meine e-mail an die Kaupthing Bank zur letzten Veröffentlichung

16. März 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

schön, dass die Kaupthing Bank nach ca. 4 Wochen wieder einmal eine Information auf ihrer Internetseite platziert. Hierzu meine Bewertung:

Kritisch wird zu den unterschiedlichen Presseberichten Stellung bezogen, die nach Auffassung der Kaupthing Bank nicht dazu beitragen, uns betroffenen Bürgern umfassend und sachgerecht zu informieren. Es wird der Vorwurf erhoben, dass dadurch viele Halbwahrheiten und schlecht recherchierte Notizen veröffentlicht werden. Das mag möglicherweise so sein, doch wie Sie zutreffend schreiben, gelangen kaum Informationen über den derzeitigen Arbeitsstand an die Öffentlichkeit. Wer könnte sachgerechte Informationen geben? Nach meiner Auffassung die Kaupthing Bank selbst, die BaFin und das Finanzministerium. Somit ist die schlechte Informationspolitik der Verantwortlichen kritikwürdig und nicht das Verhalten der Presse. Wir Betroffenen sind den Zeitungen sowie Rundfunk und Fernsehen vielmehr dankbar, dass die gesamte Thematik der nach wie vor offenen Entschädigungszahlung in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Gleichzeitig verbinden wir damit die Hoffung, dass auf die Verantwortlichen Handelsdruck ausgeübt wird. Die Kaupthing Bank informierte am 12.03.2009 einerseits, dass in der Vergangenheit viel geschehen ist, andererseits gibt es nach wie vor kein greifbares Ergebnis. Nach wie vor kann immer noch keine eindeutige Aussage gemacht werden, ob und wann wir unser Geld erhalten.

Mehrfach wurde von der Kaupthing Bank in der Vergangenheit auf Aktivitäten hingewiesen, die im Nachhinein nicht weiter kommentiert wurden. Zuletzt das geplante Treffen zwischen Mitgliedern des Resolution Komitees und der deutschen Entschädigungseinrichtung am 10.02.2009. Hat es nicht stattgefunden oder ist da nichts herausgekommen? Als Ursache für die bislang nicht mögliche Rückzahlung wurde von Seiten der Kaupthing Bank ebenfalls in einer Veröffentlichung angeführt, dass die DZ Bank Kundeneinlagen beschlagnahmt hat. Auch dazu gibt es keine weiteren Informationen und nicht zuletzt, die Aussage, dass der isländische Einlagensicherungsfond uns Betroffenen so schnell es geht eine Bestätigung der jeweiligen Forderung zukommen lassen will. Wochen später wird auch diese Aussage wieder relativiert, somit kann ich nicht erkennen, dass die Kaupthing Bank auf ihrer Webseite definitiv gesicherte Informationen zur Verfügung stellt. Seit 5 Monaten werden wir vertröstet mit der Zielsetzung, dass mit der Rückzahlung der Kundeneinlagen so schnell wie möglich begonnen werden soll und dem Hinweis, dass der Prozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Informationspolitik der Kaupthing Bank ist nach meiner Auffassung absolut unzureichend und die Kritik an der Presse unangebracht.

3 Reaktionen zu “meine e-mail an die Kaupthing Bank zur letzten Veröffentlichung”

  1. h.hettam 16. März 2009 um 01:34 Uhr

    @Nora

    Eine sachgerechte und kompetente Antwort auf die Veröffentlichung der KED. Die Aussagen der KED wirken auf mich mehr wie Propaganda und gezielte Desinformation zur Verunsicherung der Kunden.

    Es riecht nach Nebelkerzen.

    Gruß Horst

  2. Janam 16. März 2009 um 09:14 Uhr

    @ Nora: Ich sehe das genauso wie Horst: Es riecht ganz schön branstig bei KED.

    Kaupthing schweigt manchmal wochen- und monatelang. Vielen Dank, dass wir uns unsere Informationsquellen noch selbst aussuchen dürfen und nicht nur der Bank vertrauen, die uns mehr als einmal auf’s Glatteis geführt hat!

    Gruß. Jan

  3. nomoneyam 16. März 2009 um 15:39 Uhr

    Also echt jetzt, ohne Geldeingänge auf den Referenzkonten sollten wir das mit dem Glauben mal gut sein lassen!

    Gruß. Steffen

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.