Bericht aus Kiel – Persönliches Gespräch mit Peer Steinbrück!

9. März 2009

Es geht um diese Veranstaltung . Bericht von Thomas&Silke

Hallo Leute,
Wir waren gestern in Kiel! Es war sch… kalt, aber zum Erreichen unseres Ziels haben wir gern gefroren. Die RG Nord war zahlreich vertreten, darauf sind wir schon ein wenig stolz. Die Mädels haben eifrig Handzettel und Schreiben aus Island an den Mann und die Frau gebracht. Diverse interessierte SPD-Politiker haben gestaunt über die neuen Informationen. Ebenso haben sich diverse Medienvertreter sehr interessiert und überrascht zugleich gezeigt. Während der öffentlichen Fragerunde ist es uns nicht gelungen, Herrn Steinbrück für uns zu gewinnen und ihn zu irgendeiner Aussage zu bewegen. Die Anwesenden waren leider zum größten Teil desinteressierte SPD-Anhänger, welche uns offenbar noch immer für dumme oder gierige Spekulanten hielten. Das war recht frustrierend, wir hatten diesen Abend eigentlich bereits abgehakt.
Angetrieben von der Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt, warteten wir auf unsere Gelegenheit. Es fand anschließend eine lockere Gesprächsrunde an Stehtischen und gut gekühltem Bier statt. In dieser ungezwungenen Atmosphäre gelang es uns, ein ausführliches Gespräch mit Herrn Albig zu führen und ihn ausführlich über die Sachlage zu informieren. Und dann war es tatsächlich soweit. Verena von unserer Regionalgruppe Nord überzeugte Herrn Steinbrück mit ihrem Charme und sprach ihn in unserem Namen an. Irgendwie war der Bann dann gebrochen und me too, lavcadio und ich sprachen locker mit Herrn Steinbrück über ihm offenbar noch nicht bekannte Details. Was die DZ-Bank mit uns zu tun hat, wußte er nicht einzuordnen. Man kann ihm keinen Vorwurf machen, das wollen wir hier ausdrücklich betonen. Der Mann hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Aber, und das war für unser Dafürhalten der Sieg des Abends, hat er nicht nur freundlich gelächelt, Verständnis gezeigt und von seinem Kredit erzählt. Nein! Er hat ein Blatt Papier genommen und sich alle Details und Behauptungen selbst aufgeschrieben. Er weiß jetzt von uns, woran es wirklich hakt und daß Island nach der jetzigen Sachlage keinen Kredit braucht. Er will alles prüfen lassen. Und wir waren uns alle einig, Herr Steinbrück will diesen Kram endlich vom Tisch haben.
Zusammenfassend können wir sagen: Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten auf dem Parkett der Diplomatie (fast ausgerutscht) ein rundum gelungener Abend! Und die Fahrt von lavcadio mit dem Lupo (!) einer bekannten Automarke aus Wolfsburg von Dieburg bis Kiel über Beidenfleth zum Zweck eines Besuchs bei uns hat sich absolut gelohnt.
Fotos unserer Aktion werden in Kürze folgen. Sobald wir sie haben. Aufruf an den noch unbekannten Fotograf aus Kiel, der mal eben mit dem Rad seine Kamera geholt hat: Setz Dich mit lacvadio oder uns per Mail/pn in Verbindung wegen der Fotos. Danke

Quelle: Forum

Nachtrag vom 09.03. zur Klarstellung: Thomas&Silke haben ebenso wie Karlheinz im Forum bestätigt, dass die in dieser Pressemitteilung zitierte Aussage von Peer Steinbrück VOR dem Gespräch (d.h. noch im ,,uninformierten“ Zustand) abgegeben wurde.

2 Reaktionen zu “Bericht aus Kiel – Persönliches Gespräch mit Peer Steinbrück!”

  1. DietmarFriesam 9. März 2009 um 15:13 Uhr

    Hallo, Thomas & Silke,

    schön, dass ihr euch bei eurer Veranstaltung so engagiert habt.

    Vielleicht bringt uns euer Einsatz nun endlich mal ein Stück weiter.

    Weiter so!

    Freundliche Grüße aus Nürnberg

    Dietmar

  2. xyzam 9. März 2009 um 21:17 Uhr

    Ich hatte u. a. auch Herrn Steinbrück mit Schreiben vom 21.02.2009, Posteinwurf am nächsten Tag, ausführlich über die aktuelle Situation gemäß Stand damals unterrichtet. In dem Brief hatte ich insbesondere über unser Problem mit der DZ Bank geschrieben. Auch unter Berücksichtigung, dass er sehr beschäftigt ist, es ist zu erwarten, dass solche Briefe nicht einfach ungelesen im Papierkorb landen – oder Herr Steinbrück hat da eine Gedächtnislücke:

    Finanzminister
    Peer Steinbrück
    Bundesministerium der Finanzen
    Wilhelmstraße 97
    11016 Berlin

    21.02.2009

    Sehr geehrter Herr Finanzminister,

    ich bin einer der ca. 30.800 deutschen Kleinsparer der deutschen Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank, die im Herbst vergangenen Jahres hier ihren Betrieb einstellte. Ihnen gewiss bekannt und ich kann mich daher kurz fassen, wir warten bis heute noch auf die Rückzahlung unserer Spareinlagen, während die Sparer anderer Nationen längst ausbezahlt wurden. Zahlreiche Schicksale, gerade in der heutigen Zeit, hängen von der Rückzahlung ihrer Ersparnisse ab. Deshalb, Ihnen sicherlich auch bekannt, zur Durchsetzung unserer Ansprüche unsere zwei Internetforen:

    http://kaupthing-edge.helft-uns.de
    http://kaupthingedge.foren-city.de

    Am 05.02.2009 fand in Island ein Gläubigertreffen statt, zu dem uns auch eine Delegation Initiatoren und Persönlichkeiten der Foren vertraten.

