ARD-exclusiv: Retter in Not – Wie Politiker die Krise bändigen

3. Juli 2009

Die – überaus aufschlussreiche – Sendungsankündigung findet man bei ARD digital.

Es kommen viele alte Bekannte zu Wort. 😉 Auszug:

Die wichtigsten Personen aus Politik und Finanzwirtschaft räumen eine Mitschuld an der Finanz-

und Wirtschaftskrise ein. In der NDR-Dokumentation „Retter in Not“ setzen sich Finanzminister Steinbrück, der ehemalige Wirtschaftsminister Glos, Deutsche-Bank-Chef Ackermann und andere Spitzenkräfte kritisch mit der eigenen Rolle auseinander. Ihr Fazit: Wir haben eine Mitschuld an der Krise.[…]

„Trotz mancher Verklausulierungen erstaunliche Bekenntnisse“, meint NDR-Redakteur Alexander von Sallwitz. „So deutlich hat sich unser Führungspersonal aus Politik und Finanzwesen bisher nicht zur eigenen Verantwortung geäußert.“ Die NDR-Dokumentation „Retter in Not – wie Politiker die Krise bändigen wollen“ von Stephan Lamby beobachtet hochrangige Krisenmanager aus der Nähe. Unter anderem hatte der Autor exklusiven Zugang zu Finanzminister Peer Steinbrück, Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundeskanzlerin Angela Merkel, außerdem zu Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Bundesbank-Chef Axel Weber und BaFin-Chef Jochen Sanio.

Wiederholung gibt es heute, 3. Juli auf 3sat, 18:00 Uhr.

3 Reaktionen zu “ARD-exclusiv: Retter in Not – Wie Politiker die Krise bändigen”

  1. xyzam 3. Juli 2009 um 11:01 Uhr

    Verantwortung zu übernehmen heißt in umfassenderer Auslegung dieses Begriffs, für eine Sache einzutreten, vorausschauend zu handeln und für Schaden aufzukommen, der schuldhaft durch Versäumnis entstanden. Wo, in diesen drei Punkten, haben jene Herren dem entsprochen? Sich nun hinzusetzen, rückblickend kluge Sprüche zu kloppen, ist nur ein wasch mich, aber mach mich nicht nass. Noch schlimmer, sie haben ihre Zeit nur genutzt, um sich weich zu betten und nun müssen andere bluten.
    Zitat Pastor Wilhelm Busch: Wenn wer sich wo als Lump erwiesen, so bringt man in der Regel diesen zum Zweck moralischer Erhebung in eine andere Umgebung. Der Ort ist gut, die Lage neu, der alte Lump ist auch dabei.

  2. ovam 3. Juli 2009 um 11:04 Uhr

    Der Beitrag hat einmal mehr gezeigt wie eng verflochten die beteiligten Akteure in Politik und Wirtschaft miteinander sind – ein einziger Klüngel.

    Ich würde ja gerne sagen Konsequenzen ziehen bei der Bundestagswahl aber wenn Du einen der etablierten Parteien wählst ändert sich nichts und wenn Du eine kleine Partei wählst (so wie ich bei der Europawahl: Piratenpartei) bleibt sie unter der 5%-Hürde und es ändert sich ebenfalls nichts – Scheiß-Spiel.

  3. d5e5f5am 3. Juli 2009 um 21:22 Uhr

    Dank Rundfunkgebühren auch online zu sehen:
    http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/2650452?pageId=&moduleId=799280&categoryId=&goto=&show=

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