Merkwürdiger Kommentar bei boerse.ARD.de

1. Mai 2009

Darin geht es eigentlich um J.C. Flowers, Großaktionär der Hypo Real Estate. Was aber Kaupthing-Sparer (Tagesgeld mit Einlagensicherung unter deutscher Finanzaufsicht) zwischen Aktien und Anleihen zu suchen haben, bleibt wohl das Geheimnis des populistischen Autors…

Diese Art von Vollkasko-Kapitalismus, der hohe Renditen für sich beansprucht, aber das Risiko möglichst von anderen getragen sehen will, sendet fatale Signale aus. Jeder Anleger hat vor einem Engagement die Risiken abzuwägen und zu tragen. Das sollte für Kaupthing-Sparer ebenso gelten wie für Flowers. Wer mit dem Risiko einer Aktienanlage nicht leben kann, muss Anleihen kaufen.

Siehe den ganzen Kommentar bei Börse ARD.

14 Reaktionen zu “Merkwürdiger Kommentar bei boerse.ARD.de”

  1. Dirkam 1. Mai 2009 um 20:42 Uhr

    Danke liebe ARD Börse. Daher haben wir auch ein Fest-/Tagesgeld gewählt und eben KEINE Aktien. Vielleicht kapiert das irgendwann auch der letzte.

  2. Apacheam 2. Mai 2009 um 10:40 Uhr

    Hallo zusammen,
    soeben habe ich diese Mail an die „ARD-Börse“ gesendet:

    30.04.2009 16:16
    Der Vollkasko-Kapitalismus
    von Stefan Wolff, ARD-Börsenstudio,

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    was Ihr Moderator hier von sich gibt ist der größte Quatsch den ich und über 30.000 andere (Kaupthing-Geschädigte) je gelesen und gehört haben.

    Schicken Sie den mal auf eine Schulung, damit er den Unterschied zwischen „Aktien-Zockern“ und ganz normalen „Tagesgeld – Sparern mit gesetzlicher Einlagensicherung“ kennenlernt bevor er solche „unsäglichen und schädlichen“ Artikel verfasst!

    Zudem waren die Tagesgeldzinsen zu diesem Zeitpunkt nahezu überall ähnlich und daß dann jeder bei einer „so sicheren“ Sparanlage das beste Angebvot wählt ist doch selbstverständlich.

    Hier ist der Ausdruck „Vollkaskokapitalismus“ völlig deplaziert.

    MfG. H.Decker

  3. rein47hexam 2. Mai 2009 um 14:51 Uhr

    Hallo Herr Wolf aufgewacht! Sie wollen Experte für die ARD-Börse sein? Sie verbreiten völlig unqualifizierten Mist, indem sie die Kaupthing Tages- und Festgeldsparer mit Groß-Aktienspekulanten und deren Milliardenpoker, verrühren, und dann in einen Topf werfen. Da muß ich mich tatsächlich fragen, auf welcher Wurstbrühe sie schwimmen…..

  4. JoWaLoam 2. Mai 2009 um 15:58 Uhr

    Hallo Dirk,

    wer das bis jetzt noch nicht begriffen hat, wird es wohl nie begreifen.

    Welche Banken mit Was versucht haben, viel Rendite zu machen und volles Risiko eingegangen sind, braucht hier wohl nicht mehr angeführt zu werden. Die Vollkasko-Versicherung dafür ist auch noch letztendlich der Steuerzahler.

    Daß die ARD jemand vor die Kamera lässt, der auch noch behauptet Anleihen seien mit weniger Risiko behaftet wie Aktien ist schon faszinierent.
    So etwas kenne ich eigentlich nur von Bloomberg, N24 oder N-TV.

    Grüße
    JoWaLo.

  5. Koeppiam 2. Mai 2009 um 16:34 Uhr

    Die ARD Empfehlung an die „Kaupthing-Sparer“, die sich für Tages- oder Festgelkonten mit Einlagensicherung entschieden hatten, sollten Anleihen kaufen, ist nicht nur zynisch, sondern schlichtweg unseriös!

    Wie sieht es denn bei einer Anleihe aus?
    Die sind doch riskanter als ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto,
    wegen des Emittentenrisikos!
    Fällt der Emittent aus, wie Lehman-Brothers, dann schauen die Anleihegläubiger aber gewaltig in die Röhre, das sollte ARD-Börse aber doch bekannt sein.

    Der Autor dieser schlechten & falschen Ratschläge wird wohl frühzeitig in den 01. Mai gefeiert haben oder sollte das ein später Aprilscherz sein?

