Kaupthing Luxemburg doch noch gerettet

5. Juni 2009

Die Luxemburger Tochtergesellschaft der Kaupthing Bank wurde doch noch gerettet und wird durch den britischen Investmentfonds Blackfish Capital übernommen. Die Gläubigerbanken haben der Übernahme heute zugestimmt.

Dank des Einsatzes der belgischen und luxemburgischen Regierung wird Kaupthing Luxemburg die erste Bank in Luxemburg sein, die jemals aus der Zahlungsunfähigkeit gerettet worden ist.

Freuen dürfen sich v.a. die belgischen Sparer, die bei der Bank über 20.000 € angelegt haben. Zwar war Kaupthing Luxemburg als rechtlich selbständige Tochtergesellschaft Mitglied im luxemburgischen Einlagensicherungsfonds, allerdings sicherte dieser nur Einlagen bis 20.000 € ab. Deshalb waren alle Sparer, die mehr als diese Summe mittels Kaupthing Edge Belgien bei Kaupthing Luxemburg angelegt hatten, darauf angewiesen, dass die Bank vor der Abwicklung gerettet wird. Wäre die Bank abgewickelt worden, wären alle Forderungen über 20.000 € nur Insolvenzforderungen gewesen, sodass ein Großteil des Geldes verloren gewesen wäre. Wann die Kunden mit Einlagen über 20.000 € ihr Geld zurückbekommen hängt davon ab, wann die Übernahme abgeschlossen ist.

Siehe die Berichte bei Luxemburger Wort „Rettung für Kaupthing greifbar“ und „Grünes Licht für Kaupthing-Übernahme„.

Wie es den belgischen Kaupthing-Sparern und ihrer Kaupthing-Tochtergesellschaft ergangen ist, kann man u.a. in unseren Artikeln vom 08.05.09, 01.05.09, 28.04.09, 04.04.09, 18.03.09, 08.01.09, 05.01.09, 21.12.08 und 01.12.08.

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