Antwort der BaFin – Quo vadis Island?

3. März 2009

Sehr geehrter Herr xxx

  • Das deutsche Moratorium hindert Kaupthing Island nicht daran, die
    Gelder direkt aus Island an die Einleger auszuzahlen. In
    Deutschland sind keine nennenswerten Vermögenswerte vorhanden. Die
    Gelder aus Island können auch ohne Einschaltung der deutschen
    Niederlassung ausgezahlt werden.
  • Sofern eine Beteiligung der deutschen Niederlassung von Kaupthing
    von isländischer Seite für unbedingt erforderlich angesehen wird,
    kommt es auf die Auszahlungsmodalitäten an. Entscheidend ist
    dabei, dass eine gleichmäßige Auszahlung an alle Kaupthing-Kunden
    sichergestellt ist. Zum Auszahlungsmodus haben bislang weder die
    zuständigen Behörden in Island noch die Kaupthing Bank – trotz
    Zusage – Stellung genommen.

Von deutscher Seite wurden sowohl den isländischen Behörden als auch der Kaupthing Bank verschiedene Lösungsszenarien – insbesondere auch zur Überbrückung der Deckungslücke – unterbreitet, die bislang unbeantwortet blieben.

Anmerkung Dirk: Das zeigt mir ganz klar, dass Island keine Lösung zustande bringt und Deutschland nicht in der Lage bzw. nicht Willens ist die Isländer mit Nachdruck bei der Ausarbeitung oben genannter Lösungsszenarien zu unterstützen. Die Dummen sind letzlich wieder wir!

2 Reaktionen zu “Antwort der BaFin – Quo vadis Island?”

  1. resoam 3. März 2009 um 14:36 Uhr

    Dirks Kommentar bringt es auf den Punkt: Unsere Verantwortlichen stellen sich auf den hilflosesten aller Standpunkte – „Wenn sich in Island niemand regt, regen wir uns auch nicht.“

    Wenn man mit dem gleichen „Elan“ in Grossbritannien, Österreich usw usf herangegangen wäre, würden die auch heute noch auf ihr Geld warten. Es ist Wahljahr. Zieht Eure Schlüsse.

    Anmerkung Dirk: Also ich begründe meine Wahl-Entscheidung nicht alleine auf die Sache Kaupthing – so tief ich auch drin stecke. Vor allem ist es als Opposition immer leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen.

  2. DanielPam 4. März 2009 um 06:30 Uhr

    Wahljahr hin oder her, 30800 Hansel sind doch im Vergleich zu allen Wahlberechtigten Peanuts; leider.

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