Mailauskunft der Kaupthing Bankniederlassung Deutschland

11. April 2009

Habe heute [08.04.] 19:10 eine mail von Herrn Michael K. (KED) bekommen; zunächst meine Anfrage:

Sent: Mittwoch, 8. April 2009 16:50
To: MK
Sehr geehrter Herr K,
mit Wohlgefallen hab ich gelesen, dass Sie „derzeit so mit der Abwicklung beschäftigt“ sind, dass Sie wenig Zeit finden. Ist auch gar nicht nötig, mir viel Zeit zu widmen! Nur 1 bzw 2 Fragen:
1. Gibt es inzwischen einen Termin für die Rückzahlung von a)DZ bzw. b)KE – und
2. Wann ist dieser?
Danke, wenn Sie mir antworten können; noch mehr, wenn Sie konkret werden können – und gute Oster(ferien?)tage!
G*

Antwort:
Hallo Herr XXX,
tja, da stellen Sie die schwierigste aller Fragen. Ich kann sie Ihnen so pauschal nicht beantworten.
Die gute Nachricht ist, dass es mit „ganz“ großen Schritten voran geht. Weiter gut ist auch, dass wir uns wohl in Kürze tatsächlich mit einer ersten öffentlichen Stellungnahme an alle Kunden wenden können.
So, jetzt müßte ich ganz tief ins Detail gehen, was auf der rein technischen Ebene noch zu klären ist. Und hier steckt der Teufel in der Tat im Detail. So ein Banksystem ist auf einen Abwicklungsfall nicht vorbereitet. Das heißt, es gibt keine Automatismen, die uns die Sache beschleunigen könnten. Es muss sehr, sehr viel händisch gemacht werden. Das fängt schon bei der Zinsberechnung an.
Lange Rede, heißt es wird noch einige Zeit dauern, bis das Geld wieder auf Ihrem Konto ist.
Aber es geht gut voran. Ihnen auch ein schönes Osterfest.
Beste Grüße
MK

(Fettungen […] von mir!)

Ich befürchte, dass wir vor Ostern nicht mehr zu konkreteren Aussagen von irgendeiner Seite kommen werden. Es heißt also wieder einmal: sich bescheiden… – Arrow bis zum Bescheid danach!
Allen gute Osterfeiertage (und ganz besonders am Ostersamstag Smile !
Gere*

Quelle: Forum

6 Reaktionen zu “Mailauskunft der Kaupthing Bankniederlassung Deutschland”

  1. DietmarFriesam 12. April 2009 um 12:04 Uhr

    Hallo, Jan,

    mir war schon klar, dass keine konkreten Informationen zu erwarten waren.

    Das, was geschrieben stand, entspricht ziemlich genau dem, was bei der Mahnwache in Frankfurt am Main seitens des „Geschäftsführers“ der Kaupthing-Bank verlautete.

    Heiße Luft ohne jeden Inhalt.

    Ein Unternehmen, das einen Konkurs nicht in Betracht zieht, verdient m. E. seinen Namen nicht!

    Uns bleibt nur: Hoffen, hoffen, hoffen…

    Freundliche Grüße

    Dietmar

  2. xyzam 12. April 2009 um 12:34 Uhr

    Herzlichen Dank für den Schriftwechsel. Er klingt einvernehmlich und gutwillig, gibt aber leider m. E. auch kaum Hoffnung. Ich bin eher geneigt, zu sagen: Im Norden nichts Neues. Denn wir leben doch nicht mehr in der Computersteinzeit und Zinsrechnung und Zahlungsvorgänge waren auch schon vorher gängiger Bankenalltag. Können wir mit helfen? Wir, alle denen es zeitlich möglich, kommen sicherlich gerne.

  3. Freddieleinam 12. April 2009 um 15:57 Uhr

    Moment – im Zeitalter der computergesteuerten Abwicklung ist das alles ein Problem? Wie denn dieses?!

    Es tut mir schrecklich leid, aber jedes Mal, wenn ich den Terminus „in absehbarer Zeit“ höre, schwillt mir der Kamm!

  4. nomoneyam 12. April 2009 um 19:58 Uhr

    Österlicher Appell an den Glauben?

    „So, jetzt müßte ich ganz tief ins Detail gehen, was auf der rein technischen Ebene noch zu klären ist. Und hier steckt der Teufel in der Tat im Detail. So ein Banksystem ist auf einen Abwicklungsfall nicht vorbereitet. Das heißt, es gibt keine Automatismen, die uns die Sache beschleunigen könnten. Es muss sehr, sehr viel händisch gemacht werden. Das fängt schon bei der Zinsberechnung an.“

    Jaja, die altbekannte Unbeherschbarkeit der Technik. Einen Videorekorder kann ja auch kaum einer bedienen, wie sollte es dann möglich sein, daß Banksoftware in der Lage wäre, Zinsen für bestimmte gepeicherte Beträge von gespeicherten Konten mit gepeicherten Kontonummern für gespeicherte Kunden für berechenbare Zeiträume zu berechnen, den zugrundeliegenden Grundwerten hinzuzuaddieren und auf die Referenzkonten, deren Kto-Nummern und BLZs ebenfalls gespeichert sind, zu überweisen?

    Nicht im Ernst? Schiefertafel, Kreide und Dreisatz?

    Naja, die Ostereier sind schon gelegt! Aus den nicht-verkauften schokoladigen werden dann Weihnachtsmärchen!?

    Viele Grüße

  5. andreaam 13. April 2009 um 04:18 Uhr

    Zunächst mal möchte ich sagen, dass ich den Aussagen Kramers wesentlich mehr Gewicht schenke, als denen der isländischen Verantwortlichen. Hat auch was damit zu tun, dass der Mensch ja unmittelbar vor Ort greifbar ist und er sich in der Vergangenheit ganz ordentlich verhalten hat.

    Zu den Detailfragen selbst allerdings fehlt mir ein wenig das Verständnis. Nicht nur, dass andere Länder die Auszahlungen ja auch zeitnah realisieren konnten und das ausgerechnet in Deutschland ne Wissenschaft sein soll. Reine Eingaben könnten auch durch Hinzuziehung Externer vorgenommen werden……Zinsberechnungen gibt es ja wohl auch im normalen Bankbetrieb, warum soll das im Abwicklungsfall anders laufen? Und die schlußendliche Rückzahlungstransaktion(en) müssen die doch auch nicht selbst machen! Die öffnen einfach die Konten (meinetwegen wegen der 80% mit eingeschränktem Verfügungsrahmen), suchen sich zur Not noch ne andere Clearing-Bank (da könnte der Staat über seine eigenen Banken z.B. konkret behilflich sein (Bundesbank, Landesbanken, Commerzbank…) und den Rest erledigen die Anleger dann schon selbst. Was bitte ist daran sooooo kompliziert?

  6. mobby_xam 13. April 2009 um 08:28 Uhr

    Wenn ein einzelner 30.800 Anträge händisch bearbeitet und, angenommen, für jeden eine Minute braucht und das am Tag 7 Stunden macht, braucht er ca. 2 Monate. Ich hoffe, man hat nicht erst gestern damit angefangen.

    Gruß
    Mobby_x

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