DZ Bank

27. März 2009

Anfrage an die DZ-Bank am 07.03.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Ihnen sicherlich bekannt sein dürfte, warten Kunden der isländischen Kaupthing Edge, zu denen ich gehöre, seit ca. 5 Monaten auf Auszahlung der Entschädigung im Rahmen des Einlagensicherungsfonds.
Als Ursache für die bislang nicht erfolgte Auszahlung wird aus verschiedenen Stellungnahmen dies u. a. damit begründet, dass die DZ-Bank als deutsche Clearing-Bank ca. 55 Mio EUR gepfändet hat. Wenn dem so ist, erheben Sie aus meiner Sicht Gelder ein, die Ihnen nicht zustehen.
Hierzu bitte ich um Darstellung Ihrer Sichtweise.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von der DZ-Bank am 27.03.2009

unsere Sichtweise beruht auf folgendem Sachverhalt:
Vor mehr als zwölf Monaten hat die DZ BANK AG einen dreistelligen Millionenbetrag von der Kaupthing Bank Island für die Kaupthing Bank Deutschland erhalten und auf dem Konto der Kaupthing Bank Deutschland verbucht. Hierbei handelte es sich nicht um Anlegergelder, sondern um freies Vermögen der Kaupthing Bank. In den folgenden Monaten wurden von diesem Betrag für Mieten, Gehälter, Nebenkosten usw. Abbuchungen vorgenommen. Als die DZ BANK AG von dem Vermögensverfall der Kaupthing Bank Kenntnis erhielt, machte sie von ihrem Pfandrecht gebrauch und erklärte die Aufrechnung. Dies deshalb, weil die DZ BANK AG eine erheblich höhere Forderung gegen die Kaupthing Bank hatte als das Guthaben bei der DZ BANK AG. Diese Maßnahmen der DZ BANK AG sind völlig banküblich und dürften auch für Sie nachvollziehbar sein. Die DZ BANK AG unterhält keinerlei Rechtsbeziehungen zu den Kunden der Kaupthing Bank, ist aber gegenüber ihren Aktionären selbstverständlich zur Wahrung ihrer Rechte verpflichtet.
Ihr Unmut sollte sich daher gegen Ihre Schuldnerin richten, und dies ist allein die Kaupthing Bank.
Mit freundlichen Grüßen/Kind regards
Friedhelm Buthmann

2 Reaktionen zu “DZ Bank”

  1. GZSZ_DZam 28. März 2009 um 06:31 Uhr

    Wenn ich den Satz

    „Die DZ BANK AG unterhält keinerlei Rechtsbeziehungen zu den Kunden der Kaupthing Bank, ist aber gegenüber ihren Aktionären selbstverständlich zur Wahrung ihrer Rechte verpflichtet.“

    lese, zieht es mir die Schuhe aus. Abgesehen davon, dass die DZ-Bank monatelang Dienstleistungen für Kaupthing- Kunden (ohne deren Wissen) erbracht hat: Hat sie auch zur Wahrung der Rechte ihrer Aktionäre die bekannten Milliarden in den Sand gesetzt? Ruiniert sie mit ihrer hanebüchenen Informationspolitik nicht das Image aller Genossenschaftsbanken ?

    Und da soll ich schön ruhig und friedlich bleiben… Mal sehen wie lange ich mich noch zügeln kann.
    Wir sehen uns beim Ostermarsch !

  2. mumam 28. März 2009 um 10:21 Uhr

    Eine ähnliche Antwort habe auch ich von der DZ erhalten.
    Bestätigt eigentlich nur, daß die Bank ihre
    eigenen Probleme/Fehler auf Kosten ehrlicher, unbeteiligter Kleinsparer lösen will. Für mich ist das ganz einfach ausgedrückt Diebstahl !
    Um solchem Verhalten künftig auszuweichen, habe ich alle konten bei
    den diesem System angeschlossenen Banken (Volksbank/PSD/GMB)gekündigt.

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