Anhörung des britischen Finanzministers Alistair Darling durch den Untersuchungsausschuss des Unterhauses von GB

25. März 2009

Es habe keine Gespräche zwischen der Regierung der Isle of Man und der britischen Regierung über einen Kredit zur Auszahlung der Kaupthing-Sparer der Isle of Man gegeben. Dies hatten Kaupthing-Sparer der Isle of Man verlangt.

In der Kaupthing-Tochter der Isle of Man gibt es über 5200 Privatsparer mit umgerechnet ca. 330 Mio. € Einlagen (Durchschnittseinlagebetrag pro Person: umgerechnet ca. 63.500 €) und weitere über 3100 Inhaber von Partnerkonten, denen insgesamt umgerechnet ca. 190 Mio. € geschuldet werden (Durchschnittseinlagebetrag pro Person: ca. 62.000 €) sowie weitere Gläubiger (zum Schicksal der Kaupthing-Sparer der Isle of Man siehe unsere Artikel u.a vom 02.03. und 30.01.).

Außerdem wurde Mr. Darling gefragt, in welchem Ausmaß die Anwendung der britischen Anti-Terror-Gesetze sowie öffentliche Erklärungen den Durck auf die – als letzte der drei Banken noch bestehende –  Kaupthing Bank erhöht habe, die nach Meinung der isländischen Behörden überlebt haben könnte.

Mister Darling erklärte dazu: ,,Ich unternahm die Maßnahmen, um die Bürger dieses Landes tatsächlich zu schützen. Ich wollte nicht, dass Vermögenswerte zurück nach Island verfrachtet würden.“ Er sagte, dass die Anwendung der Anti-Terror-Gesetze gegen die Landsbanki dazu gedient habe, einen wirtschaftlichen Schaden für das Land zu verhindern. ,,Darum tat ich das. Hätte ich es nicht getan wäre die Frage, wie ich es hätte zulassen können, dass das ganze Geld abgezogen worden würde.“ Außerdem erklärte er, dass die Situation, in der sich Leute außerhalb der EU selbst einen Pass ausstellten, ohne dass die britische Regierung Kontrolle auf diese Praxis Einfluss nehmen könne, beendet werden müsse.

Danach gefragt, ob es irgendwelche gesetzlichen Ansprüche gegen die isländische Regierung gab,  um die britischen Sparer im selben Umfang wie isländische zu entschädigen, antwortete Mr. Darling: ,,Wir glauben, dass Verpflichtungen bestehen. Die Sichtweise der früheren isländischen Regierung war, dass sie sich darüber nicht sicher gewesen ist. Wir haben versucht, die isländische Regierung in Anspruch zu nehmen, die sich gewillt gezeigt hat, um mit uns zu sprechen und zu versuchen, diese Dinge zu lösen. Aber die Tragik ist, dass wir britische Steuergelder einsetzen mussten, um britische Anleger in diesen britischen Niederlassungen zu unterstützen.“

Siehe den Bericht von iomtoday.co.im (in Englisch).

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