Bericht über die letzte noch arbeitende isländische Bank

4. Juli 2009

MP Bank ist die letzte funktionierende Bank in Island, die noch Einlagen-, Kredit- und Zahlungsverkehrsgeschäfte macht. Bereits 2005 ging der Vorstandsvorsitzende der Bank davon aus, dass die isländische Wirtschaft zu stark wachsen würde und die Währung überbewertet sei. Deshalb habe man auswärtig expandiert und v.a. keine Firmenübernahmen finanziert.  Ab 2007, als sich die Lage verschlechterte verkaufte die Bank Vermögenswerte, v.a. Aktien und kaufte isländische Staatsanleihen, die nun den Großteil des Depots ausmachen. Außerdem habe man Barmittel gehortet. Duch diese konservative Anlagestrategie habe man zwar den Boom verpasst, aber habe schließlich doch Recht behalten und sich gut entwickelt. Im Oktober, als die anderen Banken zusammenbrachen, erhielt die Bank dann eine Lizenz für das Commercial banking (Einlagen-, Kredit- und zugehörige Zahlungsverkehrsgeschäfte). Die Bank ist im Vergleich zu Kaupthing sehr klein. Sie hatte versucht die zusammengebrochene isländische Sparkasse SPRON zu übernehmen, allerdings wurde SPRON dann New Kaupthing angeschlossen (siehe unseren Artikel vom 31.03.09 und die dort enthaltenen Links). Siehe den ganzen Artikel über die MP Bank und ihren Vorstandsvorsitzenden Margeir Petursson bei New York Times (in Englisch).

Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.