Der Esel im Brunnen (auch mein Lebensmotto)

26. März 2009

Eines Tages fiel der Esel eines Bauern in den Brunnen.
Mitleid erregend schrie das Tier Stunde um Stunde, während der Bauer überlegte, was zu tun sei.

Zuletzt kam er zu dem Schluss, dass das Tier doch sehr alt sei und dass der Brunnen sowieso aufgefüllt werden müsse, dass es somit nicht der Anstrengung wert sei, den Esel zu retten.

Er lud alle seine Nachbarn ein, ihm zu helfen. Und so griffen sie alle zur Schaufel und begannen Erde in den Brunnen zu füllen. Sofort erkannte der Esel, was da gespielt wurde und schrie herzzerreißend.

Nach einiger Zeit ließ sein Geschrei zur Verwunderung aller plötzlich nach.
Einige Schaufelladungen später schaute der Bauer schließlich in den Brunnen hinunter und was er sah, erstaunte ihn sehr.

Mit jeder Schaufel Erde, die auf seinem Rücken landete, tat der Esel etwas
Erstaunliches: Er schüttelte sie ab und stellte sich drauf. Und sowie der Bauer und seine Nachbarn mehr Erde hinunterschaufelten, so schüttelte er auch diese ab und stieg dabei Schritt für Schritt höher.

Nachdem nun einige Zeit vergangen war, erschienen zu aller Erstaunen die Vorderbeine des Esels über dem Brunnenrand – und schließlich sprang das ganze Tier heraus.

Das Leben wird so manchen Dreck und Unrat auch auf dir abladen.
Die Kunst besteht darin, alles abzuschütteln und es als Treppe nach Oben zu benutzen.

Jede Schwierigkeit, die dir begegnet, kannst du in einen Trittstein verwandeln und dich so aus dem tiefsten Loch befreien.

Gib nur nie auf!

3 Reaktionen zu “Der Esel im Brunnen (auch mein Lebensmotto)”

  1. DietmarFriesam 26. März 2009 um 23:13 Uhr

    Hallo, Dirk,

    diese Geschichte paßt auf mich wie die Faust auf’s Auge.

    Genial die Person, der sowas einfällt!

    Wohl dem, der nicht aufgibt und kämpft.

    Ein Berg ist immer nur so hoch, wie man glaubt. Vielleicht kann man nicht drüberklettern, aber um ihn herumgehen kann man fast immer.

    Lasst uns also nicht müde werden, um unsere Kröten zu fighten!

    Wir werden am Ende siegen, auch wenn es viel (Herz)blut und Nerven gekostet hat am Ende!

    Liebe Grüße aus Nürnberg an alle Betroffenen!

    Dietmar

  2. JoWaLoam 29. März 2009 um 13:10 Uhr

    Hallo Dirk,

    in meinem nächsten Leben werde ich auch ein Esel.

    Grüße
    JoWaLo.
    P.S.: Oder waren wir Esel, weil wir in den Kaupthing-Brunen gefallen sind ?

  3. Luna3010am 1. Juli 2009 um 16:35 Uhr

    Wäre der Esel nicht in den Brunnen gefallen, hätte er keine Strategie finden müssen, wie er aus dieser misslichen Lage wieder heraus kommt.
    Und sicher hat er aus dieser Erfahrung viel gelernt.

    Hätten wir unser Geld nicht bei Kaupthing…….

    Fazit: Aus negativen erfahrungen lernt man während man positive Erfahrungen allenfalls freudig wahrnimmt.

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