    Unglaublich!

    Grüße, Köppi

  6. icegefrorenam 2. Mai 2009 um 16:52 Uhr

    In der Menüleiste oben bei der ARD Börse gibt es einen Punkt „Kontakt“ (Briefumschlag). Ich habe einfach mal gemailt:
    Betreff: Kommentar zu Ihrem Artikel „Der Vollkasko-Journalismus“

    >>>
    Der Vollkasko-Kapitalismus
    von Stefan Wolff, ARD-Börsenstudio
     
    Sehr geehrter Herr Wolff,
     
    Vielen Dank für Ihre interessante Meinung. Auch ich bin der Meinung, dass H. Flowers nun  s o f o r t  enteignet werden muss. Der vom Bund angebotene Kaufpreis war meiner Meinung nach nicht zu niedrig.
     
    In einem anderen Punkt muss ich Sie aber korrigieren:
     
    Sie schreiben am Schluss Ihres Artikels: „Jeder Anleger hat vor einem Engagement die Risiken abzuwägen und zu tragen. Das sollte für Kaupthing-Sparer ebenso gelten wie für Flowers. Wer mit dem Risiko einer Aktienanlage nicht leben kann, muss Anleihen kaufen.“
     
    Zunächst bin ich sicher, Sie meinen Bundesanleihen und keine isländischen Staatsanleihen, Anleihen der Deutschen Bank und keine Anleihen von LEHMAN Brothers. Obwohl, wenn die Deutsche Bank anstatt eines ansichtlichen Gewinns im letzten Quartal einen Verlust von 300 Mio. geschrieben hätte…
     
    Weil ich kurzfristig Geld für einen Hausbau zurücklegen wollte, sparte ich u. a. Tagesgeld bei der Kaupthing Bank. Sie werden zugeben, unter Berücksichtigung des isländischen Einlagensicherungsfonds sah die Sache relativ sicher aus. Bis zum Oktober 2008. Es hätte aber auch meine Einlagen bei anderen Banken treffen können!
     
    Daher empfinde ich Ihren Artikel als gehässig und werde dafür sorgen, dass Ihr Name bei recht vielen Leuten auf die schwarze Liste kommt!
     
    Freundliche Grüße

     

    Oder war dies zu böse formuliert? Mit „schwarzer Liste“ meinte ich natürlich nur „Kommentar von diesem Menschen nicht mehr anschauen“.

  7. Koeppiam 2. Mai 2009 um 18:56 Uhr

    Wer sich über die unseriöse Beratung beschweren möchte, hat hier die Möglichkeit:
    http://boerse.ard.de/idx_impressum.jsp
    telefonisch, mail, fax oder per Brief

  8. xyzam 2. Mai 2009 um 19:22 Uhr

    Nun endlich wird mir klar, dass mein Sparkonto bei der Kaupthing in Wirklichkeit eine verkappte Aktienanlage war. Oh, ist mir das peinlich, dass mich erst ein Börsenfachmann darüber aufklären musste.

  9. Alf1am 2. Mai 2009 um 20:49 Uhr

    Ich denke das Herr Wolff von Börse ARD, Millionen von Kaupthingfestgeldsparern mit dem Vergleich von Hypo (Flowers)b beleidigt hat. Wir sollen deshalb die Sendung aus dem Programm streichen. Dieser Moderator ist unseren GEZ Gebühren nicht Wert!!

  10. kleinlameram 3. Mai 2009 um 12:14 Uhr

    und so ein dummer kommentar ausgerechnet in der ard!
    ist das nur ein frustrierter tropf, der auf die quote schielt? oder hat der einmal in der ersten reihe neben glos oder lambsdorff gesessen? da fühlt man sich doch direkt zugehörig, nicht wahr, herr wolff.
    geben sie uns doch besser tipps für künftig sichere geldanlagen! ach so, das ist schwieriger….schade!

  11. Noraam 3. Mai 2009 um 13:14 Uhr

    Diese e-mail habe ich an die ARD, Herrn Wolff am 03.05.2009 gesendet.