    Der isländische Staat und die Kaupthing in neuer Rechtsform haben dort mehrfach verbal die bald mögliche, vollständige Rückzahlung unserer Einlagen zugesichert, wie auch schon bei anderen Ländern geschehen, sogar mit Priorität, einschränkend jedoch, dass man zwar einen Rückzahlungsbetrag bereit habe, der aber nur ca. 80 % des uns schuldigen Volumens abdecke, während der Rest, die Angaben schwanken von 42 – 55 M€, von dem deutschen genossenschaftlichen Institut:

    DZ BANK AG
    Platz der Republik 60265 Frankfurt am Main

    einbehalten und gesperrt würde, die diese nun mit eigenen Forderungen bei der Kaupthing gegen rechne bzw. als Druckmittel fest halte. Es sind aber Überweisungen aus anderen Konten von Kaupthing-Sparern, die aufgrund Transfer-Vereinbarung Kaupthing/DZ Bank noch vor und zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der Kaupthing zu dieser beordert waren. Hierzu auch eine Verlautbarung der DZ Bank (Anlage). Es ist aber auch rückblickend nicht auszuschließen, dass die DZ Bank, schon früh um den Zusammenbruch wissen müssend, diese Gelder, anstatt treuhändisch und pflichtgemäß deren Einzahlung zu sperren bzw. wieder zurück zu überweisen, noch schnell gesammelt hat. Es bestehen ferner Angaben, dass die Kaupthing der DZ Bank ein Darlehen von über mehrere 100 M€ – 1G€ auf Zinsbasis bis 9% schulden soll!

    Ergänzend, doch nicht zuletzt, und Ihnen, sehr geehrter Herr Finanzminister ohnehin bekannt, Island hat, sehr Dank Ihnen und unserer Regierung, auch zwecks Rückzahlung ein Darlehensangebot der Bundesregierung, möchte jedoch nicht davon Gebrauch machen. Auch hat der Internationale Währungsfond (IWF, IMF) umfangreiche Hilfe zugesichert, nach meiner Kenntnis unter der Bedingung, dass bei Rückzahlungen an Kleinsparern alle gleich behandelt würden – was aber, wie hier angesprochen, bis heute noch nicht erfüllt wurde bzw. werden konnte. Auch hier erkenne ich Bezug zu dem Verhalten der DZ Bank gegenüber der Kaupthing, eben um Druck auszuüben.

    In meinem wie auch im Namen aller deutschen Kaupthing – Kleinsparer, möchte ich Sie, Herr Finanzminister, als primäre Persönlichkeit in der Politik, sehr um Ihre Unterstützung bitten, dass wir, nun schon unmäßig lange die Schlusslichter in dieser Reihe, auch endlich unsere Ersparnisse wieder zurück erhalten. Und wir bitten Sie deshalb insbesondere darum, sich auch für unsere Probleme bezüglich der DZ Bank zu verwenden.

    Offen angesprochen, Ihr bisheriges Schweigen zu dem Debakel wirkt auf uns befremdend. Und auch vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen würden wir Sie gerne darum bitten, klärend und regelnd einzugreifen. Wir erachten es als überfällig. Denn wir sind erzürnt und verbittert über die Art und Weise, das Ausmaß, mit dem man bisher sowohl seitens der Kaupthing, hier im Lande aber die DZ Bank, systematisch bestrebt war, auf unserem Rücken und an uns vorbei eigene Interessen zu priorisieren und durchzusetzen. Gemäß unseren Foren wurden Anfragen der Sparer, die Gelder bei der DZ Bank liegen haben, von dort immer nur unzureichend bzw. unklar und hinhaltend beantwortet.

    Wir sehen das Verhalten der DZ Bank als höchst grob rechtsmissbräuchlich und skandalös, wenn sie, selbst ein Dachverband genossenschaftlicher Sparkassen, vor dem Hintergrund der ungeheuerlichen Ereignisse der letzten Zeit auf dem Kapitalmarkt und in dessen Strudel wir unschuldig mit hinein gerissen wurden, dem enormen, irreparablen Vertrauensverlust eben solcher Banken deshalb, unserer Wirtschaftlage auf lange Zukunft hinaus aufgrund der Geschehnisse, der außerordentlichen Beihilfen an die Banken zu Lasten des Steuerzahlers und damit auch der Kaupthing-Sparer, nicht zuletzt auch anbetracht der Millionenboni, die sich die Bankmanager dem Vernehmen nach wegen ihrer eklatanten Verdienste zubilligten, diese Spargelder einfach zurück behält, auch, wie ebenfalls offenbar geworden, um die Bilanzen zu schönen, vor allem aber doch als Druckmittel gegenüber Island, dessen Bevölkerung sich ebenfalls verzweifelt darum bemüht, möglichst bald und möglichst redlich aus dieser ungeheuerlichen Misere heraus zukommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anlagen:
    Presseinformation DZ-Bank, 10.02.2009
    Gespräche mit der DZ-Bank, 14.02.2009
    Medienwirrwarr…, 16.02.2009
    Antwort des VZBV, 17.02.2009
    Analyse, 18.02.2009

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