Island strebt einen Ausgleich mit Bankgläubigern im April ein

11. März 2009

Wirtschaftsminister Gylfi Magnusson erwartet eine Vereinbarung mit den Gläubigern der zusammengebrochenen Banken schon im nächsten Monat, sodass die Beschränkungen des Geldflusses im zweiten Halbjahr aufgehoben werden könnten. Letzteres hänge aber von den Entwicklungen der Märkte ab.

In der Einigung strebe die Regierung verlängerte Fälligkeitszeiten für Schulden an. Außerdem sollen sogenannte Gletscher-Fonds – d.h. in isländischen Kronen notierte Fonds, die im Ausland verkauft wurden – mit Guthaben der isländischen Pensionsfonds in auswärtigen Währungen abgesichert werden. Die Guthaben der zukünftigen Rentner würden aber nicht als Puffer der Regierung oder für die Finanzierung der Zentralbank genutzt.

Die Regierung könne den Gläubigern anbieten, Anteilseigner der neuen Banken zu werden (siehe bereits unseren Artikel vom 20.02.). Einer der Fehler, die zum Kollaps der Banken führten, dass die Banken nur Einheimischen gehörten, sagte Gylfi Magnusson. Dies wolle man gerne ändern und strebe daher ein Engagment von Teilen der internationalen Gemeinschaft im Bankensektor an.

Außerdem meinte Gylfi Magnusson, dass der IWF-Kredit mehr als ausreichend sei, sodass Island voraussichtlich nicht noch mehr Schulden aufnehmen müsse. Einen gewissen Teil der nicht in Anspruch genommenen Raten könne man als Finanzierungsmöglichkeit auf dem Tisch lassen, die man nutzen könne, aber nicht müsse.  Man sei mehr oder weniger vollständig finanziert.

Siehe den vollständigen Bericht (in Englisch) bei Bloomberg.com

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