Anleger und Banken gleichermaßen schuld

7. April 2009

Es kann doch nicht sein, dass immer auf die gierigen Banker (bin selbst keiner und will auch niemanden in Schutz nehmen) geflucht wird. Die aktuelle Kriese bei der KE enthüllt ebenso die Gier der Anleger deren Unverständniss.  Wenn ich lesen muss, dass hier teilweise Familienersparnisse ganzer Generationen festhängen wird mir echt schwindelig.

Selbst der schlechteste Anleger sollte zumindest 2 Grundregeln im Finanzsektor verstanden haben:

1. Das Kleingedruckte lesen.
2. Je höher der Zins, desto Höher das Risiko.

Wer sich des Risikos nicht bewusst war und blauäugig untätig war hat keinerlei Recht irgendjemanden zu kritisieren und schlechte Stimmung zu verbreiten. ‚Risiko‘ ist nicht nur ein Begriff den die Finanzwelt in Hochglanzprospekte druckt und damit mögliche Chancen aufzuzeigen. Hier kann – wie man gesehen hat – auch wirklich was passieren.

Die ungünstige finanzielle und wirtschaftliche Situation Islands war schon lange bekannt. Es wurde auch genügend vor dieser Bank gewarnt und darauf hingewiesen Vorsicht walten zu lassen.

Ich selbst war ebenfalls mit Spareinlagen bei der KE. Als jedoch in den Medien Worte wie Staatsbankrott im Zusammenhang mit Island fielen waren meine Koffer gepackt und das Geld zurück in (bisher vermeintlich) sichere Häfen…

Es tut mir Leid wirklich Leid um die Anleger deren Geld nun festhängt. Aber ich wollte in diesem Umfeld die Bank nicht abwickeln müssen. Stellt euch mal vor was da allein an täglicher Post verärgerter Anleger ansteht. Da hier einige Parteien miteinander reden müssen die auch noch ein (wahrscheinlich ebenfalls nicht einfaches) Tagesgeschäft abzuwickeln haben ist es doch nicht verwunderlich das hier so viel Zeit in’s Land rinnt.

Meiner Meinung nach sollte man abwarten und auf ein blaues Auge hoffen. Mehr geht sowieso nicht.
Mir jedefallls wurde duch meine Einlage bei der KE mein gesundes Misstrauen bestätigt.

Ich wünsche allen Anlegern der KE einen erfolgreichen
Abschluss dieser Geschichte.

6 Reaktionen zu “Anleger und Banken gleichermaßen schuld”

  1. GZSZ_DZam 8. April 2009 um 10:30 Uhr

    Nach 6 Monaten Moratorium und ebenso langen Diskussionen so ein Brief…
    Ich bin nicht amüsiert.
    Aber ich hätte einen Vorschlag, wie sich die bedauernswerten Banker und beteiligten Ämter und Ministerien den Stress vom Hals schaffen könnten: Einen Plan zur Rückzahlung der Einlagen mit Terminen veröffentlichen und diesen Plan dann sogar einhalten.
    Das wäre in der Tat mal ein fröhliches Osterfest ohne faule Eier.

  2. helgaandersam 8. April 2009 um 17:10 Uhr

    Hallo G-Master! Für deine unqualifizierten äusserungen Will ich dich hier nie mehr im forum lesen,suche schnell das weite und tauche nie mehr auf.anstatt uns zu unterstützen sind diese Dämlichen saetze das Letzte was wir gebrauchen können. [wegen Unsachlichkeit entfernt – so viel wie „geh weg“ stand hier] Dich aber schnell.

    Anmerkung Dirk: Na na…bitte etwas auf die Wortwahl achten. Sonst bist Du auf keinem besseren Niveau 🙂

  3. nomoneyam 8. April 2009 um 21:02 Uhr

    Es ist, wie es ist.

  4. RHam 9. April 2009 um 15:39 Uhr

    Zum Inhalt möchte ich mich nicht äußern. Orthographie und Interpunktion reichen manchmal schon aus, um das intellektuelle Niveau und damit die Kompetenz des Verfassers einzuschätzen. Das gilt ebenso für die Reaktionen auf solche Beiträge.
    Dirk, ich bewundere Deinen souveränen Umgang mit solchen Beiträgen.

  5. nomoneyam 9. April 2009 um 16:13 Uhr

    Das mit dem Niveau ist so ähnlich wie mit der Seriösität. Schicker Anzug, exakt gebundene Kravatte, schön gestriegelt und [zum selber füllen]!
    Anfeindungen bringen uns jedenfalls nix!
    Jeder, der sich sein Geld rechtzeitig geholt hat, kann ruhig froh sein. Mit der nächsten Inflation oder vielleicht sogar Währungsreform reguliert sich dann auch das.
    Aber von uns „Mea Kulpa“ zu verlangen, ist schon ein bißchen arg. Lassen wir das Ding doch in der Kirche. Wer mag, kann sich´s dort erklären lassen!

    Viele Grüße und friedliche Ostern!

  6. Janam 11. April 2009 um 13:44 Uhr

    @nomoney: Das ist sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Das Ganze haben wir schon mehrfach durchgekaut.

    Was mich wundert: GMasterB meint einerseits, dass ausreichend vor der Bank gewarnt wurde, andererseits legt er sein Geld trotzdem dort an. Und wann zog er es ab? ,,Als jedoch in den Medien Worte wie Staatsbankrott im Zusammenhang mit Island fielen…“ – das war am 07.10., zwei Tage vor Kontenschließung. Also Hals über Kopf, hier schreibt einer der Glücklichen des Banken-Runs. Da sollte dann wirklich gelten: Einfach glücklich über die Zufallsrettung sein, aber bitte dann nicht hinterher auf oberschlau machen.

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