rundschau-online: Tagesgeld bei ausländischen Banken: Sicherung prüfen

4. April 2009

Zur Vorsicht für Geldanlagen bei Banken, die nicht dem deutschen Einlagensicherungssystem angehören, rät die Kölnische Rundschau. Der Artikel geht dabei auf verschiedene EU-Länder und die Sicherheit der Sicherheiten ein.

3 Reaktionen zu “rundschau-online: Tagesgeld bei ausländischen Banken: Sicherung prüfen”

  1. Noraam 4. April 2009 um 17:58 Uhr

    Hallo Jan,
    erneut bin ich dabei Tagesgeld zu checken. Ein attraktives Angebot bietet derzeit die Credit Europe mit derzeit 4,5 %. Ich gebe zu, als „gebranntes Kind“ habe ich keine Lust das noch einmal zu erleben was wir jetzt erfahren. Dennoch möchte ich auch zukünftig attraktive Angebote nutzen. Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass auf die Einlagensicherung Verlass sein muss! Entweder sie ist bindend und wenn im Ernstfall nicht, dann ist sie nicht wert, dass sie so genannt wird. Auch sollte dabei das Land, welches dem Einlagensicherungsfond angehört keine Rolle spielen. Somit kann ich die Wahrnungen nur bei einer Bank anzulegen, die dem deutschen Einlagensicherungsfond angeschlossen ist, nicht nicht wirklich nachvollziehen, solange ich mich innerhalb der Sicherungsgrenzen mit meiner Anlage bewege. Oder wollen mir die Warner sagen, lieber Anleger, der Einlagensicherungsfonds reicht nicht aus und das Land ist Pleite – du wirst dein Geld niemals bekommen? Wenn an dem wäre, dann müsste nach meiner Auffassung die Bafin eine Warnung herausgeben.
    Gruß Nora

  2. JoWaLoam 5. April 2009 um 14:02 Uhr

    Hallo Nora,

    wir haben uns wohl alle in der Sicherheit gewogen, unsere Spareinlagen seien in der „Schweiz Nordeuropas“ sicher angelegt und es wäre wohl auch alle gutgegangen, wenn sich dieser sogenannte „Aufschwung“ Anfang letzten Jahres nicht als große Kredit-Blase entpuppt hätte und u.A. Island in große Not geraten wäre.

    Die Credit Europe Bank (bei der ich übrigens auch Kunde bin) hat den Niederländischen Einlagensicherungsfond als Sicherheit, der zur Zeit (!) noch als zuverlässig erscheint.

    Sollte sich die Wirtschaftskrise weiter ausbreiten, werden wohl auch die Einlagenfonds derNiederländer, dann die Briten usw. ins Trudeln geraten. Zur Zeit sieht es leider so aus, als wäre der Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems nur noch eine Frage der Zeit.

    Es ist auf jeden Fall ratsam, die Garantiesumme der jeweiligen Einlagensicherungsfonds nicht zu überschreiten und das Ersparte auf mehrere Banken zu verteilen, so daß man bei einer Bankinsolvenz oder eines Moratoriums nicht das ganze Eigenkapital blockiert ist.

    Ich habe mein Erspartes auf zehn (mit Kaupthing-„Bank“ elf) verschiedene Banken verteilt. Darunter ist auch eine türkische Bank mit Zweigniederlassung in Österreich und Zweigniederlassung in Deutschland.

    Es ist eventuell zu beachten, daß auch der deustche Einlagensicherungsfonds (lt. gesetzliche Regelung) nur 98 % von 20.000,- EURO absichert.
    Alles, was höher abgesichert ist, wird von den Bankhäusern über private Institutionen (Verschierungen usw.) abgesichert, die vielleicht sogar von den jeweiligen Banken abhängig sind.

    Es ist ratsam, die auf die Spareinlagen zukünftig anfallenden Zinsen und Zinseszinsen bei der Anlagengrenze von 20.000,- zu berüksichtigen.

    Grüße
    JoWaLo.

  3. Janam 5. April 2009 um 19:14 Uhr

    Hallo Nora,

    da hast du im Prinzip Recht. Allerdings wäre ich wirklich vorsichtig, in welchem Land die Bank ansässig. GB wäre mir aufgrund des starken Finanzsektors bereits zu heiß. NL halte ich hinsichtlich der Einlagensicherung für zuverlässig. Sollten die NL zahlungsunfähig werden, würde es m.E. Deutschland genauso treffen.

    Inwiefern aber auch Banken wie Credit Europe, die stark im krisengeschüttelten Osteuropa investiert sein soll, gefährdet sind, vermag ich auch nicht zu sagen, sehe da aber ein gewisses Risikopotential.

    Letztlich ist die Krise zu undurchsichtig, als dass man jetzt sagen könnte, die sei ,,richtig“ und jenes ,,falsch“. Ich finde jedenfalls den Vorschlag von JoWaLo ganz geschickt.

    Grüße.
    Jan

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