drinnen überwiegend positiv aufgenommen, mir gegenüber stand sogar einer auf und zollte damit Respekt. Auch drinnen gab es welche die mit geballter Faust in der Hose dasassen – da muss man einfach durch. Die Fackeln und Grablichter tauchten das Ganze in eine bedrohlich-ruhige Stimmung. Ich meine: Es war für Erkrath-Hochdahl ein sehr gelungener Auftakt. Und wenn alles sooo schlimm gewesen wäre hätten wir auch keine allzu gute Presse bekommen.

    im forum gibt es noch mehr zu lesen, auch meinungen anderer.

    http://kaupthingedge.foren-city.de/topic,4264,-berichterstattung-aus-erkrath.html

  3. giselgerdam 27. Februar 2009 um 15:13 Uhr

    Erkrath. „Herr Steinbrück, jetzt mal ´Butter bei de Fische´“ – mit dieser Aufforderung im Gepäck waren Opfer der isländischen Kaupthing-Bank aus ganz Deutschland zum politischen Aschermittwoch der SPD im Bürgerhaus gereist. Sie wollten den Finanzminister mit Nachdruck an sein Versprechen erinnern. Die deutschen Sparer sollen ihre Einlagen zurückerhalten. Bloß: Steinbrück war nicht da (die NRZ berichtete). Ihren Frust demonstrierten die Geprellten trotzdem.

    Wer die SPD-Veranstaltung besuchen wollte, musste ein von Grablichtern und Fackelträgern flankiertes Spalier durchqueren und sich ein schrilles Pfeifkonzert gefallen lassen. Die SPD und viele Gäste hatten dafür wenig Verständnis, traf doch der wütende Protest Unbeteiligte: In Hochdahl hatte an diesem Abend niemand die Macht, den Demonstranten zu ihrem Geld zu verhelfen. So hinterließ die Aktion der Kaupthing-Opfer lediglich einen schlechten Nachgeschmack. sz

    Ohne Kommentar von mir aus
    „Der Westen“

  4. k.o.pthingam 27. Februar 2009 um 16:15 Uhr

    Auffällig ist doch, dass es hier unterschiedliche Wahrnehmungen hinsichtlich der parteipolitischen Orientierung der Presse gibt:

    Die eher konservativen Blätter fandens gut, die evtl. noch eher
    sozialdemokratisch orientierte NRZ (natürlich) nicht, was solls?

    Wie schon im Forum berichtet, haben die Sozialdemokraten vor Ort wohl begriffen, dass sie solange nicht aus der Nummer rauskommen, bis wir unser Gespräch mit Peer hatten… Das kann man schon als verdammt unangenehm oder evtl. sogar ungerecht empfinden.

    Aber ich bitte Euch:
    unangenehm und ungerecht behandelt werden wir inzwischen seit 5 Monaten. Permanent. Täglich.

  5. h.hettam 27. Februar 2009 um 19:02 Uhr

    Einen „schlechten Nachgeschmack“ hinterlies allein der Fisch. Dafür konnte die Mehrheit der anwesenden SPD Genossen/innen sicher nichts. Im übrigen habe ich im Saal keine große Agression gegen uns geprellten Kleinsparer verspürt. Mein Dank dafür an die SPD Mitglieder, die so ihre Fassung bewahrten. Wir wollen nur unser Geld und dafür die seit langem versprochene Unterstützung von Herrn Peer Steinbrück.
    Und ansonsten standen unter den Opfern der Bank Pleite auch SPD Genossen. Nicht zu vergessen !

    h.hett

    O.a. Post war als Kommentar zu dem Artikel der Zeitung „Der Westen“ gedacht. Leider ist es mir nicht gelungen, ihn dort einzustellen.

    Horst

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