Was passiert mit Kaupthing Luxemburg?

25. März 2009

Nachdem die Übernahme der Kaupthing-Tochter Luxemburg durch einen libyschen Staatsfonds zunächst am Veto einiger Gläubigerbanken gescheitert ist (siehe unseren Artikel vom 18.03.), hat der Staatsfonds sein Angebot nun nachgebessert.  Damit gehen die Verhandlungen weiter. Zu weiteren Details über den Status der Kaupthing-Tochter Luxemburg siehe den vollständigen Bericht bei Luxemburger Wort.

Parallel mahnte der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden (Zitat aus einem weiteren Artikel von Luxemburger Wort zum Thema):

„Es kann nicht die Rolle der Regierung sein, alle Banken weltweit zu nationalisieren“, stellte Frieden klar. Im Hinblick auf die Kaupthing stellte er fest: „Ich habe den Eindruck, dass einige Banken die Lektion aus der Krise noch nicht verstanden haben.“ Jetzt hoffe er auf eine Lösung vor dem achten April. An diesem Tag muss das Gericht sonst die Liquidation bekanntgeben. „Investieren in Lösungen ist besser, als Konkurrenten sterben zu lassen“, stellte Frieden fest. Das war auch ein Seitenhieb auf Fortis, wo sich Gläubiger in ähnlicher Weise verhalten. „Es ist eine Krise des Vertrauens. Deswegen ist es wichtig, das wiederherzustellen“, sagte der Minister in seiner auf Englisch gehaltenen Rede. Er mahnte Änderungen in der Regulierung und bei den Ratingagenturen an. Er unterstütze die de-la-Rosière-Vorschläge, aber ein großer EU-Aufpasser sei nicht nötig; wohl aber eine europäische Lösung, meinte Frieden.

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