    Ihre Kolumne vom 30.04.2009 „Der Vollkasko Kapitalismus“

    Sehr geehrter Herr Wolff,

    „… Diese Art von Vollkasko-Kapitalismus, der hohe Renditen für sich beansprucht, aber das Risiko möglichst von anderen getragen sehen will, sendet fatale Signale aus. Jeder Anleger hat vor einem Engagement die Risiken abzuwägen und zu tragen. Das sollte für Kaupthing-Sparer ebenso gelten wie für Flowers. Wer mit dem Risiko einer Aktienanlage nicht leben kann, muss Anleihen kaufen.“

    Wenn man Hintergrundwissen hat, dann staunt man doch sehr, was so alles in einen Topf geworfen und publiziert wird. Was bitte schön haben Ihrer Meinung die Kaupthing Sparer mit Herrn Flowers gemeinsam und was wollten Sie damit ausdrücken? Das könnten Sie, Herr Wolff, vielleicht einmal bei einer Ihrer nächsten Kolumnen erklären. In diesem Zusammenhang könnten Sie ja auch noch mal darauf eingehen, ob Anleihen in jedem Fall absolut risikolos sind, wie Ihre Zeilen unbedarften Zusehern glauben machen könnte.

    Doch zurück zu den Kaupthing Sparern. Herr Wolff, bei den Kaupthing Sparern handelt es sich um Menschen, die einen attraktiven Zins (keinen exorbitanten Zins) einer isländischen Bank mit einer Niederlassung in Deutschland genutzt haben. Diese Sparer haben ihr Geld in Tagesgeld angelegt. Die Kaupthing Bank ist dem isländischen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Dieser Fonds schützt die Einlagen jedes einzelnen Kunden auch in Deutschland – bis zu einer Höhe von 20.887,00 Euro zu 100%. Diese Grenze hat die große Mehrheit der Anleger beachtet. Die Ursachen für die bislang nicht erfolgte Rückzahlung haben ganz andere Hintergründe.

    Fängt hier bei der Berichterstattung Populismus an, hat die Erwähnung einfach sich nur gut angehört oder ist der Kolumnist nur einfach schlecht informiert? Falls Sie diesbezüglich Hintergrundinformationen benötigen, dann wenden Sie sich an mich oder an das Team der Internetseite von http://kaupthing-edge.helft-uns.de.

    Mit freundlichen Grüßen

  12. Freezoam 3. Mai 2009 um 14:34 Uhr

    SEUFZ!!!!

    Eigentlich sollte man sich dazu echt nicht mehr äußern, aber ich finde es schon bemerkenswert, dass ein eigentlich erfahrener Börsenkommentator sich zu so einem stark vereinfachten und platten Artikel hinreißen lässt. Wäre es ein Azubi, welcher die wirklichen Zusammenhänge der Wirtschaftswelt noch nicht so ganz verstehen kann… ok, geschenkt. Aber von einem Mann wie Herrn Wolff erwarte ich einfach mehr Seriösität.

    Als jemand, der sich selbst an der Börse herum treibt, ist der letzte Absatz für mich einfach nur ein Witz!!!
    Aber klingt halt gut und die mehr oder weniger unreflektierten Leser werden sicherlich auch nicht wirklich den Unterschied zwischen Aktie, Anleihe und Tagesgeldkonto kennen.
    Alles mehr oder weniger HOCH spekulative Anlageinstrumente….. wenn es nicht so traurig wäre, würde ich mich jetzt weg spülen vor Lachen….
    Mann,Mann,Mann…..

  13. nomoneyam 3. Mai 2009 um 17:38 Uhr

    Das wird so schnell nicht aufhören. Meinungsmache, Propagand, Manipulation, … alles nix neues …

  14. Heindieteram 4. Mai 2009 um 12:35 Uhr

    ich habe an die Redaktionsleitung „boerse@ard.de wie folgt geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Schnödewind,

    bisher habe ich mich über eine sachlich richtige Information und Darstellung Ihrer Redaktion verlassen.

    Was aber Ihr Redakteur Stefan Wolff mit Bezug auf die Kaupthing-Edge Sparer von sich gab ist totaler, blanker Unsinn.

    Auch ich bin einer der ca.38000 Sparer die bei dieser Online Bank in Deutschland ein Tages-Geld Konto hatten.
    Durch die 100%tige Absicherung meiner Spareinlagen durch den Isländischen Einlagerungsicherungs-Fond hatte ich auch keine Veranlassung mir besondere „Risiko Gedanken “ zu machen.

    Es ist geradezu beleidigend, solche Tagesgeld-Sparer in die Ecke von Zocker und Spekulanten zu stellen. Herr Wolff sollte sich schnellsten an gleicher Stelle entschuldigen.

    Oder hat Herr Wolff in Ihrer Redaktion Narrenfreiheit?

    ich hoffe nicht.

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